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Hurra, die WhatsApp-Verschlüsselung ist endlich da!

Lange genug haben die Macher von WhatsApp die Verschlüsselung ihres Messengers ignoriert. Über die Gründe, lässt sich nur spekulieren. Offensichtlich wollte man nur abwarten, wer sich zuerst offen gegen den Einbau von Hintertüren stellt. Und das war nun mal Apple. Seit nunmehr drei Tagen kommuniziert jeder WhatsApp-Nutzer automatisch über abgesicherte Chats.

Was bei Telegram, Threema & Co schon länger zur Sicherheitsausstattung gehört, ist nun auch bei WhatsApp angekommen: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (e2e). Sie sichert alle Chats, den Versand von Audio-,  Video- und Bilddateien ab. Auch das Telefonieren über WhatsApp, sowie Gruppenchats sind mit der e2e-Verschlüsselung gesichert. Die Voraussetzung ist lediglich die aktuelle WhatsApp-Version. Vor drei Tagen erschien in abgesicherten Chats folgender Hinweis:

Nachrichten, die du in diesem Chat sendest, sowie Anrufe, sind jetzt mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt.

Du kannst den 60-stelligen Sicherheitsschlüssel mit deinem Chatpartner überprüfen. Das dient dazu, dass beide Partner denselben Schlüssel verwenden und sich kein Mithörer eingeschlichen hat.

Entweder man liest sich den Schlüssel gegenseitig vor, oder man scannt mit dem eigenen Handy den Schlüssel (als QR-Code) des Partners. Ein spezieller Barcode-Scanner ist nicht notwendig. Dazu öffnest du nur die WhatsApp-Kontakt-Infos und tippst auf den Eintrag Verschlüsselung. Dann wird der Sicherheits-Code angezeigt.

Tipp:

In deinem eigenen WhatsApp-Account gibt es ein weiteres Sicherheitsfeature, das aktiviert werden sollte. Über Einstellungen | Account | Sicherheit schaltest du eine Benachrichtigungsfunktion ein, die dich informiert, wenn sich der Sicherheitscode einer deiner Chatpartner ändert. Der Code ändert sich dann, wenn WhatsApp neu installiert wird, der Chat-Partner ein neues Smartphone benutzt oder eine andere Person versucht, diesen Kontakt als den Eigenen auszugeben.

Die Technik

Die verwendete Sicherheitstechnik basiert auf dem Signal-Protokoll (früher Axolotl), dass von den Experten um Moxie Marlinspike (RedPhone, Signal, Open Whisper Systems) entwickelt wurde. Dieses quelloffene Protokoll enthält mehrere starke Kryptografieverfahren inklusive des Forward Secrecy.

Forward Secrecy verwendet kurzlebige Sicherheitsschlüssel. Das soll eine sichere Verbindung für jede einzelne Nachricht gewährleisten und verhindern, dass ein einmal kompromittierter Code nicht für die Entschlüsselung alter oder zukünftiger Chats genutzt werden kann.

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Speak-a-Message: Schnell mal eine Nachricht sprechen statt sie zu schreiben

Egal ob geschäftlich oder privat, jeden Tag schreiben eine Menge E-Mails. Manchmal würde man aber auch gerne mal auf das Tippen verzichten. Die meisten Spracherkennungsprogramme wie beispielsweise die Windows-Spracherkennung oder Dragon Naturally Speaking sind zwar sehr gut, bedürfen aber einer zeitintensiven Einrichtung. Auch die Bedienung dieser (Profi-)Programme liegt nicht jedem Nutzer gleichermaßen gut. Eine recht gute und sehr einfach zu bedienende Alternative ist das Tool Speak-A-Message.

Schnelle Erfassung von Sprachnachrichten

Speak-a-Message ermöglicht die blitzschnelle Erstellung von Sprachnachrichten. Diese lassen sich dann aus dem Programm heraus per E-Mail versenden, speichern, oder direkt auf der eigenen Facebook-Pinnwand veröffentlichen. Genauso einfach lässt sich eine Sprachnachricht in Text umwandeln.

Download und Installation

Aber alles der Reihe nach. Zuerst muss das Programm erst einmal heruntergeladen und installiert werden. Auf der Webseite www.speak-a-message.com kann das Programm auch als kostenlose Version heruntergeladen werden. Klicken Sie dazu auf den roten Button und folgen Sie dann dem Download- und Installationsassistenten.

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Sprachnachrichten aufnehmen

Vor dem Starten des Programms überprüfen Sie, ob ein Mikrofon angeschlossen ist.

Starten Sie das Tool dann mit einem Doppelklick auf das Desktop-Symbol.

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Zum Aufnehmen einer Sprachnachricht, klicken Sie auf den roten Button Aufnehmen. Zusätzlich kann man eine Titelbeschreibung und den Namen des Sprechers eintragen. Mit einem Mausklick auf die grünen Häkchen werden die Angaben gespeichert.

