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Android Handy & Telefon

Wohin mit dem alten Android-Handy? Noch eine Möglichkeit für ein „zweites Leben“.

Bereits in unserem Artikel „Das zweite Leben der alten Android-Handys“ gaben wir einem alten Smartphone eine zweite Chance als Überwachungskamera. Da nicht jeder eine Verwendung für Überwachungskameras hat, gibt es doch vielleicht die Möglichkeit, das alte Android-Handy als kabellose Musikanlage zu verwenden.

Viele Handybesitzer haben sich in der Vergangenheit Lautsprecher gekauft, um über das Handy Musik zu hören. Da nicht alle Lautsprecher eine Bluetooth Schnittstelle besitzen, werden viele der etwas älteren Geräte noch per Steckplatz oder Kabel an das Handy angeschlossen.

Neue Android-Handys werden da wahrscheinlich nicht mehr passen. Entweder Sie kaufen sich neue Lautsprecher und geben wieder Geld aus, oder Sie nutzen die „Alt-Geräte“, die mit Sicherheit immer noch einwandfrei funktionieren.

Mit der App „Bubble UPnP“ streamen Sie Ihre Musik von Handy zu Handy, oder vom PC und Tablet zum Handy. Die App ist gleichzeitig Server und Client in einem und kann sogar Mediendateien von Netzwerkspeichern weiterleiten.

Vom Handy oder Tablet auf ein anderes Handy

Laden Sie aus dem Google Play Store auf alle Mobilgeräte die App „Bubble UPnP“ herunter.

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Auf dem alten Handy nehmen Sie nun folgende Einstellungsänderungen der App „Bubble UPnP“ vor:

1. Fernzugriff zulassen

Tippen Sie auf die Menü-Taste Ihres Handys und tippen dann auf „Settings | Local Renderer“. Aktivieren Sie hier die Option „Allow remote control“.

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2. Automatische Abschaltung deaktivieren

Öffnen Sie über die Menü-Taste wieder die „Settings“, wählen Sie dieses Mal „Control | Kill on inactivity“ aus, und stellen Sie im Nachfolgedialog „never“ ein.

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Damit ist das alte Handy einsatzbereit. Verbinden Sie es nun mit Ihrer Musikanlage.

Um nun von einem Tablet-Pc oder dem neuen Handy die Musik zu streamen, gehen Sie wie folgt vor:

Starten Sie die App „Bubble UPnP“ und tippen Sie unten rechts auf „Devices“.

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In der nächsten Anzeige wählen Sie in „Renderers“ den „Bubble UPnP“-Client des alten Smartphones aus. Im Bereich „Libraries“ aktivieren Sie die Option „Local Media Server“. Der ebenfalls aufgeführte „BubbleUPnP Media Server“ ist der des alten Handys.

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Tippen Sie nun auf das Register „LIBRARY“ am unteren Displayrand und wählen aus Ihren Musikdateien die gewünschten Titel oder Alben aus.

Vom Computer auf das Handy streamen

Möchten Sie die Musik vom Computer oder Notebook über das alte Android-Handy abspielen, dann ist das noch einfacher.

Starten Sie auf dem Handy die App „BubbleUPnP“ und auf dem Computer den Windows Media Player. Im Windows Media Player warten Sie ein paar Augenblicke, bis im Bereich „Andere Medienbibliotheken“ der „Bubble UPnP Media Server“ des Telefons auftaucht. Nun stellen Sie die Musikstücke zusammen, die Sie hören möchten, öffnen mit einem Rechtsklick das Kontextmenü und wählen über die Option „Wiedergeben auf“ das alte Handy aus.

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Es öffnet sich dann noch ein Wiedergabefenster in dem alle auswählten Tracks aufgelistet sind…

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…und mit der üblichen Steuerung gestartet, pausiert oder auch übersprungen werden können.

So leicht war es noch nie, die Musik vom Computer auf die alte Stereoanlage zu übertragen.

