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Hardware & Software

Open Broadcaster Software: Monitorbild direkt ins Internet streamen

Wenn man Freunden und Bekannten seine Spiel-Errungenschaften zeigen möchte oder gemeinsam an Projekten arbeitet, bei denen das Monitorsignal direkt abgegriffen und ins Internet gestreamt werden muss, braucht man eine Software, die das Signal in ein für den Computer lesbares Dateiformat umwandelt und direkt an den Server sendet. Die Freeware Open Broadcaster Software macht genau das und noch mehr, denn es können mehrere Szenen erstellt werden, die wiederum mehrere Elemente enthalten können. So kann man beispielsweise gleichzeitig die Software zeigen, mit der man gerade arbeitet und gleichzeitig ähnlich wie bei einem Videochat sein eigenes Gesicht per Webcam oder DV-Kamera aufnehmen. Mit entsprechender Hardware lassen sich auch analoge, externe Quellen in die Szene einbinden und über einen Mixer kann die Lautstärke der Quellen beliebig geregelt werden.

Mein Monitorbild live im Internet

Momentan befindet sich die Software noch im Alpha-Stadium, ist aber Open-Source und kann durch Plugins beliebig erweitert werden. Die Webseite des Herstellers obsproject.com bietet neben dem Installer auch den frei zugänglichen Quellcode an, der dank GPU-Lizenz nach eigenen Wünschen verändert und erweitert werden darf. Bei spezifischen Fragen oder Anregungen steht zudem ein Forum zur Verfügung, wo Programmierer ihre Kenntnisse weitergeben und auch der Projektleiter mit Rat und Tat zur Seite steht.

Da das Streamen von HD-Inhalten eine beträchtliche Menge an Speicherplatz zur Zwischenlagerung benötigt, wird empfohlen, OBS auf eine herkömmliche mechanische Festplatte zu installieren, da die Lebensdauer von Solid-State-Discs durch das ständige Laden und Überschreiben beeinträchtigt werden kann. Nach der Installation hat OBS bereits eine Standardszene erstellt, die jedoch noch keine Elemente enthält. Diese können Sie durch einen Rechtsklick in das Fenster mit der Aufschrift „Quellen“ hinzufügen. Alle internen Quellen, die direkt auf dem Computer laufen und über den Monitor wiedergegeben werden sind unter dem Menüpunkt „Software-Aufnahme-Quellen“ vereint, während externe Quellen als „Videogerät“ bezeichnet werden. Ganze Anwendungen, die über die DirectX-Schnittstelle oder OpenGL angesprochen werden schließlich als „Game-Aufnahme-Quellen“ bezeichnet.

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Enthält eine Szene mehrere Quellen, wird der Menüpunkt „Quelle bearbeiten“ aktiviert. Hier lassen sich durch Drag&Drop die angezeigten Fenster wie auf dem Desktop verschieben und skalieren. Der Unterschied ist jedoch, dass es sich hierbei nur um eine Softwareemulation handelt, der Monitor des Anwenders also gleich bleibt. Im Fachjargon bezeichnet man ein so angeordnetes Bild aus mehreren Elementen als „Screen Region“. Wurde diese zufriedenstellend zusammengestellt kann über den Button „Streaming starten“ direkt mit dem Streamen begonnen werden. Hier gilt es jedoch zunächst unter „Einstellungen | Broadcast-Einstellungen“. den Anbieter, beispielsweise Twitch.tv einzustellen oder seinen eigenen Streaming-Server zu benutzen, wenn es sich um ein firmeninternes Netzwerk handelt.

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Hardware & Software

Bildschirm aufzeichnen: Das Monitorbild abfilmen mit Camstudio

„Das kann ich nicht erklären, das muss ich dir zeigen“ – Das schönste Tutorial zur Handhabung eines bestimmten Programmes nutzt wenig, wenn manche Schritte sich mit Worten nur unzureichend erklären lassen. Für solche Fälle bietet es sich an, am heimischen PC einfach den Bildschirminhalt aufzunehmen, während man die Bedienung eines Programmes vorführt, um das entstandene Video dann dem Hilfesuchenden zuzusenden.

Ein kleines, handliches Programm, das diese Aufgabe hervorragend meistert, ist CamStudio:

Das Programm nimmt ebenfalls die Bewegungen des Mauszeigers (der z.B. auf mit der Druck-Taste erstellten Screenshots des Bildschirms verschwindet) und auf Wunsch sogar den Ton auf.

Bevor Sie Ihre erste Aufnahme starten, müssen Sie einige wenige Dinge einstellen: Über den Menüpunkt ‚Region‘ können Sie, Ihrem jeweils aktuellen Projekt angepasst, die Fenstergröße einstellen. Sie können zwischen dem gesamten Bildschirm und einem von Ihnen definierten Bereich wählen – bei letzterem ist dann wirklich nur das im Bild, was auch relevant ist. Mit einem Klick auf den Button ‚Select‘ können Sie die gewünschte Fläche einfach mit gedrückter Maustaste markieren. Unter ‚Options‘ können sie entscheiden, ob der Ton ebenfalls aufgezeichnet werden soll und wenn ja, von welcher Quelle (Lautsprecher oder Mikrophon).

Um nun die Aufnahme zu starten, drücken Sie einfach den roten Knopf. Wenn Sie zuvor eine bestimmte Region für die Aufnahme ausgewählt haben, ziehen Sie den nun erscheinenden Rahmen einfach an die gewünschte Stelle und klicken einmal mit der Maus, wenn die richtige Position erreicht ist. Der Rahmen verwandelt sich nun in vier unauffällige Markierungen und die Aufnahme startet. Sie können das Video pausieren (die Pausetaste befindet sich rechts neben dem roten Aufnahmeknopf) oderdurch einen Mausklick auf das „Stop“-Symbol (rechts neben „Pause“) die Aufnahme beenden. Nach einem kurzen Moment erscheint ein Fenster, in dem Sie den Speicherort des Videos auswählen können. Wenn Sie nun auf ‚Speichern‘ klicken, wird die Bildschirmaufzeichnung gespeichert und CamStudio informiert Sie über den aktuellen Fortschritt.

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Windows 7

Windows 7 Tricks: Versteckter Präsentationsmodus für schnellen Wechsel zu Projetoren und Monitoren

Wenn Sie Windows mit einem Projektor oder mehreren Monitoren betreiben, war es bei früheren Windows-Versionen immer eine Fummelei, in einen anderen Monitormodus zu schalten. Ganz anders Windows 7. Hier können Sie mit einer kaum bekannten Tastenkombination blitzschnell zwischen zweitem Monitor, Projektor/Beamer und Originaldisplay wechseln.

So einfach geht’s: Drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste]+[P]. Es erscheint ein Menü mit verschieden Monitorvarianten.

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Klicken Sie mit der Maus auf einer der Monitor-/Projektor-/Beamerkombinationen. Alternativ hierzu können Sie den Modus mit den Pfeiltasten auswählen und mit [Return/Eingabe] bestätigen.

Zur Verfügung stehen folgende Modi:

Nur Computer – Das Monitorbild wird nur auf dem Originalbildschirm (etwa dem Notebook-Monitor) wiedergegeben.

Doppelt – Das Monitorbild erscheint auf dem Computer und zusätzlich (in Kopie) auf dem angeschlossenen Zweitmonitor oder Projektor/Beamer.

Erweitert – Der Bildschirm wird auf zwei Monitore verteilt.

Nur Projektor – Das Monitorbild wird nur auf dem angeschlossenen Zweitmonitor bzw. den Projektor/Beamer wiedergegeben.