Kategorien
Hardware & Software

Alle Prozessoren beim Booten nutzen

Obwohl mittlerweile Mehrkernprozessoren in neueren System als Standard zählen, kann es sein, dass der Bootvorgang immer noch quälend langsam ist. Vielen hilft es die Liste der Autostartprogramme zu bereinigen um Abhilfe zu schaffen. Es besteht allerdings noch eine weitere einfache Möglichkeit um das Hochfahren zu beschleunigen. Windows erkennt zwar alle Prozessorkerne, die verbaut sind, nutzt aber grade beim Booten nur einen. Die Funktion um die volle Leistung zu nutzen ist etwas im System versteckt.

Volle Prozessorpower beim Start

Um sicherzustellen, dass auch beim Startvorgang alle Prozessoren genutzt werden, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Klicken Sie als auf die Start-Schaltfläche, geben Sie in das Suchfeld

msconfig

ein, und bestätigen Sie mit der [Return/Eingabe]-Taste.

2. Es öffnet sich das Fenster „Systemkonfiguration“, hier wechseln Sie auf den Reiter „Start“ und klicken auf die Schaltfläche „Erweiterte Optionen“.

3. Im erscheinenden Fenster setzen Sie oben links bei „Prozessorzahl“ ein Häkchen. Nun können Sie die gewünschte Anzahl der Prozessoren auswählen.

windows-7-8-bootvorgang-startvorgang-booten-starten

Sollten Sie nicht wissen wie viele Kerne Ihr Prozessor hat, können Sie dies schnell im Gerätemanager der Systemsteuerung (oder mit [Windows-Taste][Pause] und „Geräte-Manager“) unter dem Punkt „Prozessor“ nachzählen. Die Anzahl der dort vorhandenen Einträge entspricht auch der Anzahl Ihrer Prozessorkerne.

windows-7-8-bootvorgang-startvorgang-booten-starten-2

4. Sobald alle Einstellungen vorgenommen sind, bestätigen Sie mit „Ok“ und übernehmen Sie alle Veränderungen. Windows wird nun einen Neustart durchführen, damit die neuen Einstellungen wirksam werden.

Nach diesem kleinen Eingriff wird Ihr System ab sofort mit der angegebenen Prozessoranzahl hochfahren. So ist eine Beschleunigung des Bootvorgangs von bis zu zwanzig Prozent möglich. Für eine genaue Messung finden sich im Internet zahlreiche Tools, die den Bootvorgang messen können. Das kostenlose Programm „Windows Boottimer“ bietet beispielsweise diese Funktion an.

Kategorien
Firefox Internet & Medien

Firefox schneller starten: Tabs erst laden, wenn sie angeklickt werden

Beim Firefox gibt es die praktische Funktion „Fenster und Tabs der letzte Sitzung anzeigen“. Wird der Browser geschlossen, erscheinen beim nächsten Start wieder alle Tabs – so als hätte man die Surftour nie beendet. Sie können also direkt dort fortfahren, wo Sie aufgehört haben. Einen Haken hat die Sache allerdings: da Firefox beim Start sofort alle Tabs lädt, zieht sich der Browserstart oft in die Länge. Das lässt sich ändern.

Damit Firefox schneller startet, können Sie den Browser so einstellen, dass die Tabs zwar geöffnet, aber noch nicht komplett geladen werden. Erst bei einem Klick auf eine Registerkarte, lädt der Browser den aktuellen Inhalt des Tabs. Damit gibt’s beim Browserstart keine Verzögerungen mehr.

Firefox schneller starten

Um die Funktion zu aktivieren, klicken Sie auf die orangefarbene Firefox-Schaltfläche und wählen den Befehl „Einstellungen“. Ist die Firefox-Schaltfläche oben links nicht sichtbar, drücken Sie die [Alt]-Taste und rufen dann den Befehl „Extras | Einstellungen“ auf. Dann wechseln Sie ins Register „Allgemein“ und aktivieren im Feld „Wenn Firefox gestartet wird“ die Option „Fenster und Tabs der letzten Sitzung anzeigen“. Zudem kreuzen Sie das Feld „Tabs erst laden, wenn sie angewählt“ werden. Bestätigen Sie die Änderungen mit OK.

