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Stromanbieterwechsel: Umkompliziert und vielfach günstiger als beim regionalen Anbieter

Der Strom fällt aus, der Wechsel dauert lange – es gibt viele Gründe, warum sich Verbraucher vor einem Stromanbieterwechsel sträuben. Die meisten Gründe sind jedoch völlig unbegründet. In diesem Artikel erklären wir, warum ein Stromanbieterwechsel unkompliziert ist und dem Verbraucher Geld spart.

Was für den Stromanbieterwechsel spricht

Ob man knapp bei Kasse ist oder nicht – niemand ist dazu bereit, unnötig Geld aus dem Fenster zu werfen. Auf Strom verzichten kann der moderne Menschen wiederum nicht, schließlich handelt es sich um Energie, die jeder Privatverbraucher benötigt. Auch die besten Tricks zum Stromsparen helfen irgendwann nicht mehr, wenn die Rechnung dennoch Jahr für Jahr steigt. Leider sind sich viele Verbraucher nicht über die großen Kosteneinsparungen bewusst, die ein Anbieterwechsel ihnen bringen könnte. Meist wechseln sie lediglich den Tarif, bleiben aber bei ihrem derzeitigen Anbieter. Dabei ermöglicht die moderne Technologie den Wechsel des Stromanbieters mit einigen wenigen Klicks – völlig unkompliziert und ohne Risiken.

Aktuell wird das bundesweite Stromnetz mit Atomenergie aus Steinkohle- und Braunkohlekraftwerken sowie Erdgas und erneuerbaren Energien hergestellt. Seit der Freigabe des Strommarktes im Jahr 1998 steht es Stromkunden frei, ihren Anbieter jederzeit zu wechseln. Angesichts der stets steigenden Strompreise, wie diese Statistik zeigt, liegt es in ihrem Interesse, den Stromanbieter zu wechseln. Der Grund: Nur mit einem Wechsel des Stromanbieters sorgen Verbraucher für wachsende Konkurrenz und sinkende Preise. Während der Stromanbieterwechsel vor über 15 Jahren noch mit viel Papierkram verbunden war, ist der heutige Wechsel einfacher denn je zuvor: Mit nur wenigen Klicks können Stromkunden den Preis auf einem Vergleichsportal wie zum Beispiel auf dieser Seite vergleichen und direkt wechseln. Der neue Versorger übernimmt in der Regel auch gleich alle Formalitäten, sodass sich der Stromkunde um praktisch nichts kümmern muss.

Stromrechnung

Abseits der preislichen Vorteile, die mit einem Stromanbieterwechsel verbunden sind, kommt seit dem Unglück im japanischen Fukushima, als ein Kernkraftwerk durch ein Erdbeben beschädigt und die umliegende Region verseuchte, ein weiterer Grund für den Wechsel hinzu: Menschen wurden durch das Unglück zum Umdenken verleitet. Der Wunsch zur sauberen, sicheren Energie wird größer. Dafür sind viele Menschen bereit, mehr zu zahlen oder zumindest einen Stromanbieter zu wählen, der ausschließlich auf erneuerbare Energien setzt.

Wer den Stromanbieter wechseln darf

Jeder deutsche Verbraucher hat das Recht, seinen Stromanbieter zu wechseln. Dieses Recht gilt sowohl für Immobilienbesitzer als auch Mieter, vorausgesetzt, es besteht ein Vertrag zwischen Stromlieferant und Verbraucher, Stromliefervertrag genannt, sowie eine monatliche Abschlagzahlung. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann gemäß der vereinbarten Kündigungsfrist seinen Stromanbieter wechseln. Nicht wechseln können Mieter, die über keinen eigenen Stromzähler verfügen sowie diejenigen, bei denen der Vermieter die Stromkosten an die Anzahl der Vermieter aufteilt.

Wie der Stromanbieterwechsel funktioniert

Wer sich aus ökologischen oder preislichen Gründen für den Wechsel des Stromanbieters entscheidet, muss sich zunächst für einen neuen Energieanbieter entscheiden. Wie zuvor erwähnt, ist die Suche heute denkbar einfach: Verbraucher können auf Vergleichsportalen mithilfe ihrer Postleitzahl und dem monatlichen Verbrauch Stromanbieter in ihrer Region finden und alle interessanten Daten, etwa der Preis sowie Vertragsbedingungen, erhalten. Eine weitere Hilfe finden Verbraucher bei der Stiftung Warentest, die in regelmäßigen Abständen aktuelle Stromanbieter und ihre Tarife vergleicht.

