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Alle auf dem Computer installierten Treiber in einer Datei speichern

Ein Umzug des alten PC auf einen neuen ist mit recht viel Aufwand verbunden. Die Einstellungen müssen angepasst werden, die benötigten Programme werden neu installiert und deren Treiber müssen wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. Besonders die Treiberaktualisierung erfordert viel Zeit. Besonders ärgerlich ist es dann, wenn man den einen oder anderen Treiber vergessen hat. Das System-Tool Driverquery listet alle Treiber in einer Datei auf und erzeugt so eine Übersicht aller vorhandenen Treiber.

Diese Übersicht wird über die Kommandozeile schnell und einfach erstellt.

Zuerst den Ordner erstellen

Als erstes erstellen Sie ein Verzeichnis mit dem Namen Installierte Treiber.

treiber-sichern-backup-speichern-eine-datei-kommandozeile-driverquery

Dann Eingabeaufforderung öffnen

Starten Sie als nächstes die Kommandozeile. Öffnen Sie dazu mit der Tastenkombination [Windows][R] das Fenster Ausführen, geben Sie den Befehl cmd ein, und bestätigen Sie mit OK.

bordmittel-driverquery-treiber-speichern-cmd-csv-list-eingabeaufforderung

Liste im CSV-Format

In der Eingabeaufforderung tippen Sie nun folgende Befehlszeile ein und bestätigen die Eingabe mit [Enter]:

Driverquery /v /fo csv >“F:\Installierte Treiber\ Treiber.csv“

kommandozeile-ausfuehren-cmd-befehl-driverquery-bordmittel

Den Laufwerksbuchstaben F: aus diesem Beispiel können Sie natürlich an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Nachdem Sie mit [Enter] bestätigt haben, wurde die Datei in dem zuvor angelegten Ordner erstellt und kann mit einem Editor wie Excel oder Notepad geöffnet werden.

excel-notepad-treiber-uebersicht-csv-format-gespeichert-abgelegt-installiert

Liste im Blockformat

Wem die csv-Ansicht zu unübersichtlich ist, der kann die Übersicht auch im Blockformat speichern. Hierfür ersetzen Sie im Kommandozeilenbefehl den Parameter csv durch list.

ausgabe-blockformat-excel-notepad-treiber-speichern-uebersicht-liste-csv-parameter-list

Die Ergebnisliste…

blockansicht-liste-treiber-alle-windows-driverquery-uebersicht-windows

…ist dann schon viel übersichtlicher.

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Cameyo: Installierte Anwendungen virtualisieren, portable Versionen selber machen und überall mit hinnehmen

Zu zahlreichen Programmen wie Firefox oder OpenOffice gibt es eine portable Version. Im Gegensatz zur normalen Version läuft die portable Version zum Beispiel auch auf einem USB-Stick und lässt sich so auf jedem Rechner nutzen. Doch was tun, wenn man sein Lieblingsprogramm mitnehmen möchte, es dazu aber keine portable Version gibt? Dann hilft die Freeware „Camyeo“, mit der Sie fast jedes Programm portabel machen – egal, ob es dazu eine portable Version gibt oder nicht.

Cameyo macht alles portabel

Um ein normales Programm (das sich üblicherweise nur auf die Festplatte installieren lässt) portabel zu machen, wird es kurzerhand virtualisiert. Cameyo erstellt eine virtuelle Anwendung in Form einer EXE-Datei, die alles enthält, was das Programm braucht: Dateien, DLLs und Registrierungsdatenbank. Die so virtualisierte Anwendung lässt sich von überall aus ohne Installation starten, etwa vom USB-Stick, übers Netzwerk oder aus der Dropbox heraus.

Virtualisieren lässt sich praktisch jede beliebige Anwendung, die keine zusätzlichen Treiber oder Zusatzsoftware braucht. Das Grundprinzip: Cameyo legt einen System-Snapshot an, überwacht die Installation der gewünschten Anwendung und übernimmt alle Systemänderungen; das Ganze wird dann in eine handliche EXE-Datei verpackt. Im Detail verläuft die Virtualisierung folgendermaßen:

1. Installieren Sie die Freeware Cameyo.

2. Beenden Sie alle Programme außer Cameyo. Auch im Hintergrund laufende Programme wie Copernic, Wuala oder Dropbox-Tools sollten beendet werden.

3. In Camyeo klicken Sie auf „Studio“ sowie „Lokal eine Anwendung erfassen“.

4. Cameyo erstellt daraufhin einen Systemsnapshot und speichert den aktuellen Systemzustand. Danach erscheint die Meldung „Install the software you wish to package“.

5. Jetzt starten Sie das Installationsprogramm der gewünschten Anwendung und installieren das Programm wie gewohnt in das vom Installationsprogramm vorgeschlagene Standardverzeichnis.

6. Sobald die Installation abgeschlossen ist, klicken Sie auf „Install done“. Wichtig: Sollte das Installationsprogramm einen Neustart des Rechners verlangen, müssen die Schaltfläche „Install done“ unbedingt vor dem Windows-Neustart betätigen.

