Kategorien
Hardware & Software

PowerLAN- und dLAN sicherer machen: Daten im Stromnetzwerk schützen

Mit den richtigen Sicherheitsvorkehrungen ist das Belauschen eines Funknetzwerks praktisch unmöglich. Wer ganz sicher gehen möchte, verzichtet auf den Einsatz eines WLANs und verbindet seine Rechner ausschließlich per Kabel. Beim Kabel bestehen zwischen den Rechnern Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Das Netzwerkkabel fungiert dabei wie ein Tunnel, zwischen dem die Daten hin und her wandern. Die Daten sind nur an den Tunnel-Ein- und -Ausgängen sichtbar. Außerhalb des Tunnels bleiben die Daten unsichtbar.

Das Netzwerkkabel ist mit einer feinen Ummantelung aus einer Schicht Aluminium oder einem Kupfergeflecht abgeschirmt. Die Abschirmung wirkt wie ein Faraday-Käfig und hält elektromagnetische Felder fern; und sie wirkt in beide Richtungen: Das Netzwerkkabel gibt die Daten nicht an die Umgebung ab, gleichzeitig kann niemand in das Netzwerkkabel „hineinschauen“. Das Belauschen der Netzwerkdaten ist damit nicht möglich.

PowerLAN = Kabel, aber nicht abhörsicher

Das gilt allerdings nur, wenn ausschließlich geschirmte PC-Netzwerkkabel zum Einsatz kommen. Zum Überbrücken von langen Distanzen – etwa vom Keller zum Dachboden – können Sie statt Netzwerkkabel auch das im Haus verlegt Stromkabel zur Datenübertragung nutzen. Möglich machen das sogenannte dLAN-Adapter (Direct Local Area Network), etwa dLAN 200 AVplus Starter Kit von Devolo oder die PowerLAN-Reihe von AVM. Die dLAN-Adapter werden einfach in die Steckdose gestöpselt und übertragen die Netzwerkdaten über das Stromnetz der Wohnung oder des Hauses.

Im Stromnetz bleiben die Netzwerkdaten zwar auch kabelgebunden, in Punkto Abhörsicherheit gibt es aber gewaltige Unterschiede. Zum einen sind Stromkabel meist schlechter abgeschirmt als PC-Netzwerkkabel und lassen sich leichter abhören. Gravierender ist die Tatsache, dass sich die Daten im dLAN im gesamten Stromnetz ausbreiten. Es besteht keine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen den beiden Adaptern. Jeder Adapter schickt die Daten ohne konkretes Ziel ins Stromkabel; von hier breiten sie sich über die Kupferkabel aus. Gängige dLAN-Adapter haben eine Reichweite von knapp 200 Metern. Je nach Verkabelung landen die Daten damit auch in den Stromkabeln der Nachbarn – und lassen sich dort ebenfalls über die Steckdose empfangen.

dLAN inklusive Verschlüsselung

Damit die übers Stromnetz übertragenen Netzwerkdaten nicht vom Nachbarn angezapft werden können, achten Sie beim Kauf von dLAN-Adaptern auf eine integrierte Verschlüsselungsfunktion. Bei den meisten Modellen können Sie die Verschlüsselung über einen Konfigurationsassistenten vom PC aus einstellen. Ganz wichtig: Tauschen Sie das Standardkennwort des Herstellers gegen ein neues Passwort aus. Die dLAN-Adapter von devolo sind zum Beispiel von Hause mit dem Kennwort „HomePlugAV“ geschützt – das Standardkennwort sollten Sie in der Konfigurationsoberfläche umgehend ändern.

Besonders einfach geht es mit modernen dLAN-Adaptern, die über einen Verschlüsselungs-Knopf verfügen. Hier müssen Sie nur beide Adapter einstecken und an beiden Geräten mindestens zehn Sekunden den Verschlüsselungsknopf gedrückt halten. Damit generieren Sie ohne PC-Software einen sicheren Zufallsschlüssel. Wie das zum Beispiel bei dLAN-Produkten von devolo funktioniert, steht im PDF-Dokument „dLAN Verschlüsselungsknopf„.

Kategorien
Hardware & Software

PowerLAN: Das eigene Heim mithilfe des Stromnetzes und Powerline-Adaptern vernetzen

Immer mehr Geräte werden mit Netzwerkschnittstellen ausgestattet und profitieren so von nützlichen Zusatzfunktionen, die per Internet oder Heimnetzwerk verfügbar werden. Längst ist es nicht mehr nur der PC oder Laptop, der über das Netzwerk kommuniziert, sondern auch Fernsehgeräte, Satelliten- oder Kabelreceiver und sogar Kühlschränke oder die Hauselektrik können mit dem Internet verbunden werden. Meist ist für solche Zwecke eine LAN Schnittstelle integriert, über die das Gerät per Kabel mit dem Internetrouter verbunden werden kann. Doch leider sind in den meisten Wohnungen oder Häusern die entsprechende Infrastruktur und Verkabelung nicht verfügbar, um in jedem beliebigen Raum Geräte an das Netzwerk anschließen zu können.

Manchmal kann man sich mit der drahtlosen Vernetzung per WLAN weiterhelfen. Doch nicht alle Geräte können auch mit WLAN Adaptern aufgerüstet werden und manchmal verhindern auch bauliche Besonderheiten ein leistungsfähiges und funktionales Funknetz. In solchen Fällen können so genannte Powerline-Adapter (auch PowerLAN genannt) die Lösung sein. Diese vernetzen über das heimische Stromnetz beliebige Geräte miteinander. Sie benötigen lediglich eine Stromsteckdose in der Nähe. Hier ein paar Tipps und Hinweise, was Sie bei der Vernetzung per Powerline Adapter beachten sollten.

Beim Kauf von Powerline- oder PowerLAN-Adaptern müssen Sie zunächst die Leistungsdaten beachten. Erreichten die ersten Adapter lediglich Bruttobandbreiten von 85 MBit/s, haben heutige Adapter Bruttobitraten von 200 oder 500 Megabit pro Sekunde. Da sich alle Adapter im Stromnetz diese Bandbreite teilen müssen und zudem die Nettobandbreite nur bei ca. nur 30 Prozent liegt, greifen Sie am besten zu Geräten mit 500 MBit/s. Damit lassen sich auch datenhungrige Anwendungen, wie Videostreaming in HD Qualität, realisieren.

Weiteres Merkmal beim Kauf sollte die Möglichkeit zur Verschlüsselung sein. Da die hochfrequenten Signale selbst am Stromzähler nicht Halt machen und eventuell auch im Stromnetz der Nachbarwohnung auftreten können, verschlüsseln Sie am besten mit einem dafür geeigneten Adapter Ihre Daten.
Haben Sie die entsprechende Zahl an geeigneten Adaptern gekauft, ist die eigentliche Vernetzung ein Kinderspiel. Verwenden Sie einen Adapter zum Anschluss an einen LAN Port an Ihrem Router und verbinden Sie diesen mit dem Stromnetz. Von nun an können Sie weitere Adapter in jede beliebige Steckdose platzieren und damit verbundene Endgerät können sofort mit Ihrem Router und dem Internet kommunizieren. Damit Sie optimale Geschwindigkeit und Leistung erreichen, achten Sie darauf, dass Sie die Adapter in keine Mehrfachsteckdosen stecken, sondern immer nur als einziges Gerät je Steckdose.

Die mobile Version verlassen