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Barrierefrei oder nicht? – Wheelmap.org zeigt alle rollstuhlgerechten Geschäfte und Einrichtungen

Mit der Internet-Seite „Wheelmap.org“ lassen sich sehr schnell rollstuhlgerechte Orte finden. So können Sie vorab prüfen, ob der Supermarkt, das Restaurant oder das Kino auf Rollstuhlfahrer eingerichtet ist. Diese Plattform ist entwickelt worden, um Rollstuhlfahrern das Leben zu erleichtern. Aber auch für alle anderen Menschen, die nicht sehr gut laufen können, beziehungsweise unter Bewegungseinschränkungen leiden, ist Wheelmap.org sehr nützlich.

Der große Vorteil dieses Online-Dienstes ist, dass er nicht nur von einer zentralen Stelle mit Daten gefüttert wird, sondern jeder die Möglichkeit hat, auf dieser Plattform seine Erfahrungen mit rollstuhlgerechten Orten einzutragen und somit jedermann zugänglich zu machen. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht notwendig.

Nicht nur für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen

Wie es schon in der aktuellen Werbung heißt, gibt es in Deutschland 1,5 Millionen Rollstuhlfahrer, die genauso viel Orte kennen. Aber eigentlich kennt jeder Computerbesitzer mehr oder weniger rollstuhlgerechte Orte und Einrichtungen.

Beim erstmaligen Aufrufen der Seite kann es vorkommen, dass folgender Startbildschirm erscheint:

Klicken Sie auf „Start“, um zur normalen Bedieneroberfläche zu wechseln.

Klassifizierung nach Ampelsystem

Wheelmap.org unterscheidet zwischen drei Kategorien, die in Ampelfarben angezeigt werden:

  • Grünes Icon: rollstuhlgerecht – Eingang und alle Räume stufenlos erreichbar und rollstuhlgerechte Toilette vorhanden
  • Gelbes Icon: teilweise rollstuhlgerecht – Eingang mit maximal einer Stufe, die nicht höher ist als 7 cm (etwa eine Handbreite), die wichtigsten Räume stufenlos erreichbar, Toilette egal
  • Rotes Icon: nicht rollstuhlgerecht – Eingang mit mehreren Stufen oder höher als 7 cm und/oder die wichtigsten Räume nicht stufenlos erreichbar

Zusätzlich gibt es auch noch die Option „Unbekannt“, hier liegen noch keine Informationen vor. Diese wird auch auf der Karte als graues Icon angezeigt. Wurden bereits Erfahrungen eingetragen, erscheint das Icon auf der Karte in der entsprechenden Ampelfarbe.

Einfache Bedienung

Die Bedienung von „Wheelmap.org“ ist denkbar einfach: Seite aufrufen, Ort oder Adresse eingeben (wie bei Google Maps) und bei der ausgewählten Adresse oder im gewählten Gebiet auf die Icons klicken und im aufklappenden Menü die entsprechende Option auswählen. Zum Senden der Daten auf „Speichern“ klicken.

Klickt man auf den Link „mehr…“ im Aufklapp-Menü eines Icons, öffnen sich in einem neuen Fenster weitere Informationen über den ausgewählten Ort, inklusive einer Ansicht von Google Street-View.

Für das Hinzufügen eines Ortes, für den es kein Icon gibt, ist jeweils eine Registrierung bei „Wheelmap.org“ und bei „OpenStreetMap.com“ erforderlich. Nach dem Klick auf den Button „Ort hinzufügen“ werden Sie komfortabel durch die Registrierungsprozedur geleitet. Die Benutzerkonten beider Webseiten werden dadurch miteinander verknüpft. Die Registrierungen sind kostenfrei.

Mobiler Einsatz

Die Entwickler haben natürlich auch an die mobile Unterstützung von iPhone und Android-Handys gedacht. Die ebenfalls einfach zu bedienenden Apps kann man im App-Store und im Android-Market kostenfrei herunterladen.

