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Tempobremse Anti-Virus-Programme: So viele Sekunden verlangsamen Anti-Viren-Tools den Windows-Start

Mit Anti-Viren-Programmen ist es so eine Sache. Einerseits geht es nicht ohne Virenschutz; andererseits verlangsamen sie den Rechnerstart. Mitunter um bis zu eine Minute. Wie stark die gängigsten Antivirenprogramme den Rechner ausbremsen, hat die Firma Soluto gemessen. Mit erstaunlichen Ergebnissen. Die Bremswirkung liegt zwischen 12 und 61 Sekunden.

Avira lahm, Norton flott

Beim Windows-Start wird meist auch ein Antiviren-Programm mitgestartet. Das ist auch gut so, macht den Rechner aber langsamer. Vor allem beim Hochfahren. Wie viele Sekunden sich die Antivirentools beim Booten genehmigen zeigt die israelische Firma Soluto, die für Kunden cloud-basiert tausende PCs, Server und mobile Geräte verwaltet. Dabei werden auch die Boot-Zeiten der Geräte gemessen. Das Ergebnis: durchschnittlich dauert das Hochfahren eines Rechners rund 3 Minuten. Viel Zeit genehmigen sich dabei die Antivirenprogramme.

Am langsamsten sind Rechner mit einem Antivirentool von Avira. Zeitverlust: knappe 60 Sekunden. Mit rund 40 Sekunden nicht viel schneller geht es mit den Tools von AVG und Kaspersky. Mit 20 Sekunden noch erträglich gehen ESET, McAfee und Microsoft Security Essentials zu Werke. Am schnellsten schafft es das Urgestein Norton. Hier beträgt die Zeitverzögerung nur rund 12 Sekunden. Die Top 8 im Einzelnen:

  • Norton: 12,2 Sekunden
  • Microsoft Security Essentials: 26,7 Sekunden
  • McAfee: 28,1 Sekunden
  • ESET: 29,5 Sekunden
  • Kaspersky: 41,9 Sekunden
  • AVG: 44,1 Sekunden
  • Avast: 44,3 Sekunden
  • Avira: 61,8 Sekunden

Soluto hat zu den gemessen Werten eine passende Info-Grafik veröffentlicht:

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Unser Fazit: Ohne Antivirenprogramm geht es nicht. Wer mit seiner bisherigen Antivirenlösung zufrieden ist und wen die Startverzögerung nicht stört, sollte bei seiner bisherigen Lösung bleiben. Geht Ihnen der lahme Start auf die Nerven, können Sie auf eine andere, schnellere Lösung wechseln. Kostenlos, gut und schnell ist Microsoft Security Essentials – für uns der beste Kompromiss zwischen gutem Virenschutz, schnellem Start und unschlagbarem Preis, da kostenlos.

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Microsoft Standalone System Sweeper: Bootfähige Live-CD/DVD brennen, um Viren, Rootkits und andere Schädlinge aufzuspüren

Viren, Rootkits und andere Schädlinge beschädigen den Rechner oft so stark, dass er sich nicht mehr starten lässt. Dann ist guter Rat teuer. Denn wie soll man einen Virenscanner laufen lassen, wenn der Rechner sich nicht mehr starten lässt? In solchen Fällen helfen nur noch bootfähige Live-CDs, die den Rechner von CD/DVD booten. Die gibt es jetzt auch von Microsoft und basieren auf der Antivirenlösung „Microsoft Security Essentials“.

Microsoft nennt die bootfähige Live-CD „Microsoft Standalone System Sweeper“. Lässt sich der Rechner nicht mehr normal starten, können Sie ihn zumindest über die Live-CD von CD oder USB booten, den Rechner auf Schädlinge überpüfen und reparieren. Nach der Säuberung ist der Rechner meist wieder normal verwendbar.

So erstellen und nutzen Sie Microsofts Rettungs-CDs:

1. Rufen Sie die Webseite http://connect.microsoft.com/systemsweeper auf, und laden Sie den Installer für den Standalone System Sweeper herunter.

2. Starten Sie das Installationsprogramm. Ein Assistent führt Schritt für Schritt zur fertigen Live-CD.

Sie können das Live-System wahlweise auf eine CD/DVD oder einen USB-Stick kopieren. Oder eine brennbare ISO-Datei anlegen. Am einfachsten ist das Brennen auf einen CD/DVD-Rohling.

