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PC-Tuning und Optimierung: Das macht den PC schnell – Die wichtigsten Komponenten eines Rechners

Ganz klar: PCs müssen schnell sein. Je schneller, desto besser. Doch welche Komponenten sind für die hohen Geschwindigkeiten verantwortlich? Was kann einen PC bremsen? Die Antworten sind einfach: Beim Blick auf – oder besser: in einen PC wird deutlich, dass im Grunde nur wenige Bausteine über die tatsächliche Geschwindigkeit entscheiden.

Die vier wichtigsten Komponenten in Sachen Performance sind:

* Prozessor (CPU)

* Arbeitsspeicher (RAM)

* Festplatte

* Grafikkarte

Der Prozessor – Das Herz des Computers

Auf Platz Eins der wichtigsten PC-Komponenten steht unangefochten der Prozessor bzw. die CPU (Central Processing Unit). Der Prozessor ist das Herz des Computers; das wichtigste Organ im Zusammenspiel der Computerbausteine. Wie schnell ein Prozessor ist, verrät die Taktfrequenz. Analog zur PS-Zahl des Autos gibt die Taktfrequenz in Megahertz oder Gigahertz die Leistungsfähigkeit der CPU an. Dabei gilt: Je höher die Taktfrequenz, desto mehr „PS“ hat der PC.

Bei modernen Prozessoren wird die Taktfrequenz bewusst „versteckt“. Produktbezeichnungen wie „Intel Core 2 Extreme QX9300“ oder „AMD Phenom X4“ verraten zunächst nichts über den tatsächlichen Takt. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen möchten die beiden Haupt-Konkurrenten Intel und AMD im Prozessor-Markt den direkten Vergleich der Konkurrenzprodukte erschweren. Zum anderen spielen bei modernsten Prozessoren neben der Taktfrequenz mehr und mehr andere Aspekte der CPU eine große Rolle. Die Faustregel: Hohe Taktfrequenz gleich hohe Geschwindigkeit behält dennoch seine Gültigkeit – zumindest innerhalb der gleichen Prozessorklasse.

Der Arbeitsspeicher – Je mehr, desto besser

Viel hilft viel. Auf dieses simple Motto lässt sich die Bedeutung des Arbeitsspeichers reduzieren. Denn Arbeitsspeicher kann ein PC eigentlich nie genug haben. Je mehr sie ihm gönnen, umso schneller und flüssiger arbeiten Ihre Programme; umso rascher wechseln Sie zwischen mehreren Programmen hin und her.

Der Arbeitsspeicher ist praktisch die „Spielwiese“ ihres PCs, auf dem sich Programme und Daten nach Herzenslust „austoben“ können. Und richtig Spaß macht es erst auf einer richtig großen Wiese.

Hungrig nach Speicher sind alle Programme; die einen mehr, die anderen weniger. Je nachdem, ob Sie nur mit Büroanwendungen arbeiten oder die allerneuesten PC-Spiele installieren, sollten Sie Ihrem PC entsprechend genügend Speicher gönnen. Als Faustregel gelten folgende Speicherempfehlungen für ein schnelles Arbeiten:

* Büroanwendungen wie Word, PowerPoint, Outlook: 1 GB bis 2 GB

* Grafikanwendungen wie PhotoShop oder CorelDraw: 2 GB bis 4 GB

* Grafik-intensive Spiele und/oder Videobearbeitung: 4 GB bis 16 GB

Wichtig; Beim Kauf von Speichermodulen sollten Sie möglichst große Module kaufen. Für 4 GB Arbeitsspeicher sind zwei 2-GB-Bausteine empfehlenswerter als vier 1-GB-Bausteine. Das spart Steckplätze für spätere zusätzliche Erweiterungen.

Die Festplatte – Platz satt für Programme und Daten

Ihr Rechner braucht Platz. Viel Platz. Den bekommt er in Form der Festplatte. Auf ihr speichert Ihr Computer dauerhaft alle Dateien und Programme, die für die Arbeit mit dem PC notwendig sind. Das kann mit der Zeit eine ganze Menge werden. Mehrere tausend oder hunderttausend Dateien sind keine Seltenheit.

