Kategorien
Beruf Hardware & Software Internet & Medien Recht

Internet am Arbeitsplatz – Was erlaubt ist, und was nicht

Surfen am Arbeitsplatz – das ist für viele Arbeitnehmer selbstverständlich. Schließlich sind viele Bildschirmarbeitsplätze mit einem Internetzugang ausgestattet. Das ist allerdings noch lange kein Freibrief, nach Lust und Laune im Web zu stöbern. Surfen ist nur in Grenzen erlaubt.

Es gilt der Arbeitsvertrag

Maßgeblich sind die Regelungen im Arbeitsvertrag bzw. in der Betriebsvereinbarung. Ist dort die private Nutzung des Internetzugangs untersagt oder wird dieses Verbot durch ein Rundschreiben oder eine Arbeitsanweisung ausgesprochen, stellt das private Surfen eine Pflichtverletzung dar. Selbst das kurze Prüfen auf E-Mails oder ein Blick in die laufenden eBay-Auktionen gehören dazu. Der Arbeitgeber könnte Sie dann abmahnen; sogar eine außerordentliche Kündigung ist möglich. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG, AZ 2 AZR 386/05 vom 27.04.2006) stellt es eine erhebliche Pflichtverletzung dar, wenn Arbeitnehmer trotz bestehendem Verbot täglich zwischen 15 Minuten und knapp drei Stunden privat im Web surfen.

Fehlt im Arbeitsvertrag oder der Betriebsvereinbarung ein ausdrückliches Verbot, sollten Sie von Ihrem Arbeitgeber eine Genehmigung zum gelegentlichen privaten Surfen einholen. Nur dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Surfen erlaubt

Gibt der Arbeitgeber die Erlaubnis zum Surfen am Arbeitsplatz, darf dieses Recht nicht ausgenutzt werden. Das private Stöbern im Web ist dann nur gestattet, wenn dem Arbeitgeber keine Mehrkosten entstehen und der betriebliche Ablauf nicht gestört wird. Surfen in der Mittagspause ist somit kein Problem.

Auch das Herunterladen von Dateien ist erlaubt, allerdings auch hier nur in Maßen und nur dann, wenn es zu keinen Beschädigungen kommt. Laden Sie beispielweise eine manipulierte Datei herunter (Trojaner, Dialer, Wurm o.ä.), und wird hierdurch beispielsweise das Betriebssystem beschädigt, kann der Arbeitgeber Sie hierfür haftbar machen. Daher sollten Sie beim privaten Surfen illegale Webseiten meiden.

Big Brother is watching you

Viele Arbeitnehmer befürchten, dass der Arbeitgeber insgeheim protokolliert, wann welche Seiten im Web betrachtet wurden. Eine solche Überwachung stellt nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (Application Number 62617/00) eine Verletzung der Menschenrechte dar. Die Überwachung der Internetnutzung ist nur zu dienstlichen Zwecken gestattet – und auch nur, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer ausdrücklich darauf hinweist. Fehlt ein solcher Hinweis, darf ein solches Protokoll nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG 2 AZR 51/02 vom 27.03.2003) nicht bei einem Kündigungsprozess verwendet werden.

Kategorien
Beruf

Richtig oder falsch? Die häufigsten und brennendsten Fragen aus der Duden-Redaktion

Spätestens seit den Querelen um die Rechtschreibreform geht es in der Hotline der Duden-Redaktion heiß her. Knapp 200 Mal klingelt es in der Sprachberatung des Duden-Experten.

Gefragt ist die Hotline vor allem bei Journalisten, Lektoren, Buchautoren und Übersetzern.

Pro Anruf sind aus dem deutschen Festnetz 1,86 Euro fällig. Die Telefonnummer lautet: 0900-1870098.

Die Duden-Redaktion hat jetzt die 30 meistgestellten Fragen an den Verlag veröffentlicht.