7. Nach dem Klick auf „Install done“ legt Cameyo einen zweiten System-Snapshot an und vergleicht den Zustand vor und nach der Installation. Die Änderungen an Dateien und Registrierdatenbank werden dann in die portable EXE-Datei gepackt. Zum Abschluss erhalten Sie die Meldung „Package was successfully created in DocumentsCameyo apps“.

8. Einige Apps benötigen Vollzugriff auf den Rechner – etwa Tuningtools wie TuneUp Uitlities. Um der portablen Variante Vollzugriff zu gewähren, klicken Sie in Cameyo auf „Studio“ und rufen den Befehl „Paket-Editor | Öffne bestehende virtuelle Anwendung“ auf. Hier wechseln Sie zum Ordner „Dolumente | Camyeo Apps“, wählen das gewünschten Programm aus und aktivieren im Register „Allgemeines“ des „Vollzugriff“. Mit „Datei | Speichern“ bestätigen Sie die Änderungen.

Die portable Version des Programms können Sie jetzt auf jedem Rechner ausführen. Sie müssen nur die entsprechende EXE-Datei auf einen USB-Stick oder in den Dropbox-Ordner kopieren.

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Betriebsysteme sicher und unkompliziert mit wenig Aufwand testen mit Hilfe eines virtuellen Rechners

Zwar hat Windows noch immer einen großen Marktanteil, was die Betriebssysteme auf PCs oder Laptops angeht, doch die Zahl und Qualität der Alternativen steigt beständig. So stellen heute die verschiedenen Linux Distributionen, das Google Betriebssystem, MacOS und einige mehr durchaus beachtenswerte Alternativen dar. Viele Nutzer scheuen jedoch das Testen oder gar den Umstieg auf eine neues Betriebssystem, da Sie fürchten den eigenen Rechner komplett neu aufsetzen und auf das bewährte Windows komplett verzichten zu müssen. Doch diese Befürchtungen gehen zu weit, denn Sie können mit Hilfe von virtuellen Rechnern ganz bequem beliebige Betriebssysteme auf Ihrem Windows PC parallel installieren und beliebig testen. Nutzen Sie die Möglichkeit doch einfach mal aus und probieren Sie ein anderes Betriebssystem, vielleicht ist auch für Sie das passende dabei.

Beliebige Rechner simulieren

Da die Simulation eines virtuellen Rechners auf dem PC einiges an Systemressourcen und Performance verschlingt, sollte, bevor Sie loslegen, sichergestellt sein, dass ausreichend Prozessorleistung und Arbeitsspeicher zur Verfügung steht. Ein Rechner mit einem modernen Dual-Core oder Quad-Core Prozessor und Arbeitsspeicher ab vier Gigabyte aufwärts sollten für einen flotten virtuellen Rechner ausreichend sein. Ebenfalls benötigen Sie noch ausreichend Festplattenspeicherplatz, da jedes Betriebssystem einiges an Festplattenplatz verschlingt.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, können Sie sich ein Programm zur Erstellung eines virtuellen Rechners aus dem Internet herunter laden. Dabei gibt es unterschiedliche Anbieter, doch fast alle haben eine kostenlose Version ihrer Software zur privaten Anwendung verfügbar. Die bekanntesten Programme hierfür sind VMware, Oracle VM VirtualBox und Microsoft Virtual PC. Haben Sie eines der drei Programme installiert, können Sie nun das gewünschte Betriebssystem installieren. Entweder haben Sie dieses auf einem Speichermedium samt Lizenz verfügbar oder Sie nutzen zum Beispiel eine der vielen kostenlos im Internet verfügbaren Linux Distributionen bzw. Previews anderer Betriebssysteme.

Sie richten also den virtuellen PC ein, starten ihn und installieren das Betriebssystem innerhalb dieses virtuellen Rechners. Beim Einrichten des virtuellen PCs müssen Sie die Größe des Arbeitsspeichers und die Prozessorleistung festlegen, die von ihm genutzt werden kann. Je mehr Sie für den virtuellen Rechner zur Verfügung stellen, desto schneller läuft er später und umso langsamer wird Ihr Hostbetriebssystem. Finden Sie also hierfür einen guten Kompromiss. Ist das Betriebssystem installiert, können Sie beliebig mit diesem experimentieren und spielen. Es läuft innerhalb eines Fensters Ihres gewohnten Betriebssystems und kann ihm nichts anhaben. Möchten Sie den virtuellen Rechner nicht mehr nutzen, löschen Sie ihn einfach.

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Google Android gefahrlos in virtueller Maschine testen

Googles Betriebssystem „Android“ für Handys ist in aller Munde. Android schickt sich an, eine echte Alternative zum Platzhirschen iPhone zu werden. Wer Android einmal anfassen und hautnah erleben möchte, muss sich nicht extra ein Android-fähiges Handy zulegen. Ein PC reicht. Wir zeigen, wie Sie auf Ihrem Rechner gefahrlos ein echtes Android-System testen können.

