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Office Word ab 2003: Bei Dokumenten ein Wasserzeichen lokal bei einzelnen Absätzen einfügen

Word Dokumente lassen sich mit Wasserzeichen versehen. Das ist zwar nichts neues, aber die Dokumente lassen sich auch abschnittsweise mit lokalen Wasserzeichen versehen. Das wertet ein Dokument grafisch auf. Da können zum Beispiel bei AGB´s die einzelnen Abschnitte mit entsprechenden Wasserzeichen versehen werden (Gerichtsstand mit einem Paragraphen oder die Versandbestimmungen mit einem Paketsymbol, etc…). Auch Rezeptsammlungen können Hausfrauen und -männer mit diesem Tool anschaulicher gestalten.

Die Integration von Wasserzeichen ist mit Word gar nicht so schwer und funktioniert mit allen Versionen ab 2003.

1. Starten Sie Word und erstellen das gewünschte Dokument, oder rufen ein gespeichertes Dokument auf.

2. Setzen Sie den Cursor an den Anfang des gewünschten Abschnitts und aktivieren das Seitenlayout über die entsprechende Schaltfläche oder klicken Sie in der Menüleiste auf „Ansicht | Seitenlayout“.

3. Suchen Sie sich nun eine Grafik Ihrer Wahl mit Klick auf „Einfügen | Grafik | Aus Datei“.

4. Klicken Sie  nun nacheinander auf die Grafik, dann auf den Button „Textfluss“ auf der Grafik-Symbolleiste. Sollte diese nicht aktiviert sein, können Sie die Leiste mit einem Rechtsklick in die Grafik und im Kontextmenü mit „Grafiksymbolleiste anzeigen“ aufrufen. Wählen Sie hier die Option „Vor den Text“.

5. Nun können Sie die Grafik an die gewünschte Position verschieben. Sollte die Grafik zu groß sein, kann man diese mit gedrückter Maustaste an den Ecken in die passende Größe skalieren.

6. Im nächsten Schritt regeln Sie über die Grafik-Symbolleiste den Kontrast herunter und die Helligkeit herauf. Der Text sollte allerdings lesbar bleiben.

7. Zum Fixieren klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Grafik und wählen im Kontextmenü „Grafik formatieren“.

8. Wechseln Sie zum Register „Layout“ und klicken unten rechts auf den Button „Weitere“.

9. Im Dialogfenster „Erweitertes Layout“ im Bereich „Bildposition“ setzen Sie die Häkchen vor „Objekt mit Text verschieben“ und vor „Verankern“.

Das Speichern der Änderungen bestätigen Sie mit „OK“.

10. Als letzten Arbeitsschritt klicken Sie nochmals mit der rechten Maustaste in die Grafik und wählen im Kontextmenü erst „Reihenfolge“ und dann „Hinter den Text bringen“. Fertig!!

Noch ein Tipp zur Positionierung der Grafik: Auch nach dem letzten Arbeitsschritt lässt sich die Position der Grafik noch korrigieren.

Möchten Sie noch weitere Wasserzeichen in das gleiche Dokument einfügen, wiederholen Sie alle Arbeitsschritte mit den zusätzlichen Grafiken.

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Leo.org: Schnell auf das Leo-Wörterbuch zugreifen – ohne die Webseite aufzurufen

Wer viel mit fremdsprachigen Texten arbeitet, oder nur Vokabeln übt, greift häufig zum bekanntesten Online-Wörterbuch Leo.org. Bisher musste man das Wörterbuch im Internet-Browser aufrufen. Seit einiger Zeit stellt Leo.org das Shareware-Programm „Lion“ zur Verfügung, mit dem man direkten Zugriff auf die Übersetzung hat, ohne einen Internet-Browser zu öffnen.

Der Download des Lion Sharewareprogramms ist für Privatanwender kostenlos und Lizenzdaten sind auch nicht erforderlich. Die kommerzielle Nutzung von Lion ist kostenpflichtig. Die Preise sind mehr als angemessen und nach Anzahl der Benutzer gestaffelt. Für Forschungseinrichtungen gibt es eine kostengünstige Sammelplatz-Lizenz. Die komplette Preisliste können Sie hier einsehen.

So installieren Sie das Wörterbuch:

1. Öffnen Sie in Ihrem Internet-Browser die Webseite  http://lion.schleinzer.com/de:download:index und klicken auf den Button „Lion herunterladen. Folgen Sie den Installationshinweisen.

2. Nach erfolgter Installation brauchen Sie nur noch ein paar Grundeinstellungen vorzunehmen: Klicken Sie auf den Button mit dem Schraubenschlüssel (Einstellungen). Hier können Sie auf der Registerkarte „Auslöser“ die Standardaktion für die Übersetzung auswählen. Die Voreinstellung ist die Tastenkombination [Strg][rechte Maustaste].