Hat sich der Stromkunde für einen neuen Versorger entschieden, füllt er einen Wechselauftrag aus und sendet diesen an den neuen Stromanbieter. Mittlerweile übernehmen die neuen Stromanbieter die Kündigung beim bisherigen Anbieter. Häufig helfen sie auch mit allen Formalitäten.

3 Mythen rund um den Stromanbieterwechsel

Trotz der zahlreichen Vorteile des Stromanbieterwechsels zögern nach wie vor viele Verbraucher. Nachfolgend möchten wir fünf Mythen rund um den Stromanbieterwechsel endgültig zerstören:

  1. Stromausfall: Der häufigste Grund, warum Verbraucher ihren Stromanbieter nicht wechseln möchten, ist die Tatsache, dass sie sich vor einem Stromausfall fürchten. Stromkunden brauchen sich vor einer Versorgungslücke nicht fürchten, denn die Grundversorgung ist gesetzlich garantiert. Vom eigentlichen Stromwechsel bemerkt der Kunde an seiner Steckdose nichts.
  2. Abweisung: Wer zu wenig Strom verbraucht, den werden einige Stromanbieter abweisen. Natürlich ist diese Behauptung völliger Unsinn. Zwar kann niemand ein Unternehmen zwingen, einen Stromkunden aufzunehmen. Die Stromanbieter lösen das Problem mit Kunden, die wenig verbrauchen, dadurch, dass sie von ihnen eine höhere Grundgebühr verlangen.
  3. Hausbesitzer: Wechselmuffel behaupten gerne, dass lediglich ein Hausbesitzer den Stromanbieter wechseln kann. Wie wir bereits zuvor geschrieben haben, stimmt das nicht. Es gibt einige Kriterien für den Stromanbieterwechsel, die Bedingung, dass man ein Hausbesitzer sein muss, ist aber keine davon.

Fazit

Gründe, die gegen den Stromanbieterwechsel sprechen, gibt es keine. Wie dieser Artikel zeigt, spricht alles für den Wechsel des Stromanbieters, wenn man Geld sparen möchte, es sei denn, man nutzt bereits den günstigsten Tarif und ist mit seinem Stromversorger zufrieden.

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Geld sicher anlegen – so klappt´s

Geldanlagen sind Investitionen von Geld, die das Ziel verfolgen, einen Ertrag an den Kapitalmärkten zu erwirtschaften. Die erzielte Rendite steht im umgekehrten Zusammenhang mit dem Risiko. Dies bedeutet: Je höher das Risiko ist, desto höher ist auch der erwirtschaftete Betrag. Wir erläutern nachfolgend, welche Anlageformen sicher sind.

Je höher die Rendite, desto höher das Risiko

Die oben genannte Aussage ist in der aktuellen Finanzkrise so gültig wie noch nie zuvor. Konnte in den vergangenen Jahren selbst mit sicheren Anlagen relativ viel Geld verdient werden, so ist das heute nicht mehr so. Ein gutes Beispiel dafür sind die offenen Immobilienfonds. Diese Zeiten sind nun erst einmal vorbei – und das Ende ist nicht vorhersehbar. Eine signifikante Rendite, die oberhalb der Inflationsrate liegt, ist derzeit nur mit einem hohen Risikoeinsatz zu erreichen.

Eine sichere Geldanlage im Jahr 2014 erfordert ein besonders hohes Maß an Erfahrung und Kenntnis der Geldmärkte. Auch kleinere Anleger kommen nicht umhin, sich mit Themen wie Vermögenssteuer, Einlagensicherung, finanzielle Repression und ähnlichen Themen zu beschäftigen. Wer heute sein Geld gewinnbringend anlegen will, muss eine durchdachte Anlagestrategie besitzen und sich schnell auf ändernde Situationen anpassen.

Economies pour projet immobilier

Geeignete Anlagenformen für den Privatanleger

Um eine Geldanlage zu realisieren, stehen dem Anleger zahlreiche Anlageformen zur Auswahl:

  • Immobilien
  • Beteiligungen
  • Festgeld
  • Tagesgeld
  • Aktien
  • Derivate
  • Tropische Waldfonds
  • Sparbuch

Mit einem relativ geringen Risiko verbunden sind die konservativen Kapitalanlagen wie Tagesgeld- oder Festgeldkonten, beispielsweise bei moneYou.de, Bausparen, Sparpläne und Sparbücher oder auch Immobilien. Mit einem höheren Risiko, dafür aber auch einer höheren Rendite, verbunden sind Aktien, Anleihen, Aktienfonds, CFD-Handel und Forex-Handel.

