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Vorteile der VoIP-Internettelefonie: Überall erreichbar; weltweit nur eine Rufnummer

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ob zu Hause, bei Freunden, in Frankreich, den USA oder Neuseeland – Sie sind immer und überall unter ein und derselben Rufnummer telefonisch erreichbar. Ihre Freunde und Bekannte müssen nur Ihre heimische VoIP-Rufnummer wählen und erreichen Sie dort, wo Sie gerade sind. Und das zu den immer gleich günstigen VoIP-Kosten.

Hört sich utopisch an, ist es aber nicht. Die Internet-Telefonie macht es tatsächlich möglich, dass Sie überall auf der Welt unter derselben Rufnummer erreichbar sind. In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Wenn Sie zum Beispiel in die USA fliegen, nehmen Sie einfach Ihr VoIP-Telefon mit. In den USA angekommen, schließen Sie es ans Internet an und sind ab sofort auch in den USA unter ihrer heimischen Telefonnummer erreichbar. Ihre Freunde und Bekannte wählen wie gewohnt die heimische Telefonnummer und schon haben sie Sie in den USA an der Strippe. Oder wo immer Sie auch gerade sind.

Das Geheimnis dieses Komforts liegt in der Art und Weise, wie Ihr VoIP-Telefon im Internet erreichbar ist. Es funktioniert folgendermaßen:

1. Sobald Sie Ihr VoIP-Telefon anschließen, passiert folgendes: Das Telefon meldet sich automatisch bei Ihrem VoIP-Provider an, ganz nach dem Motto: Ich bin jetzt hier in den USA unter der IP-Adresse 194.193.231.200 erreichbar, bitte alle eingehenden Gespräche hierhin schicken. Von der internen Unterhaltung bekommen Sie zum Glück nichts mit – die IP-Adresse müssen Sie selbst auch gar nicht wissen, die ist nur für Ihren VoIP-Provider wichtig, um Ihr Telefon genau lokalisieren zu können.

2. Jetzt wird’s spannend: Sobald jemand Sie unter Ihrer ganz normalen VoIP-Rufnummer anruft, landet der Anruf zuerst einmal bei Ihrem VoIP-Provider. Denn dort ist die heimische Rufnummer registriert.

Der Provider weiß anhand der Anmeldung aus Schritt 1 ganz genau, wo Sie – bzw. Ihr Telefon – sich befinden und lässt es genau dort klingeln. Das kann zu Hause, in einer anderen Stadt oder im Ausland sein. Eben überall dort, wo auch das Internet ist.

Im günstigsten Fall ist der Anruf in die USA für den Anrufer lediglich ein reines Ortsgespräch. Der Anrufer zahlt nur die Gebühren bis zum VoIP-Provider. Ab da geht es kostenlos via Internet um die ganze Welt. Egal, wie weit Sie entfernt sind.

Für Ihre Freunde und Bekannte im Ausland kann übrigens auch der umgekehrte Weg interessant sein. Wenn Sie etwa Freunde und Bekannte in den USA haben, melden Sie sich einfach bei einem US-amerikanischen VoIP-Anbieter an, beispielsweise bei Freeworlddialup (www.freeworlddialup.com). Ihre Freunde und Bekannte wählen dann Ihre amerikanische Freeworlddialup-Rufnummer, erreichen Sie aber effektiv zu Hause in Deutschland, der Schweiz oder Österreich.

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Vorteile der VoIP-Internettelefonie: Mehr Komfort; VoIP bietet tolle Komfortfunktionen

Internet-Telefone sehen zwar aus wie normale Telefone; sie haben aber viel mehr zu bieten. Viele Telefone – egal ob „echtes“ Telefon oder Software-Phone – warten mit einer Funktionsvielfalt auf, die Sie bei normalen Telefonen vergeblich suchen.

