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Mit dem Prozessor-Stresstest CPU-Fehlfunktionen auf die Spur kommen

Zuverlässige CPU-Tests mit denen sich Prozessorfehler belegen lassen gibt es leider nicht. Eine defekte CPU führt ohnehin dazu, dass sich der Computer nicht hochfahren lässt. Zumindest kann man durch einen Stresstest ermitteln, ob die Computer-Komponenten auch unter Last zuverlässig funktionieren. Dazu gehört natürlich auch der Prozessor.

Das Tool CPU Stability Test ist kostenlos im Netz als ZIP-Datei erhältlich. Du kannst es beispielsweise bei Chip.de herunterladen.

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Danach entpackst du das nur 430 KB große Programm in einem beliebigen Ordner und startest das Tool mit einem Doppelklick auf die Startdatei.

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Der Stress-Test wird durch die Schaltfläche Start im Bereich Control Panel gestartet. Der CPU Stability Test sollte nun mehrere Stunden laufen. Da das Programm automatisch maximal 12 Stunden läuft, kannst du es mit dem Stop-Button manuell beenden.

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Ermittelte Fehler werden im Bereich Console angezeigt.

Bevor du aber den „fehlerhaften“ Prozessor austauschst, überprüfe zuerst, ob Fehlermeldungen an eine unzureichende Kühlung zurückzuführen sind. Werden zum Beispiel Mainboard, Festplatte oder der Arbeitsspeicher nicht richtig belüftet, fallen diese ebenfalls negativ bei dem Volllast-Test auf.

Hier kannst du zur Sicherheit im Bereich Mode mit der Option CPU Warming only einen zusätzlichen Wärmetest des Hauptprozessors durchführen.

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Rechner stürzt immer ab? So lassen sich plötzliche Abstürze vermeiden

Lästig sind Computerfehler, die nur sporadisch auftreten. Wenn der Rechner zum Beispiel mitten im Betrieb abstürzt, ist die Fehlersuche sehr schwierig. Besonders dann, wenn der Fehler sich nicht reproduzieren lässt und zu unterschiedlichen Zeiten und mit verschiedenen Programmen auftritt.

Verstaubte Lüfter = Hitzeprobleme auch im Winter

Häufigste Ursache für sporadische Abstürze sind Hitzeprobleme. Da im Inneren des Computers viel Wärme entsteht, muss der Rechner im laufenden Betrieb gekühlt werden. Im Computer sind hierzu mehrere Lüfter eingebaut, die Prozessor, Grafikkarte und Netzteil mit Luft versorgen. Wird der Luftstrom unterbrochen oder gestört, steigt die Temperatur der Bauteile und es kann vermehrt zu Abstürzen kommen. Der Computer sollte daher so aufgestellt werden, dass weder die vorderen Lüftungsschlitze noch die Lüfter hinten am Gehäuse verdeckt werden, etwa durch Bücher oder das Verstecken des Rechners in einem Regal.

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Lüfter und Lüftungsschlitze sorgen dafür, dass im Inneren des Rechners ein steter Luftstrom die Bauteile kühlt. Lüfter und Lufteinlässe dürfen daher nicht verdeckt werden.

Typische Symptome plötzlicher Rechnerabstürze

Ein weiteres Problem: verstaubte Lüfter. Ist der Rechner neu, laufen die sauberen Lüfter noch einwandfrei. Mit der Zeit setzen sich die Lüfter allerdings mit Staub zu. Oft sind die Lüfter so „versifft“, dass kaum noch Luft transportiert werden kann. Die Folge sind Hitzestaus, überhitzte Prozessoren und Abstürze. Ob der Rechner bereits stark verstaubt und dadurch die Luftversorgung gestört ist, können Sie an folgenden Symptomen erkennen:

  • Der Computer wird lauter – Die meisten Computer verfügen über temperaturgeregelte Lüfter. Steigt die Temperatur, laufen die Lüfter mit höherer oder höchster Umdrehungszahl. Die Lautstärke steigt.
  • Plötzlich auftretende Grafikfehler – Computer mit 3D-Grafikkarten für Spiele besitzen auf der Grafikkarte einen eigenen Lüfter. Schafft der Grafikkartenlüfter trotz voller Umdrehungszahl keine ausreichende Kühlung, kommt es zu sporadischen Grafikfehlern. Das Monitorbild friert dann zum Beispiel ein oder es erscheinen Streifen und andere Grafikfehler.
  • Plötzliche Abstürze – Wenn der Computer normalerweise problemlos läuft, bei hohen Temperaturen (etwa im Sommer oder bei 3D-Spielen) plötzlich und ohne Vorwarnung abstürzt, ist es ihm zu heiß. Trotz höchster Umdrehungszahl schaffen es die Lüfter nicht, die Hitze aus dem Gehäuseinneren abzuführen.