So arbeiten die Banken mit dem Geld

In der Regel leiht der Geldgeber sein Geld an einen Geldnehmer. Der Geldnehmer ist ein Bankinstitut, kann aber auch ein börsengelistetes Unternehmen sein. Sinn und Zweck des Geldverleihs ist die Erwartung, das eingesetzte Kapital mit Zinsen zurückzuerhalten. Hierfür spielen die Bonität des Kapitalnehmers sowie die Laufzeit eine wichtige Rolle.

Je länger die Laufzeit ist, desto schwieriger ist es, das Ergebnis zu kalkulieren. Denn in einer längeren Laufzeit können sich Rahmenbedingungen zum Guten, aber auch zum Schlechten, ändern. Deshalb wird für längere Laufzeiten auch fast immer ein höherer Zins gezahlt, wie recht schnell anhand der Zinserträge aus dem Vergleich von Tagesgeld zu Festgeld zu erkennen ist.

Eine weitere Faustregel sagt: Je besser die Bonität des Kreditnehmers oder Geldnehmers, desto geringer auch das Ausfallrisiko und desto niedrigere Zinsen fallen an. Umgekehrt gilt das Gleiche – daher musste der Staat Griechenland im Juli 2012 für Geld einen Zinssatz von sieben Prozent zahlen, während die Bundesrepublik im gleichen Zeitraum für 10jährige Anleihen nur 1,4 Prozent zahlen musste.

Was bei einer Geldanlage zu beachten ist

Die Grundpfeiler für eine sichere Kapitalanlage sind: Sicherheit, Rendite, Risiko und Liquidität. Diese verschieben sich nach persönlichen Bedürfnissen und Neigungen.

Um eine bessere Rendite zu erzielen, muss auch stets ein höheres Risiko eingegangen werden und die Liquidität verhält sich in der Regel invers zur Rendite. Will ein Sparer also kurzfristig über sein Geld verfügen, ist die Rendite entsprechend niedrig. Anders sieht es aus, wenn das Kapital für längere Zeit investiert wird. Daher legen Anleger ihr Geld in der Regel als Mix kurzfristig, mittelfristig und langfristig an.

Änderungen durch die Finanzmarktkrise

Aktuell ist es so, dass seit Jahrzehnten bewährten Anlagestrategien nicht mehr gültig sind. Die Sicherheit muss bei vielen Anlageformen völlig neu bewertet werden und auch die Verfügbarkeit muss anders bedacht werden. Bei vielen Anlegern steht daher nicht mehr eine möglichst hohe Rendite im Vordergrund, sondern alleine der Erhalt des eingesetzten Kapitals.

Deutsche Sparer verschenken Milliarden

Durch mickrige Zinsen auf Sparbücher und null Zinsen auf Girokonten verschenken die Bundesbürger Milliarden – und die Banken freut es. Trotzdem haben gemäß einer Statistik der Bundesbank die deutschen privaten Sparer im Juli 2013 522 Milliarden Euro auf ihren Sparkonten mit dreimonatiger Kündigungsfrist liegen – also den Sparbüchern.

Und das Geldvermögen nimmt weiter zu – trotz Finanzkrise. Insbesondere die großen Vermögen sind besonders gewachsen. Von 1990 mit 1.750 Milliarden Euro nahm das Geldvermögen auf 3.515 Milliarden Euro im Jahr 2000 und auf 5.004 Milliarden Euro 2014 zu.

Dabei bieten Sparbücher für den privaten Verbraucher keinerlei Vorteil gegenüber einem Tagesgeldkonto und selbst die Einlagensicherheit ist für beide Kontenformen gleich. Trotzdem liegt der Zinssatz der Tagesgeldkonten deutlich über denen eines Sparbuchs. Sparer, die dies erkannt haben, legen daher ihr nicht benötigtes Kapital auf ein Festgeldkonto oder Tagesgeldkonto an.