Bevor Sie selbst zum Hörer greifen, lohnt daher ein Blick auf die folgende Übersicht:

Frage an die Duden-ExpertenRichtige Antwort
Was ist korrekt: der, die oder das Klientel?Die Klientel
Wie sind internationale Telefonnummern nach DIN gegliedert?+49 211 1234-0

Ländervorwahl (z.B. +49 für Deutschland), Stadtvorwahl ohne Null (z.B. 211 für Düsseldorf), Rufnummer (1234), Durchwahl (-0)

Wie wird die Doppelform Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtig abgekürzt?Mitarbeiter/-innen
oder
Mitarbeiter(innen)
Wie lautet es richtig: Eine Zeit Lang oder eine Zeitlang?Beide Formen sind orthographisch richtig.
Sind Aussagen wie Ein lilanes Auto oder Ein rosanes Kleid gestattet?Lilanes oder rosanes sind umgangssprachliche Formen. Korrekt ist Ein rosa/lila Auto oder Ein lilafarbenes/rosafarbenes Kleid.
Ein Treffen zum kennenlernen: Wird Kennenlernen groß oder klein geschrieben?Richtig ist die Großschreibung, weil das Wort substantiviert (zum Substantiv/Hauptwort gemacht) wurde.
Was ist richtig: Am Ende diesen Jahres oder dieses Jahres?Am Ende dieses Jahres.
Sind bei Adressangaben und Anschriften Leerzeichen vor dem Bestimmungsort notwendig.Nein, nach DIN-Norm werden Adressen und Anschriften ohne Leerzeichen geschrieben. Die früher gebräuchliche Leerzeile vor dem Bestimmungsort ist überflüssig.
Müssen in Briefen noch z. H. bzw. z. Hd. oder zu Händen geschrieben werden?Nein, der Zusatz ist nicht mehr üblich.
Heißt es Antig-Aging oder Antiaging?Beide Formen sind richtig.
Wie lautet die Vergangenheitsform vom downloaden, downgeloadet oder gedownloadet?downgeloadet
Heißt es der oder das PDADer PDA.
(PDA ist die Abkürzung für Personal Digital Assistant)
Heißt es Das Werk des Autors oder Das Werk des Autoren?Das Werk des Autors.
Heißt es Interessensgemeinschaft (mit Fugen-s) oder Interessengemeinschaft?Interessengemeinschaft.
Was ist korrekt: In der Bredouille oder in der Bedrouille sein?In der Bredouille sein.
Wird bei Abkürzungen am Satzende ein weiterer Punkt gesetzt? Zum Beispiel beim Satz „Ich esse gerne Wild, Huhn, Pute usw.“?Nein, endet der Satz mit einer Abkürzung, die durch einen Punkt abgekürzt ist, wird kein weiterer Schlusspunkt gesetzt.
Was ist richtig: Drei-Gang-Menü oder Drei-Gänge-Menü?Beide Varianten sind richtig.
Die Schreibweisen für E-Mail (email, e-Mail, eMail, E-Mail, EMail) sind vielfältig. Welche Form ist richtig?E-Mail
Unter Bloggern beliebt: Heißt es nun Der Blog oder Das Blog?Beide Formen sind richtig.
Heißt es der E-Mail, die E-Mail oder das E-Mail?Richtig ist die E-Mail, in Süddeutschland und Österreich auch das E-Mail.
Heißt es korrekt ein SMS verschicken oder eine SMS verschicken?Korrekt ist eine SMS verschicken (die SMS), in der Österreich und Schweiz auch ein SMS verschicken (das SMS).
Wird bei der Begrüßung korrekt Herzlich willkommen oder Herzlich Willkommen geschrieben?Richtig ist die kleingeschriebene Variante Herzlich willkommen, da willkommen ein Adjektiv ist.
Was heißen Pizza und Espresso in der Mehrzahl (Plural)?Pizzas oder Pizzen
Espressos oder Espressi
Lautet es korrekt essen gehen oder Essen gehen?Korrekt ist die Form essen gehen.
Wie die Mehrzahl (Plural) von Status?Die Status (mit langem „u“).
Werden die Einwohner von Cottbus richtig Cotbusser oder Cottbuser geschrieben?Beide Varianten (mit einem s oder Doppel-s) sind möglich.
Wie heißt es korrekt: Die Über-Fünfzigjährigen oder die über Fünfzigjährigen?Die
über Fünfzigjährigen (oder die über 50-jährigen).
Wie lauten die Imperativformen (Befehlsformen) von geben, lesen oder werfen? Gib!