Wenn Sie den Firefox (mit vielen geöffneten Tabs) jetzt schließen, ist er beim nächsten Start sofort da, da die Inhalte der Registerkarten erst dann geladen werden, wenn Sie auf den entsprechenden Tab klicken.

Kategorien
Hardware & Software

Windows XP schneller starten: Fliegender Start aus dem Ruhezustand

Eine schnellere Möglichkeit, Windows ruckzuck zu starten werden Sie nirgends finden: Der Windows-Blitzstart aus dem Ruhezustand heraus. Das Geheimnis: Im Ruhezustand wird Windows beim Ausschalten nicht komplett heruntergefahren, sondern praktisch „eingefroren“.

Beim nächsten Start muss Windows nicht die komplette Startprozedur von Neuem durchexerzieren, sondern den alten Zustand nur noch „auftauen“. Wie bei einem fliegenden Start, fährt Windows nicht aus dem Stand los, sondern ist nach dem Auftauen bereits nach wenigen Sekunden auf Touren und einsatzbereit.

Bevor Sie den Ruhezustand nutzen können, müssen Sie ihn zunächst aktivieren:

1. Öffnen Sie die Systemsteuerung mit Start | Systemsteuerung.

2. Klicken Sie auf Leistung und Wartung und anschließend auf Energieoptionen.

3. Wechseln Sie in das Register Ruhezustand, und aktivieren Sie dort das Kontrollkästchen Ruhezustand aktivieren.

4. Schließen Sie das Dialogfenster mit Ok.

Ab sofort steht Ihnen der Ruhezustand zur Verfügung. Hierbei speichert Windows beim Ausschalten den derzeit aktuellen Zustand als „Snapshot“-Datei auf die Festplatte. Die Snapshot-Datei ist nichts anderes als der eingefrorene Zustand Ihres PCs zum Zeitpunkt des Ausschaltens – inklusive aller geöffneten Programme und Dateien.

Und so versetzen Sie Windows in den Ruhezustand:

1. Rufen Sie den Befehl Start | Ausschalten.

2. Im nachfolgenden Fenster erscheinen die drei Möglichkeiten Standby, Ausschalten und Neu starten. Halten Sie jetzt die Shift-Taste (Umschalten-Taste) gedrückt: Aus dem Standby-Befehl wird plötzlich der Befehl Ruhezustand.

3. Klicken Sie – mit weiterhin gedrückter Shift-Taste (Umschalten-Taste) – auf den Befehl Ruhezustand.

Noch schneller aktivieren Sie den Ruhezustand, wenn Sie nach dem Aufrufen des Start | Ausschalten-Befehl die Taste [R] (für Ruhezustand) drücken.

4. Windows beginnt sofort, ein Abbild des aktuellen Zustands als Snapshot-Datei auf der Festplatte abzulegen und schaltet den Computer danach aus.

5. Die große Überraschung kommt beim nächsten Windows-Start: Dann muss Windows nur noch den gespeicherten Zustand „aus der Schublade“ holen. Nach wenigen Sekunden können Sie dort weiter arbeiten, wo Sie aufgehört haben. Als hätten Sie den Computer nie ausgeschaltet.

Der Ruhezustand ist ideal, wenn Sie Windows blitzschnell starten und direkt loslegen möchten. Sie sollten es jedoch nicht übertreiben: Ab und an empfiehlt es sich, Windows wieder „richtig“ herunterzufahren. Denn im Ruhezustand speichern Sie auch stets viel Datenmüll in der Zustandsdatei. Das komplette Herunterfahren und ein „richtiger“ Neustart lässt sie wieder mit einem frischen, unbelasteten Windows starten.

Neben dem Ruhezustand kennt Windows den so genannten StandBy-Modus. Der Unterschied: Im StandBy-Modus speichert Windows den Zustand nicht auf der langsamen Festplatte, sondern im schnellen Hauptspeicher. Der nächste Start geht damit sogar noch schneller über die Bühne. Aber zu einem hohen Preis: Der StandBy-Modus verbraucht auch im „ausgeschalteten“ Zustand Strom, um den Inhalt des Arbeitsspeichers nicht zu verlieren. StandBy eignet sich somit nur für Windows-Pausen von mehreren Stunden.