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BGH-Urteil zu Kreditgebühren: Hier gibt’s Musterschreiben und Vorlagen für den Einspruch

Das BGH-Urteil zu Kreditgebühren ist eingeschlagen wie eine Bombe. Zumindest bei den Versicherungen. Denn endlich gibt es eine höchstrichterliche Entscheidung zu Gebühren bei Verbraucherkrediten. Der Bundesgerichtshof BGH hat entschieden, dass Banken und Sparkassen für die Bearbeitung von Verbraucherkrediten keine gesonderten Gebühren berechnen dürfen. Und durften. Die gute Nachricht für alle Kreditnehmer: mit einem Musterschreiben können Sie sich wehren und bereits gezahlte Gebühren zurückfordern. Wir zeigen, wie’s geht und wo Sie die richtigen Musterschreiben für den Einspruch finden.

Darum geht’s: Geld zurück wegen unzulässiger Kreditkosten

Darum geht’s im BGH-Urteil mit den Aktenzeichen XI ZR 170/13 und XI ZR 405/12: Die Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Verbraucherkrediten, in denen Bearbeitungsentgelte genannt werden, sind unzulässig, da sie den Kunden benachteiligen. Falls Sie in den letzten Jahren einen solchen Kreditvertrag abgeschlossen, können Sie Ihr Geld zurückfordern. Das gilt zumindest für Verträge, die ab Anfang 2011 geschlossen wurden und die – ganz wichtig – die ungültige Klausel in den AGB enthalten. Verträge vor 2011 könnten allerdings verjährt sein. Zudem dürfen Sie bei den damaligen Kreditverhandlungen keinen Einfluss auf die Gebühr gehabt haben. Es muss sich also um die Standardgebühren und nicht individuell ausgehandelte Gebühren handeln.

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Download Standard-Musterschreiben und rechtssichere Vorlage für den Einspruch

Sie sind betroffen und haben noch einen aktuellen oder abgelaufenen Kreditvertrag mit der unzulässigen Klausel? Dann können Sie Geld zurückfordern; in den meisten Fällen mehrere hundert Euro. Im Internet gibt es kostenlose Musterschreiben, mit denen Sie ganz einfach die erhobenen Kreditgebühren zurückverlangen können. Zum Beispiel auf der Webseite des Rechtsanwalts Lenné, der das Urteil erwirkt hat. Dabei handelt es sich allerdings um ein Blanko-Muster dass Sie ausdrucken und nachträglich mit Ihren Daten ausfüllen müssen – wenig komfortabel.

Optimal: Individuelles Musterschreiben und rechtssichere Vorlage

Besser als das Standard-Musterschreiben ist die individuelle Vorlage vom Anbieter SmartLaw. Hier können Sie in wenigen Schritten ein individuelles Einspruch-Anschreiben erstellen. Der Clou: Per Assistent geben Sie zunächst alle relevanten Daten wie Adresse der Bank, Darlehensnummer und Vertragsnummer, Höhe der Gebühren und Ihre Kontodaten für die Erstattung ein. Daraus erstellt der Assistent dann einen fix-und-fertiges Einspruch. Rechtssicher und optimal auf Ihren Fall zugeschnitten. Das müssen Sie nur noch ausdrucken, unterschreiben und per Post an Ihre Bank schicken.

Das Erstellen des individuell Einspruchs geht mit dem SmartLaw-Assistenten kinderleicht:

1. Klicken Sie auf der Seite www.smartlaw.de/rueckforderung-bearbeitungsgebuehr auf Hier starten.

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2. Danach fragt der Assistent Schritt für Schritt die einzelnen Informationen ab, die für den individuellen Einspruch notwendig sind. Im erste Schritt geht es um die Daten zu Ihrem Kreditvertrag, also die Vertragsnummer und die Höhe des Bearbeitungsentgelts. Das Pfiffige am Assistenten: Per Klick auf Das heißt genau gibt es zu jedem Punkt detaillierte Zusatzinfos.

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3. Danach geben Sie Ihre Kontonummer ein, auf die die Bank die erstatten Gebühren zurücküberweisen soll.

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4. Weiter geht’s mit der inhaltlichen Gestaltung. Hier legen Sie zum Beispiel fest, dass Sie der Bank mit dem Einschalten eines Fachanwalts und der Einleitung gerichtlicher Schritte drohen, falls die Bank die Rückzahlungsfrist verstreichen lässt. Hier sollte man mit Ja antworten; etwas mehr Druck kann nicht Schaden.

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4. Dann müssen Sie nur noch das gewünschte Absendedatum und Ihre Adressdaten für den Briefkopf eintragen. Das war’s auch schon. Der SmartLaw-Assistent erstellt aus Ihren Angaben einen fix und fertiges Anschreiben für die Rückforderung der Bearbeitungsgebühren. Erfreulich: Das Dokument lässt sich noch sieben Tage im persönlichen SmartLaw-Bereich bearbeiten und herunterladen.