Alles, was Sie dazu brauchen ist die kostenlose Virtualisierungssoftware „VirtualBox“. Damit können Sie innerhalb Ihres Rechner anderes Rechner simulieren. Windows, Linux – oder eben Android. So geht’s Schritt für Schritt:

1. Laden und installieren Sie die kostenlose Virtualisierungssoftware VirtualBox. Die Downloadadresse: http://www.virtualbox.org.

2. Dann rufen Sie die Webseite http://www.android-x86.org/download auf und laden das aktuelle ISO-Image von Android herunter. Zum Download klicken Sie im Bereich „StableRelease“ auf den aktuellen Eintrag mit der Kennung .iso, etwa „android-x86-1.6-r2.iso“.

3. Starten Sie VirtualBox, und legen Sie eine neue virtuelle Maschine mit folgenden Einstellungen an:

Betriebssystem: Linux
Version: Linux 2.6
Arbeitsspeicher: 512 MB
Bootfestplatte: Festplatte erzeugen, Dynamisch wachsend, Größe 512 MB

4. Über die Schaltfläche „Ändern“ nehmen Sie folgende Änderungen an der virtuellen Maschine vor:

Anzeige: Grafikspeicher 8 MB
Audio: Audio-Controller SoundBlaster 16
Netzwerk im Bereich „Erweitert„: Adaptertyp PCnet-Fast III

5. Im nächsten Schritt muss die virtuelle Maschine so eingestellt werden, dass sie vom Android-ISO-Image startet. Wechseln Sie im Dialogfenster „Ändern“ in den Bereich „Plattenspeicher“. Klicken Sie unterhalb von „IDE-Controller“ auf „leer“ und dann rechts neben „CD/DVD-Laufwerk“ auf das gelbe Ordnersymbol.

Danach klicken Sie auf „Hinzufügen“ und wählen die im Schritt 2 heruntergeladene ISO-Datei aus. Schließen Sie die Fenster mit OK bzw. „Auswählen“.

Das war’s. Wenn Sie jetzt in VirtualBox doppelt auf die virtuelle Maschine klicken, startet Android und Sie können gefahrlos alle Funktionen ausprobieren. Für das Testsystem wählen Sie im Auswahlmenü den Eintrag „Live CD – Run Android-x86 without installation“.

Da sich alles geschützt in einer virtuellen Maschine abspielt, kann mit Ihrem Hauptrechner nichts passieren. Wichtig, falls die virtuelle Maschine den Mauszeiger „gefangen“ hat: Wenn Sie die rechte [Strg]-Taste drücken, gehört der Mauszeiger wieder dem Hauptrechner.

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Backup mal anders: Den eigenen PC als virtuelle Maschine kopieren und woanders starten

Profis verwenden gerne Image-Programme wie Acronis True Image oder Norton Ghost, um Kopien der Festplatten anzulegen. Gibt’s ein Problem mit der Festplatte, muss zum Beispiel nur eine neue Platte eingebaut werden und das Image (die Rechnerkopie) wieder zurückgespielt werden. Eine andere elegante Möglichkeit bietet Virtualisierungsprogramme. Damit kopieren Sie ebenfalls den gesamten Rechner – können ihn aber problemlos woanders starten. Etwa auf anderen Rechnern oder bei Freunden.

Das Ganze funktioniert, da es mittlerweile problemlos möglich ist, auch laufende Rechner in eine virtuelle Maschine umzuwandeln. Der virtuelle Rechner kann dann sofort mit Virtualisierungsprogrammen wie VirtualBox, Microsoft VirtualPC oder VMWare Player gestartet werden – mit allem, was zum Originalrechner gehört.

Zum Kopieren des eigenen Rechners (im laufenden Betrieb) haben sich folgende Programme bewährt:

VMWare Converter Standalone: Mit dem VMware Converter (http://www.vmware.com/products/converter/) lassen sich alle Windows-Rechner von Windows NT bis Windows 7 im laufenden Betrieb in einen virtuellen Rechner umwandeln. Als Ergebnis erhalten Sie eine vmdk-Datei, die sich in jedem VMWare-Player (kostenlos unter http://www.vmware.com/de/products/player/) oder in Suns VirtualBox (kostenlos unter http://www.virtualbox.org/) starten lässt.

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Microsoft Disk2vhd: Für Microsofts Virtualisierungssoftware Microsoft VirtualPC (http://www.microsoft.com/windows/virtual-pc/) gibt es den Live-Konverter Disk2vhd (Disk to Virtual Hard Disk, kostenlos unter http://technet.microsoft.com/en-us/sysinternals/ee656415.aspx). Auch hiermit können Sie ein laufendes Windows in eine virtuelle Festplatte umwandeln und auf allen Rechnern starten, auf denen Microsoft VirtualPC installiert ist. Umwandeln lassen sich alle Windows-Betriebssyteme ab Windows XP Service Pack 2.

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Das Schöne an virtualisierten Rechnerkopien: Sie können die komplette virtuelle Festplatte auf einen USB-Stick kopieren und auf jedem anderen Rechner starten – sofern dort VirtualBox, VirtualPC oder der VMWare Player installiert ist.

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