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USB-Sticks in Festplatten umwandeln

Die Leistungsfähigkeit von USB-Sticks steigt von Jahr zu Jahr. Bei den großen Sticks würde es sich sogar lohnen, diese als Festplatte einzusetzen. Geht nicht? Geht doch! Man muss Windows nur mit einem Filtertreiber vorgaukeln, dass es sich doch um eine Festplatte handelt. Und das ist gar nicht so schwer wie es sich anhört.

Die Vorteile

Einige Vorteile der Umwandlung sind eine bessere Leistung des Sticks, vom Stick gelöschte Dateien wandern erst einmal in den Papierkorb und sind nicht sofort verloren, außerdem lässt sich ein USB-Stick partitionieren.

Was bringt das partitionieren? Haben Sie beispielsweise vertrauliche Dateien, die nicht verschlüsselt werden sollen, dann können diese auf einer zweiten Partitionierung des Sticks „versteckt“ werden. Sollte ein unberechtigter Nutzer diesen USB-Stick in seinen Rechner stecken, wird er nur die Daten der ersten Partitionierung sehen, die zweite mit den sensiblen Daten kann der „normale“ Windows-PC nicht erkennen. Sie sind für ihn unsichtbar.

Wann ist ein Stick ein Stick?

Windows erkennt einen USB-Stick am „Removable Media Bit“, der im Kontroller des Sticks sitzt und den Wert „1“ hat. Der Wert „0“ steht für eine Festplatte. Und damit sind wir beim „Vorgaukeln“. Man muss Windows davon überzeugen, dass der Kontroller auf „0“ (Null) steht.

Die Firma Lexar hat vor einiger Zeit ein Tool angeboten, mit dem man das „Removable Media Bit“ verändern konnte. Dies ist aber gefährlich, da Veränderungen am Kontroller den ganzen Stick unbrauchbar machen kann. Aus diesem Grund hat Lexar das Tool auch schon wieder aus dem Verkehr gezogen.

Der Treiber: Download und Modifikation

Da es ohnehin kein Universal-Tool zum Auslesen eines Kontrollers gibt, da jeder Hersteller seinen eigenen verwendet, liegt die Lösung im Treiber, den es zu modifizieren gilt. Von Hitachi gibt es (leider nur für die 32-Bit-Versionen von Windows 7 und Windows 8) einen kostenlosen Treiber für Mini-Festplatten, der hierfür zweckentfremdet werden kann. Rufen Sie die Seite

www.wintotal.de/server/tipps/xpfildrvr1224_320.zip

auf,…

bild-1-usb-stick-als-festplatte-umbauen-treiber-minifestplatte-zip-entpacken-datei

speichern Sie die ZIP-Datei, und entpacken Sie diese in einem Arbeitsverzeichnis.

Das entpackte Archiv enthält die Datei „cfadisk.inf“ die nun modifiziert werden muss. Öffnen Sie die Datei mit einem beliebigen Editor.

bild-2-editor-inf-datei-öffnen-bearbeiten-treiber-modifizieren

Srcollen Sie im Editor bis zum Abschnitt [cfadist_device], fügen Sie direkt an erster Stelle die Zeile

%Microdrive_devdesc% = cfadisk_install,USBSTOR\GenDisk

ein, und speichern Sie den geänderten Treiber mit „Datei | Speichern“.

bild-3-microdrive-treiber-anpassen-cfadisk-usbstor-gendisk-speichern-datei-geändert-installieren

Installation des geänderten Treibers

Für die Installation öffnen Sie den Geräte-Manager über die Systemsteuerung. Am schnellsten geht das mit der Tastenkombination [Windows-Taste][Pause].

bild-4-geräte-manager-grätenmanager-systemsteuerung-windows-pause-taste

Im Geräte-Manager suchen Sie den Eintrag „Laufwerke“ und klappen das Untermenü auf. Mit der rechten Maustaste klicken Sie auf den USB-Stick und wählen im Kontextmenü die Option „Treibersoftware aktualisieren“.

bild-5-usb-stick-laufwerke-auswählen-rechtsklick-treiber-aktualisieren

Im nächsten Fenster entscheiden Sie sich für „Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen“…

bild-7-computer-treiber-software-suchen-manuell-navigieren-bearbeitet-festplattentreiber

…und danach für „Aus einer Liste von Gerätetreibern auf dem Computer auswählen“.