Den Computer richtig entstauben

Selbst wenn die Luftversorgung des Rechners gewährleistet ist, kann es zu Hitzeproblemen kommen. Der Grund: mit der Zeit verstaubt der Computer. Spätestens nach einem Jahr hat sich im Inneren des Computers eine Staubschicht angesammelt, vor allem auf den Lüftern selbst. Die Folge ist eine immer schlechtere Luftversorgung. Wenn sich zu viel Staub in den Kugellagern sammelt, können die Lüfter im schlimmsten Fall sogar ausfallen. Dreht sich zum Beispiel der Lüfter der Grafikkarte nicht mehr, stürzt der Computer nach einigen Stunden plötzlich ab. Einige Rechner verfügen über einen Schutzmechanismus, der bei zu hohen Temperaturen den Computer herunterfährt oder einfach abschaltet. Damit das nicht passiert, sollten Sie vorsorgen und etwa einmal im Jahr den Rechner von Staubablagerungen befreien.

Mit folgenden Schritten reinigen Sie den Computer und sorgen wieder für einen ausreichende Kühlung:

1. Schalten Sie den Computer aus.

2. Ziehen Sie den Netzstecker und alle Kabel angeschlossener Geräte ab.

3. Dem Staub rücken Sie mit einem handelsüblichen Staubsauger zu Leibe. Verwenden Sie einen Staubsauger mit Schlauch und Düse. Saugen Sie zuerst die Lüftungsschlitze vorne am Gehäuse aus.

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4. Anschließend entfernen Sie hinten am Gehäuse den Staub von den Lüftungsgittern des Netzteils. Ganz wichtig dabei: Durch den Staubsauger kann sich der Lüfter des Netzteils drehen. Je nach Drehgeschwindigkeit und Richtung kann der Lüfter beschädigt werde oder durch Induktion Strom erzeugt werden. Damit das nicht passiert, müssen Sie das Lüfterrad während des Reinigungsvorgangs fixieren. Verwenden Sie hierzu einen nicht leitenden Gegenstand – zum Beispiel einen Schaschlikspieß aus Holz – und halten damit den Lüfter fest.

5. Um auch das Innere des Rechners von Staub zu befreien, müssen Sie das Computergehäuse öffnen. Fassen Sie zunächst einen geerdeten Gegenstand wie eine Heizung an, um elektrostatische Aufladungen zu vermeiden. Anschließend öffnen Sie das Gehäuse, indem Sie es aufschrauben oder die Entriegelungstaste drücken.

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6. Befreien Sie mit dem Staubsauer vorsichtig die Bauteile von Staub, besonders den Prozessorlüfter und -kühlkörper sowie die Grafikkarte. Auch hier müssen Sie die Lüfter fixieren, damit sie nicht durch den Staubsauger oder die Druckluft in Drehung versetzt werden.

Um den Staub auch aus schwer zugänglichen Stellen wie Ritzen des Prozessorkühlers zu entfernen, hat sich Druckluft aus der Dose bewährt. Spezielle ölfreie Druckluftsprays aus der Dose zur Reinigung von elektronischen Bauteilen gibt es im Baumarkt oder bei Amazon für rund 5 Euro. Wichtig ist, dass die Druckluft ölfrei ist.

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Rechner zu heiß? Lüfter laufen auf Hochtouren? So schützen Sie den Rechner vor dem Hitzetod

Wenn Computerprobleme nur sporadisch auftreten, sind mitunter nicht das Betriebssystem oder Programme schuld, sondern Hitzeprobleme. Im Inneren des Rechners entsteht durch den Prozessor, die Grafikkarte und die Festplatte eine Menge Wärme, die nach außen transportiert werden muss. Aus diesem Grund sind im Rechnergehäuse und auf Prozessor und Grafikkarte Lüfter angebracht. Wird der Luftstrom unterbrochen oder gestört, steigt die Temperatur im Inneren des Computers. Zu hohe Temperaturen können zu plötzlichen Abstürzen führen. Damit das nicht passiert, sollten Sie den Rechner regelmäßig von Staub befreien und dafür sorgen, dass der Luftstrom nicht unterbrochen wird.

Lüftungsschlitze freihalten

Um eine ausreichende Luftkühlung zu gewährleisten, achten Sie darauf, dass die vorderen, hinteren und seitliche Lüftungsschlitze des Computers nicht verdeckt oder verschmutzt sind. Halten Sie genügend Abstand zu Wänden oder Schreibtischen, damit die warme Luft problemlos abgeführt werden kann.