Der Trick: Im Grunde werkelt in jedem VoIP-Telefon ein kleiner PC inklusive Web-Schnittstelle. Im Browser geben Sie einfach die „Adresse“ Ihres Telefons ein – das ist zum Beispiel die IP-Adresse des Telefons – und schon erscheint die Web-Oberfläche des Telefons. Hierüber können Sie alle Funktionen Ihres VoIP-Telefons nutzen. Ganz bequem vom Browser aus.

Die Hitliste der besten Zusatzfunktionen, die nur Internet-Telefone bieten, lautet:

– Anruf und Rückruf per Mausklick

In der Web-Oberfläche Ihres Telefons erkennen Sie genau, welche Nummern Sie gewählt haben, welche Telefonate Sie angenommen haben und welche Anrufe verpasst wurden. Der Clou: Per Mausklick auf eine Nummer – z.B. die zuletzt gewählte Nummer – wählen Sie automatisch die angeklickte Nummer. Sie müssen nur noch den Hörer abnehmen und auf Ihren Gesprächpartner zu warten. Telefonieren ganz ohne Tastendruck auf dem Telefon.

– Kinderleichte Telefonbuchverwaltung

Häufig gewählte Rufnummern gehören in das Telefonbuch oder Kurzwahlregister des Telefons. Die Eingabe über die Telefontastatur kann bei mehreren Dutzend Rufnummern schnell in eine wahre Sisyphusarbeit ausarten. Bequemer geht’s über die Web-Oberfläche des Telefons. Über den Browser füllen Sie das Kurzwahlregister ganz bequem über die normale PC-Tastatur.

– Logbuch inklusive

Wer hat wann angerufen? Welche Anrufe habe ich verpasst? Und mit wem habe ich gestern wie lange telefoniert? Diese und viele weitere Fragen rund um ein- und ausgehende Gespräche beantwortet das Logbuch des Telefons. Fast jedes Telefon führt intern genau Buch über alle Gespräche. Über die Web-Oberfläche des Telefons können Sie jederzeit einen Blick in das digitale Logbuch werfen und es auswerten. Ein Einzelverbindungsnachweis deluxe.

Keine Sorge um die Privatsphäre: Auf Wunsch können Sie bei fast allen VoIP-Telefonen die Datensammelleidenschaft einschränken. Zum Beispiel lässt sich per Mausklick das Aufzeichnen von Gesprächsdaten unterbinden oder bei den gewählten Nummern die letzten vier Ziffern ausblenden.

– Anrufbeantworter inklusive

Viele VoIP-Anbieter stellen Ihnen kostenlos einen digitalen Anrufbeantworter zur Verfügung. Der befindet sich aber nicht im Telefon, sondern virtuell auf den Servern Ihres VoIP-Anbieters. So kommen Sie in den Genuss eines Anrufbeantworters, auch wenn Ihr Internet-Telefon über keine eigene Anrufbeantworter-Funktion verfügt. Inklusive individueller Ansage und Fernabfrage.

Sobald Sie nicht erreichbar sind oder Ihr Telefon ausgeschaltet ist, leitet Ihr VoIP-Anbieter das Gespräch automatisch auf den internen Anrufbeantworter um. Auf Wunsch benachrichtigt Ihr VoIP-Provider Sie dann per E-Mail, SMS oder direkt im Display über einen neuen Anruf auf dem Anrufbeantworter. Die meisten VoIP-Anbieter stellen diese Service kostenlos zur Verfügung.

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Vorteile der VoIP-Internettelefonie: Stabile Tarifstruktur, nur ein Tarif für alle Gespräche

Wenn Sie regelmäßig per Call-by-Call telefonieren, kennen Sie sicher das Problem: Praktisch täglich tauchen neue Tarife auf, die noch günstigeres Telefonieren versprechen. Den günstigen Tarif von gestern gibt es mitunter schon gar nicht mehr, da er durch den super-günstigen Sondertarif ersetzt wurde.

