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Gelöschte Dateien wiederherstellen und retten – So geht’s

Besonders ärgerlich ist es, wenn Dateien nicht durch Festplattendefekte, sondern eigene Fehler und Nachlässigkeiten verloren gehen. Wenn Sie zum Beispiel im Eifer des Gefechts versehentlich die mühsam geschriebenen Memoiren oder bearbeiteten Digitalfotos des letzten Urlaubs löschen, ist die Arbeit von Tagen, Monaten oder Jahren schnell verloren. Das versehentliche Drücken der [Entf]-Taste kann selbst erfahrenen PC-Anwendern passieren. Zum Glück lassen sich gelöschte Dateien wiederherstellen.

Dateien aus dem Papierkorb retten

Mit etwas Glück bleibt das versehentliche Löschen folgenlos. Denn gelöschte Dateien lassen sich – zumindest für einen gewissen Zeitraum – wieder zurückholen. Intern werden die Daten nämlich nicht sofort von der Festplatte entfernt, sondern landen zunächst im Papierkorb von Windows. Wenn Sie den Fehler sofort bemerken, können Sie versehentlich gelöschte Dateien folgendermaßen wiederherstellen:

1. Sollten Sie das versehentliche Löschen sofort und unmittelbar nach dem Löschvorgang bemerken, können Sie den Fehler direkt korrigieren. Alle Aktionen wie das Kopieren, Verschieben, Umbenennen oder Löschen lassen sich mit der Tastenkombination [Strg][Z] oder dem Befehl Bearbeiten | Rückgängig bzw. Organisieren | Rückgängig wieder ungeschehen machen. Bei Windows 8 klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich des Explorerfensters und wählen den Befehl Löschen rückgängig machen.

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2. Auch wenn Sie den Fauxpas nicht sofort bemerken, ist die Rettung einfach. Wechseln Sie mit der Tastenkombination [Windows-Taste][D] zur Windows-Arbeitsoberfläche, und klicken Sie doppelt auf das Papierkorb-Symbol.

3. Im folgenden Fenster finden Sie alle Dateien, die zuletzt gelöscht wurden. Um eine Datei zu retten, markieren Sie sie per Mausklick und klicken auf Element wiederherstellen. Die Datei wird aus dem Papierkorb wieder an den ursprünglichen Speicherort verschoben.

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Kostenlose Rettungswerkzeuge zur Wiederherstellung

Selbst wenn die gelöschte Datei im Papierkorb nicht mehr zu finden ist, ist noch nichts verloren. Mit speziellen Rettungswerkzeugen können Sie Festplatten oder Speicherkarten nach Dateiresten durchsuchen und scheinbar verlorene Daten wiederherstellen. Wichtig dabei: Je schneller Sie das versehentliche Löschen bemerken, umso besser stehen die Chancen für eine erfolgreiche Datenrettung. Sie müssen dem Rettungsprogram nur mitteilen, auf welchem Datenträger nach verlorenen Dateien gesucht werden soll.

Mit Recuva, einem der besten kostenlosen Rettungsprogramme durchforsten Sie den Computer oder angeschlossene USB-Sticks oder Speicherkarten nach gelöschten Dateien.  Achten Sie beim Download darauf, die kostenlose Version herunterzuladen. Recuva bietet auch eine kostenpflichtige Version an. Für gelegentliches Löschen reicht die Gratis-Variante aber vollkommen aus.

Um möglichst alle wiederherstellbaren Dateien zu finden, wählen Sie im Recuva-Wiederherstellungs-Assistenten die Option Alle Dateien.

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Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie im nächsten Fenster das Kontrollkästchen Tiefenuche aktivieren ankreuzen. Dann dauert die Suche zwar länger, das Programm findet aber mehr verlorene Dateien. Mit einem Klick auf Start beginnt Recuva mit der Suche.