3. Auf der Registerkarte „Weitere Einstellungen“ können weitere Einstellungen vorgenommen werden. Der Punkt „Lion zusammen mit Windows starten“ ist auch schon voreingestellt. Da das Programm wenig Ressourcen und keine Datenbanken benötigt, kann es problemlos mit Windows zusammen gestartet werden. Die Änderungen mit „OK“ bestätigen.

4. Die Auswahl des Wörterbuches: mit dem letzten Button (standardmäßige Einstellung: Englisch-Deutsch) der Einstellungsleiste wählen Sie das gewünschte Wörterbuch mit einem Klick auf die Sprache aus.

Zur Verfügung stehen derzeit sechs Sprachen:

  • Englisch – Deutsch
  • Französisch-Deutsch
  • Spanisch-Deutsch
  • Chinesisch-Deutsch
  • Italienisch-Deutsch
  • Russisch-Deutsch

5. Zum Übersetzen eines Begriffes markieren Sie ihn und mit der von Ihnen gewählten Tastenkombination, zum Beispiel [Strg][rechte Maustaste] öffnet Leo den Minibrowser mit der Übersetzung. Mit Klick auf den Pfeil vor dem Begriff, übernehmen Sie ihn in Ihren Text. Das funktioniert natürlich in beide Sprachrichtungen und in Programmen wie Word, Excel, Outlook und auch auf Webseiten.

Für die Nutzung des Shareware-Programms Lion ist ein Internetverbindung erforderlich. Wer offline arbeitet, muss weiterhin mit konventionellen Wörterbüchern arbeiten.

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Microsoft Office: Word-Dateien abspecken und so Speicherplatz sparen

Word-Dokumente werden durch häufiges Zwischenspeichern immer größer, da  alle Versionen des Dokumentes im Hintergrund gespeichert werden. Gerade bei Netbooks und Notebooks ist Speicherplatz aber sehr wertvoll. Speziell bei großen Word-Dateien wie zum Beispiel Buch-Manuskripten, Diplomarbeiten und Gutachten lohnt es sich, diesen überflüssigen Ballast loszuwerden.

Um Word-Dokumente möglichst klein zu halten, müssen die Änderungen wie folgt vorgenommen werden:

1. Klicken Sie in der Menüleiste auf „Extras | Optionen…“.

2. Wählen Sie die Registerkarte „Speichern“ und deaktivieren Sie die folgenden Optionen:

  • „Schnellspeicherung zulassen“
  • „TrueType-Schriftarten einbetten“
  • „Sprachspezifische Dateien einbetten“
  • „Smarttags einbetten“

3. Dann wechseln Sie zur Registerkarte „Bearbeiten“ und schalten die Option „Formatierung mitverfolgen“ aus.

4. Die Änderungen speichern Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche „OK“.

5. Wechseln Sie nun in der Menüleiste zu „Extras | AutoKorrektur-Optionen..“ und wählen die Registerkarte „AutoFormat“. Hier deaktivieren Sie unter „Beibehalten“ den Punkt „Formatvorlagen“.

6. Nun wählen Sie das Register „AutoFormat während der Eingabe“ und löschen den Haken beim Eintrag „Formatvorlagen basierend auf Formatierung definieren“. Bestätigen Sie die Änderungen mit „OK“.

7. Im Menü „Datei | Versionen…“ löschen Sie alle alten Versionen des Dokumentes und deaktivieren die Option „Versionen automatisch speichern“. Danach schließen Sie dieses Fenster.

8. Nun speichern Sie das Dokument und schließen die Datei.

9. Öffnen Sie erneut das Dokument, kopieren den kompletten Text und fügen ihn in ein neues, leeres Dokument ein.

Beachten Sie, das die letzte Absatzmarkierung des Orginaldokumentes nicht mitkopiert wird. Das neue Dokument ist nun viel kleiner und auch nach weiteren Bearbeitungen benötigt es nicht mehr so viel Speicherplatz.

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Diplomarbeit

Diplomarbeit Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet – Literaturverzeichnis

Auszug aus der Diplomarbeit „Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet„.

6 Literaturverzeichnis

[Alp98] Alpar, Paul (1998): Kommerzielle Nutzung des Internet, 2. Auflage, Berlin: Springer Verlag

[Berr98] Berryman, K./Harrington, L./Layton-Rodin, D./Rerolle, V. (1998): Electronic Commerce – Three emerging strategies, in: The McKinsey Quarterly, Nr. 1, 1998, Seite 152-159

[Bhat98] Bhattacharjee, Edda (1998): Profi-Marketing im Internet – erfolgreiche Strategien, Konzepte und Tips, 2. Aktualisierte Auflage, Freiburg i. Br, Berlin, München: Haufe

[Clem, Eber99] Baack, Clemens; Eberspächer, Jörg (1999): Das Internet von morgen – Neue Technologien und Anwendungen, Hüthig GmbH, Heidelberg

[Cole99] Cole, Tim (1999): Erfolgsfaktor Internet, München: Econ

[Dav99] Davis, Jeffrey (1999): Are you next? – 20 Industries that must change in: Business 2.0 Issue March 1999, Verlag Imagine Media, Brisbane, Kalifornien