Erschwerend kommt hinzu, dass einige Tarife extrem schwanken: Das günstige Gespräch zwischen 10 und 12 Uhr kann plötzlich ab 12:01 Uhr doppelt so teuer werden. Wer da Schritt halten und immer günstig telefonieren möchte, muss schon täglich die Tarifvergleich-Webseiten studieren. Am besten vor jedem Gespräch. Eine praktisch unmögliche Aufgabe.

Diese Problematik finden Sie bei VoIP-Anbietern glücklicherweise nicht. Hier ist alles viel einfacher: Die Tarifstruktur der meisten VoIP-Anbieter ist äußerst simpel gehalten. Für deutschlandweite Gespräche gilt rund um die Uhr ein einheitlicher Tarif – egal ob Fern- oder Nahgespräch, egal zu welcher Tageszeit. Zwar können sich auch hier die Preise ändern, allerdings sind VoIP-Tarife zurzeit wesentlich stabiler als Call-by-Call-Tarife.

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VoIP-Internettelefonie: Mehr Kostentransparenz; alle Kosten im Blick

Wenn Sie im klassischen Festnetz günstig telefonieren möchten, kommen Sie an Call-by-Call nicht vorbei. Das Telefonieren mittels Call-by-Call ist beim klassischen Telefonieren zwar günstiger, in Sachen Kostentransparenz bleibt allerdings vieles im Dunkeln.

Denn: Bei anmeldefreien Call-by-Call-Anbieter erfolgt die Abrechnung in der Regel über die monatliche Rechnung der Deutschen Telekom AG. Wenn Sie viele verschiedene Anbieter nutzen, wird die Abrechnung schnell unübersichtlich. Eine Kontrolle, ob die Gebühren auch wirklich korrekt berechnet wurden, ist mit viel Aufwand verbunden. Sie müssten schon die Zeiten der geführten Gespräche von Hand mitprotokollieren und später mit der Rechnung vergleichen. Ein mühsames Unterfangen.

Das sorgt VoIP für wesentlich mehr Klarheit und Kostentransparenz: Bei vielen VoIP-Anbietern können Sie auf der Webseite genau sehen, wann Sie wie lange mit wem telefoniert haben – und was das Gespräch gekostet hat. In der Regel sogar direkt nach dem Gespräch. Die Kostenkontrolle kann praktisch sofort und nicht erst nach Erhalt der Rechnung erfolgen.

Es geht sogar noch weiter: Einige VoIP-Telefone führen ein eigenes Logbuch. Hier können Sie direkt im Telefon ablesen, wann welche Telefonate über welchen Provider stattgefunden haben. Ein Komfort, den nur VoIP-Telefone bieten.

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VoIP-Internettelefonie könnte noch kostenloser sein: Die Sache mit dem Telefonanschluss

Die Internet-Telefonie funktioniert. Die Kosten liegen weit unter den normalen Gebühren. Viele Gespräche sind kostenlos. Bleibt die Frage: Wozu dann noch einen normalen Telefonanschluss behalten? Könnte man nicht einfach auf den Telefonanschluss und die monatliche Grundgebühr verzichten?

Die Antwort ist genau so einfach wie enttäuschend: Nein, Sie können nicht einfach Ihren Telefonanschluss kündigen. In den meisten Fällen ist der DSL-Anschluss – beispielsweise T-DSL der Deutschen Telekom – an den Telefonanschluss gekoppelt. Würden Sie Ihren Telefonanschluss kündigen, wäre im gleichen Zug auch der Internetzugang futsch.

Zwar gibt es von vielfacher Seite den Wunsch und die Forderung, per Regulierung die Deutsche Telekom zu einer Trennung von DSL-Anschluss und Telefonanschluss zu zwingen. Das ist zurzeit (Stand: März 2006) aber nicht absehbar. Die Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) hat in einem im September 2005 veröffentlichten Eckpunktepapier noch einmal ausdrücklich betont, das sie derzeit nicht die Absicht hegt, in den VoIP-Markt einzugreifen und ihn zu regulieren. Auf absehbare Zeit wird es daher bei den meisten Anbietern bei einer Koppelung von DSL-Anschluss und Telefonanschluss bleiben.

