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VoIP – Telefonieren übers Internet – Die Geschichte der Internet-Telefonie

Voice over IP, VoIP, Internet-Telefonie oder IP-Telefonie: Das Telefonieren übers Internet ist in aller Munde. In nahezu allen Fachzeitschriften und Publikationen ist VoIP ein heißes Thema. Das ist auch kein Wunder, denn: Es funktioniert, es kostet viel weniger, ist meistens sogar kostenlos, und es macht Spaß. Wer via Internet telefoniert, merkt keinen Unterschied zum klassischen Telefon. Es sieht ähnlich aus, es funktioniert genau so und es hört sich auch so an.

Das war nicht immer so. Die ersten Versuche, Telefongespräche über das Internet zu führen, scheiterten kläglich an der miserablen Sprachqualität und häufigen Gesprächsabbrüchen. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Heute sind VoIP-Gespräche glasklar und nicht von normalen Telefongesprächen zu unterscheiden.

VoIP, Internet-Telefonie, Voice over IP – Wie heißt es denn jetzt?

Gar nicht so einfach, einen griffigen Namen für die neue Art zu Telefonieren zu finden. In der Internet-Welt ist man sich noch nicht ganz einig, wie die neue Technik denn nun heißen soll. Und so finden Sie in Zeitungen und Zeitschriften aber auch bei den Anbietern immer wieder verschiedene Bezeichnung. Gemeint ist aber immer dasselbe: Das Telefonieren über eine bestehende Internet-Verbindung. Die gängigsten Bezeichnungen sind:

– VoIP (gesprochen: woip)

– Voipen

– Voice over IP

– Internet-Telefonie

– IP-Telefonie

– DSL-Telefonie

Auch wenn es etwas holprig klingt: Das Akronynom „VoIP“ hat sich mittlerweile als Standardbegriff durchgesetzt. Vermutlich wird es nicht lange dauern, bis er sogar Einzug in den Duden findet.

Eine kurze Geschichte der Internet-Telefonie

Auch wenn die Internet-Telefonie brandneu erscheint und sich anschickt, das klassische Telefon abzulösen: Ganz so neu wie es scheint ist VoIP gar nicht. Im Grunde ist VoIP schon über zehn Jahre alt. Die rasante, aber holprige Geschichte der VoIP-Technologie liest sich folgendermaßen:

Mitte der 1990er Jahre: Erste mühsame Gehversuche

Die ersten Versuche, Sprache über das Internet zu schicken, fanden Mitte der 1990er Jahre statt. Als Pionier gilt das israelische Unternehmen Vocaltec, das 1995 mit einer Software namens iPhone eines der ersten Programme zum Telefonieren im Internet entwickelte.

Die Ergebnisse waren allerdings ernüchternd. Die Gespräche konnten nur im so genannten Halbduplex-Verfahren stattfinden: Die Gesprächspartner konnten nur abwechselnd kommunizieren. Man konnte entweder sprechen oder zuhören; beides zusammen war nicht möglich. Die ersten Gehversuche in Sachen Internet-Telefonie erinnerten damit eher an ein Walki-Talki als einem echten Telefon. Hinzu kamen eine miserable Sprachqualität und häufige Gesprächsabbrüche. Für den Praxiseinsatz untauglich.

Eine weitere Hürde: Die Gespräche konnten nur zwischen zwei Gesprächspartner stattfinden, die über die identische Software verfügten. An Gespräche mit „echten“ Telefonen im Festnetz oder zum Handy war nicht zu denken.

Anfang des neuen Jahrtausends: Wichtige Hürden genommen

Die Ursache für die schlechte Sprachqualität war schnell gefunden: Die bis dahin weit verbreiteten Modem- und ISDN-Internet-Leitungen waren für die Übertragung von Sprachdaten einfach zu langsam und völlig ungeeignet. Das hat sich mit dem Boom der DSL-Anschlüsse radikal geändert. Moderne DSL-Anschlüsse sind „breit“ genug für glasklare Telefongespräche via Internet.

