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Surfen im Netz: Gezielt World-Wide-Web-Seiten aufrufen

Jede Seite im World Wide Web verfügt über eine eindeutige Adresse, ähnlich der persönlichen Postadresse oder der weltweit eindeutigen Telefonnummer. Die Microsoft-Seite verfügt beispielsweise über die Adresse www.microsoft.de. Sobald die Verbindung zum Internet steht und eventuell die Startseite dargestellt wurde, können Sie jede beliebige Seite im World Wide Web auf Ihrem Bildschirm darstellen lassen, vorausgesetzt, Sie kennen die Internet-Adresse.

Das Prinzip ist einfach: Geben Sie die Adresse in das obere Eingabefeld des Browsers ein, zum Beispiel http://www.kostenlos.de, und bestätigen Sie die Eingabe mit der Return-Taste. Der Browser stellt daraufhin eine Verbindung zur jeweiligen Web-Seite her und stellt sie entsprechend dar. Bei den meisten Browsern, so auch beim Internet Explorer und Netscape Navigator, können Sie das Kürzel http:// vor der Adresse auch weglassen. Die Eingabe www.kostenlos.de genügt vollkommen.

Während des Surfens lohnt sich ein Blick auf die Statuszeile am unteren Bildschirmrand des Browsers. Hier informiert das Programm stets über den Fortschritt der Datenübertragung verfolgen. So erfahren Sie beispielsweise, ob der Browser gerade eine Verbindung aufbaut, eine Seite öffnet, eine Grafik herunterlädt oder auf die Antwort der Gegenstelle wartet. Anhand des Symbols in der oberen rechten Ecke des Browser-Fensters können Sie darüber hinaus erkennen, ob derzeit Daten über die Telefonleitung fließen oder nicht. Dreht sich das Explorer-Symbol oder bewegt sich das Netscape-Logo, empfängt oder verschickt der Browser gerade Daten über die Leitung; ruht das Symbol, steht auch die Datenkommunikation still. Auf diese Weise können Sie auf einem Blick erkennen, ob eine Verbindung erfolgreich aufgebaut werden konnte oder nicht.

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Die Startseite des Browsers

Daß sich die meisten Browser in der Bedienung kaum unterscheiden, zeigt sich bereits beim Start. Nachdem Sie einen Telefonverbindung in das Internet hergestellt und den Browser gestartet haben, erscheint zunächst die Startseite – im Internet-Jargon auch Homepage genannt – des jeweiligen Browser-Herstellers. Beim Internet Explorer die Homepage von Microsoft und beim Navigator die Startseite von Netscape. Hierbei handelt es sich nicht etwa um eine Seite, die auf dem lokalen Computer gespeichert ist, es ist die „echte“ Internet-Seite aus Kalifornien, Washington oder Bayern.

Auch wenn Sie eine Zeit lang im Internet „gesurft“ sind und andere Seiten besucht haben, können Sie jederzeit wieder zur Startseite des Browsers zurückkehren. Hierzu steht im Browser eine eigene Schaltfläche namens Startseite oder Anfang zur Verfügung. Mehr noch: Wem die voreingestellte Startseite des Browsers nicht zusagt, kann jederzeit eine x-beliebige Internet-Seite zur neuen Startseite ernennen. Im Internet-Explorer erfolgt der Austausch der Startseite über den Menübefehl Ansicht -> Optionen -> Navigation, während Netscape-Benutzer den Menübefehl Bearbeiten -> Einstellungen > Anfangsseite (Version 4) bzw. Optionen -> Allgemeine Einstellungen -> Anfangsseite (Version 3) aufrufen.

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Von hier nach da – Im World Wide Web navigieren

Lassen Sie sich von den Dimensionen des Internet nicht abschrecken. Trotz unzähliger Computer, Adressen, und Dokumente ist das „Surfen im Datenmeer“ im Grunde recht simpel. Die hierzu notwendige Software – der sogenannte Browser – liegt bereits in der dritten bzw. vierten Generation vor und läßt sich kinderleicht bedienen. Bereits nach den ersten, vielleicht noch etwas wackeligen Schritten im World Wide Web werden Sie sich schnell mit der grundlegenden Bedienung der World-Wide-Web-Browser auskennen. Sie werden sehen: Das Surfen im World Wide Web macht einfach nur Spaß.

Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, welchen Browser Sie verwenden. Sie sollten sich jedoch an die Marktführer Microsoft bzw. Netscape halten, deren Web-Software auf den Namen Netscape Communicator bzw. Navigator sowie Microsoft Internet Explorer hört. Der Internet Explorer liegt bei neuen Computern automatisch dem Betriebssystem Windows 95 bei, den Netscape Navigator erhalten Sie beispielsweise als Kunde von T-Online. Es ist egal, ob Sie sich für den Navigator oder den Internet Explorer entscheiden, beide Browser sind auf der Höhe der Zeit und unterscheiden sich nur wenig in der Handhabung. Auf den Einsatz anderer Browser, etwa NCSA Mosaic, sollten Sie jedoch verzichten. Die „dritte Garde“ ist technisch meist einige Schritte zurück und es ist zu bezweifeln, daß sie den beiden Marktführern in naher Zukunft das Wasser reichen können.

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So funktionieren Internetadressen Com, De & Co.

Wer die Internet-Adressen genau betrachtet, erkennt schnell, daß die Adressen in der Regel nach dem gleichen Muster aufgebaut sind. Die meisten Adressen bestehen aus drei Teilen, die durch Punkte voneinander getrennt sind. Den meisten Adressen steht ein www. voran, etwa www.audi.de. Die drei W’s kennzeichnen die Adresse als World-Wide-Web-Seite, jeder Internet-Anwender weiß sofort: Dahinter steckt eine Web-Seite.

Der wichtigste Teil kommt zumeist direkt nach dem www; hier steht in der Regel der eigentliche Name der Seite. Zumeist sagt der Name sofort aus, um welchen Anbieter es sich handelt oder welche Art von Informationen Sie auf der Seite finden. Bei der Adresse www.audi.de wird sofort klar, daß es sich um das Web-Angebot des Autobauers Audi handelt. Auf der Internet-Seite www.auto.de dreht sich beispielsweise alles rund um den fahrbaren Untersatz, und unter www.gewinner.de finden Sie jede Menge Gewinnspiele. Kurz: Die Web-Adresse sagt bereits viel über den Inhalt der Seite aus.

Leider gilt das nicht in allen Fällen. Oftmals trifft man im Internet auf regelrechte Bandwurmadressen mit nur geringer Aussagekraft. Hierzu gehören vor allem private Internet-Seiten, die beispielsweise auf dem Computernetzwerk von Universitäten abgelegt sind. Die Adresse kann dann durchaus schon mal das weniger aussagekräftige Format www.physcip.uni-duisburg.de/~TKrome aufweisen.

Goldgräberstimmung auf dem Namen-Markt

Im Internet sind die Namen für World-Wide-Web-Seiten einmalig. Die Adresse www.bmw.de existiert nur ein einziges Mal und weist auf das Web-Angebot der Bayerischen Motorenwerke. Da für die Vergabe der Internet-Namen das Recht „Wer zuerst kommt, malt zuerst“ gilt, kommt es teilweise zur regelrechten Goldgräberstimmung auf dem Domain-Namen-Markt. Potentielle Internet-Anbieter stecken in weiser Voraussicht bereits frühzeitig ihren „Claim“ ab, um den Namen für einen späteren Internet-Auftritt zu reservieren.

Die Namen werden langsam knapp, teilweise werden Domain-Namen sogar gehamstert und auf Verdacht reserviert, in der Hoffnung, sie später an Interessenten verkaufen zu können. So geschehen beim Drucker-Hersteller Epson. Da die Adresse epson.de bereits registriert war und mit dem Besitzer des Namens keine Einigung erzielt werden konnte, ist Epson im Internet jetzt nur unter dem längeren Namen www.epson-deutschland.de erreichbar. Mittlerweile existieren im Internet sogar erste Tausch- und Verkaufsbörsen für Domain-Namen.

