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E-Book-Schnüffler: Wie Amazon Kindle, Kobo, Google Books & Co. ihre Leser ausspionieren

Beim klassischen Buch konnte man noch anonym lesen. Niemand bekommt bei der Papiervariante mit, wie schnell man liest, welche Passagen man besonders mag oder an welcher Stelle man aufhört. Beim E-Book ist das anders. Hier lesen die Verlage und Reader-Hersteller mit. Und wissen genau, was Sie wann mit dem elektronischen Buch machen.

Aha, so langsam lesen Sie also

Es hört sich an wie eine Sciene-Fiction-Story, ist aber Realität: Wenn Sie ein E-Book lesen, schauen Ihnen die Verlage und Hersteller von Ebook-Readern beim Lesen über die Schulter. Amazons Kindle oder der Nook-Reader machen das so aber auch die E-Book-Apps von Apple und Google. Jede Aktion im Reader wird aufgzeichnet, protokolliert und ausgewertet, zum Beispiel:

  • Wann Sie welches Buch lesen
  • Wann Sie die E-Book-Reader-App öffnen
  • Wie viel Zeit Sie mit dem Lesen verbringen
  • Wie schnell Sie lesen
  • An welcher Stelle das Buch für Sie langweilig wird und Sie es zur Seite legen
  • Welche Suchbegriffe Sie verwenden
  • Welche Passagen Sie markiert haben
  • Wo Lesezeichen gesetzt werden

Die Daten werden von den Herstellern, Verlagen oder Autoren ausgewertet. Angeblich anonymisiert. Sehr anschaulich hat das Alexandra Alter im Wall-Street-Journal-Artikel „Your E-Book Is Reading You“ (Dein E-Book liest dich aus) dargestellt. So erfahren Verlage zum Beispiel, dass der Bestseller „Hunger Games“ im Schnitt in sieben Stunden ausgelesen ist, bei einer Lesegeschwindigkeit von 57 Seiten pro Stunde. Und: Fast 18.000 Kindle-Nutzer haben im zweiten Teil der Serie die gleiche Passage markiert.

Teilweise sind die gesammelten Daten sogar öffentlich. Auf der Webseite kindle.amazon.com/most_popular kann jedermann sehen, welche Passagen in welchen Büchern am häufigsten markiert werden.

Die Schnüffel- und Spionagefunktionen im Detail

Was die E-Book-Verlage und Reader-Hersteller im Detail alles verfolgen und wie gläsern man als E-Book-Kunde wird, zeigt die Untersuchung der amerikanischen Netzbürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF). Die EFF hat alle wichtigen Geräte und Dienstanbieter sowie deren Geschäftsbedingungen untersucht und übersichtlich in einer Tabelle dargestellt, wer was mitspeichert, protokolliert und ausspäht. Dabei wird klar: Wer E-Books liest, wird zum gläsernen Buch-Kunden.

ebook-reader-buch-kunden-glaesern-spionieren

Was passiert mit den gesammelten Daten?

Die gesammelten Daten sind für Publisher enorm wichtig. Erfahren sie doch so zum Beispiel, ob Sie nur die ersten Seiten eines Buches oder es in einem Rutsch durchlesen. Wird es häufig an einer bestimmten Stelle langweilig, können Autoren und Verlage reagieren und Passagen ändern oder mithilfe von weiterführenden Links oder Multimedia-Inhalten zum Weiterlesen animieren. Nur eine von vielen Möglichkeiten.

Barnes & Nobles, eine der größten Buchketten in den USA, hat durch die E-Book-Schnüffeleien zum Beispiel festgestellt, dass Romane meist in einem Rutsch durchgelesen, während Sachbücher häppchenweise konsumiert werden. Science-Fiction und Krimis werden schneller gelesen als klassische Literatur. Ohne E-Book-Analyse war sowas bisher nur eine Vermutung – durch die handfesten Leseprotokolle werden es handfeste Fakten.

Einige Verlage wie Sourcebook veröffentlichen Bücher zuerst als Digitalversion, um mithilfe der Analysefunktion das Leseverhalten zu ermitteln. Um dann anhand der gewonnenen Informationen die gedruckte Version zu optimieren.

Widerstand? Zwecklos

Was Sie dagegen tun können? Nichts. In den E-Book-Readern und Reader-Apps gibt es keine Möglichkeit, die Spionagefunktion abzuschalten. Selbst wenn Sie beim Lesen die Internetverbindung kappen, sammelt die E-Book-Anwendung die Nutzungsdaten weiterhin – und schickt sie eben erst dann ab, wenn wieder eine Internetverbindung besteht.

Wenn Sie also das nächste Mal den E-Book-Reader öffnen, sollten Sie sich bewusst sein, dass Amazon, Apple, Google & Co. praktisch auf Ihrer Schulter sitzen und Sie beobachten. Wer das nicht möchte, greift einfach zum guten alten Buch in Papierform. Beim Rascheln, Blättern, Verknicken und Verschmieren der Seiten kann eh kein E-Book mithalten – ganz zu schweigen vom Geruch neuer Bücher.

