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Google DNS: Schneller surfen mit den DNS-Servern von Google

Mit DNS-Servern hat man als Otto-Normal-Surfer eigentlich wenig am Hut. Dabei sind DNS-Server zum Surfen eminent wichtig. Sie sind praktisch das Adressbuch des gesamten Internets. Und je schneller das Adressbuch funktioniert, umso schneller wird gesurft. Um möglichst flott zu surfen, können Sie auf die sehr schnellen DNS-Server von Google wechseln. Und damit auch gleich eine mögliche Zensur Ihres Internetproviders umgehen.

So funktionieren DNS-Server

Das DNS-System (Domain Name Server) wird bei jedem Aufruf einer Webseite gebraucht – egal, ob die Adresse eingetippt oder auf einen Link geklickt wird. Denn eigentlich sind Webseiten nicht über Adressen wie www.kostenlos.de erreichbar, sondern nur über ihre IP-Adresse – kostenlos.de zum Beispiel über 176.9.123.170. Da sich aber niemand die Zahlenkolonnen merken kann, gibt es DNS-Server. Wenn Sie eine Adresse wie www.kostenlos.de eingeben, wird auf einem DNS-Server nachgeschaut, über welche IP-Adresse die Seite zu erreichen ist. So einen Eintrag gibt es für jede Webseite auf der Welt – wie bei einem riesigen Telefonbuch mit zig Millionen Einträgen.

Da praktisch bei jedem Seitenaufruf die IP-Adresse im DNS nachgeschlagen wird, müssen die DNS-Server rasend schnell sein. Bei einigen Internetprovidern ist das der Fall – mitunter sind die DNS-Server der Provider aber recht langsam. Zudem vermuten Datenschützer, dass die DNS-Server bei einigen Providern manipuliert sind und bei bestimmten Adressen nicht zur eigentlichen Webseite leiten, sondern eine „Navigationshilfe“ oder ähnliche vorgeschaltete Seite zeigen.

DNS-Server von Google: rasend schnell

Welcher DNS-Server zum Einsatz kommt, legt in der Regel der eigene Internetprovider fest. Sobald Sie sich mit dem Internet verbinden, stellt Windows die DNS-Server ein, die vom Intenetprovider vorgegeben wird. Das lässt sich ändern.

Wer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und sowohl rasend schnell als auch ohne DNS-Zensur surfen möchte, kann die eigene Internetverbindung auf die DNS-Server von Google „umbiegen“. Seit Ende 2009 betreibt Google eigene DNS-Server, die in der Fachwelt als unschlagbar schnell gelten. Besser gesagt ist es ein ganzes Netz weltweit verteilter DNS-Server. Die Google-DNS-Server verarbeiten pro Tag mehr als 70 Milliarden Anfragen.

Um auf die Google-DNS-Server zu wechseln, sind folgende Schritte notwendig:

1. Drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste][R].

2. Geben Sie den Befehl

ncpa.cpl

ein, und klicken Sie auf OK. Alternativ hierzu können Sie auch die Systemsteuerung öffnen und in den Bereich „Netzwerk und Internet | Netzwerkverbindungen“ wechseln.

2. Sie sehen eine Übersicht aller Netzwerkverbindungen Ihres Rechners. Für die Internetverbindung ist meist die Verbindung „LAN-Verbindung“ oder „Drahtlosnetzwerkverbindung“ verantwortlich. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verbindung, und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Eigenschaften“.

3. Im nächsten Fenster markieren Sie den Eintrag „Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4“ und klicken auf „Eigenschaften“.

4. Aktivieren Sie die Option „Folgende DNS-Serveradressen verwenden“, und tragen Sie die beiden folgenden Adressen ein:

8.8.8.8

8.8.4.4

Bestätigen Sie die Änderung mit OK.

5. Wiederholen Sie den obigen Schritt für den Eintragt „Internetprotokoll Version 6 (TVP/IPv6“, und tragen Sie dort die folgenden Adressen ein:

2001:4860:4860::8888

2001:4860:4860::8844

6. Schließen Sie die Fenster mit OK und „Schließen“.

Ab sofort surfen Sie über die DNS-Server von Google. Ob dem wirklich so ist, können Sie leicht prüfen:

1. Drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste][R], geben Sie den Befehl „cmd“ ein, und klicken Sie auf OK.