Im letzten Schritt müssen Sie den fertigen Brief nur noch ausdrucken, unterschreiben und an die Bank schicken. Die Chancen, das zuviel gezahlte Geld zurückzuerhalten, stehen damit bestens.

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Übrigens: Weitere Musterbriefe und Musterschreiben finden Sie in unseren Tipps rund um Musterschreiben:

Kostenlose Musterbriefe und Anschreiben für Einspruch, Widerspruch, Kündigung und mehr
Kostenlose rechtssichere Verträge und Musterschreiben für Geschäftliches und Privates als PDF-Download

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Gasanbieter-Vergleich: Warum Verbraucher Tarife gegenüberstellen sollten

Seit der Liberalisierung des Energiemarktes gibt es die Möglichkeit, den Strom- oder Gasanbieter frei zu wählen. Im digitalen Zeitalter ist die Auswahl und der Wechsel einfach und unkompliziert. Doch von den rund 13,5 Millionen Gasnutzern in Deutschland befindet sich noch immer ein Großteil in der vergleichsweise teuren Grundversorgung. Es gibt viele Gründe, warum sich die Verbraucher vor einem Wechsel scheuen, die meisten sind unbegründet. Nachfolgend erklären wir, warum ein Gasanbieter-Vergleich sinnvoll ist und wie Bundesbürger mit einem Gasanbieter-Wechsel Geld sparen können.

Die Zusammensetzung des Gaspreises

Endverbraucher zahlen Erdgas in Kilowattstunden (kWh). Der Gaspreis setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen:

  • Steuern sowie Abgaben
  • Gebühren für die Netznutzung
  • Import und Produktion

Entscheidend für den Endpreis ist in erster Linie der Einkaufspreis für Erdgas. Wie diese Grafik des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) (PDF; 19 KB) zeigt, hat sich der Anteil der Erdgasbezugsquellen zwischen 2000 und 2013 stark verändert. Auffällig ist die immer geringer werdende Verwendung eigener Ressourcen von ehemals 19 auf nur noch 10 Prozent. Des Weiteren importiert Deutschland immer weniger aus dem Nachbarland, der Niederlande. Die große Abhängigkeit macht den Gaspreis natürlich anfällig für externe Faktoren, die Deutschland selbst nicht kontrollieren kann. Aktuell sind die Einkaufspreise glücklicherweise niedrig. Der verstärkte Wettbewerb sorgt zudem dafür, dass Gasanbieter um die Gunst der Gasverbraucher kämpfen. Letztere können von günstigen Preisen profitieren, wenn sie die zahlreichen Tarife vergleichen und aus der Grundversorgung wechseln. gas-kochfeld

Grundversorgungstarife sind in der Regel teurer

Das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) hat im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv hat den Service und die Konditionen mehrerer Gasanbieter in einer Studie untersucht. Das Ergebnis: Die Tarife der Grundversorger liegt in den meisten Fällen über dem Branchendurchschnitt. Verbraucher können beim Gasanbieter-Wechsel bis zu 16 Prozent sparen. Ein Familienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 31.000 Kilowattstunden (kWh) spart in München 220 Euro, in Köln sogar 355 Euro durch den Wechsel vom Grundversorger zu einer günstigeren Alternative.

Gastarife vergleichen: Worauf man achten muss

Das digitale Zeitalter macht dem Gasverbraucher das Leben sehr einfach. Laut http://www.gasanbieter.com/, wo es umfassende Informationen zum Thema „Gas“ und den zuvor angesprochenen Tarifrechner gibt, müssen Verbraucher lediglich ihre Postleitzahl und ihren Verbrauch eintragen, und erhalten innerhalb von einer Minute alle wichtigen Daten zu Gasanbietern, die im eigenen Ort einen Gastarif anbieten. Entscheidend bei der Tarifwahl ist nicht nur der Preis, sondern auch folgende Punkte:

  • Wie lang ist die Mindestvertragslaufzeit?
  • Wie steht es um die Kündigungsfristen?
  • Wann verlängert sich der Vertrag automatisch?
  • Gibt es eine Preisgarantie?