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Google – Wichtige und geheime Suchbefehle

Um mit der Internetsuchmaschine Google schnell und effektiv Treffer zu erzielen, sollte man die wichtigsten Suchbefehle kennen. Nur so lassen sich lange Irrwege und falsche Treffer vermeiden.

Wer bei der Google-Suche Seiten finden möchte, die bestimmte Begriffe enthalten, wendet die einfachste aller Google-Suchmethoden an. Hierbei wird einfach der gesuchte Begriff in die Suchzeile eingegeben.

Suchbegriffe verknüpfen

Wer zwei Begriffe sucht, die beide in den Trefferseiten enthalten sein sollen, verwendet den Suchbefehl „Begriff1 + Begriff2“. Möchte man Seiten finden, die entweder den einen oder den anderen Begriff enthalten sollen, kommt der Suchbefehl „Bergriff1 OR Begriff2“ zur Anwendung.

Suchbegriffe ausschließen

Wer einen bestimmten Begriff aus der Suche ausschließen möchte, der schließt an das Suchwort den Befehl „- Begriff2“ an.
Mit exakten Formulierungen wie „Wer ist Begriff1?“ können Fragen an die Suchmaschine gestellt werden.

Bitte ohne Sex, Pornografie und jugendgefährdende Inhalte

Für Eltern besonders wichtig ist der Suchbefehl „savesearch: Begriff1“. Damit werden aus der Suche alle pornographischen Seiten ausgeschlossen.

Preis zwischen x und y

Um bei der Suche nach Produkten einen Preisbereich zu definieren, hängt man an den Suchbegriff den definierten Preisbereich in Form des Suchbefehls „Begriff1 10…100“ an.

Ähnliche Begriffe finden

Wer nicht nur nach einem exakten Begriff sucht, sondern auch nach ähnlichen Begriffen, verwendet den Suchbefehl „~ Begriff1“.
Wer Informationen über eine bestimmte Homepage sucht gelangt mit dem Befehl „info: www.url.de“ an die gewünschten Links.
Möchte man sich anzeigen lassen, welche Seiten eine bestimmte Homepage verlinken, sucht mit dem Suchbefehl „inurl: www.url.de“ danach.

Nur in bestimmten Webseiten suchen

Auch einzelne Begriffe auf bestimmten Websiten lassen sich mit Hilfe von Google suchen. Der Befehl „Begriff1 site:www.url.de“ sucht danach.

PDF-Dateien finden

Nach pdf Dateien mit bestimmten Suchwörtern googelt man mit Hilfe des Befehls „Begriff1 ext:pdf“.

Viel Erfolg beim Suchen!

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Internet & Medien

Die gefährlichsten Suchbegriffe bei Google, Yahoo, Bing, AOL und Ask

Suchen kann ganz schön gefährlich sein. Wer nicht aufpasst und bei der Suche nach kostenlosen Programmen oder Musikdownloads blindlings auf die ersten Treffer klickt, kann eine böse Überraschung erleben. Statt Gratisprogrammen gibt’s Viren, Schnüffler, Trojaner und andere Schadprogramme. Hier die Liste der gefährlichsten Suchbegriffe.

Was sind weltweit die beliebtesten Suchbegriffe in Suchmaschinen?

Der Virenexperter McAfee hat die 2.600 beliebtesten Suchbegriffe bei Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo sowie die Treffer (auf über 400.000 Seiten) untersucht. Das Ergebnis: Je nach Suchbegriff lockt die Hälfte der Ergebnisseiten auf Seiten mit Schadprogrammen. Besonders riskant sind die Rubriken Bildschirmschoner und Gratis-Spiele – hier tummeln sich die meisten Betrüger.

google-gefaehrliche-suchbegriffeUnser Rat: Bei der Suche nach Software nicht blindlings auf jeden erstbesten Link klicken; nicht jede Software ohne zu zögern installieren. Vertrauen Sie besser renommierten Downloadportalen wie Chip, Softonic oder Winload. Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf den Download.

Hier die Liste der gefährlichsten Suchbegriffe und Suchmaschinen:

Die gefährlichsten Suchbegriffe auf Deutsch (z.B. bei Google.de):

Schüler VZ

DSDS

Kunstdruck

Juegos

Peking 2008

Berlin

Olympia

Yasni

Jessica Alba

Euro 2008

Die gefährlichsten Suchbegriffe auf Englisch (z.B. bei Google.com):

word unscrambler

lyrics

myspace

free music

free e-cards

free movies

game cheats

printable fill-in-puzzles

free ringtones

free itunes codes

free people search

free ringback tones

solitair

free

Auffallend dabei: Die gefährlichsten Treffer gibt es in den Rubriken Musik, Promis, Videos, Olympia, Heimarbeit, Gratis-Spiele und Bildschirmschoner.

Hier gibt es die komplette McAfee-Liste der „Most Dangerous Searches“ (die gefährlichsten Suchen):

http://newsroom.mcafee.com/article_display.cfm?article_id=3526