Die Rechtslage ist zwar noch nicht eindeutig, doch bietet § 12 BGB und §§ 14, 15 Markengesetz einen gewissen Schutz vor dem Namenklau. Wenn ein Anbieter die Rechte für einen Namen, eine geschäftliche Bezeichnung oder eine Marke besitzt, kann die stibitzte Web-Adresse zurückgefordert werden. Nicht schützbar sind allerdings Gattungsbezeichnungen wie Obst, Mineralwasser oder Zeitschrift. Namensverletzungen liegen jedoch dann vor, wenn die unbefugte Benutzung eine Verwechslungsgefahr birgt. So erstritt die Stadt Heidelberg vor dem Landgericht Mannheim (Az. 7 O 60/06) das Namensrecht für die Web-Adresse www.heidelberg.de.

Besonders interessant und aufschlußreich ist der dritte und zumeist letzte Part einer URL: Die Länderkennzeichnung. Anhand des Kürzels .de in der Adresse www.zdf.de ist beispielsweise sofort ersichtlich, daß es sich um ein deutsches Angebot handelt. Für jedes Land gibt es im Internet ein eigenes Kürzel; mit wenigen Ausnahmen entspricht die Kennzeichnung der ISO-3116-Norm. Unsere niederländischen Nachbarn verwenden beispielsweise das Kürzel .nl, während französische Web-Seiten mit .fr enden.

Kürzel für die Länderkennzeichnung (Auszug)

Kürzel Land

at Österreich

be Belgien

ca Kanada

ch Schweiz

de Deutschland

es Spanien

fr Frankreich

hk Hong Kong

it Italien

nl Niederlande

nz Neuseeland

uk Großbritannien

us USA

Das Kürzel .us zur Kennzeichnung US-amerikanischer Seiten findet im World Wide Web jedoch nur sehr selten Anwendung. Angebote aus den USA weisen überwiegend die Kennung .com auf. Das liegt an der Kinderstube des World Wide Web. Da zu Beginn die meisten Angebote in den USA zu finden waren, wurden die verschiedenen Angebote nicht mit einer Länderkennzeichnung, sondern mit einem Kürzel der jeweiligen Organisation versehen. Kommerzielle Unternehmen haben im Internet-Namen beispielsweise das Kürzel .com, Hochschulen und Universitäten sind an der Endung .edu zu erkennen, und amerikanische Regierungseinrichtungen schmücken sich mit .gov. Das weiße Haus in Washington findet sich beispielsweise unter der Adresse www.whitehouse.gov.

Kennzeichnung der US-amerikanischen Organisationen

.com Commercial, kommerzielle Unternehmen

.edu Educational, Hochschulen und Universitäten

.gov Government, amerikanische Regierungseinrichtungen

.mil Military, militärische Einrichtungen und Organisationen

.net Network, administrative Einrichtungen für ein Netzwerk oder Internet-Anbieter

.org Organization, private Organisationen

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So funktionieren Internetadressen Com, De & Co.

Wer die Internet-Adressen genau betrachtet, erkennt schnell, daß die Adressen in der Regel nach dem gleichen Muster aufgebaut sind. Die meisten Adressen bestehen aus drei Teilen, die durch Punkte voneinander getrennt sind. Den meisten Adressen steht ein www. voran, etwa www.audi.de. Die drei W’s kennzeichnen die Adresse als World-Wide-Web-Seite, jeder Internet-Anwender weiß sofort: Dahinter steckt eine Web-Seite.

Der wichtigste Teil kommt zumeist direkt nach dem www; hier steht in der Regel der eigentliche Name der Seite. Zumeist sagt der Name sofort aus, um welchen Anbieter es sich handelt oder welche Art von Informationen Sie auf der Seite finden. Bei der Adresse www.audi.de wird sofort klar, daß es sich um das Web-Angebot des Autobauers Audi handelt. Auf der Internet-Seite www.auto.de dreht sich beispielsweise alles rund um den fahrbaren Untersatz, und unter www.gewinner.de finden Sie jede Menge Gewinnspiele. Kurz: Die Web-Adresse sagt bereits viel über den Inhalt der Seite aus.