[Ecom3] e commerce magazin 3/99, IWT Magazin Verlags GmbH: Vaterstetten

[Föck99] Föckler, Knut (1999): Telekommunikation im Zeichen der TIME-Märkte, in: Schumann, M./Hess, Th. (Hrsg.): Medienunternehmen im digitalen Zeitalter – Neue Technologien, neue Märkte, neue Geschäftsansätze, Wiesbaden: Gabler

[Gat99] Gates, Bill (1999): Digitales Business – Wettbewerb im Informationszeitalter, München: Wilhelm Heyne Verlag GmbH

[Hag, Arm98] Hagel, John; Armstrong, Arthur G. (1998): Net Gain – Profit im Netz – Märkte erobern mit virtuellen Communities, Wiesbaden: Gabler

[Her, Sau99] Hermanns, Arnold; Sauter, Michael (1999): Management-Handbuch Electronic Commerce, München: Vahlen

[Kad98] Kadison, M./Weismann D./Modahl M./Lieu K./Levin K. (1998) : On-line Retail Strategies, Cambridge 1998

[Kil, Muel99] Killuis, Nelson/Mueller-Oerlinghausen, Jens (1999): Innovative Geschäftsmodelle in digitalen Medien, in: Schumann, M./Hess, Th. (Hrsg.): Medienunternehmen im digitalen Zeitalter – Neue Technologien, neue Märkte, neue Geschäftsansätze, Wiesbaden: Gabler

[Kotl, Bliem95] Kotler, Philip/Bliemel, Friedhelm W. (1995): Marketing-Management – Analyse, Planung, Umsetzung und Steuerung, 8. Vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart

[Lam98] Lampe, Frank: Unternehmenserfolg im Internet – Ein Leitfaden für das Mangement kleiner und mittlerer Unternehmen, 2. Auflage, Braunschweig, Wiesbaden: Vieweg

[Mei, Riß97] Mei-Pochtler, A./Rißmann, M. (1997): Der Internet-Handel nimmt Konturen an, in: Horizont, Nr. 47 vom 20.11.1997, Seite 38

[Mer99] Merz, Michael (1999): Tutorial D – Electronic Commerce – Technische Innovationen und neue Geschäftsmodelle umsetzen, Velbert: Verlag Online GmbH

[Mül98] Müller-Scholz, W. (1998): Visionen für das Jahr 2005, in: Capital Nr. 10, 1998 Seite 170-176.

[OECD98] OECD, Organisation for Economic Co-Operation and Development (1998): The Economic and Social Impacts of Electronic Commerce: Preliminary Findings and Research Agenda, Online http://www.oecd.org/subject/e_commerce/summary.htm (Abruf am 06.07.1999)

[Pep, Rog93] Peppers, D/Rogers, M (1993): The One to One Future – Buildung relationships one customer at a time, New York.

[Reng97] Rengelshausen, Oliver (1997): Werbung im Internet und in kommerziellen Online-Diensten, in: Silberer, Günter (Hrsg.): Interaktive Werbung, Stuttgart 1997.

[Rhein98] Rheingold, Howard (1993): Virtual Community – Homesteading on the Electronic Frontier, Reading, Mass. u.a. 1993

[Schi99] Schibstead, Evanthia (1999): Net Impact on Newspapers? Sorry, thats classified, in: Are you next? – 20 Industries that must change, Business 2.0 Issue March 1999, Verlag Imagine Media, Brisbane, Kalifornien

[Sche99] Scheckenbach, R. (1998): EC-Lösungen der 2. Generation, in: Heinen, I. (Hrsg.): Internet – von der Idee zum kommerziellen Einsatz, Heidelberg

[Schn99] Schneider, Björn (1999): Der Push-Dienst PointCast in: Schumann, M./Hess, Th. (Hrsg.): Medienunternehmen im digitalen Zeitalter – Neue Technologien, neue Märkte, neue Geschäftsansätze, Wiesbaden: Gabler

[Schr98] Schreiber, Gerhard Andreas (1998): Electronic Commerce – Business in digitalen Medien, 1. Auflage, Neuwied, Kriftel: Luchterhand
Auszug aus der Diplomarbeit „Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet„.

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Diplomarbeit

Diplomarbeit "Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet" – Schlusswort und Ausblick

Auszug aus der Diplomarbeit „Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet„.

5 Schlusswort und Ausblick

Das Internet gehört zu den am schnellsten wachsenden Unterhaltungs- und Kommunikationsmedien. Welche Dynamik das Internet bietet, beweisen die zahlreichen hier vorgestellten Geschäftsmodelle, die innerhalb weniger Jahre zwischen 1994 und 1999 entstanden. Nur selten wurden Internet-basierte Geschäftsmodelle wieder verworfen, wie beispielsweise kostenpflichtige Online-Abonnements. Die meisten neu entwickelten Ansätze konnten sich im Internet zu lukrativen und zukunftsträchtigen Geschäftsmodellen entwickeln.