Einen weiteren Schub brachten moderne Kompressionsverfahren. Sie wandeln die Sprache in möglichst kleine Datenpakete um und ermöglichen sogar mehrere Gespräche gleichzeitig über eine einzige DSL-Leitung.

Eine wichtige Rolle spielen die so genannten Protokolle, die genau regeln, wie ein Telefongespräch im Internet abläuft. Die Entwicklung des SIP-Protokolls (Session Initiation Protocol) im Jahr 1999 sowie die Verbesserung 2002 legten den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Internet-Telefonie. Die meisten Internet-Telefonate laufen nach den Regeln des SIP-Protokolls ab.

Ab 2004: Jetzt funktioniert VoIP wirklich

Seit knapp zwei Jahren ist VoIP nicht mehr aufzuhalten. Der endgültige Durchbruch gelang zirka 2004, als zwei Ereignisse zusammen trafen: Zum einen wurden die Internet-Telefone immer ausgeklügelter und einfacher zu bedienen; zum anderen stellten immer mehr Anbieter so genannte Gateways zum Festnetz zur Verfügung. Die Gateways funktionieren im wahrsten Sinn des Wortes als Tor zum klassischen Festnetz, sie sind die Schnittstelle zwischen Internet-Telefonen und normalen Telefonen oder Handys. Seitdem können Sie vom Internet-Telefon aus weltweit jedes beliebige Telefon erreichen – und sind umgekehrt von überall erreichbar.

Aus dem bis dato nur als Nischenprodukt bekannten VoIP wurde eine echte Alternative zum klassischen Telefon. Eine bessere obendrein.

Jetzt bekommen die Großen Angst

Die Entwicklung auf dem VoIP-Markt ist rasant. Experten schätzen, dass bis spätestens zum Jahr 2010 alle Telefongespräche über das Internet abgewickelt werden. Die Gespräche finden dann oftmals kostenlos oder zu minimalen Kosten im Cent-Bereich statt. Das lässt bei den klassischen Telefonkonzernen die Alarmglocken schrillen. Große Anbieter wie Deutsche Telekom oder Arcor sind alarmiert: Wenn jeder via VoIP nur noch kostenlos oder zu minimalen Kosten plaudert, steht viel Umsatz auf dem Spiel.

VoIP mischt den Telefonmarkt also kräftig auf. Für Telefonkonzerne aber kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Im Gegenteil: Sie mischen mit im VoIP-Markt und werden selbst Anbieter der Internet-Telefonie. Intern verwenden Anbieter wie die Deutsche Telekom sowieso schon seit mehreren Jahren die VoIP-Technologie. Die Deutsche Telekom möchte bis zum Jahr 2012 sämtliche Telefongespräche nicht mehr über das bisherige Festnetz, sondern über Internet-Leitungen führen. Das klassische Telefonnetz hätte dann ausgedient.

Ob es wirklich so weit kommt, und ob der ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten. Eines ist aber sicher: Das Telefonieren über das Internet ist bereits heute Realität. Es funktioniert. Und es ist wesentlich günstiger als das klassische Telefonat. In vielen Fällen plaudern Sie sogar kostenlos.

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Gesundheitliche Risiken durch WLAN/Funkstrahlen und Bluetooth-Strahlen?

 Die vom WLAN-Sender ausgestrahlte elektromagnetische Strahlung im Mikrowellenbereich liegt weit unter den vom Gesetzgeber vorgegebenen Grenzwerten. Ein WLAN steigert zwar den Elektrosmog im Haus, die Belastung durch ein Funknetzwerk ist aber um ein Vielfaches geringer als durch ein Schnurlostelefon oder ein Handy.