Leider gilt das nicht in allen Fällen. Oftmals trifft man im Internet auf regelrechte Bandwurmadressen mit nur geringer Aussagekraft. Hierzu gehören vor allem private Internet-Seiten, die beispielsweise auf dem Computernetzwerk von Universitäten abgelegt sind. Die Adresse kann dann durchaus schon mal das weniger aussagekräftige Format www.physcip.uni-duisburg.de/~TKrome aufweisen.

Goldgräberstimmung auf dem Namen-Markt

Im Internet sind die Namen für World-Wide-Web-Seiten einmalig. Die Adresse www.bmw.de existiert nur ein einziges Mal und weist auf das Web-Angebot der Bayerischen Motorenwerke. Da für die Vergabe der Internet-Namen das Recht „Wer zuerst kommt, malt zuerst“ gilt, kommt es teilweise zur regelrechten Goldgräberstimmung auf dem Domain-Namen-Markt. Potentielle Internet-Anbieter stecken in weiser Voraussicht bereits frühzeitig ihren „Claim“ ab, um den Namen für einen späteren Internet-Auftritt zu reservieren.

Die Namen werden langsam knapp, teilweise werden Domain-Namen sogar gehamstert und auf Verdacht reserviert, in der Hoffnung, sie später an Interessenten verkaufen zu können. So geschehen beim Drucker-Hersteller Epson. Da die Adresse epson.de bereits registriert war und mit dem Besitzer des Namens keine Einigung erzielt werden konnte, ist Epson im Internet jetzt nur unter dem längeren Namen www.epson-deutschland.de erreichbar. Mittlerweile existieren im Internet sogar erste Tausch- und Verkaufsbörsen für Domain-Namen.

Die Rechtslage ist zwar noch nicht eindeutig, doch bietet § 12 BGB und §§ 14, 15 Markengesetz einen gewissen Schutz vor dem Namenklau. Wenn ein Anbieter die Rechte für einen Namen, eine geschäftliche Bezeichnung oder eine Marke besitzt, kann die stibitzte Web-Adresse zurückgefordert werden. Nicht schützbar sind allerdings Gattungsbezeichnungen wie Obst, Mineralwasser oder Zeitschrift. Namensverletzungen liegen jedoch dann vor, wenn die unbefugte Benutzung eine Verwechslungsgefahr birgt. So erstritt die Stadt Heidelberg vor dem Landgericht Mannheim (Az. 7 O 60/06) das Namensrecht für die Web-Adresse www.heidelberg.de.

Besonders interessant und aufschlußreich ist der dritte und zumeist letzte Part einer URL: Die Länderkennzeichnung. Anhand des Kürzels .de in der Adresse www.zdf.de ist beispielsweise sofort ersichtlich, daß es sich um ein deutsches Angebot handelt. Für jedes Land gibt es im Internet ein eigenes Kürzel; mit wenigen Ausnahmen entspricht die Kennzeichnung der ISO-3116-Norm. Unsere niederländischen Nachbarn verwenden beispielsweise das Kürzel .nl, während französische Web-Seiten mit .fr enden.

Kürzel für die Länderkennzeichnung (Auszug)

Kürzel Land

at Österreich

be Belgien

ca Kanada

ch Schweiz

de Deutschland

es Spanien

fr Frankreich

hk Hong Kong

it Italien

nl Niederlande

nz Neuseeland

uk Großbritannien

us USA

Das Kürzel .us zur Kennzeichnung US-amerikanischer Seiten findet im World Wide Web jedoch nur sehr selten Anwendung. Angebote aus den USA weisen überwiegend die Kennung .com auf. Das liegt an der Kinderstube des World Wide Web. Da zu Beginn die meisten Angebote in den USA zu finden waren, wurden die verschiedenen Angebote nicht mit einer Länderkennzeichnung, sondern mit einem Kürzel der jeweiligen Organisation versehen. Kommerzielle Unternehmen haben im Internet-Namen beispielsweise das Kürzel .com, Hochschulen und Universitäten sind an der Endung .edu zu erkennen, und amerikanische Regierungseinrichtungen schmücken sich mit .gov. Das weiße Haus in Washington findet sich beispielsweise unter der Adresse www.whitehouse.gov.