Lüftungssschlitze säubern

Auch wenn für eine ausreichende Luftversorgung gesorgt ist, kann es zu Hitzeproblemen kommen. Im Inneren des Rechners sammelt sich mit der Zeit eine Menge Staub an, der sich auf den Lüftungsschlitzen, den Lüftern selbst und den Kugellagern der Lüfter absetzt. Die Folge: Die Lüfter laufen langsamer oder fallen im schlimmsten Fall komplett aus. Daher sollten Sie den Rechner mindestens einmal im Jahr von außen und von innen von Staub befreien.

Die Grundreinigung von außen ist einfach: Entfernen Sie den Staub mit einem handelsüblichen Staubsauger, am besten mit angeschlossener Staubsaugerdüse. Zuerst entfernen Sie den Staub von Lüftungsschlitzen außen am Gehäuse. Meist befinden sich die Lüftungsschlitze vorne an der Gehäusefront und hinten am Netzteil.

Vorsicht beim Absaugen von Netzteilen: Durch den Staubsauger kann sich der Lüfter des Netzteils drehen. Daher sollten Sie beim Absaugen von Lüftern das Lüfterrad blockieren, indem Sie zum Beispiel mit einem Schaschlikspieß, Zahnstocher oder anderen nicht-leitenden Gegenständen das Lüfterrad fixieren.

Innenreinigung

Um das Innere des Rechners zu säubern, schalten Sie den Computer aus und trennen ihn vom Stromnetz, indem Sie den Netzstecker ziehen. Bevor Sie das Rechnergehäuse entfernen, fassen Sie einen leitenden Gegenstand an. Eine Heizung reicht in der Regel schon aus. Damit verhindern Sie, dass Sie statisch aufgeladen sind und die empfindliche Elektronik im Gerät beschädigen.

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Schrauben Sie das Computergehäuse auf oder drücken Sie die Entriegelungstaste. Entfernen Sie mit dem Staubsauger vorsichtig den Staub von den Bauteilen im Inneren des Rechners. Besonders der Grafikkarten- und Prozessorlüfter sowie die Lüftungsschlitze des Kühlkörpers sollten danach staubfrei sein.

Ein Tipp, um Staub auch aus schwer zugänglichen Stellen wie den Kühlkörperschlitzen zu bekommen: Verwenden Sie eine Dose Druckluft und kurze Druckluftstöße, um den Staub auch aus den letzten Ecken zu pusten.

Druckluft eignet sich auch, um die Lüftungsschlitze von tragbaren Notebooks und Netbooks zu reinigen. Achten Sie aber auch bei der Arbeit mit Druckluft darauf, die Lüfter zu fixieren, damit der Luftstoß sie nicht in Drehbewegung versetzt.

Wichtig: Zur Reinigung mit Druckluft sollten Sie allerdings nur ölfreie Druckluft zur Reinigung von elektronischen Bauteilen verwenden. Im Fachhandel oder im Baumarkt gibt es ölfreie Druckluftdosen für rund fünf Euro.

Ausreichende Lüftung für tragbare Rechner

Auch bei tragbaren Rechnern sollten Sie immer auf eine ausreichende Kühlung sorgen. Wichtig ist die Luftversorgung auf der Unterseite, da sich hier wichtige Komponenten wie Prozessor, Grafikkarte und Festplatte befinden. Damit die Luftzufuhr nicht unterbrochen wird und die Hitze sich nicht staut, sollten Sie tragbare Rechner nicht auf ein Kissen oder eine Decke legen. Ideal ist es, den tragbaren Rechner auf eine ebene Fläche zu stellen und unter die hinteren Standfüße zwei gleichhohe Bücher oder Bierdeckel zu legen. Das sorgt für mehr „Luft“ an der Gehäuseunterseite. Das schont nicht nur den Rechner, sondern verlängert auch die Akkuleistung, da die Lüfter nicht so schnell drehen müssen.

Kabelführung prüfen

Ist der Rechner einmal geöffnet, sollten Sie auch gleich die Kabelführung im Inneren des Gehäuses überprüfen. Bei den meisten Rechnern strömt die Luft von vorne ins Gehäuse, wird über die Bauteile geführt und vom Netzteillüfter hinten am Gehäuse wieder herausgeführt. Dieser Luftstrom darf nicht durch Kabel oder sonstige Gegenstände unterbrochen oder gestört werden. Achten Sie zum Beispiel darauf, dass Flachbandkabel oder Kabelbäume nicht mitten durch den Luftstrom führen. Mit Kabelbindern können Sie zum Beispiel Kabelstränge platzsparend zusammenbinden oder an der Gehäuserückwand fixieren.