Die Strahlungsleistung von WLAN-Geräten liegt bei knapp 0,1 Watt, Handys strahlen hingegen mit einer Leistung von über einem Watt. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz stuft WLAN nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft als unbedenklich ein. Weitere Infos zum Thema finden Sie auf den Webseiten des Bundesamts für Strahlenschutz unter

www.bfs.de/bfs/druck/infoblatt/Bluetooth_WLAN.html

sowie

www.emf-forschungsprogramm.de

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WLAN/Funknetzwerke unterwegs: Hotspots finden

Ursprünglich war WLAN lediglich auf den privaten Hausgebrauch oder auf kleine Unternehmen beschränkt. Diese Grenzen hat die Funktechnologie längst überschritten. Immer mehr Hotels, Gaststätten, Biergärten, Campingplätze, Einkaufszentren, Tankstellen und Buchhandlungen stellen öffentliche WLAN-Netzwerke zur Verfügung – im Fachjargon „Hotspots“, frei übersetzt: heiße Punkte genannt. Oft zeigt ein Schild mit einem Hotspot-Logo, dass sich hier ein öffentlicher Hotspot befindet. Leider verwenden die verschiedenen Anbieter wie Vodafone oder T-Online jeweils unterschiedliche Logos.

Der Service ist äußerst praktisch. Dank der fast überall verfügbaren Hotspots brauchen Sie nur noch ein Notebook mit WLAN-Adapter, um jederzeit und überall online zu sein, etwa im Hotel oder Restaurant. Modem oder Telefonkabel sind überflüssig.

Bezahlt wird über die Internetrechnung Ihres Providers, Voucher (vorausbezahlter Gutschein) oder Kreditkarte. Das Surfen per öffentlichem Hotspot kann aber teuer werden: Pro Stunde Hotspot-Nutzung sind häufig zwischen 1 und5 Euro fällig.

Hotspots finden

Das Netz der öffentlich zugänglichen Hotspots wird immer dichter. Über 10.000 Hotspots in mehr als 2.000 Städten gibt es bundesweit bereits, Tendenz steigend. Um einen Hotspot ausfindig zu machen, eignet sich am besten das Internet. Es empfiehlt sich daher, vor einer Reise nach Hotspot-Standorten zu recherchieren. Zahlreiche Anbieter pflegen Datenbanken mit den Standorten aller verfügbaren Hotspots, zumeist gefüttert mit Informationen zu Kosten und Abrechnungsmodalitäten.

Folgende Datenbanken eignen sich zum Auffinden eines Hotspots in der Nähe:

Portel Hotspot-Finder
http://hotspot.portel.de/hotspot_portel/index.htm
Die Hotspot-Datenbank von Portel listet in Zusammenarbeit mit dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten die Standorte von über 8.000 Hotspots in Deutschland.

T-Online Hotspot-Finder
http://www.hotspot.de/
Der Internetanbieter T-Online zeigt auf der Hotspot-Seite eine Übersicht seiner eigenen Hotspot-Zugänge. Hotspots anderer Anbieter bleiben hier leider außen vor.

Hotspotfinder
www.hotspotfinder.de
Beim Hotspotfinder, einem Dienst der YellowMap AG, genügt die Eingabe der PLZ und Strasse, um alle Hotspots in der Umgebung ausfindig zu machen. Für Großstädte steht eine praktische Schnellsuche zur Verfügung. Die Karte zeigt anschaulich, wo genau sich die Hotspots befinden.

Mobileaccess
www.mobileaccess.de
Mobile pflegt eine umfassende Datenbank bundesweiter Hotspots. Die Bedienung ist allerdings umständlich. Um die Details zu Hotspots anzuzeigen, müssen Sie sich zunächst registrieren.

Hotspot-Locations
www.hotspot-locations.com
Wer nicht nur in Deutschland, sondern weltweit per Hotspot online sein möchte, findet bei Hotspot Locations über 30.000 weltweit verfügbare Hotspots. Spitzenreiter ist Europa mit über 16.000 Hotspots.