Erfreulicherweise gibt es einige wenige Anbieter, die Ihnen einen DSL-Anschluss auch ohne Telefonanschluss – praktisch einen „nackten DSL-Anschluss“ – legen. Hierzu gehören QSC (www.qsc.de) oder Broadnet (www.broadnet.de). Damit könnten Sie Ihre gesamte Telefonie auf VoIP umstellen und komplett auf den klassischen Telefonanschluss verzichten. Zudem sollten Sie genau prüfen, ob der „nackte“ DSL-Anschluss wirklich günstiger ist als der Telefonanschluss Ihres bisherigen Telefonanbieters.

Übrigens: Wegen der Zwangskoppelung müssen Sie zwar in den meisten Fällen in den sauren Apfel beißen und den alten Telefonanschluss behalten. Sie sollten dann aber zumindest die Kosten für den (für VoIP eigentlich nutzlosen) Anschluss minimieren. Wechseln Sie zum Beispiel bei der Deutschen Telekom vom teuren ISDN-Telefonanschluss zum wesentlich günstigern analogen T-Net-Anschluss. Statt 23,95 Euro für einen T-ISDN-Anschluss zahlen Sie dann nur noch knapp 15,95 Euro für die analoge Variante. Immerhin acht Euro pro Monat gespart.

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VoIP-Internettelefonie: Keine Grundgebühr: 0 Euro Fixkosten

Daran hat man sich mittlerweile gewöhnt: Ein Telefonanschluss kostet eine monatliche Grundgebühr. Bei der Deutschen Telekom sind zum Beispiel für einen ISDN-Standardanschluss monatlich knapp 20 Euro fällig. Ob man nun telefoniert oder nicht.

Anders bei VoIP: Bei fast allen VoIP-Anbietern zahlen Sie für den eigentlichen Anschluss, sprich: für die VoIP-Telefonnummer keinen Cent. Es gibt keine monatliche Grundgebühr. Sie zahlen lediglich die Gesprächsgebühren – und auch die fallen nur an, wenn Sie ins Festnetz telefonieren.

Einige Anbieter – z.B. Freenet – fallen aus der Reihe und bieten nur VoIP-Tarife mit monatlicher Grundgebühr an. Darin sind dann meist viele Freiminuten pro Monat enthalten. Aber: Die Grundgebühr ist auch fällig, wenn Sie den Anschluss oder die Freiminuten gar nicht nutzen. Meine Empfehlung: Wenn Sie VoIP zunächst nur ausprobieren möchten, sollten Sie sich erst einmal für einen der zahlreichen Anbieter entscheiden, die keine Grundgebühr berechnen, z.B. sipgate (www.sipgate.de).

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VoIP-Internettelefonie: Kostenlose Gespräche

Das Schönste an VoIP: Viele Gespräche sind komplett kostenlos. Sie kosten keinen Cent – egal, wie lange und wie oft Sie telefonieren. Doch Vorsicht: Viele Anbieter werben mit kostenlosen Gesprächen, ohne genau zu erläutern, wann genau die Gespräche nichts kosten und wann doch Kosten anfallen.

Generell sind kostenlose Gespräche nur unter drei Bedingungen wirklich kostenlos:

Kostenlose Gespräche im gleichen Netz

Bei Gesprächen zwischen zwei VoIP-Nutzern im gleichen VoIP-Netz fallen keine Gebühren an. Im gleichen Netz bedeutet dabei: Beide Gesprächspartner müssen Ihren VoIP-Anschluss beim selben Anbieter haben.

Wenn Sie beispielsweise Ihren VoIP-Anschluss bei sipgate (www.sipgate.de) haben und einen anderen sipgate-Nutzer anrufen, ist dieses Gespräch komplett kostenlos. Der Grund: Obwohl Sie eine normale Telefonnummer gewählt haben, erkennt der sipgate-Server, dass es sich bei der Zielrufnummer ebenfalls um einen sipgate-VoIP-Kunden handelt und wickelt das Gespräch komplett über das Internet ab. Es findet kein Übergang zum klassischen Telefonnetz statt. Kosten: 0 Euro.

