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Internet & Medien

Im Live-Stream von ARD und ZDF die laufende Sendung zurückspulen

Die laufende Fernsehsendung anhalten oder sogar zurückspulen. Dies ist bei Video- oder Festplattenrekordern mit einer Time-Shift-Funktion problemlos möglich. Was vor ein paar Jahren noch eine technische Revolution war, ist heute Alltag. Und dieser Alltag ist nun auch in die Live-Streams der Fernsehsender von ARD und ZDF eingezogen.

Ab sofort lassen sich die laufenden Sendungen mit dem Positions-Marker der Zeitleiste, unterhalb des Abspielfensters, zurückspulen. Ziehe einfach den Marker nach links, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Wiedergabe erneut starten soll. Maximal 30 Minuten lassen sich so zurückspulen.

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Möchtest du dann zur Live-Sendung wieder zurückkehren, klickst du beim ZDF auf den Button Zurück zu Live und bei ARD auf die Schaltfläche Live.

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Die Time-Shift-Funktion ist meist nur bei den Öffentlich-Rechtlichen Sendern und deren Spartenkanälen, wie zum Beispiel 3Sat, Phoenix und ZDF-Neo verfügbar. Viele private TV-Sender wie RTL oder Pro7 unterhalten ohnehin keinen (kostenlosen) Live-Stream.

Hier gehts zum Livestream der beiden öffentlich-rechtlichen TV-Sender:

  1. ARD: http://www.daserste.de/live/index.html
  2. ZDF: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/livevideo/1822600
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Internet & Medien

Archive.org: Webseiten manuell archivieren in der WaybackMachine-Zeitmaschine für Webseiten

Kennen Sie die Wayback Machine? Sollten Sie auf jeden Fall. Denn die Waback Machine – erreichbar unter der Adresse archive.org – ist praktisch das Archiv für Internetseiten. Bereits seit den 1990er  Jahren speichert die Wayback Machine Internetseite und hat so mit der Zeit ein beachtliches Online-Museum für Uralt-Websites und den Anfängen des Internet zusammengetragen. Über 400 Milliarden Webseiten sind im Archiv gespeichert. Und das Beste: Jeder kann weitere Webseiten manuell hinzufügen.

So funktioniert die Zeitmaschine für Webseiten

Eigentlich muss man der Wayback-Machine beim Archivieren nicht helfen. Die Zeitmaschine durchforstet selbständig das Internet und speichert den aktuellen Zustand der Webseiten im Archiv. Der Fundus ist riesig und extrem interessant. Hier kann man zum Beispiel die ersten holprigen Versuche von ebay aus dem Jahr 1999 oder die ersten Versionen der Microsoft-Webseite con 1996 sehen. Aus heutiger Sicht ein gruseliges und altbackenes Design. Damals revolutionär.

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Webseiten manuell in der Wayback Machine speichern

Über die Zeitleiste am oberen Rand kann man in der Zeitmaschine beliebig hin- und herspringen und sich die gespeicherten Versionen aus den vergangenen Jahren ansehen. Beim Archivieren der einzelnen Schnappschüsse geht die Wayback Machine allerdings meist zufällig vor. Man kann aber auch manuell eingreifen und bestimmte Webseiten von Hand ins Archiv stellen. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn man vor einem Redesign die alte Version des eigenen Blogs für die Nachwelt festhalten möchten.

Um Webseiten manuell zu archivieren, rufen Sie die Seite archive.org/web auf, geben unten rechts ins Feld Save Page Now die Adresse der Seite ein und klicken auf Save Page.

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Die Seite wird anschließend gecrawlt und der aktuelle Schnappschuss in die Datenbank der Wayback Machine aufgenommen. Fertig ist der archivierte Schnappschuss der gewünschten Seite. Die Seite ist jetzt ein für allemal im Internet-Archiv verewigt.

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Hardware & Software Windows 8

Time Machine für Windows 8/8.1: Dateiversionsverlauf mit digitaler Zeitmaschine für Dateien einrichten und Dateien wiederherstellen

Apple-User kennen sie schon seit Jahren; jetzt gibt es sie auf für Windows: die Time Machine, bei Windows 8 etwas umständlich „Dateiversionsverlauf“ genannt. Wie bei Mac OS funktioniert der Dateiversionsverlauf von Windows 8 wie eine digitale Zeitmaschine, mit der man in der Zeit zurückspringen und alte Dateiversionen wiederherstellen kann. Wir zeigen kurz, wie Sie den Dateiversionsverlauf einrichten, was Sie brauchen und wie man in der Zeit zurückspringt.