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Die Umwandlung in Text

Soll der Inhalt dieser Sprachdatei in Text umgewandelt werden, dann klicken Sie auf Transkribieren und anschließend auf die Schaltfläche Sprache zu Text. Nach ein paar Sekunden wird der erkannte Text angezeigt. Der angezeigt Text kann zusätzlich noch korrigiert und geändert werden. In diesem Fall speichern Sie die Änderungen mit dem Button Text speichern.

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Ein Mausklick auf Dateien zeigt die Liste vorhandener Sprachdateien, sowie den Speicherpfad an.

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Weitere Funktionen

Die Spracherkennungssoftware enthält noch weitere Features. So lassen sich über die Symbolschaltflächen nicht nur die Sprachdateien bearbeiten, sondern auch direkt per E-Mail versenden oder auf Ihrer Facebook-Pinnwand veröffentlichen.

Weitere Funktionen sind:

  • Einfügen von Fotos, eCards und Screenshots in Sprachnachrichten
  • Anfertigen von Hintergrundkommentaren bei Fotos
  • Anfertigen von Audio-Shows und Voice-Tagebüchern

Fazit

Alles in Allem ist das Spracherkennungs-Programm Speak-A-Message für den privaten Einsatz sehr zu empfehlen. Die Bedienung aller Programm-Funktionen ist übersichtlich, gut durchdacht und sehr bedienerfreundlich.

Je öfter dieses Programm benutzt wird, desto besser wird die Umwandlung von Sprache in Text. Man muss sich nur angewöhnen, deutlich zu ins Mikrofon zu sprechen.

Ein weiterer großer Vorteil dieses Programms ist, das der E-Mail-Empfänger einer Sprachnachricht dieses Tool nicht zwingend zum Abspielen benötigt. Speak-A-Message zeichnet die Sprachnachrichten im WMA-Audio-Format auf. Da reicht der normale Windows-Media-Player, VLC Media Player, oder ein anderes Tool Ihrer Wahl.

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Hemlis – Die sichere WhatsApp-Alternative von den Pirate-Bay-Machern

Wer kennt sie noch, die Tauschbörse The Pirate Bay? Im Jahr 2009 war es der größte BitTorrent-Tracker der Welt. Mitte 2013 gab der Mitbegründer Peter Sunde ein neues Projekt bekannt. Er sagt den unsicheren Messenger-Diensten wie WhatsApp mit Hemlis den Kampf an.

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Für Android und iPhone/iPad

Den Messenger Hemlis soll es für Android und iOS-Geräte geben. Zur Zeit befindet sich das Programm im geschlossenen Alpha-Stadium und ist noch nicht erhältlich. Lediglich ein paar Videos wurden von den Entwicklern auf YouTube veröffentlicht.

Sichere End-to-End-Verschlüsselung und kein Zugriff durch Spionagedienste

Die Programmierer setzen dabei auf XMPP- und PGP-Protokolle, um eine sichere End-to-End-Verschlüsselung zu erreichen.

Nach eigenen Angaben wird es keinerlei Hintertüren für Regierungen, Geheimdienste oder andere Firmen geben. Selbst der Anbieter soll hier keinen Zugriff auf Nachrichten und Daten nehmen können. Zusätzlich werden alle  Nachrichten und Dateien von den Servern gelöscht, sobald Sie beim Empfänger nachweislich angekommen sind. Nachrichten die nicht übertragen werden, weil der Empfänger nicht online ist, werden für einen festgelegten Zeitraum gespeichert. Läuft dieser ab, wird auch die Nachricht automatisch gelöscht.

Betrieb nur über eigene Server in Island

Zudem stehen die (ausschließlich eigenen) Server von Hemlis in Island. Warum ausgerechnet Island? Der skandinavische Inselstaat erwies sich in der Vergangenheit sehr resistent gegen diplomatischen Druck in Bezug auf Internet-Rechtsstreitigkeiten.

Grundfunktionen kostenlos, auch ohne Werbeeinblendungen

Der Messenger wird in den Grundfunktionen für den reinen Nachrichtenversand kostenlos und werbefrei sein. Durch In-App-Käufe werden weitere Funktionen freigeschaltet. Hierzu werden vermutlich Funktionen wie der Versand von Fotos, Sprachnachrichten und Videos gehören. Damit soll die Weiterentwicklung und der Support finanziert werden. Der Verkauf von Nutzerdaten ist ebenfalls tabu.

Alles in allem verspricht Hemlis eine gute und sichere App zu werden. Bleibt nur zu hoffen, dass Hemlis bald in den einschlägigen App-Stores verfügbar sein wird.