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Nach Abschluss der Analyse erhalten Sie eine Liste aller rekonstruierbarer Dateien. Die farbigen Punkte sowie der Hinweis in der Spalte Zustand kennzeichnen, ob die Chancen für eine Wiederherstellung gut stehen (grün, Exzellent), ob mit Dateibeschädigungen zu rechnen ist (gelb, schwach) oder ob die Datei unwiederbringlich verloren ist (rot, unwiederherstellbar).

Um die Dateiliste in einer übersichtlichen Baumstruktur darzustellen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Eintrag und wählen den Befehl Ansicht | Baum-Ansicht. Jetzt können Sie – wie beim Windows-Explorer – über die Plus- und Minus-Schaltflächen die einzelnen Order der Festplatte ein- und ausklappen.

Weitere Informationen zu den einzelnen Dateien erhalten Sie per Mausklick auf die Schaltfläche Erweiterte Einstellungen. Im rechten Fensterbereich finden Sie in den Registern Vorschau, Info und Header Zusatzinformationen über das Löschdatum und den Zustand der gefundenen Dateireste.

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Kreuzen Sie die Dateien an, die Sie wiederherstellen möchten, und klicken Sie auf die Schaltfläche Wiederherstellen.  Im nächsten Schritt wählen Sie den Zielordner, in dem die wiederhergestellten Dateien gespeichert werden sollen und klicken auf die Schaltfläche OK. Die markierten Dateien stehen anschließend wieder im gewählten Zielordner zur Verfügung.

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Vor der Weitergabe eines leeren USB-Sticks alle alten Daten mit Bordmitteln sicher löschen

Sicher ist Sicher: Möchte man USB-Sticks abgeben, sollten alle Daten so gelöscht werden, dass nichts wiederherstellbar ist. Sonst droht unter Umständen ein böses Erwachen, wenn zum Beispiel private Fotos im Web auftauchen. Um das zu verhindern, sind nicht unbedingt zusätzliche Programme erforderlich. Auch mit Windows 7-Bordmitteln lassen sich die Speicher-Sticks zuverlässig löschen.

Und das geht so:

1. Schließen Sie den USB-Stick an Ihren PC oder Laptop an, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Stick, und wählen Sie im Kontextmenü „Formatieren“ aus.

2. Im Dialogfenster „Wechseldatenträger formatieren“ wählen Sie als Dateisystem „exFat“ aus und bestätigen mit „Starten“.

3. Nachdem die Formatierung abgeschlossen ist, klicken Sie wieder mit der rechten Maustaste auf den USB-Stick, wählen wieder „Eigenschaften“ aus und notieren sich den angezeigten, freien Speicherplatz in Byte (in diesem Beispiel 2.079.948.800 Bytes).

4. Der nächste Schritt ist die Erstellung einer Datei, die exakt den freien Speicherplatz des Sticks belegt. Sie sorgt dafür, dass keine alten Datenfragmente auf dem Speicher zurückbleiben.

Starten Sie dazu die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Klicken Sie nacheinander auf „Start | Alle Programme | Zubehör“ und öffnen Sie mit einem Rechtsklick das Kontextmenü von „Eingabeaufforderung“. Wählen Sie die Option „Als Administrator ausführen“.

5. Geben  Sie in das Fenster der „Eingabeaufforderung“ folgenden Befehl ein und drücken die Taste [Enter]:

fsutil file createnew f:dummy.txt 2079948800

Der Teilbefehl „f:“ ist variabel und durch Ihren Laufwerksbuchstaben zu ersetzen. Ebenso die Zahl am Ende des Befehls ist durch die Gesamtspeicherangabe Ihres USB-Sticks anzupassen.

6. Wiederholen Sie nun die Formatierung mit einem beliebigen Dateisystem, beispielsweise mit dem Standard-Dateisystem „FAT“.

7. Anschließend öffnen Sie wieder die „Eigenschafen“ des USB-Sticks und kontrollieren den Gesamtspeicher, der nun komplett zur Verfügung stehen sollte. Im Bereich „Belegter Speicher“ sieht man im Gegensatz zum „leeren Urzustand“ das hier 98304 Bytes alte Restdaten entfernt wurden.

