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7TV-App: Alle Sender kostenlos streamen

Mit der 7TV-App der ProSiebenSat.1-Mediengruppe lassen sich alle Fernsehsender streamen und vergangene Sendungen in der Mediathek anschauen. Bis Oktober 2017 erhob der Anbieter allerdings eine monatliche Abonnement-Gebühr. Mittlerweile ist das gesamte Programm gebührenfrei erhältlich und drei neue Sender sind auch hinzugekommen.

Das Live-Streaming-Angebot umfasst nun folgende TV-Sender:

  • Pro7
  • Pro7 MAXX
  • Sat1
  • Sat1 Gold
  • Kabel1
  • Kabel1 Doku
  • Sixx
  • DMAX
  • TLC
  • Eurosport

Weitere Funktionen der 7TV-App sind ein 3-Wochen-TV-Guide (EPG), das Anlegen von Favoriten und das Feature Später ansehen. Für diese beiden Funktionen ist aber ein Account erforderlich.

In der Mediathek kannst du eine Woche lang (7 Day Catch up) viele Sendungen kostenlos ansehen. Hit-Serien wie The Big Bang Theory kann man leider nur direkt im Live-Stream anschauen, da diese Serien vorerst noch nicht in die Mediathek eingespeist werden.

Das Fernsehangebot ist der 7TV-App funktioniert nur innerhalb von Deutschland. Das Programm kann ganz normal über den Desktop-PC oder das Notebook im Browser angeschaut werden.

Darüber hinaus ist die 7TV-App auch für Android, iOS und den Amazon Fire-TV-Stick erhältlich.

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Internet & Medien

Streaming-Netzwerk mit über 40 Webseiten ist eine Abofalle

Die Angst vor kostenpflichtigen Abmahnungen der Anwälte von Filmrechteinhabern treibt viele Nutzer in die Arme von Streaming-Portale wie Netflix, Maxdome und anderen, mehr oder weniger bekannten Anbietern. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, da Kinofilme und Serien viel Geld kosten und natürlich auch Gewinn abwerfen müssen. Dubiose Streaming-Portale nutzen diese Angst vor Abmahn-Anwälten aus und locken die Zuschauer gerne in Abo-Fallen. Genau wie in diesem Fall, der durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz entdeckt wurde.

Viele Verbraucher beschwerten sich bei der Verbraucherzentrale über Streaming-Anbieter, die ein kostenloses, fünftägiges Testabonnement in Anspruch nahmen und anschließend trotzdem zur Zahlung eines Jahresbeitrages von 144, 238 oder 359 Euro aufgefordert wurden.

Viele Funktionen der Webseiten sind inaktiv

Meist funktionierte die zunächst kostenlose Registrierung nicht oder das Streaming von Filmen und Serien war nicht möglich. Die persönlichen Daten der Registrierung landeten aber trotzdem bei den Betreibern, die anschließend ihre aggressiven Zahlungsaufforderungen versendeten.

Fehlende Verbraucherinformationen

Ebenfalls fehlten auf den beteiligten Webseiten Verbraucherinformationen zu den Kosten, der automatischen Verlängerung oder dem Kostenpflichtig registrieren-Button. Auch die Nutzungsbedingungen sind in englisch verfasst, die hier in Deutschland nicht gültig sein dürften, da unsere Amtssprache Deutsch vorsieht.

Gezielte Falschinformationen

Besonders dreist an dieser Masche ist, dass die Betreiber auf YouTube Videos mit einer angeblich anwaltlichen Auskunft hochluden, dass die Forderungen rechtens seien, da der Verbraucher die Nutzungsbedingungen akzeptiert hätte.

Streaming-Netzwerk mit 40-60 Webseiten

In diesem Fall handelt es sich um einen Betreiber eines Streaming-Netzwerkes mit derzeit weit über 40 Streaming-Webseiten, die in ihrem Webauftritt, sowie der Registrierungs-Seite weitestgehend identisch sind. Eine Liste mit den Streaming-Webseiten findest du über das Marktwächter-Team der Verbraucherberatung Rheinland-Pfalz. Hier nur ein kleiner Auszug aus dieser Liste:

Die Liste der URL´s ist nicht ganz auf dem neuesten Stand. Nach letzten Recherchen der Marktwächter sollen es derzeit um die 60 Webseiten geben, die aber teilweise nicht immer aktiv sind. Andere URL´s dieser Liste sind auch schon seit längerer Zeit nicht mehr erreichbar.

Impressum ist offenbar auch ein Fake

Neben nicht funktionierenden Streams zeigt auch das Impressum der Seiten ziemlich verdächtige Angaben. Gleicher Firmenname mit unterschiedlichen Adressen, aber identischer Telefon- und Faxnummer. Auf den über 40 Webseiten treten die Betreiber mit derzeit fünf Firmennamen auf: Turquoiz Limited, Lovelust Limited, Bizcon Limited, CIDD Limited und Anmama Limited.

Was tun im Schadensfall?

Wenn du zu den bereits geschädigten Nutzern gehörst, solltest du die Zahlungsaufforderung nicht ignorieren und dir am besten sofort rechtlichen Beistand durch einen Anwalt und die Verbraucherzentrale einholen. Die für dich zuständige Filiale der Verbraucherzentrale findest du hier.