Lies!

Wirf!

In Zweifelsfällen können Sie auch eines der Online-Wörterbücher befragen. Die besten Onlinewörterbücher finden Sie hier:

>> LEO

>> Online-Wörterbuch der TU Chemnitz

>> Langenscheidt Wörterbuch bei Wissen.de

Kategorien
Beruf Finanzen Heim & Hobby Recht

So lange müssen Sie Dokumente aufbewahren

Deutschland, deine Bürokratie. Es gibt fast nichts, was nicht per Gesetz oder Vorschrift geregelt ist. So auch die Aufbewahrungsfristen für Dokumente wie Quittungen, Rechnungen, Belege oder Kontoauszüge. Beim Aufräumen stellt sich oft die Frage, wie lange ein Beleg eigentlich aufbewahrt werden muss? Ein Jahr, zwei Jahre oder gar zehn Jahre?

Bevor Sie versehentlich wichtige Belege zu früh wegschmeißen oder umgekehrt einfach rigoros alles aufebwahren und sich ein wahrer Belegberg anhäuft, sollten Sie einen Blick in folgende Übersicht werfen. Die sagt Ihnen genau, welche Belege und Dokumente wie lange aufbewahrt werden müssen.

Rechnungen

Generell gibt es keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrungen von Rechnungen und Kaufbelegen. Es empfiehlt sich jedoch, den Kassenbon mindestens zwei Jahre aufzubewahren. Denn so lange läuft etwa beim neu gekauften Fernseher die Gewährleistungspflicht. Bei Reklamation können Sie dann anhand der aufbewahrten Rechnung nachweisen, wann Sie das Gerät gekauft haben.

Es empfiehlt sich, einen eigenen „Garantie“-Ordner anzulegen und dort alle Belege für Geräte abzuheften, die noch Garantie haben. Am besten sortieren Sie die Belege nach Garantiezeit, etwa „Garantie bis 2009“ oder „Garantie bis 2010“. Einmal im Jahr können Sie dann den Garantieordner ausmisten und alle „abgelaufenen“ Belege entsorgen.

Kaufverträge

Bei Kaufverträgen gilt: Auch Privatpersonen sollten alle Kaufverträge mindestens drei Jahre aufbewahren – so lange gilt die allgemeine Verjährungsfrist. Anhand der Kaufverträge können Sie beispielsweise alle Vertragsdetails nachweisen, falls der Vertragspartner Ansprüche gegen Sie geltend macht.

Reparaturbelege

Für Reparaturen gilt eine zweijährige Gewährleistungspflicht. Alle Belege zu Reparaturen – etwa Handwerkerrechnungen – sollten daher mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden.

Kontoauszüge

Für Kontoauszüge besteht keine gesetzliche Aufbewahrungsfrist. Um auch im Nachhinein noch Zahlungen nachweisen zu können, sollten Sie jedoch die Auszüge der letzten zwei bis drei Jahre archivieren.

Versicherungspolicen

Policen zur Versicherung sind ein wichtiges Dokument, um im Schadensfall oder Versicherungsfall den Versicherungsschutz nachzuweisen. Die Auszahlung ist nur mit der Originalpolice möglich. Versicherungspolicen sollten daher mindestens bis zum Ende der Laufzeit bzw. bis zum Inkrafttreten einer neuen Police sicher aufbewahrt werden.

Kommt es zur Auszahlung, sind Sie verpflichtet, die Auszahlungsbelege mindestens zwei Jahre, bei Lebensversicherungen mindestens fünf Jahre aufzuheben.