2. Dann geben Sie den Befehl

ipconfig /all

ein und drücken [Return].

3. Bei der aktuell genutzten Netzwerkverbindung steht in der Zeile „DNS-Server“, welche DNS-Server für DNS-Abfragen zum Einsatz kommen. Hier sollte „8.8.8.8“ und „8.8.4.4“ stehen.

Google kontrolliert alles?

Wenn Sie auf die DNS-Server von Google wechseln, müssen Sie sich über eines bewusst sein: Da jedes Adresse von den Google-Servern in die passende IP-Adresse aufgelöst wird, kann Google damit theoretisch genau nachverfolgen, welche Webseiten Sie wann aufgerufen haben. Das bringt Datenschützer auf die Palme. Allerdings kann man sich gegen das Nachverfolgen kaum schützen. Ohne den Wechsel bekommt eben nicht Google, sondern Ihr Provider mit, wohin Sie gerade surfen.

Einziger Ausweg: Es gibt auch anonyme DNS-Server. Wie Sie die einrichten, steht im Tipp „Internetzensur umgehen: Über freie und unzensierte DNS-Server surfen„.

Zurück zu den alten DNS-Servern

Falls Ihnen die Google-DNS-Server nicht zusagen und Sie wieder zurück zu den alten DNS-Servern Ihres Providers wechseln möchten, wiederholen Sie die obigen Schritte und stellen wieder die ursprüngliche Option „DNS-Serveradresse automatisch beziehen“ ein.

Weitere Informationen und Anleitungen zu den Google-DNS-Servern finden Sie in der Google-Hilfe unter „Using Google Public DNS„.

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Google als Fremdwörter-Bilderbuch nutzen: Was sind eigentlich Mangostane und Kinkajou?

Das Web ist voll von Fachbegriffen und Fremdwörtern. Oder wissen Sie auf Anhieb, was ein/eine Mangostane oder Kinkajou ist? Müssen Sie auch nicht. Dafür gibt es Fremdwörterbücher, die alles genau erklären. Viel besser als jedes Lexikon ist aber die Google-Bildersuche. Die zeigt sofort, um wen oder was es sich handelt. Ohne viel Gerede. Ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte.

Wenn Sie zum Beispiel in einem Rezeptbuch auf eine exotische Frucht oder Zutat stoßen und wissen möchten, worum es sich handelt, rufen Sie einfach die Google-Bildersuche auf:

http://images.google.de/

Geben Sie ins Suchfeld das Fremdwort ein – etwa „Mangostane“ – , und klicken Sie auf „Bilder suchen“. Die Trefferliste zeigt, wie eine Mangostane aussieht. Per Klick aufs Bild gelangen Sie direkt zur passenden Webseite und erhalten dort meist weiterführende Informationen.

Übrigens: Mangostane ist die Frucht des tropischen Mangostinbaums. Und Kinkajou ist ein Wickelbär.

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Google define: Google als Lexikon und Nachschlagewerk nutzen

Wer Fremdworte nachschlagen oder Informationen zu bestimmten Themen suchen möchte, greift meist zum Onlinelexikon Wikipedia. Doch was Wikipedia kann, kann Google schon lange. Mit einem Trick wird Google zum besseren Nachschlagewerk.

Mit einer speziellen Suchabfrage wird aus der Suchmaschine Google ein Onlinelexikon. Und zwar so: Geben Sie ins Suchfeld das Schlagwort „define:“ (inklusive Doppelpunkt) und dahinter den Begriff ein, den Sie nachschlagen möchten, etwa:

define:trojaner

Nach Drücken der [Return]-Taste oder einem Klick auf „Suche“ erscheint nicht die normalen Google-Trefferliste, sondern eine Übersicht aller Wortdefinition im Internet. Neben dem passenden Wikipedia-Artikel (meist an erster Position) gibt es jede Menge Alternativen aus anderen Lexikas, Blogs, Wortverzeichnissen und Nachschlagewerken.