Kostenlose Gespräche zu Partnernetzen

Ebenfalls gratis sind Gespräche zu so genannten Partner-Netzwerken. Einige VoIP-Anbieter haben ihre Netze zusammengeschlossen. Sobald Sie eine Rufnummer aus dem Partnernetz anrufen, erkennt das ihr Anbieter und leitet das Gespräch automatisch via Internet zum Partnernetzwerk weiter. Da kein kostenträchtiger Übergang zum klassischen Telefonnetz stattfindet, fallen auch für diese Gespräche keine Kosten an.

Ein Beispiel: Die Anbieter sipgate und web.de sind in Sachen Internet-Telefonie bereits sehr lange Kooperationspartner. Wenn Sie mit Ihrem VoIP-Telefon von sipgate die Rufnummer eines web.de Freephone-Teilnehmers wählen, zahlen Sie für das Gespräch keinen Cent. Der sipgate-Server erkennt automatisch, dass die gewählte Nummer zu einem Partner-VoIP-Netzwerk gehört und leitet es gar nicht erst ins Festnetz, sondern direkt über das Internet zum Partnernetz. Auch hier gilt: Da das Telefongespräche nie das klassische Telefonnetz erreicht, sondern komplett im Internet abgewickelt wird, fallen keine Kosten an.

Kostenlose Gespräche per Direktwahl

Eine pfiffige Variante zum Gratis-Telefonieren via VoIP: Die Verwendung per VoIP-Kennung, im Fachjargon auch URI – Uniform Resource Identifier, zu deutsch: Eindeutige Kennung – oder einfach SIP-Adresse genannt.

Bei den meisten Anbietern erhalten Sie neben einer VoIP-Telefonnummer auch eine SIP-Adresse. Die sieht aus wie eine E-Mail-Adresse ist aber eigentlich eine Telefon-„Nummer“. Beim Anbieter sipgate setzt sich Ihre persönliche SIP-Adresse beispielsweise aus der Rufnummer oder der Kundennummer gefolgt von der Zeichenfolge @sipgate.de zusammen. Sie lautet dann komplett zum Beispiel

8704720@sipgate.de

Beim Anbieter Sipsnip (www.sipsnip.com) hat die SIP-Adresse beispielsweise die Form

Benutzername@sipsnip.com

Die SIP-Adresse sieht zwar aus wie eine E-Mail-Adresse, ist aber keine. Es ist Ihre weltweit erreichbare Internet-Telefonnummer – eben nur in anderer Form.

Der Vorteil der SIP-Adresse: Auch hiermit können Sie bequem kostenlose Telefongespräche führen. Und zwar unabhängig davon, ob Ihr VoIP-Anbieter und der VoIP-Anbieter Ihres Gesprächspartners kooperieren oder nicht. Im Grunde unterhalten Sie sich damit an Ihrem VoIP-Provider vorbei direkt mit dem Ziel-Gesprächspartner. Und das geht folgendermaßen:

1. Bei den meisten VoIP-Telefonen können Sie nicht nur eine Telefonnummer, sondern auch eine SIP-Adresse als „Zielrufnummer“ eingeben. Geben Sie einfach die gewünschte SIP-Adresse Ihres Gesprächspartners ein, – z.B. Benutzername@sipsnip.com – und starten Sie den Wählvorgang.

2. Ihr Telefon wählt daraufhin direkt und ohne Umwege das Telefon Ihres Gesprächspartners an. Der Anruf geht an Ihrem eigenen VoIP-Provider vorbei – sie brauchen ihn auch nicht, denn Ihr Telefon kann dank der SIP-Adresse praktisch selbst den Gesprächspartner finden.

Anhand der Kennung hinter dem @-Zeichen – hier: @sipsnip.com – weiß Ihr Telefon selbständig, dass der Gesprächspartner über den Server sipsnip.com erreichbar ist. Es wählt direkt den sipsnip.com-Server an und sagt ihm gewissermaßen: Bitte stelle mir eine Verbindung zum Benutzer Benutzername her.