Versicherungspolicen sollten Sie an einem sicheren Ort aufbewahren. Die Police zur Wohngebäude- oder Hausratversicherung gehört beispielsweise ins Bankschließfach oder sollte bei Freunden und Bekannten aufbewahrt werden – zumindest eine Kopie davon. Brennt beispielsweise das Haus ab, sind im schlimmsten Fall auch die Policen vernichtet. Eine sichere Aufbewahrung an einem andern Ort spart im Schadensfall viel Ärger und Mühe, um den Versicherungsschutz nachzuweisen.

Belege rund um die Immobilie

Besitzer von Häusern, Grundstücken oder Eigentumswohnungen sind gesetzlich verpflichtet, alle Rechnungen und Belege rund um die Immobilie zwei Jahre lang aufzubewahren. Hierzu gehören beispielsweise alle Handwerkerrechnungen. Aufgepasst: Die 2-Jahres-Frist beginnt erst mit dem Ende des Kalenderjahres. Eine Rechnung vom Januar 2006 muss als bis Ende 2008 aufbewahrt werden.

Unterlagen zur Rente

Sämtliche Unterlagen zur Rente sollten praktisch ein Leben lang aufbewahrt werden. Hierzu gehören alle Gehaltsabrechnungen und Arbeitsnachweise. Nur damit können Sie lückenlos Ihre Rentenansprüche nachweisen und Versicherungslücken zweifelsfrei schließen.

Weitere Informationen zur Aktenlagerung und was Sie dabei beachten müssen, finden Sie auf der Webseite www.selbstlagerbox.de/aktenlagerung-was-sie-beachten-sollten/.

 

Kategorien
Beruf

Richtig zum Vorstellungsgespräch

Der erste Eindruck zählt. Das gilt auch, oder besser: insbesondere bei der Bewerbung um einen neuen Job. Hier gilt es, auf Anhieb eine gute Figur zu machen – im wahrsten Sinne des Wortes. Das gute alte Sprichwort „Kleider machen Leute“ hat beim Vorstellungsgespräch wieder Bedeutung.

Tabu sind beim Bewerbungsgespräch beispielsweise Freizeit-Klamotten oder ein ungepflegtes Äußeres. Auch wenn es vielleicht schwerfällt: Werfen Sie sich in Schale. Damit zeigen Sie Ihrem Gegenüber Respekt und Interesse für den neuen Job. Zudem wirkt man gut gekleidet gleich viel kompetenter.

Um beim Bewerbungs-Gespräch nicht gleich ins Fettnäpfchen zu treten, sollten Sie folgende Tipps beherzigen. Die Tips dienen praktisch als Leitfaden für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch:

Korrekte Kleidung
Ganz wichtig ist die richtige Kleidung für das Vorstellungsgespräch.

Für Frauen gilt:
– Minirock oder zu tiefes Dekolleté sind tabu. Kostüm oder Hosenanzug und eine dezente Bluse sind ideal
– Keine knalligen, sondern dezente Farben verwenden. Ideal sind weiche Pastelltöne.
– Auch im Sommer Strümpfe anziehen
– Keine hohen Absätze
– Keine Stiefel
– Kein Girlie-Täschchen, sondern Konferenzmappe oder größere Handtasche mitnehmen
– Nur dezentes, nicht zu kräftiges Make-up verwenden
– Zur Kleidung und zum Make-up passender Schmuck ist erlaubt
– Parfum nur dezent einsetzen
– Piercings sind tabu. Einzige Ausnahme: Ohrringe.

Für Männer gilt:
– Ein Anzug in gedeckten Farben ist ideal
– Verzichten Sie auf eine Weste
– Rasierwasser nur dezent einsetzen
– Dezente Krawatte. Tabu sind Comic-Krawatten.
– Gute, geputzte Schuhe
– Keine weißen Socken
– Für Unterlagen am besten eine Konferenzmappe mitnehmen, am Besten aus Leder
– Dreitagebärte wirken ungepflegt
– Piercings (auch Ohrringe) sind tabu

Gut vorbereiten
Einen Tag vor dem Vorstellungsgespräch noch einmal kurz das äußere Erscheinungsbild prüfen. Ist die Frisur in Ordnung, sind alle Kleidungsstücke (und Schuhe) gereinigt und gebügelt, ist die Kleidung komplett (keine Fusseln, aufgeplatzte Nähte oder fehlende Knöpfe)? Achten Sie zudem darauf, am Vortag keinen Knoblauch und keinen Alkohol zu sich zu nehmen. Am besten holen Sie die Kleidung bereits am Vortag aus dem Schrank und lüften sie kräftig.