Windows-Time-Machine aktivieren

Damit die digitale Zeitmaschine funktioniert, brauchen Sie ein externes Laufwerk, auf dem Windows alle Änderungen aufzeichnet. Das kann eine USB-Festplatte oder eine Netzwerkadresse sein. Die Time Machine wird dann folgendermaßen eingerichtet:

1. Schließen Sie das externe Laufwerk an, etwa eine USB-Festplatte. Die Festplatte wird von Windows nicht exklusiv für den Dateiversionsverlauf genutzt. Sie können die Platte auch weiterhin als normale USB-Festplatte nutzen und dort andere Dateien ablegen. Mit dem Befehl „Netzwerkadresse auswählen“, können Sie auch einen Netzwerkordner oder eine Freigabe auf einer NAS-Netzwerkfestplatte als Backuplaufwerk verwenden.

2. Suchen Sie über die Windows-Suche ([Windows-Taste][Q]) nach „Dateiversion“, und klicken Sie auf „Dateiversionsverlauf“.

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3. Windows sucht anschließend nach angeschlossenen Laufwerken, die sich als Time-Machine-Laufwerk eignen. Per Klick auf „Einschalten“ wird die Zeitmaschine aktiviert. Besteht eine Heimnetzgruppe, können Sie das Laufwerk auch im Heimnetzwerk nutzen. Beantworten Sie dazu die Frage, ob das Laufwerk auch anderen Mitgliedern der Heimnetzgruppe empfohlen werden soll mit „Ja“.

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4. Das Backuplaufwerk ist damit fertig eingerichtet. Windows speichert anschließend die ersten Versionen aller Dateien. Dazu wird der Unterordner „FileHistory“ angelegt, in dem alle Backups und Änderungen gespeichert werden. Das erstmalige Speichern kann je nach Anzahl der Dateien auf dem Rechner wenige Minuten bis einige Stunden dauern. Sie können den Rechner aber wie normal weiternutzen und auch herunterfahren; Windows fährt beim nächsten Hochfahren automatisch im Hintergrund mit der Sicherung fort.

Per Klick auf „Erweiterte Einstellungen“ (in der linken Spalte) lässt sich festlegen, in welchen Zeitabständen die Dateikopien gespeichert werden, wie viele Versionen erhalten bleiben sollen und wie viel Speicherplatz auf dem Laufwerk maximal als Zwischenspeicher genutzt werden darf. Im Normalfall sind die Standardeinstellungen (jede Stunde, 5% des Speicherplatzes und „für immer“) optimal.

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Dateien aus dem Dateiversionsverlauf wiederherstellen

Ist der Dateiversionsverlauf einmal eingerichtet, muss man sich um nichts mehr kümmern. Windows sorgt automatisch dafür, dass neue Dateien und Änderungen an Dateien automatisch im Dateiversionsverlauf abgelegt werden. Im Falles eines Datenverlusts, oder wenn Sie zu einer älteren Version einer Datei zurückkehren möchten, können Sie folgendermaßen die Zeitmaschine anwerfen und verloren geglaubte Dateien oder Änderungen wieder zurückholen:

1. Öffnen Sie wieder das Fenster des Dateiversionsverlaufs, etwa über die Windows-Suche nach „Dateiversion“ oder in der Systemsteuerung über „System und Sicherheit | Dateiversionsverlauf“.

2. In der linken Spalte folgt ein Klick auf „Persönliche Dateien wiederherstellen“.

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3. Dan wechseln Sie zu dem Ordner, in dem sich die betreffende Datei befindet.

4. Über die Pfeiltasten am unteren Rand können Sie wie bei einer Zeitmaschine durch die verschiedenen Dateiversionen blättern. Per Rechtsklick und „Vorschau“ können Sie bei den meisten Dateitypen einen Blick in die jeweilige Version werfen; ist das nicht möglich, lässt sich die Dateiversion auch öffnen.

5. Haben Sie die gesuchte Dateiversion gefunden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner oder die Datei, und rufen Sie den Befehl „Wiederherstellen“ auf. Die derzeitige Version wird daraufhin durch die „alte“ Version aus der Zeitmaschine ersetzt. Mit dem Befehl „Wiederherstellen in“ können Sie auch beide Versionen behalten; die wiederhergestellte Version wird dann unter einem anderen Namen gespeichert.