Auf der Festplatte geht’s ganz schön rund: Das Starten von Programm, das Speichern von Dateien oder das Spielen hält die Festplatte auf Trab. Stets müssen neue Dateien von ihr geladen auf ihr gespeichert werden. Die Geschwindigkeit der Festplatte ist daher in Sachen Performance ein gewichtiger Faktor: Je schneller der Computer die Dateien findet oder ablegt, umso zügiger geht’s zur Sache.

Drei Faktoren sind für die Geschwindigkeit der Festplatte ausschlaggebend:

* Die Datenübertragungsrate: Dieser Wert bestimmt, wie schnell große Datenpakete übertragen werden. Flotte Platten schaufeln die Daten mit einer Transferrate von 40 MByte pro Sekunde vom und zum Rechner.

* Die Zugriffszeit: Dieser Wert definiert die Zeit, die die Festplatte benötigt, um einen Datenblock zu finden. Schnelle Festplatten haben eine mittlere Zugriffszeit – auch Random Access Time genannt – von 9 bis 11 Millisekunden.

* Die Fragmentierung: Die Fragmentierung – oder „Zerstückelung“ bestimmt, in welchem Grad die Daten auf der Festplatte in einzelne Teilstücke zerteilt (fragmentiert) vorliegen. Je mehr Dateien nur als Fragmente und nicht in einem Stück vorliegen, umso mehr Zeit vergeht beim Lesen der Dateien.

Neben der Geschwindigkeit ist auch die Größe der Festplatte für ein flottes Arbeiten wichtig. Der Grund: Einen Teil der Festplatte nutzt Windows als „Not-Reserve“. Wenn es im Arbeitsspeicher eng wird, nimmt Windows einen Teil der Festplatte, um dort selten benötigte Bereiche des Arbeitsspeichers auf der Festplatte in einer so genannten Auslagerungsdatei auszulagern. Dieser Bereich ist in etwa so groß wie der derzeit installierte Arbeitsspeicher. Für 1 GByte Arbeitsspeicher schnappt sich Windows entsprechend 1 GByte zusätzlichen Festplattenspeicher.

Weitaus hungriger als Windows selbst sind Programme und Spiele. Nicht selten verlangen moderne Programme nach mehreren GByte Festplattenplatz. Wenn Sie Video- oder Musikdateien bearbeiten oder speichern sind in Windeseile mehrere Dutzend GByte verbraucht.

Für die Auslagerungsdatei, Programme und Dateien sollten Sie stets freien Speicherplatz in Reserve haben. Denn wenn die Platte voll ist, geht gar nichts mehr. Als Faustregel hat sich folgendes bewährt: Auf Ihrer Festplatte sollte stets die Hälfte der zur Verfügung stehenden Kapazität noch frei sein, um für zukünftige Programme und Dateien gerüstet zu sein. Wenn auf Ihrer 200-GB-Festplatte zurzeit nur noch 30 GB frei sind, ist ein Engpass in den nächsten Wochen oder Monaten bereits abzusehen.

Ganz schön bunt hier – Die Grafikkarte

Spielen Sie gerne? Dann, aber auch nur dann sollten Sie auf Ihre Grafikkarte ein besonderes Augemerk legen. Für normale Büro-Anwendungen ist die Qualität der Grafikkarte von geringer Bedeutung.

Anders bei Computerspielen: Nahezu alle grafikintensiven Spiele verlangen nach einer Grafikkarte mit speziell auf Spiele abgestimmten Grafik-Prozessoren. Die beiden Marktführer in Sachen Spiele-Grafikkarten – NVidia und ATI – haben hierfür spezielle Prozessoren entwickelt, die Spiele richtig schnell machen.

Schnelle Grafik kann sehr teuer werden: Die allerneuesten und -schnellsten Grafikkarten kosten selten unter 500 Euro. Unser Tipp: Wählen Sie nie das allerneueste Modell, da dies innerhalb weniger Monate technisch bereits wieder überholt sein wird. Greifen Sie stattdessen zum wesentlich günstigeren, aber nur minimal langsameren Vorgängermodell von ATI und Nvidia.

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Spybot – Search & Destroy: Spyware und Schnüffler entfernen

Um lästige Spyware und Adware loszuwerden, eignet sich hervorragend das kostenlose Tool Spybot – Search & Destroy. Der Name ist Programm: Das Tool macht sich auf die Suche nach Spyware und entfernt sie sofort aus dem Arbeitsspeicher und von der Festplatte. Auf Wunsch beseitigt Spybot zudem alle Spuren, die Sie beim Surfen im Internet hinterlassen. Dazu gehören Cookies, besuchte Webseiten oder heruntergeladene Dateien.