Um sicherzugehen das alles gelöscht ist, können Sie zur Kontrolle das kostenlose Programm „Recuva“ nutzen. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel.

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Recuva Datenrettung: Versehentlich gelöschte Dateien wiederherstellen

Argerlich, wenn versehentlich Daten vom Computer, Speicherkarten oder USB-Sticks gelöscht wurden. Gerade bei externen Speichermedien sind Daten nach dem Löschen verloren. Natürlich gibt es Wiederherstellungsprogramme, die aber meistens kostenpflichtig und/oder kompliziert zu bedienen sind. Anders bei dem kostenlosen Tool „Recuva“ vom Anbieter „Piriform“. Mit wenigen Klicks werden Daten blitzschnell wieder hergestellt.

Recuva rettet gelöschte Dateien

Es können aber nur die Daten wieder hergestellt werden, die noch nicht überschrieben wurden. Folgende Dateien können mit diesem Tool gerettet werden:

  • Bilder
  • Musik
  • Dokumente
  • Video
  • Komprimiert
  • Emails
  • Sonstige

Zur Installation des Datenretters rufen Sie die Webseite www.piriform.com/recuva/download auf, klicken  auf einen der beiden Download-Links von „Recuva Free“ und folgen anschließend den Download- und Installationsanweisungen.

Für die Datenrettung starten Sie das Tool. Klicken Sie im Wiederherstellungs-Assistenten auf den Button „Weiter“, um zur Dateiauswahl zu gelangen. Es werden nur nach typischen Formaten gesucht,  die in Windows verwendet werden. Wählen Sie die Option „Sonstige“ aus, wird nach allen gelöschten Dateien gesucht. Dieser Suchvorgang dauert aber auch am längsten.

Mit der Schaltfläche „Weiter“ gelangen Sie zur Auswahl des Speicherortes der wiederherzustellenden Dateien.

Für externe Speichermedien beispielsweise, klicken Sie auf den Button „Durchsuchen“ bei der Option „An einem bestimmten Ort“.

Mit „Weiter“ gelangen Sie zum nächsten Fenster. Klicken Sie hier auf „Start“, um nach gelöschten Dateien zu suchen. Ist die Suche nicht erfolgreich, oder wurden die benötigten Dateien nicht gefunden, dann aktivieren Sie den Tiefenscan. Je nach Umfang kann diese Suche aber mehr als eine Stunde dauern.

Das Ergebnis wird in einem neuen Fenster angezeigt. Verschiedene Dateien, wie beispielsweise Fotos, können im Vorschaufenster angezeigt werden. Setzen Sie die Häkchen in die Checkboxen vor die Dateien, die wieder hergestellt werden sollen und bestätigen Sie mit „Wiederherstellen“. Dateien, die im Ergebnisfenster grün markiert sind, lassen sich ohne Verlust wiederherstellen, gelb markierte Dateien können Beschädigungen aufweisen und die roten sind meistens verloren.

Im nächsten Fenster navigieren Sie zum Ordner in dem die wiederhergestellten Dateien gespeichert werden sollen. Wählen Sie nicht den gleichen Ordner oder die gleiche Speicherkarte aus der Wiederherstellung, gegebenenfalls erstellen Sie einen neuen Ordner auf Ihrer Festplatte.

Bestätigen Sie den Speicherort mit „OK“ und die Dateien werden in diesem Ordner abgelegt.

Fazit: „Recuva“ ist ein nützliches Tool, möchte man kürzlich und aus versehen gelöschte Dateien wieder herstellen. Liegt aber der Zeitpunkt des Löschens weiter zurück und sind die Daten sehr wichtig, sollte man auf professionelle Software zurückgreifen. In diesem Fall lohnt sich dann auch der Kauf eines solchen Programms.