Eins muss aber noch zu der kostenlosen App „Bubble UPnP“ gesagt werden. Sie erlaubt nur 30 Minuten Abspielzeit. Danach muss sie wieder neu gestartet werden. Für den Musikgenuss zwischendurch ist das ganz ok, für eine längere Spielzeit laden Sie die kostenpflichtige Vollversion herunter. Die ist mit 3,49 Euro auch nicht zu teuer.

Tipp:

Mit „Bubble UPnP“ können auch Musikvideos oder Filme im MP4-Format auf dem Handy angesehen werden.

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Hardware & Software Hobby Multimedia

So testen Sie eine Infrarot-Fernbedienung, wenn diese nicht mehr richtig funktioniert

Wenn eine Infrarot-Fernbedienung nicht mehr richtig, oder gar nicht mehr funktioniert, dann liegt es meistens an den Batterien. Wenn aber die Batterien ausgetauscht wurden und die Fernbedienung trotz genauem Zielen immer noch nicht funktioniert, sollte man prüfen ob überhaupt ein Infrarotsignal gesendet wird. Da unser Auge kein Infrarotlicht wahrnimmt, muss man zu einem Trick greifen.

Nehmen Sie eine Digitalkamera ihrer Wahl, zum Beispiel einen Camcorder oder die Handykamera, richten die Fernbedienung auf die Linse der Kamera und drücken eine beliebige Taste.

Auf dem Bildschirm der Kamera sehen Sie dann, ob ein Lichtpunkt von der Diode der Fernbedienung übertragen wird. Wenn nicht, probieren Sie alle Tasten der Fernbedienung nacheinander aus.

Digitalkameras können gewisse Wellenlängen des Infrarotlichtes erkennen. Die Wellenlänge liegt hier zwischen 940 und 950 Nanometer.

Bei älteren Fernbedienungen kann es daran liegen, dass die Tastaturmatte bei häufig genutzten Tasten, wie Ein- und Ausschalter, Mute oder Lautstärke, keinen Kontakt mehr bekommen, da sie meistens abgenutzt oder nur verschmutzt sind. Sie sollten dann auch mal prüfen, ob im Batteriefach die Kontakte der Batterien oxidiert sind.

Solche kleinen Fehler kann man sicherlich selber beseitigen und somit unnötige Reparaturkosten sparen.

Schwieriger wird es dann, wenn die Fernbedienung immer noch nicht funktioniert. Wenn es Risse in der Platine sind oder die Diode defekt ist, sollte die Fernbedienung durch eine Fachwerkstatt repariert werden.

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Internet & Medien

Musik legal und kostenlos von 100 Sendern gleichzeitig aufnehmen

Bei unserer deutschen Rechtsprechung und Urheberrechten ist es sehr schwierig, kostenlos Musik aus dem Netz zu saugen. Fast alle Tauschbörsen werden von Anwälten beobachtet, die hohe Abmahngebühren gegen die Nutzer einklagen. Da sind ganz schnell ein paar Tausend Euro futsch. Bei Downloads aus Ländern, bei denen keine Rechtsverfolgung stattfindet, ist die Gefahr, sich Viren und Trojaner einzufangen sehr groß. Positiv dagegen ist, dass es nicht verboten ist, Musik aus dem Radio aufzunehmen. Egal ob von der heimischen Stereoanlage oder einem Web-Radio. Ein kostenloses Tool von dem schwedischen Anbieter „Chilirec“ ermöglicht die kostenlose Aufnahme von 100 Radiosendern gleichzeitig. Alle Songs werden automatisch geschnitten und auf der Festplatte oder Wechseldatenträger gespeichert.