Per Klick auf den gebogenen grünen Pfeil werden alle angezeigten Dateien und Unterordner wiederhergestellt. Vor der Wiederherstellung prüft Windows, ob und wie viele Dateien bereits mit gleichem Namen im Zielordner vorhanden sind und fragt, ob diese ersetzt oder übersprungen werden sollen. Mit der Option „Für jede Datei entscheiden“ können Sie auch fallweise festlegen, was mit den Dateien geschehen soll.

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Handy & Telefon iPad iPhone

iPhone: MP3-Titel als Hörbuch kennzeichnen und schnelles Springen in 15-Sekunden-Schritten aktivieren

Ob Musik oder Hörbuch – beides lässt sich auf dem iPhone oder iPad problemlos abspielen. Einen Unterschied gibt es aber doch. Und zwar bei der Bedienung. Während Sie Musik nur „normal“ vorspulen können, gibt es bei Hörbüchern mehr Komfort. Hier haben Sie die Möglichkeit, das Buch in 15-Sekunden-Schritten vor- und zurückzuspulen. Zudem merkt sich das iPhone die letzte Abspielposition. Die Zusatzfeatures gibt es aber nur Titeln, die als Hörbuch gekennzeichnet sind. Was kaum bekannt ist: Mit einem Trick können Sie aus jedem MP3-Stück ein Hörbuch machen und die Komfortfunktionen nutzen.

Jede MP3 als Hörbuch kennzeichnen

Auf vielen Rechnern sind Hörbücher als normale MP3-Datei gespeichert und als Musik gekennzeichnet. Das bedeutet: obwohl es sich eigentlich um ein Hörbuch handelt, müssen Sie bei der Wiedergabe auf die Hörbuchfunktion verzichten. Dabei sind die beiden Zusatzfunktionen für Hörbücher äußerst praktisch:

  • Abspielposition: Das iPhone merkt sich die letzte Abspielposition, so dass Sie zum Beispiel am nächsten Tag genau an der Stelle fortfahren, an der Sie zuletzt aufgehört haben.
  • 15-Sekunden-Schritte: Beim Vor- und Zurückspulen gibt es zwei neue Funktionen, mit der Sie je 15 Sekunden vor oder zurückspringen können. Ideal, um eine Stelle noch einmal zu hören.

Bei normalen MP3-Titeln gibt es diese Zusatzfunktionen nicht; sie lassen sich aber nachrüsten. Mit folgenden Schritten machen Sie aus jeder MP3-Datei ein Hörbuch inklusive der neuen Hörbuchfunktionen:

1. Starten Sie iTunes, und wählen Sie die gewünschte MP3-Datei aus, die ab sofort mit den Hörbuchfunktionen ausgestattet werden soll.

2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei, und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Befehl „Information“.

3. Wechseln Sie ins Register „Optionen“, und stellen Sie im Feld „Medienart“ die Option „Hörbuch“ ein. Bei Windows bestätigen Sie die Änderung mit OK; beim Mac schließen Sie das Fenster einfach. Der Titel wandert damit in die Kategorie „Hörbücher“ – zu finden in der Mediathek unter „Bücher | Hörbücher“.

4. Schließen Sie das iPhone an den Rechner an, klicken Sie in der linken Spalte aufs Geräte, und wechseln Sie ins Register „Bücher“. Stellen Sie sicher, dass hier das Kontrollkästchen „Hörbücher“ angekreuzt ist. Damit stellen Sie sicher, dass auch die neuen Hörbücher mit dem iPhone synchronisiert werden.

Das war’s auch schon. Sobald Sie das nächste Mal Ihre Musik und Hörbücher synchronisieren, können Sie die Hörbuchfunktion sofort nutzen. Und zwar an zwei Stellen:

  • In der Taskleiste: Sobald der Titel läuft, drücken Sie zweimal den Home-Button, um die Taskleiste einzublenden. Dann wischen Sie die Leiste einmal nach rechts, um die Steuer-Buttons für den laufenden Titel einzublenden. Statt der üblichen Vor- und Rückspultasten gibt es bei den Hörbuchtiteln jetzt die 15-Sekunden-Sprungtasten.
  • In der Musik-App: Innerhalb der Musik-App haben Sie die Wahl. Am unteren Rand erscheinen zunächst wie gewohnt die normalen Vor- und Rückspultasten. Wenn Sie einmal in die Bildmitte tippen, erscheinen oben zusätzlich die 15-Sekunden-Vor- und Rückspultasten. Zudem können Sie mithilfe des „1x“-Symbols oben rechts die Abspielgeschwindigkeit ändern und das Stück zum Beispiel doppelt oder nur halb so schnell abspielen.