Besonders wichtig ist der letzte Punkt, die Preisgarantie, in Kombination mit einer kurzen Mindestvertragslaufzeit. So bleiben Verbraucher flexibel und schützen sich gleichzeitig vor einer plötzlichen Preisexplosion. Der Wechsel des Gasanbieters ist unkompliziert: Nach dem Tarifvergleich ist ein Gasanbieter-Wechsel in der Regel direkt online möglich. Die Vertragsunterlagen können Interessierte direkt im Tarifvergleich anfordern, ausdrucken, ausfüllen und dann an den Gasanbieter senden. Zum Ausfüllen des neuen Vertrages benötigen Verbraucher lediglich ihre Zählernummer, den aktuellen Zählerstand und die alte Kundenummer. Des Weiteren müssen sie den gewünschten Liefertermin angeben. Um alle weiteren Formalitäten wie zum Beispiel die Kündigung des bestehenden Vertrages, kümmert sich meist der neue Anbieter.

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Ratgeber: Girokontoeröffnung trotz negativer Schufa

Ohne ein Girokonto können Bundesbürger kaum noch am täglichen Leben teilnehmen. Ob sie ihre Miete oder Telefonanschluss zahlen möchten – für die simpelsten Dinge wird eine Kontoverbindung vorausgesetzt. Doch mit einem negativen Schufa-Eintrag ist die Eröffnung eines Girokontos meist nicht möglich. Wir erklären, wie Betroffene trotz negativem Schufa ein Girokonto eröffnen können.

Was ist Schufa?

Schufa ist die Abkürzung für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Die Gemeinschaftseinrichtung von Wirtschaftsunternehmen räumt Verbrauchern Geld-, Waren- und Dienstleistungskredite ein. Ziel der Schufa Holding AG ist es, ihre Vertragspartner vor möglichen Kreditausfällen zu bewahren. Eigenen Angaben zufolge enthält die Schufa Informationen von über 66 Millionen Bundesbürgern (Stand 2010).

Sobald ein Verbraucher ein Girokonto eröffnen möchte, prüft die Bank, den Schufa-Eintrag des Antragsstellers. Die Schufa teilt der Bank dann den sogenannten Schufa-Score mit. Beim Schufa-Score handelt es sich um einen Wert, der die Bonität oder Kreditwürdigkeit beurteilt. Der Wert wird mithilfe eines statistisch-mathematischen Analyseverfahrens errechnet und ist praktisch eine Prognose, ob es zu Problemen bei der Kreditrückzahlung kommen könnte. Für Banken ist der Schufa-Score letztendlich ein Indiz, wie wahrscheinlich es ist, ob ein Kunde seine Kontoüberziehung zurückzahlen kann.

Verbraucher können bei der Selbstauskunft der Schufa ihren sogenannten Basisscore einsehen. Der Wert liegt zwischen 0 und 100 Prozent und wird alle drei Monate aktualisiert. Der Basisscore beschreibt nicht einzelne Personen, sondern ganze Gruppen: Die Prozentzahl 90 Prozent gibt an, dass 90 von 100 Menschen dieser Gruppen ihren Zahlungspflichten nachkommen. Der Schufa-Score wäre somit hoch und positiv.

Informationen zum genauen Analyseverfahren zur Ermittlung des Schufa-Scores ist ein Geheimnis der Schufa Holding AG. Dennoch gibt es Informationen darüber, welche Dinge den Score negativ beeinflussen, dazu gehören Kredite sowie Mobilfunkverträge, welche von den jeweiligen Unternehmen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit gekündigt wurden.

Kontoauszug mit Sollsaldo

Die Konsequenzen eines negativen Schufa-Eintrages

Die Folgen des negativen Schufa-Eintrages hängen vom „Umfang der Probleme“ und dem Verwendungszweck ab. In vielen Fällen gewähren Banken keinen Überziehungskredit, auch Dispo genannt. Selbst der Antrag auf eine EC- oder Kreditkarte wird abgewiesen. Glücklicherweise gibt es ein spezielles Bankprodukt für Betroffene: Das Girokonto ohne Schufa steht allen offen, die aufgrund ihres Schufa-Eintrages kein herkömmliches Girokonto mit Überziehungsfunktion erhalten würden.

Wer ein Girokonto auch bei Problemen mit der Schufa eröffnen möchte, der kann dies sowohl in Deutschland als auch im Ausland tun. Für Inlandskosten fallen in der Regel Gebühren von einigen Euro pro Monat an, ein normales Girokonto ist dagegen meist kostenlos. In einigen Fällen müssen Verbraucher auch eine Einrichtungsgebühr zahlen. Der Grund für die Notwendigkeit dieses Kontos besteht darin, dass man heute kaum noch am ohne Konto am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Bei regelmäßigen Ausgaben für Energie, Miete, Telefon und Internet wird ein Konto vorausgesetzt.

