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ToxFox: Welche Produkte enthalten Giftstoffe?

Eine EU-Verordnung verpflichtet Hersteller, auf Anfrage innerhalb von 45 Tagen auf Fragen zu gefährlichen Stoffen in Produkten zu antworten. Das ist gut, aber vollkommen nutzlos, wenn man im Geschäft vor einem Spielwarenregal steht. Schnelle Hilfe bietet natürlich eine App.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat die App ToxFox auf Basis dieser EU-Verordnung entwickelt und in den einschlägigen App Stores veröffentlicht.

Um enthaltene Giftstoffe zu identifizieren, scannst du mit deinem Handy einfach den Barcode des betreffenden Produktes, oder du tippst den Namen in das Suchfeld ein. Anschließend werden eventuell enthaltene Stoffe aus den bisher 173 erfassten gefährlichen Substanzen ausgewiesen. Vorausgesetzt, ein anderer Verbraucher hat über den BUND-Produktcheck bereits eine Antwort erhalten.

Wird dir kein Ergebnis angezeigt, sendet ToxFox in deinem Namen eine Anfrage an den Hersteller und informiert dich, sobald eine Antwort vorliegt. Wenn nach Ablauf der 45-tägigen Frist nicht geantwortet wird, kannst du BUND darüber informieren und sie setzten den Hersteller auf eine öffentliche Blacklist, um den Verbraucherdruck zu erhöhen.

Schadstoff-Anfragen kann man zu folgenden Produktgruppen gestellt werden:

  • Spielzeug
  • Haushaltswaren
  • Textilien und Schuhe
  • Sportartikel
  • Möbel
  • Heimwerkerbedarf
  • Fahrzeuge
  • Verpackungen
  • Elektrogeräte

Außerdem kannst du dich über hormonell wirksame Stoffe in Kosmetikartikeln informieren. In dieser Liste stehen bereits 16 bedenkliche Chemikalien, die auch bei Tierversuchen negativ aufgefallen sind.

Beide Schadstofflisten und die Liste der Produkte wird natürlich ständig erweitert.

Die App ToxFox ist für Android und iPhone/iPad erhältlich. Die Besitzer von Windows- oder anderen Smartphones können sich über die ToxFox-Webseite zumindest über die Chemikalien in Kosmetikprodukten informieren.

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REWE macht´s möglich: Loses Obst und Gemüse ohne Plastiktüten kaufen

In den Supermärkten und Discountern wird Obst und Gemüse hauptsächlich in Plastikverpackungen angeboten. Sogar Bio-Produkte sind in Plastik eingehüllt, angeblich zur besseren Identifikation als Bio-Ware. Und zu allem Überfluss gibt es dann ja auch noch einzel verpacktes Obst, wie Gurken oder Bananen. REWE macht jetzt ernst und bietet eine Mehrweg-Alternative an.

Nach der knapp zweimonatigen Testphase im Oktober und November 2017, wird ab sofort ein Nachfolgemodell angeboten. Das Mehrweg-Frischenetz wird neben den altbekannten Knotenbeuteln im Zweierpack zum Preis von 1,49 Euro angeboten. Du hast also die Wahl zwischen Einweg und Mehrweg.

Standardisiertes Einkaufsnetz

Das Eigengewicht des Netzes wird dann an der Kasse automatisch abgezogen. Dafür sorgt der im Netzboden eingenähte Barcode. Er sollte natürlich nicht entfernt oder unkenntlich gemacht werden.

Das Mehrweg-Frischenetz kann als Obst- und Gemüseverpackung allerdings nur in REWE-Märkten eingesetzt werden, da es sich um eine Eigenentwicklung handelt.

Insellösung als erster Schritt

Auch andere Händler bieten änliche Lösungen an, sind aber ebenfalls nur Insellösungen. Da Kunden meist nicht nur bei einer Supermarktkette einkaufen, wäre es besser eine Gesamtlösung zu erarbeiten. Das würde sich positiv auf die Produktionskosten und den Verkaufspreis des Netzes auswirken.