Die Bedienung des Programms erfreulich einfach: Mit einem Mausklick auf Überprüfen macht sich Spybot auf die Suche nach verdächtiger Software. Nach einigen Minuten erhalten Sie einen ausführlichen Prüfbericht und können entscheiden, welche der gefundenen Spione Sie entfernen möchten.

Sehr praktisch ist die Funktion Immunisieren. Damit schalten Sie einen Präventivschutz ein, der Spione erst gar nicht auf die Platte lässt. Mit einem Mausklick schützen Sie sich so vor über 12.000 bekannten Spyware-Komponenten. Internet-Seiten oder Produkte, die nur das Ziel haben, Spyware auf Ihrem Computer zu installieren, lässt das Programm damit erst gar nicht auf den Computer.

Sie Spybot haben Adware und Spyware keine Chance..

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Windows aufräumen und schneller machen: Schriftarten entrümpeln

Viele Programme wie CorelDraw bringen hunderte oder gar tausende neue Schriftarten auf dem PC. Es gibt sogar eigene Schriftarten-CDs und -DVDs randvoll mit neuen Schriften für Word und andere Textverarbeitungen. Die neuen Schriften sind zwar schön anzusehen, aber auch eine Performance-Bremse erster Güte. Beim Startvorgang lädt Windows gnadenlos alle(!) installierten Schriftarten in den Speicher – egal, ob diese benötigt werden oder nicht. Bei mehreren hundert Schriften kann das ganz schön dauern.

Überflüssige Schriften sollen Sie löschen. Oder noch besser sie in einem eigenen Unterordner zwischenlagern. Windows muss die Schriften dann nicht jedes Mal laden. Und falls Sie eine exotische Schrift doch noch benötigen, können Sie sie im Handumdrehen wieder aus dem Zwischenlager hervorholen.

Um nicht benötigte Schriften in ein Zwischenlager zu schieben, gehen Sie folgendermaßen vor:

1. Starten Sie den Windows-Explorer (Start | Alle Programme | Zubehör | Windows-Explorer), und wechseln Sie in den Ordner C:WindowsFonts.

2. Üblicherweise befinden sich im Fonts-Ordner knapp 60 Schriftarten. Bei mehr als 100 Schriftarten lohnt sich das Auslagern nicht benötigter Schriften.

Legen Sie hierfür einen eigenen Ordner für die nicht benötigten Schriften an, etwa Eigene DateienMeine Fonts.

3. Markieren Sie im Ordner WindowsFonts die Schriftarten, die Sie „in Quarantäne“ schicken möchten. Mehrere Schriftarten markieren Sie, indem Sie die Strg-Taste gedrückt halten und mit gedrückter Strg-Taste auf die einzelnen Schriftartnamen klicken.

4. Ziehen Sie die markieren Schriftarten mit gedrückter linker Maustaste vom Fonts-Ordner in den neu angelegten Unterordner. Lassen Sie die Maustaste erst dort wieder los.

Diese Schriften sind tabu

Wenn Sie Schriften löschen oder verschieben, kann Windows sie nicht mehr in Anwendungen wie Word oder Excel verwenden. Einige Schriften sind für Windows besonders wichtig und dürfen nicht gelöscht oder verschoben werden. Hierzu gehören:

  • Verdana
  • Arial
  • Courier
  • Franklin Gothic
  • Georgia
  • Symbol
  • Lucida
  • Trebuchet
  • Tahoma
  • Times New Roman
  • MS Sans Serif

Beim nächsten Start muss Windows die verschobenen Schriftarten nicht jedes Mal wieder in den Speicher laden. Falls Sie später doch wieder eine der abgelegten Schriften verwenden wollen, gehen Sie einfach umgekehrt vor. Ziehen Sie mit gedrückter Maustaste die Schriftarten aus dem Quarantäne-Ordner in den WindowsFonts-Ordner.

