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IPv6 Test: Herausfinden, ob mein Provider und mein Netz bereits IPv6 verwenden

Es wird eng im Internet. Seit Mitte 2012 gibt es daher neben den „alten“ IPv4-Adressen die neuen IPv6-Adressen. Die sind auch dringend notwendig, da die IPv4-Adressen mittlerweile fast alle vergeben sind. Die meisten Provider und Internetanbieter haben daher bereits auf IPv6 umgestellt. Aber längst noch nicht alle. Ob Ihr Provider bereits IPv6 oder nicht, können Sie ganz einfach herausfinden.

IPv6: 48 Quadrilliarden IP-Adressen für jeden Menschen auf der Erde

Worum geht es bei IPv6? Nach dem alten IPv4-Standard gibt es zwar über 4 Milliarden IP-Adressen (genauer gesagt: 4.294.967.296), doch die sind weltweit bereits vergeben. Schließlich braucht jede Webseite, jedes Smartphone, jedes Tablet und alles was sonst noch am Internet hängt eine eigene IP-Adresse. Die Lösung für das Platzproblem lautet IPv6. Damit stehen unglaubliche 340 Sextillionen IP-Adressen zur Verfügung – eine Zahl mit 37 Nullen, also

340.000.000.000.000.000.000.000.000.000. 000.000.000

Theoretisch stehen damit jedem Menschen auf der Erde etwa 48 Quadrilliarden IP-Adresse zur Verfügung, also etwa

48.000.000.000.000.000.000.000.000.000

IP-Adressen pro Person. Wie gigantisch groß die Zahl ist, zeigt ein Vergleich mit Wassertropfen und Sandkörnern. Mit IPv6 erhält jeder Mensch auf der Erde so viele IP-Adresse wie es Wassertropfen im Meer gibt – und wesentlich mehr als die Anzahl der Sandkörner auf der Erde.

IPv6 Test: Verwendet mein Provider bereits IPv6?

Die Umstellung von IPv4 zu IPv6 erfolgt nach und nach. Damit alles glatt geht und alles wie gewohnt funktioniert, laufen beiden Versionen parallel nebeneinander. Nach und nach werden alle Webseiten und -dienste auf IPv6 umgestellt. Einige Provider sind bereits ganz vorne mit dabei; bei anderen dauert es noch ein wenig. Ob Ihr Provider neben IPv4 bereits IPv6-Adressen verwendet, können Sie ganz leicht herausfinden, indem Sie die Webseite ipv6test.google.com aufrufen. Die IPv6-Testseite verrät anschließend, ob Sie bereits IPv6 verwenden oder nicht.

Weitere technische Details und weitere Tests zu IPv6 erhalten Sie per Klick auf den Link test-ipv6.cz. Hier erhalten Sie noch einmal eine ausführliche Version des IPv6-Tests inklusive Details zu den durchgeführten Tests und technischen Informationen.

Falls Sie bzw. Ihr Provider noch kein IPv6 nutzen, ist das kein Problem. Das Internet und alle Dienste funktionieren auch weiterhin. Es dauert dann bei Ihrem Provider noch einige Zeit, bis die komplette Umstellung erfolgt.

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IPv4 vs. IPv6: Sind Rechner und Netzwerk fit für das neue IPv6-Protokoll und die neuen IPv6-Adressen?

Im Internet findet derzeit eine kleine Revolution statt. Fast unbemerkt. Die alten IP-Adressen im Format 123.45.67.89 werden knapp. Es gibt keine neuen mehr; alle 4,3 Milliarden Kombinationen sind vergeben. Daher wird langsam auf das neue IPv6-Format umgestellt, das Platz für 340 Sextillionen Adressen bietet. Stellt sich die Frage, ob der der eigene Rechner und das LAN/WLAN überhaupt fit ist für das neue IPv6-Protokoll. Das lässt sich schnell herausfinden.

Kann mein Rechner IPv6?

Ob der eigene Rechner für die neuen IP-Adresse gerüstet ist, können Sie leicht prüfen: Rufen Sie einfach die folgende Webseite auf:

http://test-ipv6.com/

Der Test startet sofort und verrät Ihnen, Ihre alte IPv4- und die neue IPv6-Adresse. Bei modernen Rechnern mit Windows Vista oder Windows 7 gibt es keine Probleme. Hier ist IPv6 standardmäßig mit an Bord und aktiviert.

Einen noch ausführlichen Test finden Sie auf der Webseite der Berkely-University of California:

http://n5.netalyzr.icsi.berkeley.edu/analysis/

Der Test dauert hier zwar einige Minuten, dafür erhalten Sie wesentlich mehr Informationen über die Internetanbindung Ihres Rechners.

Ipv6 für Windows XP nachrüsten

Beim älteren Windows XP sieht das anders aus. Hier gehört IPv6 nicht zur Grundausstattung; lässt sich aber nachrüsten. Und zwar so:

1. Zuerst sollten Sie sicherstellen, dass mindestens das Service Pack 2 für Windows XP installiert ist. Das geht am einfachsten mit der Tastenkombination [Windows-Taste][Pause]. Sollte ein älteres oder gar kein Service Pack installiert sein, müssen Sie zuerst die Service-Pack-Installation nachholen. Das aktuelle Service Pack für XP finden Sie hier:

http://www.microsoft.com/downloads/de-de/details.aspx?FamilyID=5b33b5a8-5e76-401f-be08-1e1555d4f3d4

2. Um IPv6 einzurichten und zu aktivieren, öffnen Sie die Systemsteuerung und wechseln in den Bereich „Netzwerk- und Internetverbindungen“ bzw. „Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen“.

3. Dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Netzwerkverbindung und wählen den Befehl „Eigenschaften“.

4. Klicken Sie auf „Installieren“.

5. Markieren Sie den Eintrag „Protokoll“, und klicken Sie auf „Hinzufügen“.

6. Dann markieren Sie den Eintrag „Microsoft TCP/IP Version 6“ und klicken auf OK.

IPv6 in der FritzBox aktivieren

Nutzer der AVM FritzBox sollten im Konfigurationsmenü prüfen, ob die IPv6-Unterstützung aktiviert ist. Das geht bei den meisten Fritzboxen folgendermaßen:

1.  Öffnen Sie das FritzBox-Konfigurationsfenster, und wechseln Sie in den Bereich „Einstellungen | Erweiterte Einstellungen | Internet | Zugangsdaten“.

2. Wechseln Sie zur Registerkarte „IPv6“. Sollte die Registerkarte fehlen, ist möglicherweise die Firmware veraltet. Dann sollten Sie über die Funktion „Erweiterte Einstellungen | System | Firmware-Update“ die Firmware aktualisieren.

3.  Aktivieren Sie die Option „Unterstützung für IPv6 aktivieren“. Die voreingestellten Parameter können Sie unverändert übernehmen. Danach sollten Sie (wie oben beschrieben) den IPv6-Test wiederholen und prüfen, ob die Internetverbindung reibungslos funktioniert.