3. Das Gespräch kann beginnen. Es bleibt kostenlos, da es komplett im Internet abgewickelt wird und kein Übergang zum klassischen Telefonnetz stattfindet.

Leider gibt es bei dieser Variante der kostenlosen Gespräche einen Haken: Einige VoIP-Anbieter schotten ihre Netze gegen die Direktanwahl von SIP-Adressen ab. So ist beispielsweise die SIP-Adresse von Nikotel (etwa meinname@calamar0.nikotel.com) per Direktwahl nicht von außen erreichbar. Auch bei den großen VoIP-Anbietern wie 1&1, AOL, Freenet, GMX, Tiscali, web.de und T-Online ist die direkte Anwahl der SIP-Adressen nicht möglich. Das ist sehr schade und eigentlich unnötig.

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VoIP-Internettelefonie: Darum ist VoIP so viel besser als das klassische Telefon

Das Interesse an VoIP ist riesengroß. Zahlreiche Anbieter locken mit attraktiven VoIP-Anschlüssen, neuen Internet-Telefonen und Adaptern. Stellt sich die Frage: Ist VoIP wirklich so toll wie versprochen? Die Antwort ist einfach: Ja.

Die acht wichtigsten Vorteile von VoIP im Einzelnen:

– Weniger Kosten: VoIP-Gespräche sind günstiger

– Kostenlose Gespräche: Viele VoIP-Gespräche sind gratis

– Keine Grundgebühr: 0 Euro Fixkosten

– Mehr Kostentransparenz: Übersichtliche Kostenaufstellungen im Web oder direkt im Telefon

– Stabile Tarifstruktur: Ein Tarif für alle Gespräche

– Mehr Komfort: VoIP bietet tolle Komfortfunktionen

– Überall erreichbar: Mit VoIP sind Sie weltweit unter derselben Nummer erreichbar

– Klingeln überall: Mehrere Telefone gleichzeitig klingeln lassen

Weniger Kosten: VoIP ist günstiger

Wichtigster Vorteil der Internet-Telefonie: Es ist billiger. Pro Gespräch zahlen Sie wesentlich weniger als im klassischen Festnetz.

Ein Beispiel: Ein Gespräch von München nach Hamburg kostet mit VoIP zwischen 0 Cent und 1,5 Cent pro Minute – im Schnitt zahlen Sie pro VoIP-Gespräch knapp 1 Cent pro Minute. Im Netz der Deutschen Telekom sind hierfür hingegen knapp 4 Cent fällig, der günstigste Call-by-Call-Anbieter schafft es nicht unter 1,6 Cent (Stand: März 2006). Ein gewaltiger Unterschied.

Wieso sind Internet-Telefonate so günstig? Die Antwort ist einfach: Bei einem normalen Telefongespräch zwischen Hamburg und München muss ein Telefonanbieter für die gesamte Strecke eine separate Telefonleitung aufbauen – die auch nur für dieses Gespräch genutzt werden kann. Die Internet-Telefonie hat es da einfacher: Einfach gesprochen geht das Telefonat in Hamburg erst einmal ins kostengünstigere Internet, kommt erst in München – praktisch vor der Haustüre des Gesprächspartners – wieder aus dem Internet heraus und wechselt erst dort in das Festnetz. Das ist wesentlich kostengünstiger, da praktisch nur die kurze Strecke der so genannten „letzte Meile“ zum Gesprächspartner über das klassische Telefonnetz geführt wird.

Darum ist VoIP so günstig: Im Gegensatz zum normalen Ferngespräch (links) findet beim Internet-Telefonieren der Übergang zum Festnetz („Letzte Meile“) erst kurz vor dem Ziel statt. Jedes Ferngespräch ist damit praktisch ein günstiges Ortsgespräch

Die VoIP-Telefonie hält allen Preisvergleichen Stand. Egal, ob Sie lokal, ins Festnetz, zum Handy oder ins Ausland telefonieren.

