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Steganografie: Dateien sicher verschlüsseln und verstecken mit SteganoG

Je wertvoller Daten sind, umso wichtiger ist der Datenschutz. Bei Werbemails, Schnappschüssen mit der Digitalkamera oder Einkaufslisten für die nächste Renovierung ist es nicht so schlimm, wenn die Daten in fremde Hände fallen. Anders sieht es bei sensiblen und intimen Daten wie privaten Fotos, Tagebücher oder Finanzplänen aus. Um zu verhindern, dass sensible Daten in fremde Hände fallen, gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können die Daten per Passwort verschlüsseln oder unsichtbar machen.

Am sichersten ist es, beide Tricks zu kombinieren und Dateien sowohl zu verschlüsseln als auch zu verstecken. Dann haben Langfinger und Datenspione keine Chance, auf die verborgenen Inhalte zuzugreifen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Sollten Rechner oder Laptop gestohlen werden, beißen sich die Langfinger am Versteck die Zähne aus.

Dateien verstecken per Steganografie

Eine einfache Möglichkeit, Dateien geheim zu halten, bietet die sogenannte Steganografie. So nennt sich die Technik, bestimmte Daten in anderen Daten zu verstecken. Damit können Sie hochsensible Daten zum Beispiel in einer unverfänglichen Grafik verstecken. Die Daten werden dabei einfach unter die Grafikdaten gemischt. Das ist technisch ganz einfach möglich. Im Bild werden einzelne Bildpunkte (Pixel) durch Teile der Geheimbotschaft ersetzt. Für das menschliche Auge ist nicht erkennbar, dass sich einige Pixel verändert haben.

Die Steganografie eignet sich, wenn Sie nur gelegentlich Daten verstecken oder per E-Mail verschicken möchten. Der Vorteil der Methode: Datendiebe sehen nur ein Digitalfoto und können auf Anhieb nicht erkennen, dass sich im Foto Geheimdaten befinden. Allerdings gibt es Programme, die versteckte Daten erkennen können. Tools wie Stegdetect durchsuchen Fotos gezielt nach verborgenen Informationen. Der Datendieb muss allerdings wissen, dass sich im Bild andere Daten befinden.

Versteck-Freeware SteganoG

Mit dem kostenlosen Programm SteganoG können Sie ganz einfach sensible Daten mittels Steganografie in einem unauffälligen Bild verbergen:

1. Laden Sie von der Webseite www.gaijin.at das kostenlose Programme SteganoG herunter. Achtung: Mitunter erscheint ganz oben auf der Seite ein großer „Download“-Button, hinter dem sich allerdings ein Werbung für ein anderes Programm verbirgt. Den richtigen Downloadlink finden Sie weiter unten unter dem Infokasten.

Klicken Sie auf den Downloadlink und entpacken Sie die Dateien in einem beliebigen Verzeichnis der Festplatte, etwa unter „C:ProgrammeSteganoG“.

2. Starten Sie den Windows-Explorer ([Alt]+[E]), und wechseln Sie in das Programmverzeichnis von SteganoG. Starten Sie das Programm per Doppelklick auf die Datei „SteganoG“.

3. Wechseln Sie zunächst mit dem Befehl „Extras | Settings | Language | Deutsch“ zur deutschsprachigen Menüführung.

4. Im oberen Teil des Dialogfensters wählen Sie die Bilddatei aus, in der die Daten versteckt werden sollen. Klicken Sie auf die Suchen-Schaltfläche neben dem Eingabefeld, und wählen Sie eine Bilddatei im Format BMP, DIB oder RAW aus – andere Formate wie JPG werden leider nicht unterstützt. Falls Sie gerade keine BMP-Datei zur Hand haben, können Sie mit dem Window-Programm „Paint“ und dem „Speichern unter“ aus jeder JPG-Datei eine BMP-Datei machen.

5. Im unteren Teil wählen Sie auf die gleiche Weise die Datei aus, die im Bild versteckt werden soll, etwa ein Word-Dokument.

6. Klicken Sie auf „Verbergen“, und geben Sie ein Verschlüsselungskennwort ein. Für ein möglichst sicheres Kennwort beachten Sie unsere Hinweise für sichere Kennwörter.

Die Geheimdatei wird daraufhin in der Trägerdatei, dem Bild versteckt. Im Bildbetrachter oder dem Bildbearbeitungsprogramm sieht das Foto noch genau so aus wie zuvor. Lediglich einige Bildpunkte haben sich verändert; für das menschliche Auge sind die Veränderungen aber nicht zu erkennen.

Versteckte Dateien wieder sichtbar machen

Das bearbeitete Bild können Sie jetzt zum Beispiel per E-Mail verschicken; wer die E-Mail abfängt, sieht nur einen unverfänglichen Schnappschuss. Der Empfänger kann jedoch mit SteganoG die Geheiminformation wieder sichtbar mache. Er muss nur die Trägerdatei öffnen, auf Extrahieren klicken und das Verschlüsselungskennwort eingeben.

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Excel Hardware & Software

Excel: Fehler verstecken und unsichtbar machen

Bei der Arbeit mit Tabellen und Formeln lassen sich Fehlermeldungen nicht immer vermeiden. In Umsatzstatistiken kommt es zum Beispiel häufig zum Fehler  „#DIV0!“ (Division durch Null), sobald in einer Zeile der Gesamtumsatz durch Null Verkäufe geteilt wird. Der Fehler selbst ist nicht weiter tragisch, stört aber die Optik der Tabelle. Es geht auch schöner. Soll die Tabelle trotz Fehlermeldungen einen aufgeräumten Eindruck hinterlassen, verstecken Sie die Meldungen einfach.