Kennzeichnung der US-amerikanischen Organisationen

.com Commercial, kommerzielle Unternehmen

.edu Educational, Hochschulen und Universitäten

.gov Government, amerikanische Regierungseinrichtungen

.mil Military, militärische Einrichtungen und Organisationen

.net Network, administrative Einrichtungen für ein Netzwerk oder Internet-Anbieter

.org Organization, private Organisationen

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So findet man sich im World Wide Web zurecht: Die URL

Die Dimensionen des weltweiten Internet sind enorm: Zirka 70 Millionen Internet-Benutzer tummeln sich auf etwa 17 Millionen Computern. Die Anzahl der World-Wide-Web-Seiten wird auf 30 Millionen geschätzt, Tendenz stark steigend. Wie behält man bei einem derart gewaltigen Informationsangebot den Überblick? Wie gelangt man zu der Informationen, die man sucht? Die Erfinder des World Wide Web haben sich darüber natürlich Gedanken gemacht und eine verblüffend einfache Lösung auf die Beine gestellt.

Eine eindeutige Adresse: die URL

Die Idee: Jede, aber auch wirklich jede Seite im Internet erhält eine eindeutige und weltweit einmalige Adresse. Ähnlich einer weltweit eindeutigen und einmaligen Postanschrift oder Telefonnummer. Die Firma Microsoft ist im World Wide Web beispielsweise unter der Adresse http://www.microsoft.de erreichbar, das weiße Haus in Washington hört auf die Adresse http://www.whitehouse.gov, und der Deutsche Bundestag ist im World Wide Web unter der Adresse http://www.bundestag.de präsent. Jedes Angebot im World Wide hat eine ähnlich aufgebaute Adresse, die im weltweiten Netz einmalig ist und von keiner anderen Seite benutzt wird. Das zugrundeliegende Konzept heißt Uniform Resource Locator (URL), frei übersetzt: Eindeutiger Objekt-Bezeichner.

Das Prinzip ist einfach: Die Adresse jeder World-Wide-Web-Seite beginnt mit dem Kürzel http://, es kennzeichnet die Adresse als World-Wide-Web-Adresse. Das Kürzel steht für HyperText Transfer Protocol, die netzinterne Sprache des WWW. Nebem dem World Wide Web existieren im Internet noch andere Dienste, denen ein anderes Kürzel voransteht, beispielsweise ftp:// oder news://. Hinter dem Kürzel steht jeweils der Name des Computers, beispielsweise www.siemens.de für den Web-Server der Firma Siemens. Diese beiden Angaben genügen eigentlich schon zur eindeutigen Identifizierung eines Computers, etwa des Siemens-Computers.

Doch nicht nur komplette Computer, jede einzelne Seite im World Wide Web verfügt über eine eigene Adresse. Hierzu wird der Name und eine weiter Pfadangabe ergänzt, die genau festlegt, wo die jeweilige Datei zu finden ist. Die Adresse http://www.ard.de/plusminus/wirtschaftspolitik/index.html besagt zum Beispiel, das sich die Seite index.html im Ordner /plusminus/wirtschaftspolitik des Computers www.ard.de befindet. Somit erhält jede Seite seine individuelle Bezeichnung, und das weltweit.

Das Geheimnis der Internet-Namen

Die Vergabe von Namen für jeden einzelnen World-Wide-Web-Server ist eigentlich eine Notlösung, wenn auch eine elegante Notlösung. Denn eigentlich verfügen die Internet-Computer über eindeutige Nummern. Der Server der ARD hat beispielsweise die Nummer 192.141.101.141. Natürlich kann sich kein Mensch die Ziffernfolgen der unzähligen Internet-Rechner merken. Die Abkürzungen à la www.ard.de oder www.mercedes.de ist in den meisten Fällen nicht nur kürzer, sondern läßt sich wesentlich einfacher merken. Unter der Motorhaube arbeitet das Internet aber weiterhin mit der Ziffernfolge. Um Zahlensalat zu vermeiden, stehen bei jedem Internet-Anbieter sogenannte Domain Name Service-Server (DNS). Die DNS-Computer haben nur eine einzige Aufgabe: Sie zaubern aus den Klartext-Adressen, wie www.microsoft.de oder www.kostenlos.de die jeweilige rein numerische Netzwerkadresse nach dem Muster 123.123.123.123. Die DNS-Computer sind praktisch die Adreßbücher des Internet.