Letzte Vorbereitungen
Kurz bevor es losgeht, führen Sie noch einmal ein kurzes Checkup durch:

– Fingernägel schneiden und säubern
– Rasieren
– Nicht rauchen und nicht das Raucherabteil nutzen
– Laufmaschen in Strümpfen prüfen. Wichtig: Ersatzstrümpfe für den Notfall mitnehmen.
– Schuhe putzen
– Notfallpaket einstecken: Mundspray, Deo und Seife

Für das eigentlich Bewerbungsgespräch gibt es im Buchhandel interessante Leitfäden und Ratgeber. Besonders interessant und erfolgversprechend sind folgende Titel:

Kategorien
Beruf Geld & Finanzen Recht

So viel dürfen Rentner hinzu verdienen

In Zeiten stagnierender oder sinkende Renten, empfiehlt es sich für viele Rentner, ein paar Euro dazuzuverdienen. Stellt sich die Frage, wie viel man als Rentner zusätzlich zur Rente verdienen darf. Wann sind die Obergrenzen erreicht?

Ganz einfach:

Altersrentner über 65 Jahren:
Als Altersrentner über 65 können Sie beliebig viel dazu verdienen. Auf die Rente hat das keine Auswirkungen. Weder wird die Rente gekürzt, noch muss der Job bei der Rentenversicherung gemeldet werden.

Doch aufgepasst: Liegen die Einkünfte über 400 Euro pro Monat, sind sie steuerpflichtig. Zudem fallen dann auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an.

Altersrenter unter 65 Jahren:
Sind Sie als Altersrentner unter 65 Jahren alt, dürfen Sie als Vollrentner maximal 350 Euro pro Monat dazu verdienen. Zweimal pro Jahr darf es auch mehr sein. In zwei Monaten im Jahr sind 700 Euro pro Monat möglich.

Bleiben Sie unterhalb der Grenzen, bleibt die Rente unangetastet. Liegen Sie jedoch nur einen Euro darüber, kann die Rente gekürzt werden. Sie zählen dann als sogenannter Teilrentner (siehe unten).
Hinweis: Die Höchstgrenzen können sich von Jahr zu Jahr ändern. Aktuelle Infos erhalten Sie kostenlos beim Deutschen Rentenversicherung Bund unter der kostenfreien Rufnummer 0800 999 1919.

Teilrentner/innen:
Wer als Rentner unter 65 Jahren die o.g. Höchstgrenzen überschreitet, muss den Verdienst bei der Rentenversicherung anmelden. Zudem erhalten Sie dann nur noch eine sogenannte Teilrente.

Wichtig: Die genaue Höhe des maximal erlaubten Zuverdienstes wird für jeden Rentner individuell berechnet. Daher empfiehlt es sich, vor der Annahme eines Jobs die individuelle Höchstgrenze berechnen zu lassen. Je nach Verdienst kann die Rente dabei um bis zu zwei Drittel gekürzt werden.

Erwerbsminderungsrente:
Als Bezieher einer Erwerbsminderungsrente liegt die Höchstgrenze fürs Hinzuverdienen bei 350 Euro im Monat; zweimal im Jahr dürfen es auch 700 Euro pro Monat sein. Liegt der Verdienst höher oder handelt es sich um eine regelmäßige Beschäftigung, kann der Rentenanspruch drastisch gemindert werden.

Witwenrentner:
Auch als Witwenrentner/in können Sie eine zusätzliche Tätigkeit aufnehmen. Hierbei sind aber keine Hinzuverdienstgrenzen maßgeblich, sondern bestimmte Freibeträge. Wie hoch die Freibeträge sind, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Hier hilft nur konkretes Nachfragen beim Versicherungsträger.