Übrigens: Hemlis bedeutet auf schwedisch „Geheimnis“…

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Whatsapp auf einem Android-Tablet ohne Sim-Karte (3G) installieren

Der Whatsapp-Messenger ist für Smartphones schon eine tolle Sache. Damit kann man fast kostenlos Textnachrichten, Bilder, Videos und Sprachnachrichten versenden. Für Besitzer von Android-Smartphones kostet der Dienst nach dem kostenlosen, einjährigen Testzeitraum 0,89 Euro. Natürlich funktioniert Whatsapp auch auf Android-Tablets die mit einer Sim-Karte für den mobilen Internetzugang ausgestattet sind. Mit einem Trick können Sie aber auch Tablets die keine 3G-Unterstützung haben, mit einem eigenen Whatsapp-Account versehen.

WLAN, ein Festnetz-Telefonanschluss  und der Zugang zum Google-Konto sind die Voraussetzungen für das erfolgreiche Installieren von Whatsapp auf Ihrem Tablet-PC.

Als erstes laden Sie die App aus dem Google Play Store auf Ihr Tablet herunter.

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Im Anschluss startet der Einrichtungsvorgang. Wie schon beim Smartphone, müssen Sie nun Land, Ländercode und die betreffende Telefonnummer eingeben. Geben Sie an dieser Stelle Ihre Festnetz-Telefonnummer ein. Bestätigen Sie die Eingaben mit „OK“.

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Im nächsten Schritt versucht Whatsapp Ihnen eine SMS mit einem Bestätigungscode zu senden. Die wird erfolglos sein, da der SMS-Versand an Festnetznummern nicht unterstützt wird. In der entsprechenden Warnmeldung tippen Sie auf das Feld „Mich anrufen“.

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Kurz darauf klingelt es bei der zuvor eingegebenen Festnetznummer. Eine Computerstimme liest Ihnen den sechsstelligen Bestätigungscode vor. Tippen Sie auf das Eingabefeld mit dem Telefonhörer-Symbol und geben Sie den Verifizierungscode ein. Dieser wird am Telefon so lange wiederholt, bis Sie auflegen.

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In der Titelleiste beenden Sie die Einrichtung von Whatsapp mit der Schaltfläche „Weiter“. Dadurch werden die Google-Kontakte automatisch importiert. Je nachdem wie groß diese Liste ist, kann es ein paar Minuten dauern. Danach ist Whatsapp wie gewohnt einsatzbereit.

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Skype-Schnüffler: Wahren Sie Ihre Privatsphäre und löschen Sie Chat-Verlauf, SMS, Anrufe, etc…

Standardmäßig ist Skype so eingestellt, dass es den Verlauf beispielsweise von Chats, SMS, Sofortnachrichten, Anruflisten, Sprachnachrichten und Datenübertragungen gespeichert werden. Natürlich sind diese Verläufe dann nützlich, wenn man selber einen Sachverhalt nachprüfen möchte. Andere Personen oder Unternehmen gehen diese Informationen nichts an. Die Aufzeichnung dieser Verläufe können gelöscht und sogar verhindert werden.

Und zwar so:

1. Starten Sie Skype, oder rufen Sie es auf, wenn Skype mit dem Systemstart automatisch gestartet wurde.

2. Klicken Sie in der Menüleiste auf  „Aktionen | Optionen“…

bild-1-skype-nsa-geheimdienst-usa-verlauf-heimlich-aufzeichnen-abschalten-löschen-aktionen-optionen-privatsphäre

…und wählen das Register „Privatsphäre“.

3. Öffnen Sie im Bereich „Chat-Protokoll speichern“ das Aufklappmenü und wählen Sie die Option „nicht speichern“ aus, wenn zukünftig keinerlei Konversationen aufgezeichnet werden sollen. Standardmäßig ist hier die Einstellung „für immer“ aktiviert. Drei weitere Zeitspannen sind hier einstellbar:

  • 2 Wochen
  • 1 Monat
  • 3 Monate

bild-2-aufklappmenü-nicht-speichern-nie-privatsphäre-protokoll-chat-verlauf-sofortnachrichten-speichern-löschen

4. Bereits gespeicherte Verläufe werden mit der Schaltfläche „Protokoll löschen“ entfernt. Bestätigen Sie die nachfolgende Warnmeldung mit „Löschen“.

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5. Danach kehren Sie zum Hauptfenster der Skype-Optionen zurück und speichern die vorgenommenen Änderungen mit dem Button „Speichern“. Das Optionen-Fenster wird danach automatisch geschlossen.

Auch wenn diese Löschung vielen Datenschnüfflern das Leben etwas schwerer macht, der nationalen Sicherheitsbehörde von Amerika, der NSA, verursacht dies sicherlich keine Kopfschmerzen. Die haben bestimmt noch ganz andere Möglichkeiten uns auszuspähen…