Günstiger als Standard-Telefonanschlüsse

Einem Standard-Telefonanschluss der Deutschen Telekom ist VoIP haushoch überlegen. Das gilt auch für die scheinbar attraktiven Tarifoptionen, bei denen Sie sich günstigere Gesprächskosten oder Freiminuten mit einer höheren Grundgebühr erkaufen.

Ein Beispiel: Das Angebot „Call Time“ der Deutschen Telekom ermöglicht für monatlich knapp 4 Euro mehr deutschlandweit bis zu 240 Freiminuten. Per VoIP können Sie zu den gleichen Kosten fast doppelt so lange telefonieren: ca. 400 Minuten. Ebenfalls deutschlandweit.

Günstiger als Telefon-Flatrates

Und wie sieht es bei Telefon-Flatrates aus? Auch hier heißt der Sieger in den meisten Fällen: VoIP. Die Flatrates der traditionellen Festnetzanbieter wie Telekom und Arcor oder Mobilfunkflatrates wie „Base“ lohnen sich nur für wirkliche Vieltelefonierer. Bei der Telefon-Flatrate von Arcor für knapp 20 Euro lohnt sich im Vergleich zur Internet-Telefonie erst, wenn Sie regelmäßig mehr als 2.000 Stunden telefonieren.

Übrigens: Mittlerweile gibt es auch für die Internet-Telefonie attraktive Flatrates. Die liegen mit knapp 10 Euro pro Monat (z.B. von GMX)  für grenzenloses Telefonieren weit unter den klassischen Festnetz-Flatrates.

Günstiger als Call-by-Call

Im Vergleich zum Call-by-Call schmilzt zwar der Vorsprung von VoIP, Sieger bleibt aber in den meisten Fällen auch hier die Internet-Telefonie. Sowohl bei Orts- als auch bei Fern- und Auslandsgespräche ist die Internet-Telefonie deutlich günstiger als die meisten Call-by-Call-Anbieter. Wenn Sie Ihren klassischen Telefonanschluss nicht mehr bei der Deutschen Telekom, sondern z.B. bei Arcor haben, hat sich das Thema Call-by-Call sowieso erledigt: Bei Nicht-Telekom-Anschlüssen ist Call-by-Call fast immer ausgeschlossen.

Zugegeben: Auch bei Call-by-Call-Anbietern finden Sie immer mal wieder 1-Cent-Tarife, die den VoIP-Tarifen ebenbürtig sind. Allerdings ist hier das Kleingedruckte wichtig: Oftmals gelten die niedrigen Tarife nur zu später Abendstunde oder sind nur örtlich begrenzt verfügbar. Nicht selten verschwinden die Spartarife genau so schnell wieder wie sie aufgetaucht sind.

In einem Punkt ist das klassische Call-by-Call häufig noch unschlagbar: Telefonate in die Mobilfunknetze sind in der Regel mit Call-by-Call günstiger als mit VoIP. Während per Internet-Telefonie zwischen 17 und 20 Cent pro Minute anfallen, liegen die Call-by-Call-Anbieter mit knapp 13 Cent noch einiges darunter. Vermutlich wird es aber nicht mehr lange dauern, bis sich auch hier die Preise angenähert haben und VoIP auch bei Gesprächen zum Handy als Sieger hervorgeht.

Ganz konkret: So viel sparen Sie bei VoIP

Ob VoIP-Anbieter, Fachzeitschriften oder Hersteller von Internet-Telefonen: Von allen Seiten hören Sie „VoIP ist billiger“. Doch wie viel billiger ist es genau? Wie viel lässt sich beim Internet-Telefonieren wirklich sparen? Folgendes Beispiel zeigt Ihnen, wie viel Sparpotenzial drin ist.

