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Wann ist eine Reiserücktrittversicherung sinnvoll – und wann nicht?

Reiserücktrittversicherungen werden selten und eher ungern abgeschlossen. Viele Personen halten sie für unnötig und wollen parallel zur kostspieligen Reise nicht auch noch Geld für eine Versicherung ausgeben, die sie ohnehin nicht brauchen werden. In welchen Fällen ist eine Reiserücktrittversicherung wirklich sinnvoll und wann können Sie sich diesen zusätzlichen Kostenfaktor wirklich sparen?

Die richtige Versicherung wählen

Eine Reiserücktrittversicherung ist nicht gleich Reiserücktrittversicherung; wichtig ist die Auswahl der richtigen Form. Gerade bei online gebuchten Reisen sollten Sie hierbei vorsichtig sein, denn Sie erhalten keine so umfassende Beratung wie etwa im Reisebüro und müssen sich Ihre Informationen über die Reiserücktrittversicherung sorgfältig selbst zusammensuchen. Wenn Sie beispielsweise mit einer Gruppe reisen, können Sie eine Reiserücktrittversicherung abschließen, die gegen den Ausfall eines Mitglieds oder der ganzen Gruppe absichert; als Alleinreisender dagegen haben Sie die Möglichkeit, die jeweilige Reise oder auch alle Reisen in einem fest vereinbarten Zeitraum abzuschließen.

Wann sind Reiserücktrittversicherungen sinnvoll?

Wie bei so vielen anderen Formen der Versicherung könnte der Ratschlag lauten, dass Reiserücktrittversicherungen immer sinnvoll sind. Immerhin kann man nie wissen, ob etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt, etwa eine Impfunverträglichkeit, deretwegen man die Reise ins entfernte Ausland absagen muss. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Reiserücktrittversicherung spielt der finanzielle Einsatz eine große Rolle. Überlegen Sie sich deswegen bei jeder Reise, ob der finanzielle Schaden für Sie zu tragen wäre, wenn Sie ausfallen und die Reise nicht antreten können oder wollen. Für einen kleinen Wochenendtrip zahlt sich die Reiserücktrittversicherung eher nicht aus; für den lange vorher geplanten Malediven-Urlaub über vier Wochen sollten Sie ohne eine gute Reiserücktrittversicherung gar nicht erst buchen.

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Autokauf: Was bringt die Garantieverlängerung?

Die Garantieverlängerung über den vorgeschriebenen Zeitraum von 24 Monaten hinaus klingt gerade bei teuren Autokäufen auf den ersten Blick sinnvoll. Die Garantie verlängert sich damit innerhalb eines gewissen Rahmens und wenn der Wagen in die Werkstatt muss, können Sie mit Versicherungsleistungen rechnen und müssen die Kosten nicht vollständig alleine tragen.

Was leistet die Garantieverlängerung?

Die Gefahr bei der Garantieverlängerung besteht darin, dass sie längst nicht dasselbe ist wie die reguläre Garantie. Verschleißteile beispielsweise zählen nicht dazu; diese werden Sie selber zahlen müssen, und gerade sie verursachen in der Regel die höchsten zusätzlichen Kosten, denen Sie gerne aus dem Weg gehen, wenn Sie können. Mit einer Garantieverlängerung wird das aber in vielen Fällen nichts und Sie zahlen die Verschleißteile immer noch selbst. Es gibt darüber hinaus noch andere Schlupflöcher, durch die Versicherungen dafür sorgen, im Schadensfall nicht für den Schaden aufkommen zu müssen und sich die Kosten sparen zu können. Letztendlich sollten Sie sich mehrere Angebote für eine Garantieverlängerung einholen und sich dann für diejenige entscheiden, die am meisten verspricht und mit der Sie selbst am glücklichsten ist – denn die individuellen Bedingungen sind von Versicherung zu Versicherung vollkommen unterschiedlich.

Lohnt sich die Garantieverlängerung?

Die meisten Garantieverlängerungen zahlen sich unter dem Strich nicht aus und Sie könnten auch auf sie verzichten. Aber sie kosten selten viel, sodass es auch kein wirtschaftlicher Schaden wäre, sie einzugehen. Wirtschaftlich betrachtet bringt sie kaum Vorteile; sie schenkt höchstens die geglaubte Sicherheit, in allen Lebenslagen mit dem Fahrzeug gegen teure Schäden abgesichert zu sein, die sich schnell ergeben können. Die meisten Schäden aber zeigen sich erst nach einigen Jahren, wenn auch die Garantieverlängerung nichts mehr leistet; und dann zahlen Sie letztendlich doch selber, wenn Sie das nicht im Rahmen der Garantieverlängerung sowieso gemusst hätten.