Die kostenlose Grundversion

Dieses Programm bietet  in der kostenlosen Grundversion viele Vorzüge wie:

  • Einfach zu bedienender Radiorekorder
  • Speicherung als MP3-Datei mit Künstler und Titel
  • Unbegrenzte Aufnahme von Titeln
  • Top-Player mit Entdeckungsfunktion neuer Sender
  • Automatische Suche von Radiostationen
  • Möglichkeit eigene Radiosender hinzuzufügen
  • Gleichzeitige Aufnahme vieler Radiosender
  • Wunschliste erstellen um Künstler oder Hitlisten aufzunehmen
  • Schutz vor Duplikaten
  • Automatische Top-Listen Suche
  • Sendung ganzer Playlisten zum MP3-Player
  • Einfach zu bedienendes Schneideprogramm, um Moderationsteile herauszuschneiden
  • Löschung unvollständiger Aufnahmen
  • Wunschlistenerstellung für einfachstes Aufnehmen

Die Premiumversion

Den Premiumzugang gibt es in zwei Versionen: Drei Monate für fünf Euro, oder ein Jahr für 12 Euro. Egal für welche Version Sie sich entscheiden, Sie erhalten zusätzlich zur Grundversion folgende Funktionen:

  • „Überall“ – Erreiche Deine Musik von jedem Computer
  • Chilirec Mobil, für Ihren PDA oder Ihr Smartphone
  • Bei schlechter Aufnahmequalität die Funktion „Markierten Song nochmal aufnehmen“
  • Einfach zu bedienende Säuberungsfunktion
  • Bevorzugter Support für zukünftige Funktionen
  • Entfernung sämtlicher Werbung
  • Unterstützungsfunktion für die Verbesserung von Chilirec
  • Automatischer Zugriff auf neue Funktionen
  • Klingelltonerstellung von aufgenommenen Titeln
  • Zufallsfunktion „Random-Play“
  • Aufnahme langer Titel (über 10 Minuten)
  • Suchfunktion von Senderlisten

Fazit

Alles in Allem ist Chilirec, auch in der Grundversion, ein sehr gutes, komfortables Aufnahmetool, dass man sehr gut individuell einstellen kann. Wenn dieses Programm, dass über den Web-Browser bedient wird, einige Stunden im Hintergrund gelaufen ist, hat man schon eine beachtliche Anzahl von Songs heruntergeladen. Damit die Festplatte nicht mit Musik überschwemmt wird, ist eine Begrenzung von fünf Prozent der Festplattenkapazität voreingestellt.  Diese kann aber bis zu 95 Prozent erweitert werden.

Chilirec hat zwar auch eine Abspielfunktion, die aber nicht zwingend genutzt werden muss. Alle Aufnahmen sind auch mit herkömmlichen Playern wie VLC, Windows Media Player, iPod und vielen anderen abspielbar.

Download und Installation

1. Starten Sie Ihren Internet-Browser und rufen „www.chilirec.com“ auf.

2. Bei Bedarf klicken Sie oben rechts auf die Deutschland-Flagge um von der englischen zur deutschen Sprache zu wechseln.

3. Danach klicken Sie zum Download auf die Schaltfläche „Bekommen“, oder für die Premium-Version auf „Kaufen“. Folgen Sie den Download und Installationshinweisen.

4. Sie erhalten von Ihrer Firewall eine Sicherheitsmeldung dass das Programm blockiert wird. Bestätigen Sie die Meldung mit „Zugriff zulassen“. Ohne die Bestätigung wird das Programm nicht ausgeführt.

5. Nach der Installation und vor dem ersten Start müssen persönliche Einstellungen wie Speicherort, E-Mail-Adresse ,  Musik- und Genreauswahl und ein paar andere Angaben vorgenommen werden. Der Installations-Wizard führt Sie  aber durch alle erforderlichen Schritte. Danach scannt Chilirec das Internet nach verfügbaren Sendern. Die Suche dauert ein paar Minuten, danach ist das Programm einsatzbereit.

6. Nach dem Scan startet das Programm automatisch. Sich brauchen nur noch oben rechts auf den Button „Recorder“ zu klicken und die Aufnahme startet sofort.

7.  Auf der linken Bildschirmseite befindet sich der Verzeichnisbaum, über den Sie alle Einstellungen einsehen und auch ändern können.

Testen Sie doch mal dieses Programm und lassen sich von den unzähligen Vorteilen überzeugen.