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Betriebsysteme sicher und unkompliziert mit wenig Aufwand testen mit Hilfe eines virtuellen Rechners

Zwar hat Windows noch immer einen großen Marktanteil, was die Betriebssysteme auf PCs oder Laptops angeht, doch die Zahl und Qualität der Alternativen steigt beständig. So stellen heute die verschiedenen Linux Distributionen, das Google Betriebssystem, MacOS und einige mehr durchaus beachtenswerte Alternativen dar. Viele Nutzer scheuen jedoch das Testen oder gar den Umstieg auf eine neues Betriebssystem, da Sie fürchten den eigenen Rechner komplett neu aufsetzen und auf das bewährte Windows komplett verzichten zu müssen. Doch diese Befürchtungen gehen zu weit, denn Sie können mit Hilfe von virtuellen Rechnern ganz bequem beliebige Betriebssysteme auf Ihrem Windows PC parallel installieren und beliebig testen. Nutzen Sie die Möglichkeit doch einfach mal aus und probieren Sie ein anderes Betriebssystem, vielleicht ist auch für Sie das passende dabei.

Beliebige Rechner simulieren

Da die Simulation eines virtuellen Rechners auf dem PC einiges an Systemressourcen und Performance verschlingt, sollte, bevor Sie loslegen, sichergestellt sein, dass ausreichend Prozessorleistung und Arbeitsspeicher zur Verfügung steht. Ein Rechner mit einem modernen Dual-Core oder Quad-Core Prozessor und Arbeitsspeicher ab vier Gigabyte aufwärts sollten für einen flotten virtuellen Rechner ausreichend sein. Ebenfalls benötigen Sie noch ausreichend Festplattenspeicherplatz, da jedes Betriebssystem einiges an Festplattenplatz verschlingt.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, können Sie sich ein Programm zur Erstellung eines virtuellen Rechners aus dem Internet herunter laden. Dabei gibt es unterschiedliche Anbieter, doch fast alle haben eine kostenlose Version ihrer Software zur privaten Anwendung verfügbar. Die bekanntesten Programme hierfür sind VMware, Oracle VM VirtualBox und Microsoft Virtual PC. Haben Sie eines der drei Programme installiert, können Sie nun das gewünschte Betriebssystem installieren. Entweder haben Sie dieses auf einem Speichermedium samt Lizenz verfügbar oder Sie nutzen zum Beispiel eine der vielen kostenlos im Internet verfügbaren Linux Distributionen bzw. Previews anderer Betriebssysteme.

Sie richten also den virtuellen PC ein, starten ihn und installieren das Betriebssystem innerhalb dieses virtuellen Rechners. Beim Einrichten des virtuellen PCs müssen Sie die Größe des Arbeitsspeichers und die Prozessorleistung festlegen, die von ihm genutzt werden kann. Je mehr Sie für den virtuellen Rechner zur Verfügung stellen, desto schneller läuft er später und umso langsamer wird Ihr Hostbetriebssystem. Finden Sie also hierfür einen guten Kompromiss. Ist das Betriebssystem installiert, können Sie beliebig mit diesem experimentieren und spielen. Es läuft innerhalb eines Fensters Ihres gewohnten Betriebssystems und kann ihm nichts anhaben. Möchten Sie den virtuellen Rechner nicht mehr nutzen, löschen Sie ihn einfach.

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Google Android gefahrlos in virtueller Maschine testen

Googles Betriebssystem „Android“ für Handys ist in aller Munde. Android schickt sich an, eine echte Alternative zum Platzhirschen iPhone zu werden. Wer Android einmal anfassen und hautnah erleben möchte, muss sich nicht extra ein Android-fähiges Handy zulegen. Ein PC reicht. Wir zeigen, wie Sie auf Ihrem Rechner gefahrlos ein echtes Android-System testen können.

Alles, was Sie dazu brauchen ist die kostenlose Virtualisierungssoftware „VirtualBox“. Damit können Sie innerhalb Ihres Rechner anderes Rechner simulieren. Windows, Linux – oder eben Android. So geht’s Schritt für Schritt:

1. Laden und installieren Sie die kostenlose Virtualisierungssoftware VirtualBox. Die Downloadadresse: http://www.virtualbox.org.

2. Dann rufen Sie die Webseite http://www.android-x86.org/download auf und laden das aktuelle ISO-Image von Android herunter. Zum Download klicken Sie im Bereich „StableRelease“ auf den aktuellen Eintrag mit der Kennung .iso, etwa „android-x86-1.6-r2.iso“.

3. Starten Sie VirtualBox, und legen Sie eine neue virtuelle Maschine mit folgenden Einstellungen an:

Betriebssystem: Linux
Version: Linux 2.6
Arbeitsspeicher: 512 MB
Bootfestplatte: Festplatte erzeugen, Dynamisch wachsend, Größe 512 MB

4. Über die Schaltfläche „Ändern“ nehmen Sie folgende Änderungen an der virtuellen Maschine vor:

Anzeige: Grafikspeicher 8 MB
Audio: Audio-Controller SoundBlaster 16
Netzwerk im Bereich „Erweitert„: Adaptertyp PCnet-Fast III

5. Im nächsten Schritt muss die virtuelle Maschine so eingestellt werden, dass sie vom Android-ISO-Image startet. Wechseln Sie im Dialogfenster „Ändern“ in den Bereich „Plattenspeicher“. Klicken Sie unterhalb von „IDE-Controller“ auf „leer“ und dann rechts neben „CD/DVD-Laufwerk“ auf das gelbe Ordnersymbol.

Danach klicken Sie auf „Hinzufügen“ und wählen die im Schritt 2 heruntergeladene ISO-Datei aus. Schließen Sie die Fenster mit OK bzw. „Auswählen“.

Das war’s. Wenn Sie jetzt in VirtualBox doppelt auf die virtuelle Maschine klicken, startet Android und Sie können gefahrlos alle Funktionen ausprobieren. Für das Testsystem wählen Sie im Auswahlmenü den Eintrag „Live CD – Run Android-x86 without installation“.

Da sich alles geschützt in einer virtuellen Maschine abspielt, kann mit Ihrem Hauptrechner nichts passieren. Wichtig, falls die virtuelle Maschine den Mauszeiger „gefangen“ hat: Wenn Sie die rechte [Strg]-Taste drücken, gehört der Mauszeiger wieder dem Hauptrechner.