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Geschichte der Webbrowser: Sicherheit ist Trumpf?

Gerade im Internet spielt die Sicherheit eine besonders große Rolle. Schließlich liegen auf dem PC, der an das Internet angeschlossen ist, zumeist sensible Daten wie Verträge, vertrauliche Briefe oder Finanzdaten. Und sobald eine Verbindung zum Internet besteht, ist der Computer – zumindest theoretisch – von jedem anderen Computer im Internet erreichbar. Da die World-Wide-Web-Browser das Tor zum Internet darstellen, haben sich die Programmierer einige Sicherheitsmechanismen ausgedacht, um das Tor nicht zum Schlupfloch für Unbefugte werden zu lassen. Allerdings mit mäßigem Erfolg. In regelmäßigen Abständen werden neue Sicherheitslücken entdeckt, die die Programmierer hastig wieder schließen müssen. Das zeigen vor allem die Versionsnummern der Internet-Browser, etwa Netscape Navigator 3.02 oder Internet Explorer 3.02.

Hinter den ungeraden Versionsnummer verstecken sich sogenannte Updates (Aktualisierungen, Ergänzungen), die bestehende Fehler und vor allem bestehende Sicherheitslücken bereinigen. Trotz aller Bemühungen, die World-Wide-Web-Browser so sicher wie möglich zu machen, wurden bislang stets neue Lücken entdeckt. Microsofts Internet Explorer hatte beispielsweise mit Sicherheitslücken zu kämpfen, die im schlimmsten Fall den direkten Zugriff auf die Dateien des lokalen Computers gewähren. Sobald ein Leck gefunden wird – zumeist nicht von Microsoft selbst, sondern von findigen Programmierern oder sogenannten „Hackern“ – erscheint kurze Zeit später das passende Update auf die Version 3.01 und 3.02.

Prämien für Bug-Jäger

Um die Sicherheit zu erhöhen, hat Netscape eine Prämie von 1.000 US-Dollar für jeden gefundenen Fehler – auch „Bug“ genannt – ausgesetzt. Einigen „Hackern“ scheint das nicht genug zu sein. Ein dänische Programmierer, der die eklatante Sicherheitslücke im Netscape Navigator 4.0 entdeckte, wollte sich sein Wissen mehr kosten lassen. Da Netscape nicht mehr als die zugesagten 1.000 Dollar zahlen wollte, ging der Däne an die Presse. Netscape entdeckte den Fehler schließlich in eigener Regie.

Auch Netscape ist nicht vor gefährlichen Lecks im Sicherheits-Mechanismus des Browsers gefeiht. Das wurde besonders im Juni 1997 kurz nach der Veröffentlichung der Version 4.0 des Netscape Communicators deutlich. Nur eine Woche nach dem Stapellauf des neuesten Browsers, mußte Netscape die Version 4.01 nachschieben. Der Grund: Ein dänischer Programmierer hatte eine nicht gerade kleine Sicherheitslücke entdeckt. Der Fehler erlaubte es jedem Angreifer, beliebige Dateien der lokalen Festplatte herunterzuladen.

Die Serie der entdeckten Fehler reißt nicht ab: Anfang Juli wurde bekannt, daß Web-Seiten mit eingebetteten JavaSkript-Elementen die Bewegungen der Anwender aufzeichnen können. Prompt legten Netscape und Microsoft eine weitere Versionsnummer zu. Da der Fehler jedoch keine großen Auswirkungen hat, zumindest handelt es sich nicht um eine gefährliche Sicherheitslücke, fällt der Versionssprung nicht ganz so groß aus. Die aktuelle Versionsnummer wird einfach um einen Buchstaben ergänzt. Der aktuelle Netscape Communicator (Stand: 17.07.1997) verfügt seither über die kryptische Versionsnummer 4.01a. Daß weitere Versionen folgen, ist nicht auszuschließen, gilt unter Fachleuten sogar als sicher.