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Blitzschnell BIC-Codes und die IBAN herausfinden

Wenn Sie Geld auf ein Konto überweisen möchten, aber nicht die IBAN und den BIC-Code kennen und den Zahlungsempfänger nicht erreichen, wohl aber die „alten“ Bankverbindung noch haben, dann ist das kein Problem. Mit dem kostenlosen Tool IBAN-Finder von Abelssoft ermitteln Sie die benötigten SEPA-Bankdaten in Sekundenschnelle.

Auf der Webseite www.iban-finder.de laden Sie das Gratis-Tool mit einem Mausklick auf die Schaltfläche Jetzt Laden herunter.

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Nach dem Download öffnet sich der Installationsassistent und fragt für die Freischaltung nach Ihrer E-Mail-Adresse, sowie nach der Bestätigung der AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit dem Link Registrierung überspringen gelangen Sie direkt zur Eingabe der „alten“ Kontodaten.

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Die Registrierung ist eigentlich nicht nötig. Allerdings erscheint dann bei jedem Programmstart der Anmeldebildschirm erneut. In beiden Fällen ermöglicht der IBAN-Finder ohnehin nur die Ermittlung deutscher SEPA-Bankverbindungen.

Alte Bankverbindungen mit einem Klick umrechnen

Geben Sie nun in die Eingabefelder die Kontonummer und die Bankleitzahl ein und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Umrechnen.

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Die IBAN sowie der BIC-Code werden direkt angezeigt und können sogar mit der rechten Schaltfläche in die Zwischenablage kopiert werden. Das erleichtert die Dateneingabe beim Online-Banking.

Warnung bei falschen Eingaben

Bei fehlerhaften Eingaben von Kontonummer und Bankleitzahl sorgen im Hintergrund laufende Prüfroutinen für entsprechende Warnhinweise. Diese werden mit einem roten Warnsymbol neben der Falscheingabe angezeigt. Fahren Sie mit dem Mauszeiger auf das Symbol, wird der entsprechende Hinweis angezeigt. Bei falscher Kontonummer ist es die Meldung Die Prüfung der Kontonummer ergab, dass diese Kontonummer nicht gültig ist. 

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Falsche Eingaben bei der Kontonummer und/oder Bankleitzahl führen naturgemäß auch zu falschen Ergebnissen.

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Eine ungültige Kontonummer erzeugt bei der IBAN auch ein falsches Ergebnis, dass mit folgendem Hinweis dokumentiert wird: Die IBAN wurde rechnerisch erzeugt, obwohl eine Prüfmethode des Kontoinstitutes ein Problem mit den Kontodaten festgestellt hat. Die Korrektheit dieser IBAN kann daher nicht gewährleistet werden. 

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GEZ: Der Härtefall beim neuen Rundfunkbeitrag

In die Beitragsbefreiung für den neuen Rundfunkbeitrag gehört auch der sogenannte Härtefall. Das betrifft jene Menschen, deren Einkommen über dem sozialrechtlichen Regelsatz hinaus nicht mehr als 17,98 Euro beträgt, was dem monatlichen Grundbeitrag entspricht. Doch auch dazu muss der Antrag form- und fristgerecht gestellt werden.

Seit 1. Januar 2013 löst der neue Rundfunkbeitrag die bisherige GEZ-Gebühr ab. Pro Haushalt wird jetzt eine monatliche Grundpauschale von 17,98 Euro erhoben, unabhängig davon, wie viele Personen im Haushalt leben und wie viele Rundfunk- und TV-Geräte sowie Computer genutzt werden. Zur Kasse werden Sie aber auch dann gebeten, wenn Sie weder über TV-Gerät und Radio noch über einen Computer verfügen.

Betragsbefreiung bei Härtefällen

Vom Beitrag befreit sind weiterhin Empfänger von Sozialgeld, Arbeitslosengeld II und der Altersgrundsicherung sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch Studenten und Pflegebedürftige. Für die Befreiung ist rechtzeitig ein Antrag mit Beilage des aktuellen Bescheides über den Leistungsbezug zu stellen. Wer keinen Anspruch auf derartige Sozialleistungen hat, kann unter Umständen dennoch von der Beitragszahlung befreit werden. Wenn Sie mit der Zahlung des monatlichen Beitrags von 17,98 Euro in den Sozialbezug kämen, liegt der sogenannte Härtefall vor, der Sie vor der Zahlungsleistung bewahrt.