Da die kommerzielle Nutzung des Internet erst seit wenigen Jahren an Bedeutung gewinnt, sind die bestehenden Geschäftsmodelle noch sehr jung und in weiten Teilen ausbaufähig. Zugleich bietet das junge Medium Internet noch sehr viel Potential für weitere erfolgreiche Geschäftsmodelle. In den nächsten Jahren ist daher mit weiteren innovativen Geschäftsmodellen zu rechnen. Dabei werden sowohl traditionelle Geschäftsbereiche auf das Internet ausgedehnt als auch völlig neue Ansätze verfolgt. Beispielsweise ist in den nächsten Jahren mit einer Verschmelzung des Telefon- und Internetgeschäfts zu rechnen. Die Technologie zur Übertragung von Sprache über das Internet (Voice over IP) befindet sich zwar noch in einem relativ jungen Entwicklungsstadium, allerdings ist bereits heute absehbar, daß die Übertragung von Sprache auch das Internet noch einmal um ein neues Geschäftsmodell erweitern wird. Hierzu müssen allerdings zunächst die notwendigen Voraussetzungen in den Bereichen Technologie, Datensicherheit, Kosten-/Nutzenverhältnis und Anwenderfreundlichkeit geschaffen werden. Auch Geschäftsmodelle, die auf den Vertrieb von Multimedia wie Musik oder Videos basieren, sind in Zukunft denkbar, allerdings derzeit aufgrund technischer Unzulänglichkeiten noch nicht realisierbar. Eine Online-Videothek ist beispielsweise erst denkbar, wenn neue Kompressionsalgorithmen und „Streaming Media“-Formate sowie neue Leitungstechniken wie Internet2 (IPv6) verfügbar sind.

Neben der Übertragung klassischer Geschäftsmodelle wie Sprachübertragungen oder Videotheken, die lediglich auf das Medium Internet portiert werden, werden in Zukunft auch völlig neue Geschäftsmodelle entstehen, die erst durch das Medium Internet möglich werden. Dazu gehört beispielsweise die Ausstattung von PKW mit Internet-Technologie, um Kunden einen Mehrwert und Zusatznutzen zu bieten. Der Mobilfunkhersteller Nokia geht beispielsweise davon aus, daß bis zum Jahr 2010 jedes Fahrzeug mit einer eigenen Internet-Adresse ausgestattet sein wird. Das schafft die Grundlage für neue Geschäftsmodelle für mobile Kommunikations- und Informationslösungen.

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Diplomarbeit

Diplomarbeit "Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet" – Demoversionen

Auszug aus der Diplomarbeit „Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet„.

4.1.5 Demoversionen

Im Internet gehören Softwareprodukte zu den meistgefragten Angeboten. Für den Vertrieb von Software haben sich Schnupperangebote wie Demoversionen oder „Light Editionen“ mit vermindertem Funktionsumfang als geeignete Maßnahme zur Kundenbindung und Kundengewinnung erwiesen . Nahezu alle Softwarehersteller bieten auf ihren Internetseiten derartige Schnupperangebote zum Download an. Auf der Internetseite des Softwareunternehmens Microsoft lassen sich beispielsweise zeitlich beschränkte Demoversionen der BackOffice-Anwendungen Exchange Server oder SQL-Server herunterladen.

Die Demo- und Lightversionen eignen sich zur Kundengewinnung, da vor dem Herunterladen in der Regel persönliche Informationen wie Name, Adresse und persönliche Präferenzen abgefragt werden. Die gesammelten Informationen können später im Rahmen des One-to-One-Marketings zu gezielten Marketingaktivitäten genutzt werden. Als Instrument zur Kundenbindung sind Demo- und Lightversionen geeignet, da Kunden bereits kostenlos die Vorzüge eines Softwareprodukts kennenlernen können und somit die erste Hürde zum Kauf des Produkts bereits überschritten ist. Das Marktforschungsinstitut IDG erwartet 1999 im Bereich des elektronischen Softwareverkaufs weltweit einen Umsatz von 3,5 Milliarden DM; bis 2003 prognostiziert IDG einen Umsatz von jährlich 32,9 Milliarden DM.

4.1.6 Online-Kundenclubs und Virtuelle Communities

Eine besonders effektive Methode zur langfristigen Kundenbindung stellt die Bildung einer virtuellen Community dar. Der vom Autor Howard Rheingold geschaffene Begriff „Virtual Community“ versteht darunter vor allem die Kommunikation von vielen zu vielen. Die McKinsey-Berater John Hagel und Arthur G. Armstrong verbinden mit dem Begriff „Virtual Community“ die Schaffung einer Gemeinschaft von Netzbenutzern mit gleichen Interessenschwerpunkten zu spezifischen Inhalten. Zu den virtuellen Communities klassischer Prägung gehören die sogenannten Special Interest Groups im Usenet (Newsgroups), in denen sich Benutzer mit gleichen Interessen über Newsgroups austauschen. Der Fokus einer Community kann beispielsweise geographisch (Region Bayern) sein, ein bestimmtes Themengebiet zum Inhalt haben (Sport, Musik), vertikale Industrien (Anwaltskanzleien) umfassen oder nützliche Fachkenntnisse (Marktforschung) bündeln.