bild-8-treiber-suchen-navigieren-meldung-gerätetreiber-auswählen-liste

Im nächsten Fenster klicken Sie auf „Datenträger“.

bild-9-datenträger-auswählen-treiber-liste-suchen-navigieren-speicherort-zip-archiv-geändert-treiber-gespeichert

Dann navigieren Sie über den Button „Durchsuchen“ zum Speicherort des entpackten ZIP-Archivs.

bild-10-treiber-durchsuchen-datenträger-cfadisk-inf-wählen-öffnen-bestätigen

Wählen Sie den Treiber „cfadisk.inf“ aus und laden Sie ihn mit „Öffnen“ hoch. Anschließend erhalten Sie noch zwei Warnmeldungen, da der Treiber nicht signiert ist. Ignorieren Sie diesmal die Warnungen und bestätigen Sie trotzdem die Installation.

bild-6-treiber-aktualisieren-warnmeldung-ignorieren-signatur-digital-trotzdem-installieren-suche-rechtsklick

Nach der Installation schließen Sie die offenen Dialogfenster und starten den Rechner neu. Der USB-Stick wird nun als Festplatte erkannt und kann partitioniert werden.

bild-11-zusätzlich-festplatte-nicht-usb-stick-lokaler-datenträger-neustart-rechner

Alles rückgängig machen

Möchten Sie den USB-Stick wieder als solchen nutzen, dann kann alles ganz schnell wieder in den Urzustand versetzt werden.

Wie oben beschrieben, starten Sie den Geräte-Manager erneut. Unter „Laufwerke“ klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den USB-Stick und wählen im Kontextmenü „Deinstallieren“.

bild-12-alles-rückgängig-machen-usb-stick-nutzen-ursprung-ursprünglich

Danach ziehen Sie den Stick ab und stecken ihn erneut ein. Die Standardtreiber für den USB-Stick werden automatisch geladen.

Die „Umwandlung“ von USB-Sticks in Festplatten funktioniert leider nicht mit den 64-Bit-Versionen von Windows 7 und 8.

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Hardware & Software Windows 7

Windows 7: Login-Versuche überwachen; wer hat sich wann an- und wieder abgemeldet?

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass während Ihrer Abwesenheit versucht wurde sich auf Ihrem Computer einzuloggen? Bevor Sie aber jemandem Ihren Verdacht mitteilen, oder Gegenmaßnahmen ergreifen, prüfen Sie zuerst ob tatsächlich Login-Versuche stattgefunden haben. Am schnellsten und einfachsten geht das über die lokalen Richtlinien.

Wer hat sich wann angemeldet?

Um zu ermitteln, wann sich jemand am Rechner angemeldet hat, öffnen Sie den den „Ausführen“-Befehl mit der Tastenkombination [Windows-Taste][R], geben den Befehl

secpol.msc /s

ein und klicken auf „OK“.

bild-1-secpol-anmeldung-versuch-aufzeichnen-kontrollieren-eventvwr-einschalten-login-überwachen

Fehlermeldung bei Home Premium? Dann nutzen Sie den „Umweg“

Nutzer der Windows 7 Home Premium Version werden eine Fehlermeldung erhalten. In diesem Fall geben Sie einfach in das Suchfeld des Startmenü secpol.msc ein und starten die Suche. Im Suchergebnis öffnen Sie dann die Datei „secpol.msc“ mit einem Doppelklick.

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Aufgabenüberwachungs-Anzeige einschalten

In „Lokale Richtlinien“ navigieren Sie im linken Bereich zu „Überwachungsrichtlinie“ und öffnen dann im rechten Bereich den Eintrag „Anmeldeversuche überwachen“ mit einem Doppelklick.

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Rufen Sie im nächsten Fenster „Eigenschaften von Anmeldeversuche überwachen“ das Register „Lokale Sicherheitseinstellung“ auf, aktivieren Sie die zwei Optionen „Erfolgreich“ und „Fehler“, und bestätigen Sie die Änderungen mit „OK“.

bild-4-eigenschaften-anmeldeversuche-überwachen-register-lokale-sicherheitseinstellung-erfolgreich-fehler-bestätigen-unberechtigt-zugang-login-verschaffen-verhindern

Aufgabenüberwachung aufrufen

Öffnen Sie nun erneut das Fenster „Ausführen“ mit der Tastenkombination [Windows-Taste][R], geben Sie den Befehl

eventvwr

ein, und klicken Sie auf „OK“. Das funktioniert auch mit Windows Home Premium.