Tipp: Wheelmap ist auch für internationalen Einsatz sehr gut gerüstet. Sie können natürlich auch nachsehen, ob  beispielsweise „Die 2 Brüder von Venlo“ ebenfalls rollstuhlgeeignet sind…

Unser Fazit: Diese Plattform macht das Leben, nicht nur für Menschen im Rollstuhl, sondern für alle Menschen mit und ohne Bewegungseinschränkungen (z. B. Familie mit Kinderwagen), sehr viel einfacher!.

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Telefonieren und Surfen im Ausland: Geld sparen mit ausländischen Handykarten

Per Handy surfen, E-Mails schreiben, Facebook updaten und Bilder verschicken – das kann im Ausland ganz schön teuer werden. Die mobile Internetnutzung kostet schnell 60 Euro und mehr. Selbst dann, wenn man eine Datenflat hat – denn die gilt nur fürs Inland. Besser und vor allem günstiger ist der Trick mit der ausländischen Handykarte. Wenn Sie im Urlaubsort eine Prepaid-Karte kaufen, kostet das Internetsurfen per Smartphone nur noch einen Bruchteil. Allerdings gibt’s einiges zu beachten.

Wenn Sie mit Ihrer deutschen SIM-Karte im Ausland ins Netz gehen, fallen durch die Roaminggebühren hohe Kosten an. Das Verschicken eines einzigen Fotos mit rund 4 MB kann da schon mal 40 Euro kosten. Unendlich teuer wird’s zum Glück nicht. Die EU hat eine Höchstgrenze festgesetzt; der Provider kappt die Verbindung, sobald 59,90 Euro erreicht sind. Danach können Sie nur noch telefonieren und SMS verschicken, aber nicht mehr im Web surfen. Die 60-Euro-Grenze gilt allerdings nur für die EU. Geht’s zum Beispiel in die USA oder die Türkei, gibt’s keine Kostengrenze.

Die Lösung: Ausländische Prepaid-Karten

Damit Sie nicht in die Kostenfalle tappen, gibt’s einen simplen Trick: Kaufen Sie im Urlaubsort eine Prepaid-SIM-Karte des örtlichen Providers. Damit surfen Sie nicht mehr per Roaming, sondern nutzen das örtliche Handynetz. Die Kosten sind im Vergleich zum Roaming minimal. Meist können Sie bereits mit einer 15-Euro-SIM-Karte tagelang im Internet surfen. Nachteil: Sie sind nicht mehr unter Ihrer deutschen Handynummer erreichbar, da Sie nach Einlegen der Prepaid-Karte eine neue Telefonnummer erhalten.

Das brauchen Sie

Damit’s funktioniert, brauchen Sie ein Handy oder Surfstick ohne SIM- oder Netlock. Nur wenn’s SIM- und Netlock-frei ist, können Sie die fremde Prepaid-Karte im Ausland nutzen. Prüfen Sie vor dem Urlaub, ob Ihr Handy simlock-frei ist. IPhone-Besitzer mit T-Mobile-Vertrag können Ihr iPhone zum Beispiel nach zwei Jahren entsperren lassen. Wie das geht, steht hier: IPhone-SIM-Lock-Sperre entfernen.

Oder Sie wenden sich direkt an die Provider. Die Direktlinks dazu:

Im Ausland den richtigen Provider finden

Bleibt die Frage, welche Provider es überhaupt im Reiseland gibt und welche Gebiete abgedeckt sind. Die Antwort liefert die Webseite Mobile World Live. Hier müssen Sie im Formular nur das Land und den Provider auswählen und erhalten eine Karte mit Informationen über die Netzabdeckung.

Prepaid-Karten mit Datenvolumen für die wichtigsten EU-Reiseländer

Prepaid-Handykarten erhalten Sie meist an Tankstellen, in Supermärkten oder direkt am Flughafen. Hier eine Auswahl der besten Prepaid-Provider in den beliebtesten Reisezielen Europas:

  • Spanien
    Movil (erhältlich in Carrefour-Supermärkten)

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Handy & Telefon iPhone Tipp des Tages

iPhone-/iPad-Bewegungsdaten schützen: Speichern von Standortdaten und Weitergabe der Positionsdaten und Bewegungsprofile deaktivieren

Datenschützer schlagen Alarm. Denn Apple sammelt und speichert Standortdaten. Eigentlich kein Problem, schließlich macht das jedes Mobilfunkunternehmen, um Handygespräche zum richtigen Handy durchzustellen. Die Krux bei Apple: Die Daten werden auf dem Handy gespeichert und lassen sich von jedermann auslesen. Die gute Nachricht: Die heimliche Datensammelei und die Weitergabe der Daten an Dritte lässt sich abschalten.