So wird der Antrag beim Härtefall gestellt

Um im Härtefall von der Beitragszahlung befreit werden zu können, müssen sie einen entsprechenden formlosen Antrag beim Beitragsservice stellen und einen Bescheid der Sozialbehörde beilegen. Das Antragsformular für Härtefälle finden Sie hier. Hierin muss die Ablehnung von Leistungen nach Hartz IV durch die Arbeitsagentur dokumentiert sein. Um sicher zu gehen, dass Ihre Rechte in dieser Beziehung auch erfolgreich und rasch wirksam werden, sollten Sie den unterschriebenen Antrag per Einschreiben und Rückschein versenden.

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Befreiung vom Rundfunkbeitrag wegen Leistungsbezug und wegen Härtefall ohne Leistungsbezug sind zwar voneinander zu trennen, für beide Möglichkeiten der Beitragsbefreiung ist aber grundsätzlich darauf zu achten, dass der Antrag rechtzeitig und formell korrekt gestellt wird.

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Elternzeit aufteilen – Wie auch Väter ihre Zeit mit dem Kind bekommen

Bis zu drei Jahre Elternzeit stehen werdenden Eltern für ihren Nachwuchs zur Verfügung. Eine Menge Zeit, von der nun auch endlich Väter profitieren können. Denn Gleichberechtigung kann auch in die andere Richtung funktionieren: Auch Väter wünschen sich freie Zeit mit ihrem Kind und ein wenig Abstand von der Arbeit, wenn ein neues Familienmitglied dazu stößt.

Inzwischen sind zwei Monate Elterngeld explizit für den Vater bestimmt. Nimmt er diese nicht in Anspruch, verschenkt er nicht nur wertvolle Zeit mit seinem Kind, sondern auch bis zu 3.600 Euro. Ein Grund mehr, auch als Vater für seine Rechte einzustehen.

Baby greift nach Mutterhand

Die drei Jahre können frei zwischen den Eltern aufgeteilt werden. Zu bedenken ist aber: Das Gehalt wird immer geringer, je länger man zu Hause bleibt. Also ist es oft auch eine finanzielle Frage, wer wie lange zu Hause bleibt, und ab wann der Nachwuchs in den Kindergarten gebracht werden sollte. Dass Elternzeit für einzelne Monate und Wochen genommen werden kann, ist vielen gar nicht bewusst, eröffnet aber eine Vielzahl an Möglichkeiten. Auf vaeterzeit.de findet man Hinweise zum Beantragen der Elternzeit beim Arbeitgeber und darüber hinaus viele wichtige Details, Fakten und Informationen, die eine Planung der freien Zeit mit dem Nachwuchs erleichtern. Im Folgenden nur ein kleiner Überblick über eventuelle Möglichkeiten:

  • Die Doppelverdiener: Eines der vielen möglichen Modelle ist das des Doppelverdieners. Hier gehen beide Elternteile kurz nach der Geburt wieder arbeiten. Der Vater beginnt die Elternzeit direkt nach der Geburt des Kindes, die Mutter nach dem Ablauf der Mutterschutzfrist. Beide können von Anfang an in Teilzeit arbeiten. So arbeitet der eine vormittags, der andere nachmittags, und beide können Zeit mit ihren Nachwuchs verbringen, ohne sich um Geldknappheit Sorgen machen zu müssen.
  • Die Tauschenden: Ein sehr beliebtes Modell ist die Aufteilung der Arbeitszeit. Nach der Geburt nimmt die Mutter sechs Monate Elternzeit, während der Vater Vollzeit arbeitet. Aufgrund der starken Mutterbindung und wegen des Stillens ist es wichtig, dass die Mutter die erste Elternzeit nimmt. Nach Ablauf der sechs Monate nimmt nun der Vater ein halbes Jahr Elternzeit, und die Mutter geht wieder arbeiten. Ab dem 15. Monat sollte das Kind dann ganztägig betreut werden können.
  • Der Rollentausch: Ein äußerst modernes, aber immer noch recht unübliches Modell ist der Rollentausch. Nach Ablauf des Mutterschutzes geht die Mutter wieder vollständig arbeiten, während der Vater die Betreuung des Kindes übernimmt. Er widmet sich nun ein Jahr lang der Kinderbetreuung, während die Mutter das Geld verdient. Dieser Rollentausch bietet sich bei Haushalten an, in denen die Frau mehr Geld verdient als der Mann.