Klicken Sie im linken Navigationsbereich auf „Windows-Protokolle | Sicherheit“. Im mittleren Anzeigebereich finden Sie in der Spalte „Aufgabenkategorie“ die Anmeldeversuche mit Datum und Uhrzeit.

bild-5-eventvwr-ausführen-fenster-öffnen-windows-protokolle-sicherheit-aufgabenkategorie-anmeldeversuche-aufzeichnen-kontrollieren

Da in dieser Spalte noch andere Aufgaben gelistet werden, markieren Sie eine Anmeldung und klicken danach auf die Spaltenüberschrift „Aufgabenkategorie“ nach ein paar Augenblicken ist die Sortierung abgeschlossen.

bild-6-sortierung-secpol-anmeldeversuche-aufgabenkategorie-auflisten-nacheinander-eventvwr-win7-7-lokale-richtlinien

Nun werden alle Anmeldeversuche nacheinander aufgelistet.

Unberechtigter Login-Versuch oder einfach nur verschrieben?

Finden Sie unter diesen Anmeldeversuchen fehlerhafte Anmeldungen, dann hat sich jemand versucht Zugang zu Ihrem Computer zu verschaffen. Oder Sie haben sich bei der Passworteingabe verschrieben. Kann ja auch mal passieren…

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Hardware & Software Windows 7 Windows 8 Windows XP

Bald ist Schluss mit Windows XP

Nächstes Jahr, um genau zu sein, am 8. April 2014 wird der Support für Windows XP, Service Pack 3 eingestellt. Das gilt auch für Office 2003. Nach eigenen Angaben von Microsoft begründet das Unternehmen die Beendung des Supports mit ihren im Oktober 2002 veröffentlichten Lifecycle-Richtlinien.

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Darin heißt es unter anderem, dass Microsoft-Unternehmens- und Entwicklerprodukte wie Office und Windows mindestens 10 Jahre Support enthalten. Diese Frist teilt sich im Wesentlichen in 5 Jahre Mainstream-Support und 5 Jahre Extended-Support auf. Diese kann aber, je nach Aktualität der Produkte, werksseitig verlängert werden.

Windows XP hat diesen Support-Zeitraum bereits um fast drei Jahre überschritten und Office 2003 feiert dieses Jahr seinen zehnten Geburtstag.

Da der internationale Anteil der XP-User nur noch bei ungefähr 38 Prozent liegt, hat Microsoft nun beschlossen, den Focus auf die neueren Betriebssysteme zu legen.

Ab dem 8. April 2014 wird es für beide Programme nicht einmal mehr Sicherheits-Updates geben, umso mehr sollte man sich bald um ein Upgrade auf Windows 7 oder Windows 8 kümmern.

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Internet & Medien

Politik für Jedermann: Petitionen an den Deutschen Bundestag einreichen oder bereits vorhandene Petitionen mitzeichnen

Viele Bürger sind mit der derzeitigen Politik unzufrieden. Jeder hat aber die Möglichkeit in der Politik mitzumischen, unabhängig davon, ob Sie einer Partei beitreten oder als unabhängiger Politiker in der Kommunalpolitik tätig sein möchten. Wer diesen Schritt aber noch nicht gehen möchte, kann sich zuerst einmal mit Einreichung oder Mitzeichnung von Petitionen an den deutschen Bundestages beschäftigen. Im Internet-Portal des Petitionsausschusses auf „epetitionen.bundestag.de“ finden Sie alles, was dazu benötigt wird.

In der Politik mitmischen

Die Einreichung einer Eingabe (Petition) ist natürlich an Richtlinien gebunden. Egal ob es eine Bittschrift oder eine Beschwerde ist, inhaltlich muss dieses Anliegen von allgemeinem Interesse sein und deren Inhalt muss für eine sachliche und öffentliche Diskussion geeignet sein.

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Erfüllt eine Petition alle Voraussetzungen und wird sie dann im Petitionsausschuss öffentlich beraten, wird die einreichende Person (Petent) dieser Petition zur Beratung eingeladen. Hier kann er dann nochmals sein Anliegen persönlich den Abgeordneten vortragen.