Im kommerziellen Bereich stellen Webseitenanbieter einer solchen Gemeinschaft das Grundgerüst für die Bildung einer Gemeinschaft zur Verfügung, beispielsweise durch Informationssammlungen, Diskussionsforen oder Software. Jeder Teilnehmer kann sich kostenlos der Gemeinschaft anschließen, die Angebote nutzen und sich mit anderen Mitgliedern austauschen. Durch Kontakte, Prestige, Spaß, Erlebnis, Zugehörigkeit, Freundschaft und Neugierbefriedigung sprechen Communites viele positive Emotionen an . Im Idealfall entstehen durch die vielfältigen Diskussionen, Fragen und hilfreichen Antworten innerhalb der Community Inhalte, die von den Mitgliedern selbst beigesteuert und gestaltet werden. Besonders aktive und engagierte Mitglieder übernehmen dabei oftmals selbst bestimmte Bereiche, die sie in Eigenregie verwalten. Auf diese Weise verhelfen die Community-Mitglieder selbst zum exponentiellen Wachstum der Community und entlasten den Initiator und Betreiber der Community. Die virtuelle Community entwickelt somit oftmals eine Eigendynamik . Für die Mitglieder einer virtuellen Community ergeben sich folgende Vorteile :

• Spezifische Interessenschwerpunkte: Virtuelle Communities sind gekennzeichnet durch einen speziellen gemeinsamen Fokus, der den Mitgliedern schnell den Zugang zu den Ressourcen einer Community ermöglicht und die Community-Initiatoren bei der Bestimmung der Ressourcen unterstützt.

• Integration von Inhalt und Kommunikation: Die Kommunikationswerkzeuge der virtuellen Community, wie Schwarze Bretter, virtuelle Chaträume oder E-Mail, erlauben den Mitgliedern, das Informationsmaterial der Communites zu nutzen oder eigene Informationen beizusteuern und somit den Gesamtwert der Community zu erhöhen.

• Zugang zu konkurrierenden Anbietern: Virtuelle Communities organisieren sich oftmals als Interessenvertretung für ihre Mitglieder.

Die Schaffung einer virtuellen Community, die sich im Idealfall von den Benutzern selbst trägt, ist besonders für zielgruppengerechte Werbe- und Produktangebote interessant. Die Plazierung von Online-Werbung in entsprechenden Interessengruppen vemeidet beispielsweise weitestgehend Streuverluste, die bei klassischen Werbeplazierungen auftreten. Je selektiver die Interessengemeinschaft ist, desto präziser kann die Werbung ausgelegt werden und desto effektiver und kostengünstiger ist die Plazierung .

Da die Mitglieder einer Community sich in der Regel zunächst identifizieren müssen, beispielsweise mit Name und Kennwort, erhält der Betreiber der Community in kürzester Zeit eine Fülle von Nutzerprofilen, die sich für Direktmarketingaktivitäten nutzen lassen. Für den Anbieter von virtuellen Communities ergeben sich folgende Vorteile:

• Geringe Akquisitionskosten: In der virtuellen Community finden Verkäufer und Käufer einfacher zueinander, da bereits Informationen und Profile über potentielle Kunden zur Verfügung stehen.

• Verstärkte Kaufneigung: In der virtuellen Community profitieren Kunden von geringen Risiken beim Kauf von Produkten, da die Organisatoren in der Regel vielfätige Produktinformationen und –alternativen bereitstellen. In der Community können Mitglieder auch mit Anbietern kommunizieren, interessante Neuigkeiten über „coole“ Produkte verbreiten sich auf diese Weise sehr rasch und steigern die Konsumbereitschaft.

• Erhöhte Zielgenauigkeit: Dank der detaillierten Profile der Mitglieder können Werbetreibende und Verkäufer die Präferenzen der Mitglieder für zielgenaue Marketingaktivitäten und Marktanalysen nutzen.

• Individualisierte Angebote: Die Betreiber virtueller Communites besitzen in der Regel Informationen über die bisherigen Geschäftsaktivitäten von Kunden und potentiellen Käufern. Anbieter können die Informationen konsequent nutzen und Produkte auf das jeweilige Kundenprofil zuschneiden oder spezielle Produkt- und Servicepakete für die Mitglieder der Community schaffen.

Tabelle 34 zeigt einige Beispiele virtueller Communities im Internet.

Anbieter Community

Parents.com

http://www.parents.com Eltern helfen Eltern

Urbia

http://www.urbia.com Familienmagazin für Eltern und Kinder

Senior.com

http://www.senior.com Plattform für Senioren

GeoCities

http://www.geocities.com Private Homepages, die nach Themengebieten geordnet sind.

The Well

http://www.well.com Sammlung von über 260 Diskussionsforen. The Well besteht seit 1986 und zählt zu einer der ersten Communites.

Tabelle 34: Beispiele virtueller Communities im Internet

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Diplomarbeit

Diplomarbeit "Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet" – Regionalisierung

Auszug aus der Diplomarbeit „Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet„.

