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Word und gesperrte Dateitypen: Uralte Word-Dateien von Word 1.0 und 2.0 öffnen

Auf Ihrer Festplatte schlummern noch hunderte alte Word-Dateien aus den 1990er Jahren? Da die Dateien aus der Word-Steinzeit das Dateikürzel .DOC tragen, sollten sie sich eigentlich problemlos auch mit neuen Word-Versionen öffnen lassen. Doch weit gefehlt. Beim Öffnen uralter Word-1.0/2.0-Dateien erscheint eine Fehlermeldung – vom Inhalt des Dokuments keine Spur. Die Weigerung hat einen guten Grund: Bei den alten 1.0/2.0-Formaten gibt es eklatante Sicherheitslücken, über die Hacker mit modifizierten Word-Dateien Schadprogramme einschleusen konnten. Doch was tun, wenn man unbedingt auf die alten Texte zurückgreifen möchte?

Die Lösung: Um alte Dokumente trotzdem in neueren Word-Versionen wie Word 2003 (ab Service Pack 3), Word 2007, Word 2010 oder Word 2013 zu öffnen, können Sie die Blockade aufheben. Sofern Sie danach nur eigene alte Word-Dateien (die garantiert keinen Schadcode enthalten) öffnen, ist das risikolos möglich.

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So geht’s bei Word 2003

Ab der Version 2003 hat Microsoft einige Dateitypen gesperrt, darunter alle uralten Word-Dateien. Weitere Informationen zur Sperre gibt’s auf der Seite support.microsoft.com/kb/938810/de. Die Sperre lässt sich aber aufheben. Für Word 2003 sind hierzu folgende Schritte notwendig:

1. Schließen Sie alle laufenden Programme.

2. Rufen Sie folgende Internetseite auf:

http://download.microsoft.com/download/2/8/B/28B644CE-9A30-4D99-AFEF-830A4FB5B839/UnblockWord.reg

3. Klicken Sie im Downloadfenster auf „Ausführen“.

4. Bestätigen Sie den Sicherheitshinweis mit einem Klick auf „Ja“, und klicken Sie im nächsten Fenster auf OK.

Das war’s. Jetzt können Sie mit Word 2003 auch alte Word-Dokumente in den Formaten Word für Windows 1.x und 2.x sowie Word für Mac 4.x und 5.x öffnen. Wenn Sie die Sperre wieder aktivieren möchten, wiederholen Sie die obigen Schritte, verwenden in Schritt zwei jedoch die folgende Downloaddatei:

http://download.microsoft.com/download/2/8/B/28B644CE-9A30-4D99-AFEF-830A4FB5B839/RestoreBlockingWord.reg

So geht’s mit Word 2007, 2010 und 2013

Bei Word ab Version 2007 genügt es, die „alte“ Word-Datei in einen sogenannten vertrauenswürdigen Ordner zu verschieben. Das geht folgendermaßen:

1. Klicken Sie auf die runde Office-Schaltfläche oben links und dann auf „Word-Optionen“, oder rufen Sie den Befehl „Datei | Optionen“ auf.

2. Klicken Sie auf „Vertrauensstellungscenter“ bzw. „Trust Center“ sowie auf „Einstellungen für das Vertrauensstellungscenter“ (bzw. „Einstellungen für das Trust Center“ und „Vertrauenswürdige Speicherorte“.

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3. Anschließend klicken Sie auf „Neuen Speicherort hinzufügen“ und wählen per Klick auf „Durchsuchen“ einen Ordner aus, der in Zukunft als vertrauenswürdig gelten soll. Das bedeutet: Bei allen dort abgelegten Dateien verzichtet Word auf die Sicherheitsprüfung. Sie sollten daher nicht den gesamten Ordner „Dokumente“ oder „Eigene Dateien“ sondern einen separaten Ordner wählen, etwa „Uralt-Dokumente“.

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4. Schließend Sie alle Dialogfenster mit OK.

Jetzt müssen Sie das „alte“ Word-Dokument nur noch in den im Schritt 3 ausgewählten Ordner kopieren und können ihn dann auch mit Word 2007, 2010 oder 2013 öffnen – und zwar ohne Fehlermeldung.

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Microsoft Office: Die Meldung „Geschützte Ansicht“ deaktivieren und Dokumente sofort bearbeiten

Mit der sogenannten „geschützten Ansicht“ meint Microsoft es eigentlich gut; die Warnmeldung nervt aber nur. Sobald Sie ein Dokument öffnen, das aus dem Internet oder von einem Netzlaufwerk stammt, wird es in der geschützten Ansicht geöffnet. Sie können es zwar sehen und lesen, aber nicht bearbeiten. Erst ein Klick auf „Bearbeitung aktivieren“ schaltet den Bearbeitungsmodus ein. Das ist zwar nur ein Klick – der auf Dauer aber einfach nur nervt. Wem das genauso geht, kann die geschützte Ansicht komplett deaktivieren.

Schreibschutzmodus von Office 2010 und 2013 ausschalten

Die geschützte Ansicht gibt es seit Office 2010 und betrifft alle Excel-, Word- und PowerPoint-Dateien, die in Office 2010 oder Office 2013 von einem „Internetspeicher“ geöffnet wurde. Zu Internetspeichern zählt Microsoft leider auch NAS- und Netzlaufwerke, selbst wenn diese nur im lokalen Netzwerk eingebunden sind. Wer seine Dateien zentral auf einem Netzlaufwerk speichert, erhält bei jedem Öffnen die nerven Warnmeldung “

Geschützte Ansicht. Vorsicht – Dateien aus dem Internet können Viren enthalten. Wenn Sie die Datei nicht bearbeiten müssen, ist es sicherer, die geschützte Ansicht beizubehalten.

Um die Datei zu bearbeiten, müssen Sie zuerst auf „Bearbeitung aktivieren“ klicken. Wenn Sie sowieso einen guten Virenscanner verwenden und bei Öffnen von fremden Dateien den gesunden Menschenverstand einsetzen, ist die Warnung überflüssig.

Um den Zusatzklick zu vermeiden und die geschützte Ansicht zu deaktivieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Rufen Sie in Word, Excel oder PowerPoint den Befehl „Datei | Optionen“ auf.

2. Wechseln Sie bei Office 2010 in den Bereich „Sicherheitscenter“ bzw. zum „Trust Center“ bei Office 2013.

3. Dann klicken Sie auf „Einstellungen für das Sicherheitscenter“ (Office 2010) bzw. „Einstellungen des Trust Centers“ (Office 2013).

4. In der linken Spalte klicken Sie auf „Geschützte Ansicht“.

5. Im folgenden Fenster entfernen Sie den Haken bei „Geschützte Ansicht für Dateien aus dem Internet aktivieren“ und bestätigen mit OK.

Das war’s. Sobald Sie jetzt eine Datei von einem Netzwerk- oder NAS-Laufwerk öffnen, lässt sie sich direkt und ohne Zusatzklick bearbeiten. Die neue Einstellung gilt allerdings nicht Office-übergreifend, sondern nur für die jeweilige Anwendung. Damit es in allen Office-Anwendungen funktioniert, müssen Sie die obigen Schritte für Word, Excel und PowerPoint wiederholen.