Trotzdem ist das REWE-Mehrweg-Frischenetz ein wichter Schritt heraus aus dem Verpackungswahn.

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Aus Alt mach Neu: Stylische Plastiktüten selber häkeln

Für manche Menschen sind Plastiktüten ein große Hilfe, für Andere gelten sie schon fast als Geißel der Menschheit. Jeder von uns verbraucht im Jahr durchschnittlich 150 bis 180 Plastiktüten. Kein Wunder also, dass im EU-Parlament Beschlüsse gefasst werden um den Verbrauch drastisch zu senken. Maximal 40 Tüten pro Jahr ist das erklärte Ziel, dass innerhalb in den nächsten 10 Jahren erreicht werden soll. Die dünnen Kunststoffbeutel für Fleisch, Fisch und Obst sind davon allerdings ausgenommen. Und gerade diese Art Tüten eigenen sich hervorragend zum Häkeln.

Für das Häkeln verwendet man am besten die sogenannten „Knistertüten“. Im Großen und Ganzen ist die Vorgehensweise wie folgt:

Der Boden der Tüte wird aufgeschnitten und anschließend so geschnitten, dass ein langer, ungefähr zwei bis drei Zentimeter breiter Plastikstreifen entsteht. Dieser kann dann mit einer großen Häkelnadel (z. B. 4,5-7) zu einer neuen Tasche verarbeitet werden.

Unnötig zu erwähnen, dass die Größe der neuen gehäkelten Tasche von der Anzahl der recycelten Plastiktüten abhängt, die dafür miteinander verknotet werden müssen. Um die 50 Stück wird man für einen neuen Einkaufsbeutel schon benötigen. Auf diese Weise entsteht aus extrem dünnen Plastikfolien schöne und stabile Taschen, die lange halten.

Die Idee der gehäkelten Plastiktüte ist nicht neu. Bereits vor mehr als fünf Jahren veröffentlichte Stefania Grimme, alias Stoffmonster, im Dawanda-Blog eine gute Anleitung.

Aber auch im restlichen Web oder bei YouTube findet man schnell weitere Tutorials, was sich aus den Plastikstreifen noch alles häkeln lässt. Zum Beispiel Badezimmer-Matten, Hüte oder Outdoor-Sitzkissen. Deiner Kreativität sind beim Recycling und Upcycling keine Grenzen gesetzt.

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Gesundheit Lifestyle & Leben

Organspende: So kommen Sie an einen Organspendeausweis in Form einer Plastikkarte. Auf dem Ausweis der Organspende widersprechen

Organspendeausweise bekommen Sie in Arztpraxen, Apotheken, bei den Krankenkassen und auf vielen Internetseiten. Ausweise auf Papier haben aber leider den Nachteil, dass sie nicht sonderlich lang halten. Daher bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung inzwischen auch die Möglichkeit, einen Organspendeausweis in Form einer Plastikkarte zu bestellen.

So bestellen Sie bei der BZgA

Auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben Sie mehrere Möglichkeiten, einen Organspendeausweis zu bestellen. Dort können Sie ein Dokument im PDF-Format herunterladen, um Ihre Daten auf Ihrem eigenen Computer einzutragen. Alternativ können Sie im Menü „Ausweis interaktiv erstellen“ die Felder bereits auf der Internetseite ausfüllen. Danach drucken Sie das Dokument aus und schneiden den Organspendeausweis passend zurecht.

Wenn Sie bei der BZgA dagegen einen kostenlosen Organspendeausweis in Form einer Plastikkarte bestellen möchten, klicken Sie im Menü „Ausweis herunterladen oder bestellen“ unter dem Textfeld „Organspende als Plastikkarte“ auf „bestellen“ und geben die Anzahl ein. Danach klicken Sie auf „Adresseingabe“, um Ihre Anschrift anzugeben. Achten Sie auf eine gültige Email-Adresse, denn Sie müssen Ihre Bestellung noch einmal über einen Link bestätigen, damit sie ausgeführt wird.