4.1.1 Regionalisierung

Durch das Internet lassen sich im globalen Maßstab regionale Märkte erobern . Im weltweiten Medium Internet sind die Angebote zumeist auf eine weltweite oder zumindest auf eine nationale Zielgruppe beschränkt, beispielsweise Suchmaschinen. Mit zunehmender Popularität des Internet spielt jedoch die Regionalisierung der Angebote eine zunehmende Rolle, um Alleinstellungsmerkmale gegenüber Mitbewerbern zu etablieren und um die Wünsche der Kunden nach lokalen Internet-Angeboten zu befriedigen.

Beispielsweise lassen sich Suchmaschinen nicht nur in nationale Suchdienste wie Yahoo! Canada oder Yahoo! Japan usw. aufteilen, sondern weiter in regionale Gebiete unterteilen. Je mehr Internet-Angebote sich beispielsweise um die Hansestadt Hamburg drehen, um so dringender wird das Bedürfnis für eine eigene Internet-Suchmaschine für Hamburg. Der Suchmaschinenbetreiber Yahoo! hat derartige Dienste beispielsweise bereits für Großstädte wie San Francisco, New York oder Chicago etabliert.

Ein weiteres Potential für Regionalisierungen im Internet bieten beispielsweise Kleinanzeigenmärkte, Online-Auktionen oder Gewinnspiel-Sammlungen, deren Angebote oftmals nur für eine Zielgruppe in einer bestimmten Region interessant sind. Finden sich im Internet beispielsweise genügend Gewinnspiele, die nur für Bewohner im Umkreis von München interessant sind, bietet sich hier eine Regionalisierung der Gewinnspiele-Sammlung an.

Bei Regionalisierungen im internationalen Rahmen, beispielsweise bei Fokussierung auf deutschsprachige Gemeinden in Süd- oder Nordamerika, ist allerdings auf die regionalen Eigenheiten des Zielgebiets zu achten . Hierzu gehören juristische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, sprachliche Lokalisierungen sowie kulturelle Anpassungen wie die Nutzung von Symbolen oder Farben, die je nach Kulturkreis unterschiedliche Bedeutungen haben können.

4.1.2 Suchmaschinen-Eintrag

Für zahlreiche Internet-Nutzer stellen Suchmaschinen wie Yahoo! oder Fireball die ersten Anlaufpunkte im Internet dar. Aufgrund der wenig strukturierten Inhalte im Internet fungieren Suchmaschinen oftmals als Navigatoren durch das Informationsangebot. Das zeigen die Besucherzahlen der etablierten Suchmaschinen, die sogenannten Search-Engines stehen bei den PageViews weit vor reinen Content-Anbietern. Die Suchmaschine Fireball verzeichnete im Juni 1999 beispielsweise 35 Millionen PageViews und 17 Millionen Visits; eines der beliebtesten Content-Angebote, Focus Online, erreichte hingegen „nur“ 17 Millionen PageViews und 6 Millionen Visits .

Daher gilt es, neue Internet-Angebote in Suchmaschinen anzumelden. Die Anmeldung kann dabei direkt online beim Suchmaschinenbetreiber erfolgen und ist in der Regel kostenlos. Da weltweit ca. 800 Suchmaschinen existieren, haben sich Dienstleister etabliert, die gegen eine Gebühr das Eintragen in die wichtigsten Suchmaschinen übernehmen, beispielsweise PromoWare (http://www.promoware.de) oder Hello Engines (http://www.hello-engines.de).

Der reine Eintrag in der Suchmaschine reicht in der Regel allerdings nicht aus. Da eine Suchmaschine zu einem Suchbegriff nicht selten mehrere tausend Fundstellen ermittelt, sollte zudem eine möglichst hohe Plazierung in den „vorderen Rängen“ der Suchergebnisse erzielt werden. Dieses Ziel wird vor allem durch eine geschickte Plazierung sogenannter META-Tags erreicht, die bei der Indizierung des Webangebots seitens der Suchmaschine für eine höhere Plazierung sorgt. In den META-Tags sind Zusatzinformatonen über Art, Umfang und Zielgruppe des Webangebots kodiert, die innerhalb der Suchmaschine in der Regel für eine höhere Trefferquote sorgen . Auch in diesem Segment haben sich bereits Dienstleister etabliert, die gegen eine Gebühr für eine höhere Plazierung in der Liste der Suchergebnisse sorgen, beispielsweise RankWare (http://www.rankware.de).