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Wildunfälle – Das müssen Sie beachten

Wildunfälle ereignen sich jedes Jahr in Deutschland in hoher Zahl. Die Vollkasko zahlt in jedem Fall, bei der Teilkasko aber kommt es auf die Tierart an. Abgedeckt sind dabei die Tierarten, mit denen es seltener zu Unfällen kommt; eine häufig verletzte Tierart dagegen verursacht Schäden, die die Teilkasko nicht ersetzt.

Was leistet die Teilkasko? Was gehört zum Haarwild?

In der Regel können Sie damit rechnen, von der Teilkasko Schäden mit Haarwild ersetzt zu bekommen, da diese Tierarten weit seltener Unfälle verursachen als so manche andere. Bei Haarwild handelt es sich um Tierarten, die in der Liste des Jagdgesetzes unter §2 Tierarten aufgeführt sind; zu ihnen gehören beispielsweise Füchse, Rehe, Marder, Wildschweine oder Hasen. Sogar Seehunde stehen auf dieser Liste – daran erkennen Sie aber bereits, wie sich die Teilkasko zu schützen versucht. Fasane wiederum zählen nicht zum Haarwild, werden aber statistisch betrachtet viel häufiger angefahren – auch mit reparaturbedürftigen Schäden und Folgen für den Autofahrer. Hunde, Katzen und Nutztiere sind in der Liste ebenfalls nicht aufgeführt, da sie nicht zum Wild gehören.

Wildschadenklauseln und Kulanzfälle

Eine Wildschadenklausel findet sich in manchen neueren Versicherungsverträgen. Sie sagt aus, dass auch Nutztiere und häufig angefahrene Tierarten inbegriffen sind und die Versicherung eintritt, wenn sie angefahren werden. Allgemein bleibt aber nur zu raten, den Vertrag nochmals genau durchzulesen. Es klingt vielleicht hart, doch daraus können Sie ableiten, wie Sie sich verhalten sollten, wenn Ihnen ein Tier vors Auto läuft. Bei Hasen und Kaninchen kann es besser sein, kein Ausweichmanöver zu wagen, denn der daraus entstandene Schaden wäre für die Versicherung kein Fall für Leistungen. Fahren Sie das Tier dagegen an, deckt die Teilkasko den Schaden je nach Vertrag ab und Sie verhindern als Autofahrer schwere finanzielle Schäden.

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Was Sie als Fahrradbesitzer bei der Hausratversicherung beachten sollten

Wenn auch Sie gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind und sich vielleicht sogar ein besonders teures Exemplar angeschafft haben, sollten Sie dieses entsprechend versichern. Selbst wenn Sie über eine umfassende Hausratversicherung verfügen, greift diese im Falle eines Fahrraddiebstahls nur dann, wenn das Rad im Zusammenhang mit einem Einbruchdiebstahl abhanden kommt. Das bedeutet, es muss in einem verschlossenen Raum untergebracht gewesen sein.

Das Fahrrad auch gegen einfachen Diebstahl versichern

Möchten Sie gegen einen entsprechenden Aufschlag Ihr Rad auch gegen einfachen Diebstahl versichern, ist dies durchaus bei zahlreichen Gesellschaften möglich. Die Kosten hierfür variieren allerdings teilweise beträchtlich. Umstände wie der Wohnort spielen eine Rolle, aber auch natürlich der Wert des zu versichernden Rades. Es empfiehlt sich also auf jeden Fall, die Police Ihrer Hausratversicherung einmal dahingehend zu überprüfen, ob und in welchem Umfang Ihr Fahrrad gegen Diebstahl versichert ist.

Foto: © Roman Sigaev – Fotolia.com

Der Teufel steckt im Detail

Selbst wenn Sie eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben, kann es durchaus sein, dass eine Versicherung sich weigert, einen durch Diebstahl entstandenen Schaden zu ersetzen. Dies kann dann der Fall sein, wenn Sie beispielsweise versäumt haben, ein Fahrradschloss zu nutzen. Selbst dann, wenn Sie Ihr Rad abends vor der eigenen Haustür abgeschlossen abgestellt haben, kann es bei einem Diebstahl zu Problemen mit der Versicherungsgesellschaft kommen. Oft enthalten Versicherungspolicen die Vorgabe, das Fahrrad nach Gebrauch in einem verschlossenen Raum unterzubringen. Dies bedeutet für Sie: Nach 22.00 Uhr sollte Ihr Fahrrad entsprechend sicher abgestellt werden.

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Lebensversicherungen – sind sie heute überhaupt noch lohnenswert?