Mit dem Ausweis der Organspende widersrprechen

Beachten Sie, dass die BZgA Ihre Daten bei der Bestellung oder der interaktiven Erstellung eines Organspendeausweises nicht speichert. Ihren Ausweis sollten Sie daher möglichst immer in Ihrem Portemonnaie bei sich tragen. Dadurch, dass keine Speicherung erfolgt, haben Sie gleichzeitig die Möglichkeit, Ihre Entscheidung jederzeit wieder zu ändern. Sollte dieser Fall eintreten, vernichten Sie einfach den Ausweis oder bestellen einen neuen mit den geänderten Daten. Übrigens ist es auch dann sinnvoll, einen Organspendeausweis bei sich zu tragen, wenn Sie verhindern möchten, dass Ihnen nach Ihrem Tod Organe entnommen werden. In diesem Fall kreuzen Sie auf dem Ausweis an, dass Sie der Organentnahme widersprechen.

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Hardware & Software

USB-Stick defekt? Daten von beschädigten USB-Sticks retten

USB-Sticks werden als Massenware möglichst billig produziert. Das führt zwangsläufig zu Qualitätseinbußen bei Material und Verarbeitung. Die Konsequenz ist, dass diese Billig-Sticks sehr schnell verschleißen. Wenn sie dann auch noch ein paar Mal herunterfallen, ist deren Schicksal schnell besiegelt: Ab in den Mülleimer. Doch vorher gibt es noch zwei Möglichkeiten die gespeicherten Daten zu retten. Dazu brauchen Sie nur etwas Tesa-Film oder Ihren Backofen.

Der Tesatrick

Meistens wird der Fehler erst dann erkannt, wenn zwar die Treiber geladen werden, aber der USB-Stick nicht im Windows-Explorer sichtbar ist. Der Fehler ist dann oft eine gebrochene Lötstelle.

Die erste Möglichkeit ist, die auf dem Stick befindlichen Speicherchips so straff mit Tesafilm zu umwickeln, das wieder ein Kontakt hergestellt wird.

Dazu müssen Sie aber erst vorsichtig das Kunststoffgehäuse entfernen, deren Steckverbindungen trotz allem wahrscheinlich abbrechen werden. Das macht aber nichts, da der Stick, nachdem die Daten herunterkopiert wurden, letztendlich sowieso im Müll landen wird.

Führt diese Möglichkeit nicht zum Erfolg, dann bleibt als letzte Möglichkeit nur noch der Backofen.

Der Backofentrick

Auch hier entfernen Sie vorher das Plastikgehäuse und legen den Stick in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen. Das Plastik innerhalb des USB-Steckers sollte die Tortur überleben. Backen Sie den Stick bei dieser Temperatur für fünf Minuten. Das Lötzinn schmilzt bei dieser Temperatur und stellt die Kontakte wieder her.

Schalten Sie den Backofen nach fünf Minuten aus und öffnen die Backofen-Tür. Lassen Sie den Stick ca. 30 Minuten abkühlen, ohne ihn zu bewegen. Das Lötzinn könnte sonst verlaufen. Danach können Sie den USB-Stick herausnehmen und die Daten herunterziehen.

Dieser Trick funktioniert auf die gleiche Art und Weise bei einer defekten Grafikkarte. Auch hier sind gebrochene Lötstellen oftmals die Fehlerquelle. Damit verlängern Sie zumindest für ein paar Tage deren Funktionen, bis Sie sich eine neue Grafikkarte zugelegt haben.

Eines sollte dabei aber klar sein: Stick und Grafikkarte könnten im Backofen auch endgültig zerstört werden und sollte nur die allerletzte Möglichkeit sein.