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Windows: Schneller zur Systemsteuerung

Hunderte von Einstellungsmöglichkeiten bietet Windows. Das hört sich viel an. Ist es auch. Glücklicherweise haben sich die Entwickler von Windows aber eine zentrale Anlaufstelle für sämtliche Einstellungen einfallen lassen: die Systemsteuerung. Sie ist praktisch die Schaltzentrale für alles, was Sie auf die Schnelle an Ihrem Windows ändern möchten.

Ob Sie Windows einen andersfarbigen Anstrich verpassen, Drucker einrichten oder das Datum verändern möchten: Die Systemsteuerung ist der richtige Platz dafür. Und schnell gefunden:

1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Start, und rufen Sie den Befehl Systemsteuerung auf.

2. Voilà, schon befinden Sie sich mittendrin in der Schaltzentrale von Windows. Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten sind in Kategorien zusammen gefasst, beispielsweise alle Einstellmöglichkeiten für Drucker und andere Hardware.

3. Auf Wunsch können Sie auch auf einen Blick alle Möglichkeiten einblenden. Hierzu klicken Sie links auf Zur klassischen Ansicht wechseln. Mit einem Klick auf Zur Kategorieansicht wechseln geht es wieder zurück zur Kategorie-Ansicht.

Abkürzung: Schneller zur Systemsteuerung

Um zu einer bestimmten Steuerungskomponente in der Systemsteuerung zu gelangen, ist normalerweise ein recht umständliches Vorgehen notwendig: Zuerst öffnet man die Systemsteuerung selbst, dann das gerade benötigte Steuerprogramm.

Es geht auch einfacher: Wenn´s schnell gehen soll, nehmen Sie zur Verwendung eines Werkzeugs der Systemsteuerung die Abkürzung über den Ausführen-Befehl:

1. Möchten Sie beispielsweise die Bildschirmfarben bestimmen, wählen Sie zunächst den Befehl Start | Ausführen.

2. Geben Sie in der Befehlszeile folgendes ein:

control desk.cpl

3. Bestätigen Sie danach die Dialogbox. Schon sind Sie dort, wo Sie hinwollten: direkt in der Dialogbox Eigenschaften von Anzeige.

Gleiches funktioniert mit jeder Komponente der Systemsteuerung. Um in die Dialogbox Eigenschaften von Gamecontroller zu gelangen, geben Sie folgendes ein:

control joy.cpl

Und noch ein kleines Beispiel: Um in das Eigenschaftsfenster der Maus zu gelangen, geben Sie einfach die folgende kurze Anweisung ein:

control main.cpl

Die einzelnen Komponenten der Systemsteuerung verstecken sich hinter folgenden CPL-Dateien.

access.cpl Eingabehilfen

powercfg.cpl Energieoptionen

desk.cpl Anzeige

intl.cpl Regions- und Sprachoptionen

main.cpl Maus

sysdm.cpl Systemeigenschaften

timedate.cpl Datum und Uhrzeit

modem.cpl Telefon- und Modemoptionen

joy.cpl Gamecontroller

sticpl.cpl Scanner und Kameras

mmsys.cpl Sounds und Audiogeräte

appwiz.cpl Software

inetcpl.cpl Internet

Der direkte Aufruf über den Ausführen-Befehl führt Sie direkt zur gewünschten Systemsteuerungs-Komponenten. Aber stets nur in die die erste Registerkarte, beispielsweise in das Register Allgemein der Systemsteuerungskomponente System. Jetzt halten Sie sich fest: Sie können auch direkt zu jedem beliebigen Register der Systemsteuerung springen. Für einen Sprung direkt zum Register Hardware geben Sie in das Dialogfenster Start | Ausführen folgenden Befehl ein:

control sysdm.cpl, System, 2

Auf die gleiche Weise können Sie zu jedem beliebigen Register eine Verknüpfung aufbauen. Die allgemeine Formel der Eingabezeile lautet

control [cpl-Datei], [Name der Komponente], [Register-Nr]

Für das dritte Register Einstellungen der Komponente Anzeige lautet der Befehl beispielsweise

control desk.cpl, Anzeige, 3

Hinter control geben Sie also den Dateinamen der Systemsteuerungskomponenten (siehe Tabelle weiter oben) ein, gefolgt von der deutschen Bezeichnung in der Systemsteuerung sowie der Nummer des Registers; das erste Register trägt dabei die Nummer 0.