4.1.3 Gewinnspiele

Internet-Nutzer gelten als verspielt. Bereits das reine Surfen durch das Webangebot bietet an sich bereits ein hohes spielerisches Element. Beispiele aus der Praxis zeigen, daß die Integration von Gewinnspielen den Bedürfnissen der Surfer nach interaktiven Erlebnisangeboten gerecht wird und einen direkten Zuwachs an Zugriffen nach sich zieht . Gewinnspiele sind daher ein geeignetes Instrument, um interessierte Zielgruppen auf die eigene Internet-Präsenz zu locken. Kostenlose Gewinnspiele locken Kunden zum eigenen Webangebot, binden Kunden an das Internet-Angebot und reizen mit attraktiven Preisen. Ein weiterer entscheidender Vorteil ergibt sich aus dem Feedback der Gewinnspielteilnehmer. Die Ergebnisse, die neben reinen Adressinformationen auch Profile wie Kaufverhalten oder Konsumpräferenzen enthalten können, lassen sich für Direktmarketingaktionen wie E-Mail-Werbung oder klassische Mailings verwenden.

Neben Gewinnspielen können weitere Unterhaltungselemente wie Online-Spiele, Rätsel oder Fortsetzungsgeschichten den Nutzer veranlassen, die Webseite regelmäßig zu besuchen . Eine der beliebtesten Fortsetzungsgeschichten mit täglichen Gewinnchancen ist beispielsweise Johnny Walker des Magazins Stern (bereits seit 1996) oder Tommy Zack der Deutschen Post AG.

Abbildung 25: Gewinnspiele und tägliche Fortsetzungsgeschichten wie Johnny Walker steigern die Attraktivität einer Webseite

Die Attraktivität von Gewinnspielen wird durch prominente und publikumswirksame Gewinnspielsammlungen im Internet unterstützt. Die Gewinnspielsammlung Kostenlos.de umfaßt beispielsweise ca. 1.000 deutschsprachige Gewinnspiele und wird monatlich von ca. 1,8 Millionen Anwendern besucht. Wer etwa aufgrund attraktiver Preise, anspruchsvoll gestalteter Gewinnspiele oder pfiffiger Gewinnspielideen prominent auf Gewinnspielsammlungen plaziert wird, erhält auf diese Weise eine – im Vergleich zu klassischer Werbung – kostengünstige Werbeplattform.

4.1.4 Newsletter

Zu einem weiteren wichtigen Instrument zur langfristigen Kundenbindung gehören kostenlose E-Mail-Newsletter. Um Kunden an die Webseite oder die Produkte eines Anbieters zu binden, können sie einen kostenlosen Newsletter abonnieren, der in regelmäßigen Abständen per E-Mail verschickt wird. Der Newsletter informiert über aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten zu den Themen der entsprechenden Webseite oder des entsprechenden Anbieters. Das Marketinginstrument Newsletter bietet dabei folgende Vorteile:

• Individualisierung: Bei der Anmeldung zum Newsletter müssen sich Kunden zumeist mit Name, Adresse und weiteren Informationen wie Konsumpräferenzen identifizieren. Die auf diese Weise ermittelten Kundenprofile lassen sich für zielgruppengerechte Direktmarketingaktionen nutzen.

• Dauerhafte Bindung: Kunden, die einen Newsletter abonnieren, gehören zu besonders wertvollen Kunden, da sie sich selbst aktiv als Newsletter-Abonnent angemeldet haben. Werbungen und Ankündigungen im Newsletter werden daher mit hoher Wahrscheinlichkeit wahrgenommen.

• Generieren von PageImpressions: Innerhalb des Newsletters kann der Kunde direkt per Mausklick weiterführende Informationen abrufen, die auf der jeweiligen Webseite des Anbieters abgelegt sind. Auf diese Weise lassen sich zusätzliche PageImpressions generieren.

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Diplomarbeit

Diplomarbeit "Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet" – Kundenbindung und Neukundengewinnung

Auszug aus der Diplomarbeit „Eine Klassifizierung von Geschäftsmodellen im Internet„.

4 Kundenbindung und Neukundengewinnung

Ein lukratives Geschäftsmodell, umgesetzt auf einer attraktiven und optisch ansprechenden Internet-Seite ist noch kein Garant für hohe Umsätze. Erst wenn es gelingt, neue Kunden und Besucher zu akquirieren bzw. Kunden langfristig an die Internet-Seite zu binden, kann ein Internet-Geschäftsmodell erfolgreich sein. Für den Kunden muß es stets Anreize geben, ein Internet-Angebot nicht nur einmal, sondern wiederholt zu besuchen, mit dem Ziel, beispielsweise direkt angebotene Produkte zu verkaufen oder für Werbekunden eine möglichst hohe Abrufzahl (PageViews) der Internet-Seiten zu erreichen.

Um eine hohe Kundenbindung zu erzielen, bieten zahlreiche Internet-Anbieter Zusatzdienstleistungen rund um das eigentliche Kernprodukt an. Die zugrunde liegende Idee geht davon aus, daß „ein Produkt seine Existenzberechtigung und seinen Markterfolg aus dem Bedarf des Kunden bezieht“ ([Schr98], Seite 51). Der Bekleidungshersteller Levi Strauss bietet als Zusatzdienstleistung beispielsweise den Service, maßgeschneiderte Exemplare seines präferierten Jeansmodells anzufertigen. Aber auch Zusatzdienstleistungen, die keinen direkten Bezug zum Kerngeschäft haben, können zur Kundenbindung beitragen, etwa das Integrieren von Nachrichten und Wetterberichten auf der Webseite einer Suchmaschine.