Fehlermeldungen verstecken

Mit folgenden Schritten machen Sie Fehlermeldungen unsichtbar:

1. Markieren Sie die Zelle, in der Fehlermeldungen unsichtbar werden sollen.

2. Bei Excel bis zur Version 2003 rufen Sie den Befehl „Format | Bedingte Formatierung“ auf und wählen im Listenfeld den Eintrag „Formel ist“.

Bei Excel 2007/2010/2013 klicken Sie auf die Schaltfläche „Bedingte Formatierung“ und dann auf „Neue Regel“. Im folgenden Dialogfenster klicken Sie zusätzlich auf „Formel zur Ermittlung der zu formatierenden Zellen verwenden“.

3. Um sämtliche Fehler zu unterdrücken, geben Sie ins Formelfeld folgende Formel ein:

=ISTFEHLER(D2)

Die Zahl in Klammern gibt die Koordinate der markierten Zelle an, in diesem Beispiel D2. Ersetzen Sie den Beispielwert durch die Zellkoordinate Ihrer Tabelle.

Statt alle Fehler abzufangen, können Sie sich auch gezielt einzelne Fehler beschränken. Hierzu verwenden Sie eine Formel wie

=FEHLER.TYP(D2)=2

In Klammern wird wieder der Zellbezug angegeben. Die Zahl hinter dem Gleichheitszeichen bestimmt, welcher Fehler gemeint ist. Folgende Werte sind möglich:

FehlerwertWert hinter Gleichheitszeichen
#NULL!1
#DIV/0!2
#WERT!3
#BEZUG!4
#NAME?5
#NV7
Sonstiges#NV

4. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Formatieren“, und wählen Sie die Schriftfarbe „Weiß“ aus.

5. Schließen Sie die Fenster mit OK. Der Fehler ist zwar intern noch vorhanden; da die Zelle jedoch mit weißer Schrift auf weißem Grund formatiert wird, ist sie unsichtbar.

6. Im letzten Schritt können Sie die bedingte Formatierung auf die übrigen Zellen übertragen, indem Sie zunächst die zuletzt bearbeitete Zelle (mit der bedingten Formatierung) markieren und mit [STRG][C] in die Zwischenablage kopieren.

7. Dann markieren Sie alle Zellen, bei denen Sie die Fehlermeldungen ausblenden möchten und rufen den Befehl „Bearbeiten | Inhalte einfügen“ auf. Bei Excel 2007/2010/2013  klicken Sie auf den kleinen Pfeil unterhalb der „Einfügen“-Schaltfläche und dann auf „Inhalte einfügen“.

8. Im nächsten Fenster wählen Sie die Option „Formate“ und klicken auf OK. Damit wird nur die bedingte Formatierung auf die markierten Zellen übertragen.

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iPhone: Fotos tarnen mit Bordmitteln

Die Kamera des iPhones ersetzt immer mehr den herkömmlichen Fotoapparat. Mit acht Megapixeln und integrierter HDR-Funktion ist sie zu einer der beliebtesten Kameras der Welt geworden. Sie ist kinderleicht zu bedienen und verführt direkt dazu, Fotos zu machen. Doch nicht jede Aufnahme sollte für Fremde sichtbar sein. Gelegentlich wäre es angebracht, bestimmte private Bilder zu tarnen. In wenigen Schritten ist dies möglich – mit den Bordmitteln der Kamera.

Tarnen ohne Aufwand

Das ganze Geheimnis des Versteckens Ihrer sehr privaten Fotos auf dem iPhone: Nutzen Sie die Möglichkeit, das Foto so sehr zu beschneiden, dass es nicht mehr erkennbar ist. Keine Sorge: bei der Übertragung auf Ihren PC ist das Foto wieder im Originalzustand.

Rufen Sie das Bild in der App «Fotos» auf. Wählen Sie das Foto aus und klicken Sie anschließend auf „Bearbeiten.“ Als nächstes tippen Sie auf das Symbol für „Beschneiden“ und wählen einen Ausschnitt, der keine Informationen preisgibt – vielleicht nur den Hintergrund an einer kleinen Stelle.

Haben Sie den Ausschnitt gewählt, tippen Sie noch einmal auf „Beschneiden“ und danach auf „Sichern.“ Es erscheint der Hinweis „Foto wird beschnitten“ – was im Grunde genommen aber nicht den Tatsachen entspricht. Das iPhone speichert nur den von Ihnen gewählten Bildausschnitt und zeigt ihn unter „Fotos“ an. Das Foto selbst bleibt unverändert.

Das können Sie noch auf dem iPhone überprüfen: Wählen Sie das eben bearbeitete Bild und gehen Sie wieder auf „Bearbeiten“ und „Beschneiden.“ Dort sehen Sie jetzt den Auswahlrahmen und das restliche Bild. Wenn Sie den Auswahlrahmen wieder vergrößern, ist auch das ursprüngliche Bild wieder vorhanden.

Spätestens beim Übertragen Ihrer Aufnahmen auf Ihren PC ist die Aufnahme wieder im Originalzustand und kann von Ihnen gespeichert werden. Sollten Sie das beschnittene Foto allerdings von Ihrem iPhone aus mailen oder per Nachricht versenden, dann wird beim Empfänger nur die „zensierte“ Version ankommen.

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