Kategorien
Hardware & Software Windows 10 Windows 7 Windows 8 Windows 8.1 Windows Vista Windows XP

Windows: Veraltetes Netzwerkprotokoll deaktivieren

Dass auf vielen Windows Computern immer noch veraltete Netzwerkprotokolle ihren Dienst versehen, bewies vor einem halben Jahr (im Mai 2017) die Erpresser-Software WannaCry sehr eindrucksvoll. Er infizierte Windows-Rechner, die einen bestimmten Sicherheitspatch noch nicht erhalten hatten. Als Hintertür nutzte WannaCry das veraltete Netzwerkprotokoll SMB 1.o, dass immer noch auf vielen Rechnern vorhanden ist.

Dieses Protokoll, dass für die Übertragung von Dateien verantwortlich ist, lässt sich mit ein paar Mausklicks schnell deaktivieren. Das ist – mal abgesehen von Windows XP – kein Problem, denn bereits seit Windows Vista nutzt das Betriebssystem eine neuere Version.

Zum Abschalten startest du die Systemsteuerung und navigierst zu Programme | Programme und Funktionen. Anschließend klickst du im linken Bereich auf die Option Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren, die sich dann in einem neuen Dialogfenster öffnet.

Hier werden alle auf dem Computer verfügbaren Features aufgelistet. Suche den Eintrag SMB 1.0/CIFS File Sharing Support, entferne das Häkchen aus der Checkbox und bestätige die Änderung mit dem Button OK.

Damit ist dieses Netzwerkprotokoll abgeschaltet und kann keinen Schaden mehr anrichten.

Hinweis

Wenn du bei den Windows-Funktionen den Eintrag SMB 1.0/CIFS File Sharing Support nicht findest, dann ist das Protokoll auf deinem PC nicht mehr aktiv.

Kategorien
Android Handy & Telefon

Neue Version des Banking-Trojaners „Marcher“ greift Android-Geräte an.

Wie bereits Anfang des Jahres 2017, warnt jetzt erneut das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einer neuen Version des Banking-Trojaners Marcher. Er liest vom infizierten Gerät die PIN-Nummern, sowie die SMS mit TAN-Nummern aus und leitet sie an die Cyber-Gangster weiter, die dann das Konto plündern können.

Zudem soll Marcher auch den Start von Banking-Apps erkennen und eine eigene Oberfläche starten können, die vom Original kaum zu unterscheiden ist. So kann er dann auch die Informationen weiterer Eingaben auslesen.

Die Tarnung

Marcher tarnt sich beispielsweise als Adobe-Flashplayer-Update. Wenn du eine solche Aufforderung bekommst, darfst du keinesfalls zustimmen.

Er kommt zwar nicht über den Google Play Store auf dein Gerät, wohl aber über Spiele und Apps mit „Erwachseneninhalten“. Dabei werden oft Fakes von Originalspielen verwendet. Wie Anfang des Jahres mit der Fälschung von Super Mario Run.

Abwehrmöglichkeiten

Im Falle einer Infektion, aber auch schon bei einem Verdacht, sollte man keine sensiblen Transaktionen mehr mit dem Handy oder Tablet durchführen.

Das BSI rät, einen Virenscanner für Android zu benutzen. Zusätzlich kann das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Bei weiterbestehenden Zweifeln ist eine Neuinstallation des Android-Betriebssystems empfehlenswert.

Vor dem Zurücksetzen oder der Neuinstallation solltest du natürlich deine persönlichen Daten einem Backup unterziehen und auf dem bereinigten Gerät anschließend alle Zugangsdaten und Passwörter ändern.

Das BSI rät auch, die Bank zu informieren, damit diese ebenfalls ihre Sicherheitsmaßnahmen treffen kann.

Antiviren-Software

Leider empfiehlt das Bundesamt keinen speziellen Virenscanner oder Hersteller von Antiviren-Software. Manche Portale, wie zum Beispiel Chip.de, empfehlen Kaspersky Security Cloud für PCs und Smartphones.

Diese Antiviren-Software bietet Schutz vor Viren, Trojanern, Malware und Phishing-Versuchen. Weiter Tools sind beispielsweise ein VPN-Client, ein Passwort-Manager und das Safe-Money-Modul, das den Online-Zahlungsverkehr absichert.

Die Kaspersky Security Cloud kostet pro Jahr knapp 70 Euro und schützt dafür mehrere Geräte. Das ist auf jeden Fall günstiger als ein leergeräumtes Bankkonto.