Grundsätzlich wird zwischen den drei Komponenten Grund-, Basis- und Zusatzservice unterschieden, wie in Abbildung 24 dargestellt. Den Grundnutzen bietet dabei das Kernprodukt, das die eigentliche Befriedigung des Kundenbedarfs ermöglicht, beispielsweise der Verkauf eines Buches. Zu den zugeordneten Basisdienstleistungen gehören Services wie Produkt- oder Geld-Zurück-Garantien. Zu den Zusatzservices gehören hingegen Dienstleistungen, für die zunächst noch kein konkreter Bedarf vorliegt, die allerdings die Individualität bzw. Leistungsfähigkeit des Produkts steigern und gegenüber Mitbewerbern einen Marktvorteil verschaffen. Im Falle des Internet-Buchhändlers gehören beispielsweise Chats mit Buchautoren oder der zusätzliche Verkauf von themenrelevanten Videos zu den Zusatzservices.

Abbildung 24: Grund-, Basis- und Zusatzservices

Mit dem vermehrten Einsatz von Zusatzdienstleistungen ist allerdings ein Trend verbunden, der aus den Zusatzdienstleistungen Basisdienstleistungen werden läßt und somit den Wettbewerbsfaktor der ursprünglichen Zusatzdienstleistungen verringert . Bei der Einführung des Zusatzservice ist der Nutzen für den Anwender sehr groß, wenn sich jedoch zahlreiche Nachahmer finden, werden die Zusatzservices beim Kunden als Basisdienstleistung empfunden. Als Beispiel seien die beigehefteten CD-ROM’s bei Computerzeitschriften genannt, die bei ihrem ersten Auftauchen einen Wettbewerbsvorteil darstellten; inzwischen gehören beigeheftete CD-ROM’s aufgrund der vielfachen Nachahmung zu den Basisdienstleistungen von Computerzeitschriften.

Allerdings dürfen vor dem Ziel, möglichst viele Zusatzservices anzubieten, nicht die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden außer Acht gelassen werden. Unter Umständen führt die Einführung neuer Zusatzservices zu einer Zunahme an Produktkomplexität , wie es beispielsweise im EDV-Bereich bei der zunehmenden Internetfähigkeit von Textverarbeitungen wie etwa bei StarWriter von Star Division oder Word von Microsoft zu beobachten ist. Hier wurde das Basisprodukt Textverarbeitung um Zusatzfunktionalitäten erweitert, die bereits Spezialprogramme wie Browser bieten.

Die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen zur Kundengewinnung und –bindung gilt im Prinzip für alle Internet-Angebote, insbesondere jedoch für Electronic Malls beim Marketing mittels Sonderangeboten. Ursache hierfür sind die Besonderheiten, die das Internet als punktförmiger Markt hervorbringt . In traditionellen Märkten lockt die Werbung mit Sonderpreisen den Kunden in das Kaufhaus, in dem er zunächst verweilt und neben dem Sonderangebot auch weitere Produkte aus dem Sortiment erwirbt. Das Internet folgt jedoch anderen Gesetzmäßigkeiten: Die Märkte wachsen räumlich zusammen und Standortvorteile traditioneller Märkte spielen im virtuellen Markt des Internet keine Rolle. Kunden werden im Internet zwar mit Sonderangeboten ebenfalls auf die Internet-Seite gelockt, allerdings ist die Verweilzeit mitunter sehr kurz, wenn der Kunde nur auf das Sonderangebot focussiert ist. Im Internet haben Kunden die Möglichkeit, ohne Zeitverzug weltweit immer das preisgünstigste Angebot herauszusuchen; aus dem Web-Shopping wird dann ein „Web-Hopping“ ([Her, Sau99], Seite 439). Daher sind vor allem für Electronic Malls – neben Sonderangeboten – zusätzliche Services zur Kundenbindung notwendig.

Im Internet haben sich in der Praxis – neben der klassischen Methode der Werbeschaltung – einige Konzepte zur Neukundengewinnung sowie zur Kundenbindung etabliert, die auf den folgenden Seiten näher erläutert werden. Tabelle 33 zeigt eine Übersicht der Konzepte und unterscheidet, ob die Konzepte sich zur Neukundengewinnung, zur Kundenbindung oder zum Generieren von PageViews zwecks Verkauf von Werbung eignen. Auf den nachfolgenden Seiten werden einige der Konzepte kurz vorgestellt und charakterisiert.

Konzept Geeignet für

Neukundengewinnung Geeignet für

Kundenbindung Geeignet für

Generieren von PageViews

Regionalisierung X X X

Suchmaschinen-Eintrag X

Gewinnspiele X X

Versteigerungen X X X

Kostenlose Attraktionen X X

Newsletter X X

Demoversionen X

Kundenclubs/Communities X

Tabelle 33: Konzepte zur Neukundengewinnung, zur Kundenbindung sowie zur Generierung von PageViews