Anbieter von Lebensversicherungen sind gesetzlich dazu verpflichtet, das Geld ihrer Kunden zum größten Teil in festverzinsliche Wertpapiere anzulegen. Da sich mit diesen Anleihen inzwischen aber kaum noch Zinserträge erwirtschaften lassen, fällt die Rendite einer Kapitallebensversicherung immer geringer aus. Ebenso ist zu befürchten, dass einige Versicherungsunternehmen im Laufe der nächsten Jahre in Zahlungsschwierigkeiten geraten werden. Sie sind einerseits zu diesen sicheren Anlagen verpflichtet, andererseits müssen sie aber auch die vertraglich vereinbarten Leistungen gegenüber ihren Kunden einhalten. Wie Sie als Verbraucher auf diese Situation reagieren sollten, ist davon abhängig, ob Sie bereits eine Lebensversicherung besitzen oder ob Sie noch über den Abschluss eines Vertrages nachdenken.

1. Fall: Sie haben bereits eine Lebensversicherung

Sollten Sie bereits eine Lebensversicherung besitzen und in diese seit vielen Jahren eingezahlt haben, ist es nicht sinnvoll, die Versicherung aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung zu kündigen. Zwar werden Sie vermutlich nicht mehr die Rendite erwirtschaften, die Sie sich beim Abschluss des Vertrages erhofft hatten, trotzdem bleibt Ihnen der garantierte gesetzliche Mindestzins. Dieser liegt bei Lebensversicherungen, die bis Mitte 2000 abgeschlossen wurden, bei vier Prozent und bei Verträgen, die bis Ende 2003 abgeschlossen wurden, bei 3,25 Prozent. Zudem würden Sie bei einer vorzeitigen Kündigung des Vertrages viel Geld verlieren, sodass Sie möglicherweise nicht einmal die eingezahlten Beiträge zurückerstattet bekämen. Gegen den Konkurs des Versicherungsunternehmens sind Sie außerdem durch einen Sicherungsfonds, in den sämtliche Gesellschaften einzahlen müssen, geschützt. Durch diesen Fonds ist die vereinbarte Versicherungssumme bzw. Rente zu mindestens 95 Prozent abgesichert.

2. Fall: Sie haben noch keine Lebensversicherung

Sollten Sie noch mit dem Gedanken spielen, eine Lebensversicherung abzuschließen, ist es ratsam, sich nach einer besseren Anlagemöglichkeit für Ihr Geld umsehen. Die gesetzlich garantierte Mindestverzinsung liegt inzwischen nur noch bei 1,75 Prozent, daher sind Lebensversicherungen als Kapitalanlage oder auch als zusätzliche Rente nicht mehr zu empfehlen.

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Zahlen sich Versicherungspakete für Sie aus?

Nahezu jede Versicherung bietet ein Paket mit mehreren Leistungen. Diese Pakete richten sich an junge Leute, Familien, junge Berufstätige… kurz: an jeden, der sie brauchen könnte. Darin ist meistens die Versicherung enthalten, nach der man ohnehin gesucht hat. Für einen geringen Aufpreis sind weitere Versicherungsleistungen enthalten, die man meistens nur mitnimmt, da man sie gerade günstig bekommen kann. Nicht immer sind Paket-Angebote jedoch wirklich sinnvoll.

Der Sinn eines Versicherungspaketes besteht darin, attraktive Versicherungsleistungen mit weniger gefragten Versicherungen zu kombinieren. Dadurch wird Ihnen das Gefühl vermittelt, ein Schnäppchen zu erhalten, obwohl Sie letztendlich mehr für eine Leistung zahlen, die Sie nicht unbedingt brauchen. Zusätzlich wird Ihnen erklärt, warum Sie das Paket benötigen und was auch die weniger attraktiven Versicherungen für Sie tun könnten.

Bevor Sie sich für ein Versicherungspaket entscheiden, weil es dieses gerade preiswert gibt, sollten Sie sich lieber genauer ansehen, welche Optionen sonst noch zum Angebot stehen. Eine andere Versicherungsgesellschaft wäre eine Perspektive, denn vielleicht hat sie ein günstigeres Angebot ohne die Leistungen, die Sie nicht möchten. Sinnvoll kann auch der Wechsel zu einer anderen Versicherungsart sein. Wenn Sie doch ein Paket annehmen, sollten Sie sehr genau über die Kündigungsfristen informiert sein falls Sie die Leistungen des Paketes später nicht mehr möchten, um die es beim Abschluss ohnehin nicht ging. In der Regel zahlen sich Paket-Angebote nicht aus, wenn nicht tatsächlich Versicherungen enthalten sind, die Sie abschließen möchten. Dennoch stellen sie eine gute Gelegenheit dar, um bares Geld zu sparen.