Natürlich kann man mit der eigenen Stimme auch bereits aktuelle Petitionen unterstützen. Derzeit gibt es ungefähr 20 aktive Petitionen. Um sich die komplette Liste anzeigen zu lassen, wählen Sie auf der Startseite den Button „Aktuelle Petitionen“.

Wählen Sie aus der Liste die Petition aus, die Sie mit Ihrer Stimme unterstützen möchten. Zum Beispiel „Tierschutz – Verbot von Gewalt bei gewerblichem Training von Tieren“.

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Im nächsten Fenster wird der Inhalt sowie die Begründung der Petition angezeigt. Klicken Sie auf den Button „Petition mitzeichnen“ um sie zu unterstützen. Klicken Sie rechts neben der Petition auf die Beiträge, werden Sie zum Forum weitergeleitet, in dem Sie nach Herzenslust mit den anderen Teilnehmern über das ausgewählte Thema diskutieren können.

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Vor der Stimmabgabe werden Sie im nächsten Fenster aufgefordert, sich mit Ihren Zugangsdaten anzumelden. Sind Sie noch nicht registriert, können Sie das mit dem Button „Ich bin neu hier“ direkt im nächsten Schritt nachholen.

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Sehr positiv ist, dass dieses Portal sehr übersichtlich strukturiert ist und bei Bedarf Hilfetexte eingeblendet werden können. Außerdem fällt auf, dass hier nicht übermäßig das „Amtsdeutsch“ verwendet wird und alles sehr verständlich bleibt.

Alles in Allem ist der Internetauftritt des Petitionsausschusses sehr gut durchdacht, für jedermann gut verständlich und erleichtert den Einstieg des eigenen politischen Mitwirkens.

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Hardware & Software Software Windows 7 Windows Vista Windows XP

Die Geschwindigkeit von Datenübertragungen auf USB-Festplatten maximieren

Wer oft Daten auf externe Festplatten kopiert, dem ist das eine oder andere Mal aufgefallen, dass Kopiervorgänge von mehreren 100 Gigabyte schon mal ziemlich lange dauern können. Bei älteren HDD´s dauert es dann noch länger. Gut das es bei Windows 7, Vista und XP integrierte Bordmittel gibt, mit denen man die Geschwindigkeit merkbar erhöhen kann. Mit ein paar einfachen Klicks kann man für die Beschleunigung sorgen.

So maximieren Sie die Geschwindigkeit von Datenübertragungen auf USB-Festplatten:

1. Schließen Sie Ihre externe Festplatte wie üblich per USB an und sorgen, wenn nötig, für die Stromversorgung. Wenn das „AutoPlay“-Fenster erscheint, können Sie es wieder schließen.

2. Klicken Sie auf Start, geben in das Suchfeld „Geräte“ ein und wählen aus der Ergebnisliste den „Geräte-Manager“ aus. Alternativ können Sie auch folgenden Pfad nutzen: „Start | Systemsteuerung | Hardware und Sound | Geräte-Manager“.

3. Im Fenster von „Geräte-Manager“ führen Sie einen Doppelklick auf den Eintrag „Laufwerke“ aus.

4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die externe Festplatte und wählen im Kontextmenü die Option „Eigenschaften“ aus.

5. Aktivieren Sie auf der Registerkarte „Richtlinien“ des Dialogfensters „Eigenschaften von…“, die Option „Bessere Leistung“ und bestätigen mit „OK“. Bei Windows XP heißt die Option „Für Leistung optimieren“.

6. Schließen Sie den Geräte-Manager und starten den Computer neu, damit die Änderung wirksam wird.

Hinweis: Damit es nicht zu ungewollten Datenverlusten kommt, dürfen Sie ab jetzt die Festplatte nicht mehr so ohne weiteres vom USB-Port trennen.

Um die externe HDD vom Rechner zu trennen, klicken Sie unten rechts in der Taskleiste auf das Symbol „Hardware sicher entfernen“. Wählen Sie im Kontextmenü die entsprechende Festplatte aus und warten, bis die Meldung „Hardware kann jetzt entfernt werden“ erscheint. Erst dann kann die Festplatte gefahrlos entfernt werden.

Tipp: Zusätzlich zu dieser Beschleunigungsmöglichkeit kann man noch den Windows Ready-Boost einschalten. So kann man noch eine weitere Beschleunigung erzielen, indem man zusätzlichen, externe Festplatten-Cache zur Verfügung stellt. Wie das geht, lesen Sie bitte in diesem Artikel.