Als Praxisbeispiel dient eine Telefonrechnung mit knapp 15 Euro Gesprächskosten im Monat. Sie können auch Ihre eigene Telefonrechnung zur Hand nehmen, mitrechnen und sofort erfahren, wie viel Sie sparen können. Gehen Sie zur Ermittlung des Sparpotenzials folgendermaßen vor:

1.    Nehmen Sie Ihre aktuelle Telefonrechnung zur Hand. Bei der Rechnung der Deutschen Telekom finden Sie Ihre aktuellen Gesprächskosten im Bereich Verbindungen Deutsche Telekom – zumeist auf der zweiten Seite. Dort sind alle City- und Deutschland- und Auslandsverbindungen aufgeführt, z.B. in der Form:

Leistung                                                          Menge             Einzelbetrag    Gesamt

22 Cityverbindungen                                      53                    0,0517             2,74

30 Deutschlandverbindungen Tagtarif          93                    0,0775             7,21

Summe Verbindungen Deutsche Telekom                                                  13,50

2.    Nehmen Sie daneben die Tariftabelle Ihres VoIP-Anbieters zur Hand. Falls Sie noch keinen VoIP-Anbieter ausgesucht haben, können Sie beispielhaft einen beliebigen VoIP-Anbieter auswählen – für einen Näherungswert reicht das vollkommen aus. Sehr übersichtlich sind beispielsweise die Tarifseiten von sipgate (www.sipgate.de/user/tarife.php) und dus.net (www.dus.net/index.php?id=preise).

3.    Jetzt geht es ans Vergleichen: Tragen Sie auf der Rechnung hinter dem Einzelbetrag den passenden Einzelbetrag (Cent pro Minute) Ihres VoIP-Anbieters ein. Bei Deutschlandverbindungen beispielsweise 0,0129 Euro, wenn Ihr VoIP-Anbieter 1,29 Cent pro Minute berechnet.

4.    Multiplizieren Sie nun den VoIP-Einzelbetrag mit der Menge, und tragen Sie das Ergebnis auf der Rechnung rechts neben dem Gesamtbetrag, z.B. 0,06837.

5.    Wiederholen Sie diese Schritte mit allen aufgeführten Verbindungen. Zugegeben, das ist zunächst ein wenig mühsam – das Ergebnis wird Sie aber positiv überraschen. Versprochen.

6.    Wichtig: Die Beträge auf der Rechnung der Deutschen Telekom sind Nettobeträge, also ohne Umsatzsteuer. Sie müssen bei der Summe auf der Originalrechnung noch die Umsatzsteuer hinzufügen. Hierzu multiplizieren Sie die Summe einfach mit 1,16 und schon haben Sie die Bruttosumme inklusive Umsatzsteuer, zum Beispiel 13,50 * 1,16 = 15,66.

7.    Spannend wird es, sobald Sie die neu ermittelten VoIP-Gesamtbeträge addieren. Tragen Sie die VoIP-Summe rechts neben die Bruttosumme Rechnung. Mit Sicherheit wird die VoIP-Summe weit niedriger ausfallen als die Summe auf der Rechnung.

7.    Wie viel Sie prozentual sparen, lässt sich ebenfalls leicht ausrechnen: Subtrahieren Sie zunächst von der Telekom-Bruttosumme die VoIP-Summe, z.B. 15,66 – 4,15 = 11,51.

Anschließend teilen Sie das Ergebnis durch die Telekom-Bruttosumme, z.B. 11,51 / 15,66 = 0,73499. Das Ergebnis: Mit VoIP sparen Sie in diesem realen Beispiel knapp 73,5% oder in absoluten Zahlen 11,51 Euro pro Monat. VoIP lohnt sich damit auf jeden Fall.

Beachten Sie bei der Berechnung des Sparpotenzials, dass sich die Ersparnis nur auf die reinen Gesprächskosten beschränken. Die Grundgebühr für den Telefonanschluss können Sie zurzeit noch nicht einsparen – zumindest nicht bei der Deutschen Telekom. Die Ersparnis bei den reinen Gesprächskosten ist aber dennoch beeindruckend.