3. Sobald Sie einen Rohling eingelegt haben, lädt der Setup-Assistent die aktuellste Version des Live-Systems inklusive der aktuellen Virensignaturen herunter (rund 250 MB) und brennt darauf die bootfähige Rettungs-CD/DVD.

Microsofts Live-Rettungs-CD einsetzen

Die Live-CD „Standalone System Sweeper“ kommt immer dann zum Einsatz, wenn sich der Rechner nicht mehr normal starten lässt. Um den Rechner auf Virenbefall zu prüfen, legen Sie die Live-CD/DVD ein und booten den Rechner von CD/DVD.

Nach dem Start von CD/DVD erscheint eine Bedienoberfläche wie Microsofts Security Essentials. Damit können Sie dann Laufwerke, Verzeichnisse, E-Mails, Archive und Dateien auf Virenbefall prüfen. Damit die jeweils aktuellen Virensignaturen zum Einsatz kommen, sollten Sie vorher mittels „Check for updates“ die aktuellsten Vireninformationen abrufen.

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Windows 7: Die besten kostenlosen Virenscanner für Windows 7

Windows 7 ist in vielen Bereichen besser als die Vorgänger XP und Vista. Doch eines vermissen Windows-Anwender auch beim neuen Windows 7: einen Virenscanner. Der Virenschutz sollte also schleunigst nachinstalliert werden. Dabei muss es nicht immer der teure Profiscanner von G-Data, Kaspersky oder Symantec für mindestens 30 Euro sein. Es gibt auch gute kostenlose Virescanner – sogar inklusive E-Mail-Schutz.

Avast! Free Antiviruswindows-7-logo

Unser Favorit bei den kostenlosen Virescannern für Windows 7 heißt Avast! Free Antivirus.  Der Gratisscanner findet genau so zuverlässig Viren und Schädlinge wie die kommerziellen Profitools. Sehr erfreulich bei Avast: auch E-Mails werden bereits während des Empfangs auf Viren geprüft – das können viele andere Gratisscanner nicht. Ebenfalls ein Pluspunkt: Avast Antivirus braucht erfreulich wenig Systemressourcen. Ideal für ältere Rechner, Notebooks oder Netbooks.

Lediglich die Installation ist etwas aufwändig. Bevor es losgeht, muss per Onlineformular eine kostenlose Jahreslizenz beantragt werden. Das geht aber recht schnell und dauert nur wenige Minuten. Nach einem Jahr müssen Sie die Prozedur wiederholen, um den Scanner ein weiteres Jahr gratis nutzen zu können.

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Avira AntiVir Personal – Free Edition

Ebenfalls empfehlenswert ist der kostenlose Virenscanner Avira AntiVir Personal. Er glänzt mit einer hervorragenden Erkennungsrate und belegt bei Tests immer die vorderen Plätze. Leider fehlt dem Gratis-Virenscanner ein E-Mail-Modul, um Viren bereits im Posteingang unschädlich zu machen.

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AVG Free

Auf Platz 3 der besten kostenlosen Virenscanner für Windows 7 steht AVG Free. Der Gratisscanner besticht durch seine guten Erkennungsraten, die einfache Bedienung und den geringen Ressourcenverbrauch. Allerdings fehlt auch hier ein E-Mail-Modul für den Virenscan im Postfach.

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Microsoft Security Essentials

Ebenfalls gut und empfehlenswert ist die Anti-Viren-Lösung aus dem Hause Microsoft. Die „Microsoft Security Essentials“ schützen mindestens genau so gut wie die anderen kostenfreien Schutzprogramme. Vorteil von Microsoft Security Essentials: es bindet sich nahtlos ins Betriebssystem ein und verbraucht kaum Systemressourcen. Ideal für alle, die sich nicht großartig mit Antivirenlösungen befassen und eine möglichst „unauffällige“ Lösungen installieren möchte. Und da es kaum Ressourcen braucht, eignet sich Microsoft Security Essentials bestens für ältere Rechner oder Netbooks.

Das kostenlose Microsoft Security Essentials können Sie hier herunterladen: