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Hardware & Software Windows 10

Windows 10: Apps per Tastenkombination starten

Windows 10 ist für eine schnelle Bedienung mit Kachel-Schaltflächen optimiert. Und für ein gutes PC-Feeling sorgt das Hybrid-Startmenü aus Kacheln und klassischer Klick-Steuerung. Microsoft hat aber die Kontextfunktion im Hybrid-Startmenü eingeschränkt. Beispielsweise lassen sich die Eigenschaften eines Programms nicht mehr direkt aufrufen. So kannst du auf die Schnelle keine Tastenkombination für den Start eines Programms anlegen. Hier die Lösung:

Suche im Startmenü den Eintrag des gewünschten Programms (z. B. Word), entweder über die Option Alle Apps oder die Kachelansicht aus und öffne mit einem Rechtsklick dessen Kontextmenü. Klicke auf Mehr | Dateipfad öffnen, der dann direkt im Windows Explorer angezeigt wird.

Suche den Programmeintrag mit dem Dateityp Verknüpfung und rufe per Rechtsklickmenü die Option Eigenschaften auf. Im neuen Dialogfenster Eigenschaften von legst du nun im Bereich Tastenkombination des Registers Verknüpfung einen individuellen Shortcut fest.

Bestätige den Vorgang mit dem Button OK, um die Änderungen zu speichern und zu aktivieren.

Tipp:

Unter dem Bereich Tastenkombination befindet sich der Eintrag Ausführen. Hier kannst du über das Aufklappmenü einstellen, in welcher Größe das Programmfenster zukünftig starten soll. Zur Auswahl stehen Normales Fenster, Minimiert und Maximiert.

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Hardware & Software Windows 7 Windows 8 Windows 8.1 Windows Vista Windows XP

Mit dem „Simple File Encryptor“ schnell, einfach und ohne Installation Dateien und Verzeichnisse verschlüsseln.

Der Schutz von sensiblen Daten, Dokumenten und Kommunikation ist und bleibt ein großes Thema. Mittlerweile werden viele Verschlüsselungsprogramme auch kostenlos angeboten. Leider sind nicht alle Programme leicht zu bedienen und erfordern meist eine Installation. Damit sind sie für einen mobilen Einsatz nicht ohne weiteres geeignet. Für den Simple File Encryptor gilt dies nicht. Das 1,8 MB große Programm ist ohne Installation nutzbar und lässt sich daher prima auf einen USB-Stick oder eine Speicherkarte herunterladen.

Die Vorteile

Ein weiterer Vorteil des Programms ist die Einbindung ins Kontextmenü. So kann man ganz bequem per Rechtsklick einzelne Dateien oder auch ganze Ordner verschlüsseln und entschlüsseln. Auch eine automatische Verschlüsselung ist möglich.

Sichere 256-Bit AES-Verschlüsselung

Alle Daten werden mit einer AES-256-Bit-Verschlüsselung versehen, die in den USA für staatliche Dokumente mit höchster Geheimhaltungsstufe zugelassen ist.

Programmdownload

Das Programm Simple File Encryptor können Sie auf der Webseite von Turnssoft.com kostenlos herunterladen. Klicken Sie einfach auf den Button Download und folgen Sie den weiteren Anweisungen.

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Sollte das Programm nach dem Download nicht sofort starten, dann starten Sie es per Doppelklick auf die Startdatei in Ihrem Zielordner.

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Direkte Texteingabe für Kurznachrichten

Kleine Texte oder Nachrichten können Sie direkt im Register Encrypt Text – AES vornehmen. Tippen Sie die Nachricht in den Bereich Text Input/Output ein und klicken dann auf Encrypt.

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Geben Sie ein Passwort mit mindestens neun Zeichen ein und bestätigen Sie den Verschlüsselungsvorgang mit der Schaltfläche OK.

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Danach speichern Sie die Nachricht in einem Ordner Ihrer Wahl.

Zum Entschlüsseln der Datei starten Sie das Programm und klicken auf der Registerkarte Encrypt Text – AES auf die Schaltfläche Decrypt.

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Navigieren Sie per Windows Explorer zur verschlüsselten Datei, markieren Sie sie und bestätigen Sie die Auswahl mit Öffnen. Danach geben Sie das Passwort ein und schon wird der Text im Bereich Text Input/Output angezeigt.

Verschlüsselung einzelner Dateien oder eines Ordners

Größere Dateien oder gesamte Ordner verschlüsseln Sie problemlos über die Registerkarte Encrypt a File – AES.

Nehmen Sie zuerst die Einstellungen im rechten Bereich vor. Hier stellen Sie ein, ob eine Einzeldatei (File) oder ein ganzer Ordner (Folder) verschlüsselt werden soll. Außerdem können Sie noch folgende Einstellungen vornehmen:

  • Datenkompression ein-/ausschalten (Compress Off/On)
  • Originaldatei behalten oder löschen (Keep Originals / Remove Originals)
  • Unterverzeichnisse beachten (Sub Directiories)

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Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Encrypt um die Datei auszuwählen, den Ausgabeordner festzulegen und letztendlich das Passwort zu vergeben.

Um verschlüsselte Einzeldateien oder Ordner wiederherzustellen, nutzen Sie einfach die Schaltfläche Decrypt.

Automatische Verschlüsselung per Encrypt Box

Für die automatische Verschlüsselung von Dateien, nutzen Sie die Registerkarte Encrypt Box.

Legen Sie zuerst den Speicherpfad (Path) und das Verzeichnis an, in die die zu verschlüsselnden Dateien abgelegt werden sollen. Dann wählen Sie auf der rechten Seite weitere Feineinstellungen per Checkbox aus. Der Mausklick auf den Start-Button öffnet das Passwort-Dialogfenster. Geben Sie ein entsprechendes Passwort ein und bestätigen Sie mit OK.

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Natürlich können Sie auch mehrere Encrypt-Boxen anlegen.

Bitte denken Sie daran, über das Menü Settings den automatischen Programmstart zu aktivieren, damit die automatische Verschlüsselung auch funktioniert. Sie können natürlich das Programm Simple File Encryptor auch jedes mal manuell starten.

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Alle Dateien die in diesem Ordner abgelegt werden, egal ob per Drag & Drop oder per Speichern unter, werden automatisch verschlüsselt. Ist die Option Keep Originals aktiviert, wird hier auch die unverschlüsselte Datei zusätzlich abgelegt.

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Alle verschlüsselten Dateien können Sie natürlich auch per E-Mail versenden, oder in die Cloud hochladen. Außerdem muss jeder mit dem Sie Ihre Dateien teilen, dieses Verschlüsselungsprogramm besitzen.

Keine Chat- oder Sprachverschlüsselung möglich

Chat- oder Messengerprogramme lassen sich mit Simple File Encryptor nicht verschlüsseln. Am besten nutzen Sie für eine gesicherte Chatverbindung das Gratis-Programm PhoneCrypt. Hiermit lassen sich auch Sprachverbindungen verschlüsseln und die Sprachqualität ist genau so gut wie bei Skype.

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Hardware & Software Multimedia

„Station Ripper“: Der gute alte Kassettenrekorder in digitaler Form

Haben Sie früher auch mit Ihrem Kassettenrekorder auf eine der Hitparaden im Radio gewartet um die aktuellste Musik aufzunehmen? Viele Radiohörer die bis 1973 geboren wurden, kennen sicherlich noch die Sendung „Mal Sondock´s Hitparade“ die immer Mittwochs im WDR Radio lief. Hier wurden immer die neuesten Songs als erstes präsentiert. Diese Sendung war ein „Muss“ für jeden Musikliebhaber. Aber auch im heutigen digitalen Zeitalter der Webradios lassen sich mit den entsprechenden Tools viele Musik-Sendungen aufnehmen und archivieren. Für diesen Fall ist der „Station Ripper“ genau das richtige Programm. Übersichtlich, schnell und einfach zu bedienen. Genau wie der alte Kassettenrekorder!

Legale Musikaufnahme

Solange die aufgenommene Musik der Webradio-Stationen nur für den privaten Gebrauch bestimmt ist und nicht in Tauschbörsen angeboten wird, ist das legal.

Download auf „Stationripper.com“

Aber nun zum „Station Ripper“. Die kostenlose Version, mit der man zwei Musikstreams gleichzeitig aufnehmen kann, ist auf der Webseite www.stationripper.com erhältlich. Klicken Sie auf die grüne Schaltfläche und installieren Sie das Programm in einem Ordner Ihrer Wahl. Folgen Sie dabei den Download- und Installationsanweisungen.

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Mit einem Klick aufzeichnen, rippen und in MP3 umwandeln

Starten Sie nun den „Station Ripper“ und klicken Sie im linken Bereich auf „What´s Playing“ um sich die Radiostationen inklusive der Informationen der gerade laufenden Musikstücke anzeigen zu lassen. Mit dem dreieckigen Abspiel-Knopf können Sie in die laufende Sendung reinhören, mit dem roten Aufnahme-Knopf starten Sie die Aufzeichnung. Gleichzeitig wird dieser Stream im unteren Fensterbereich angezeigt. Die Extraktion und Umwandlung ins MP3-Format startet automatisch im Hintergrund. Da nur zwei Streams in der Gratis-Version möglich sind, müssen Sie vor Beginn einer neuen Aufnahme einen alten Stream entfernen. Das geht per Rechtsklick und der Kontextmenü-Option „Entfernen“.

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Standardmäßig werden für die extrahierten Lieder in der Datei

C:UsersUsernameMusicStationRipperoutput

gespeichert.

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Der Output-Ordner kann über die Schaltfläche der Optionen individuell angepasst werden.

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Auch die Suchfunktion ist nicht von schlechten Eltern. Geben Sie den gesuchten Titel und/oder den Künstlernamen an und starten die Suche. Wird im Suchergebnis an erster Stelle nicht „Just now“ angezeigt, dann läuft das gesuchte Musikstück gerade nicht. Die restlichen Radiostationen der Liste werden nach der verstrichenen Zeit sortiert. So sehen Sie zumindest wo es wann gelaufen ist.

Kostenlos oder Kostenpflichtig: Die Menge macht´s

Mit der kostenlosen Version können leider nur zwei Streams gleichzeitig aufgenommen werden. Dabei liegt die maximale Anzahl von gerippten Songs bei 25 Stück pro Programmstart. Auch die Anzahl der Funktionen ist hier begrenzt. Wer viel mehr möchte, der kann mit den kostenpflichtigen Versionen „Get Standard“ für 19,99 US-Dollar, oder mit „Get Gold“ für 29,99 US-Dollar mit 600 Streams unbegrenzt viele Songs herunterladen.

Diese beiden Versionen unterscheiden sich lediglich nur in zwei Punkten: Die aktuelle Gewinnchance eines iPod Nano und den lebenslangen Uprades und Supports des Anbieters.

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Fazit:

Der „Station Ripper“ ist ein tolles Tool um schnell zu einer großen und legalen Musikbibliothek zu gelangen.

Zur Erinnerung an „Mal Sondock“

Um noch einmal zu „Mal Sondock“ zurückzukehren: Hier geht es zur Fanpage der leider im Jahr 2009 viel zu früh verstorbenen Radio-Legende.

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Android Handy & Telefon

Gefahrenquelle USSD-Code: So schließen Sie diese Sicherheitslücke bei Ihrem Android-Handy

Nicht nur betrügerische Apps versuchen an Ihre Daten zu kommen; auch die allseits geschätzten USSD-Codes sind wie ein offenes Scheunentor für Angeifer aus dem Netz. So lässt sich die Gerätenummer (Code *#06#) oder das Restguthaben (Code *100#) beispielsweise mit USSD-Codes anzeigen. Auch die Sperrung von SIM-Karten oder die Wiederherstellung der Werkseinstellungen und die damit verbundene Löschung aller Datenbestände können damit vollzogen werden. Wer diese Gefahr jedoch kennt, der kann das „Scheunentor“ schnell schließen.

Die eigentliche Gefahrenquelle

Die Gefahr die von den USSD-Codes ausgeht, sind eigentlich nicht die Codes selbst. Vielmehr ist es das Android-Handy, von dem die Gefahr ausgeht. Die Codes lassen sich nämlich nicht nur manuell über die Tastatur eingeben, viele Handys lassen auch die Übergabe der USSD-Codes per URLs zu, die mit „tel:“ beginnen.

Diese Tel-URL´s sind in Webseiten oder in QR-Codes eingebettet und bauen eine Rufverbindung auf. Besonders gerne wird die Funktion der QR-Codes von Online-Telefonbüchern genutzt. Diese automatische Übergabe gilt es zu verhindern.

Ist mein Telefon gefährdet?

Die gute Nachricht ist, dass nicht alle Hersteller von Android-Handys die automatische Übergabe erlauben. Das Computermagazin „COM“ schafft hier Klarheit. Mit der Webseite www.com-magazin.de/ussd-check können Sie testen ob Ihr Smartphone zu den gefährdeten Geräten gehört.

Rufen Sie mit Ihrem Smartphone diese Webseite auf. Wird im Anschluss folgende Webseite mit Text angezeigt…

bild-2-joerg-voss-app-no-tel-url-automatisch-sicher-übergabe-ussd-verhindern-rufaufbau

…findet keine automatische Übergabe an das Wählprogramm statt.

Wird allerdings die Gerätenummer (IMEI) angezeigt…

bild-1-app-android-ussd-code-gefahr-angriff-hacker-imei-guthaben-werkseinstellung-daten-persönlich-sensibel

…gehört Ihr Handy zu den gefährdeten Geräten.

 „No Tel URL“ schützt

In diesem Fall können Sie Ihr Smartphone mit der App „No TelURL“ des Entwicklers Jörg Voss schützen. Die App ist kostenlos im Google Play-Store erhältlich. Klicken Sie hier, um direkt zum Angebot weitergeleitet zu werden und laden Sie die App herunter.

„No Tel URL“ schützt Ihr Handy automatisch; ein separater Programm-Start ist nicht nötig. Versuchen Sie es trotzdem, erhalten Sie lediglich folgende Meldung:

bild-3-meldund-jörg-voss-entwickler-no-tel-url-verhindern-automatisch-meldung-geschützt-download-kostenlos-android-play-store

Wird von der App eine „infizierte“ Telefonnummer erkannt, reagiert das Programm mit folgender Bildschirmmeldung:

bild-4-url-no-tel-automatisch-verbindung-verhindern-url-telefon-android-sicherheitslücke-ussd-abfangen

Tippen Sie auf „No Tel: URL“ wird die Verbindung verhindert, mit „Telefon“ werden Sie automatisch mit dem Teilnehmer verbunden.

Hinweis:

Das Verbinden mit dem Teilnehmer per Taste „Telefon“ funktioniert erst ab Android 4.o (Ice Cream Sandwich). Die Nutzer von älteren Android-Versionen müssen den manuellen Weg über das Wählprogramm nehmen. Einen Einfluss auf den Schutz des Telefons hat das jedoch nicht. Der Grund liegt einfach nur in der fehlenden Schnittstelle zum Wählprogramm, die erst ab Android 4.0 (ICS) enthalten ist.