Big Brother: Wo war mein iPad oder iPhone in den letzten Wochen?

Erschreckend und überraschend zugleich: Jeder kann selbst nachvollziehen, wo das iPhone oder iPad sich in den letzen Wochen befunden hat. Auf dem Mac geht’s zum Beispiel so:

1. Laden Sie von der Webseite http://petewarden.github.com/iPhoneTracker den „iPhone Tracker“.

2. Synchronisieren Sie das iPhone oder iPad mit iTunes.

3. Starten Sie den iPhone Tracker. Da Programm durchsucht die Backupdateien von iTunes nach den Standortdaten. Wird der iPhone Tracker fündig, zeigt er in einer Grafik Ihr Bewegungsprofil. Die bunten Kreise zeigen, wo Sie (bzw. Ihr iPhone/iPad) wie oft waren.

iTunes-Backup: Positionsdaten per Kennwort schützen

Der freie Zugang zu den Positionsdaten ist ein gefundenes Fressen für Privatdetektive, eifersüchtige Ehegatten oder Einbrecher. Da die iTunes-Backups bei den meisten Anwendern ungeschützt auf dem Rechner liegen, kann jedermann die Bewegungsprofile einsehen.

Damit Unbefugte keinen Zugriff mehr auf die Positionsdaten erhalten, können Sie sich mit einem simplen Trick schützen: versehen Sie das iTunes-Backup einfach mit einem Kennwort. So geht’s:

1. Starten Sie iTunes, und schließen Sie das iPhone/iPad an den Rechner an.

2. Klicken Sie in der linken Spalte auf das iPhone/iPad.

3. Dann wechseln Sie ins Register „Übersicht“ und aktivieren die Option „iPhone-Backup verschlüsseln“. Geben Sie zweimal (ein möglichst sicheres) Kennwort ein, und klicken Sie auf „Kennwort festlegen“. Achtung: Mac-Rechner bieten die Möglichkeit, das Kennwort im Mac-Schlüsselbund zu speichern. Verzichten Sie auf die Speicherung, da ansonsten jeder Mac-Nutzer ohne weitere Kennwortabfrage auf die Backupdatei zugreifen könnte.

Wichtig: Durch das Kennwort wird nur das iTunes-Backup auf dem Rechner verschlüsselt – auf dem iPhone selbst liegt die Positionsdatenbank auch weiterhin in unverschlüsselter Form vor.

Ortungsdienste deaktivieren: Schnüffeln und Datensammeln unterbinden

Wer generell nicht möchte, dass das iPhone oder iPad die Standorte aufzeichnet und ein Bewegungsprofil anlegt, kann die Schnüffelfunktion ausschalten.

Hierzu deaktivieren Sie unter „Einstellungen | Allgemein | Ortungsdienste“ die „Ortungsdienste“, und bestätigen Sie die Auswahl mit „Deaktivieren“. Apps und das iPhone selbst dürfen den Standort dann nicht mehr ermitteln. Nachteil der Methode: Navigationssoftware und ortsbezogene Apps lassen sich nicht mehr vernünftig nutzen.

Opt-Out: Weitergabe der Ortsdaten verbieten

In einem weiteren Schritt können Sie Apple zumindest die Weitergabe der gesammelten Daten an Dritte untersagen, indem Sie ein sogenannte Opt-Out-Verfahren starten. So geht’s:

1. Starten Sie auf dem iPhone oder iPad den Safari-Browser, und rufen Sie folgende Adresse auf:

oo.apple.com

Die beiden Buchstaben „oo“ stehen dabei für Opt-Out.

2. Sie erhalten die Meldung „You have successfully Opted Out“; das bedeutet: Sie erhalten keine orts- und personenbezogene iAd-Werbung mehr, da Ihre Daten nicht mehr an Dritte (Werbetreibende) weitergegeben wird.

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