Das Verheerende der entdeckten Fehler: Die Sicherheitslücken treten selbst dann auf, wenn im World-Wide-Web-Browser sämtliche Sicherheitsmechanismen aktiviert sind, der Anwender sich also in Sicherheit wiegt. Die Browser erlauben etwa das Abschalten der aktiven Inhalte, wie Java oder ActiveX, die gerade wegen ihrer aktiven Fähigkeiten ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellen. Auch das Herunterladen von Animationen, Multimedia-Komponenten oder andere Erweiterungen kann auf Wunsch unterbunden werden. Und dennoch: Trotz aller Sicherheitsmechanismen und regelmäßiger Updates bleibt ein gewisses Restrisiko. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte daher sensible und vertrauliche Daten nicht auf dem gleichen Computer speichern, mit dem er auch ins Internet geht.

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Geschichte der Webbrowser: Die vierte Browser-Generation

Vielleicht werden sich die Marktanteile in den nächsten Monaten verschieben. Denn die vierte Generation der World-Wide-Web-Browser steht in den Startlöchern bzw. hat den Startblock bereits verlassen. Im Juni 1997 präsentierte Netscape den Netscape Communicator 4.0, ein Software-Paket, das unter anderem den Netscape Navigator 4.0 mit an Bord hat. Der Startschuß für das Konkurrenzprodukt, den Internet Explorer 4.0 von Microsoft, fällt voraussichtlich im Herbst diesen Jahres.

Mit der vierten Generationen stehen der Web-Gemeinde wieder einmal nahezu revolutionierende Neuerungen ins Haus, die den Umgang mit dem Medium World Wide Web entscheidend verändern werden. Leider gehen beide Kontrahenten wieder einmal eigene Wege, so daß die Kluft zwischen den beiden Browsern eher größer als kleiner wird. Die World-Wide-Web-Gemeinde wird sich in drei Gruppen aufteilen: In Web-Seiten, die nur mit dem Netscape Navigator einsehbar sind, Web-Seiten ausschließlich für den Internet Explorer und Web-Angebote für jeden Browser.

Wie in den vorangegangenen Versionen, verfolgen Microsoft und Netscape bei den Versionen 4.0 ähnliche Ziele, schlagen jedoch unterschiedliche Wege ein. Die neuen Versionen zeichnen sich vor allem durch das neue Schlagwort Push-Technologie aus. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als die Möglichkeit, über das Internet Daten ohne Aufforderung zu erhalten, Sie wählen einfach das Themengebiet aus, über das Sie informiert werden möchten, und der Browser „pusht“ (drückt) die Daten im wahrsten Sinne des Wortes auf den Rechner; ob Sie möchten oder nicht. So erhalten Sie beispielsweise ohne explizite Aufforderung aktuelle Börsen-, Sport- oder Weltnachrichten „ins Haus geschickt“. Zumindest, so lange eine Verbindung in das Internet besteht. Sie ahnen es sicher bereits: Die Kanäle, die Sie im Netscape Navigator auswählen können, sind im Internet Explorer tabu. Im Gegenzug treffen die Kanäle des Internet Explorers im Konkurrenzprodukt von Netscape auf taube Ohren.

Microsoft geht mit der Version 4.0 des Internet Explorers sogar noch einen Schritt weiter. Der Web-Browser, bisher als eigenständiges Anwendungsprogramm wie eine Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation gehandhabt, wird Teil des Betriebssystems Windows. Die Grenzen zwischen dem Web-Browser und dem Betriebssystem verschwinden.

Das macht sich vor allem in der Bedienung des Betriebssystems bemerkbar. Um im Internet zu surfen, braucht es nicht unbedingt den Internet Explorer; im Prinzip ist das Surfen von jedem Ordner des Betriebssystems aus möglich. Ist beispielsweise gerade das Fenster des Arbeitsplatzes oder eine lokalen Laufwerks geöffnet, genügt es, die Internet-Adresse einer Web-Seite einzugeben, um im gleichen Fenster die entsprechende World-Wide-Web-Seite anzuzeigen. Das World Wide Web wird somit Bestandteil von Windows, es hat den gleichen Stellenwert wie lokale Festplatten oder Dateien auf einer Diskette.