Weitere Informationen und Auskünfte zur Rente erhalten Sie hier:

Deutsche Rentenversicherung Bund
Ruhrstraße 2
10709 Berlin
Servicetelefon: 0800 333 1919.
E-Mail: drv@drv-bund.de
www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

Kategorien
Beruf Internet & Medien Recht

Wichtiges BGH-Urteil zum Impressum für Webseitenbetreiber

Jeder Betreiber einer Internetseite muss sich zwangsläufig mit dem Thema Impressum befassen. Im Impressum müssen alle wichtigen Kontaktdaten wie Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse stehen. Bei gewerblichen Blogs sind sogar weitere Pflichtangaben gefordert.

Oft stellt sich nur die Frage, wie das Impressum nun genannt werden soll. Einfach „Impressum“ oder besser „Kontakt“. Und wo soll es platziert werden, um ja keine Abmahnung zu erhalten.

Erfreulicherweise hat der Bundesgerichtshof hierzu eine klare Grundsatzentscheidung getroffen. Mit dem Urteil vom 20. Juli 2006 (I ZR 228/03) wurden wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Impressumspflicht nach § 6 TDG und § 10 des MDStV beantwortet. Ausschlaggebend war die die Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen eine GmbH, die medizinische Zeitschriften und Bücher vertreibt. Auf der Startseite der GmbH befand sich in der linken Navigationsspalte der Link „Kontakt“. Auf der „Kontakt“-Seite war erst im unteren Bereich der Link „Impressum“ angegeben. Erst hier befanden sich die Pflichtangaben zum Diensteanbieter.

Dagegen wurde geklagt: Die Klägerin machte Unterlassungsansprüche aus § 4 Nr. 11 UWG in Verbindung mit § 6 TDG oder § 10 MDStV und § 312 c Abs.1 S.1 BGB geltend. Der Vorwurf: Die Angaben zum Diensteanbieter seien nicht leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar im Sinne von § 6 TDG, § 10 MDStV bzw. nicht klar und verständlich im Sinne von § 312 c Abs. 1 S.1 BGB. Das zuständige Landgericht (LG) hatte der Klage bereits stattgegeben. Das Urteil wurde vom Berufungsgericht wieder aufgehoben. Die wiederum gegen das Berufungsurteil gerichtete Revision der Klägerin hatte keinen Erfolg.

Der Bundesgerichtshof hat mit dem Grundsatzurteil in Sachen Impressum nun Klarheit geschaffen. Die wichtigsten Entscheidungen lauten:

– §§ 6 TDG, 10 MDStV, 312 c Abs. 1 S.1 BGB sind Vorschriften, die dazu bestimmt sind im Interesse der Markteilnehmer das Marktverhalten regeln (§ 4 Nr. 11 UWG)

– Es spielt keine Rolle, ob es sich bei kommerziellen Internetangeboten wie dem der Beklagten um geschäftsmäßige Teledienste nach § 2 TDG oder um geschäftsmäßige Mediendienste nach § 2 MDStV handelt und ob infolgedessen § 6 TDG oder § 10 MDStV Anwendung findet. Beide Vorschriften sind inhaltlich identisch.

– § 6 TDG und § 10 MDStV schreiben nicht zwingend vor, dass sich die Angaben zum Diensteanbieter direkt auf der Startseite befinden. Sie müssen lediglich ohne wesentliche Zwischenschritte und ohne langes Suchen auffindbar sein.

– Bei Tele- und Mediendiensten haben sich im Verkehr die Bezeichnungen „Kontakt“ und „Impressum“ etabliert, um den Nutzer auf die Angaben zur Person des Anbieters hinzuweisen. Durchschnittlich informierte Nutzer des Internets verstehen diese Bezeichnungen als Hinweis auf die Informationen zur Anbieterkennzeichnung.

– Für eine unmittelbare Erreichbarkeit genügt, wenn nicht mehr als zwei Schritte (zwei Klicks) nötig sind, um zu den Angaben zum Diensteanbieter zu gelangen.

Den Originalwortlaut des Urteils finden Sie auf der Webseite des Bundesgerichtshofs.