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Gebrauchtwagen kaufen, aber richtig

Wenn ein neues Auto her muss, ist der Gebrauchwagenmarkt oft die erste Anlaufstelle. Der Handel mit den Gebrachten boomt. Im letzten Jahr wurden 6,73 Gebraucht-PKWs für rund 57 Milliarden Euro verkauft, so ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes in Bonn. Sowohl im Internet als auch in Tageszeitungen oder bei Gebrauchtwagenhändlern ist das Angebot riesig. Doch Vorsicht: Das vermeintliche Schnäppchen kann sich dabei schnell als unseriöses Lockangebot oder teuerer Fehlkauf entpuppen.

Daher gilt beim Kauf eines neuen Autos: Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf. Um das Risiko, an einen Betrüger zu gelangen, möglichst klein zu halten, zeigt Ihnen folgende Übersicht, worauf Sie beim Kauf eines gebrauchten Autos achten sollten:

Seriosität des Verkäufers
Gerade beim Kauf über das Internet sollten Sie einen Blick auf die Homepage des Händlers bzw. Verkäufers werfen. Sind dort alle Daten über den Firmensitz oder des zu verkaufenden Autos vorhanden? Seriöse Verkäufer informieren eindeutig und ausführlich über das Auto und die Vertragsabwicklung. Im Zweifelsfall werfen Sie einen Blick in das Handelsregister und prüfen Sie dort die Eintragungen des Unternehmens.

Beweise sichern
Um auch im Nachhinein noch nachweisen zu können, welche Daten über das Auto in der Anzeige standen, drucken Sie das Angebot und die Bestellung aus. Dazu gehören auch die AGB (Allgemeines Geschäftsbedingungen), die über die Rechten und Pflichten beim Kauf informieren. Dabei gelten stets die zum Zeitpunkt des Kaufs gültigen AGBs.

Probefahrt ist ein Muss
Verlassen Sie sich beim Autokauf nicht auf Fotos oder Beschreibungen. Machen Sie in jedem Fall eine ausgiebige Probefahrt, um etwaige Mängel wie verschlissene Bremsen und Kupplungen, ein defektes Radio oder Spiel in der Lenkung feststellen zu können.

Auto tatsächlich vorhanden
Oft handelt es sich bei online angebotenen Schnäppchen um Lockvogelangebote. Wer direkt zum Händler fährt, erfährt dort mitunter, dass das angebotene Fahrzeug nicht mehr vorhanden ist, aber andere „tolle Angebote“ auf dem Hof stehen. Ein typisches Lockangebot. Klären Sie daher vor einer weiten Anfahrt, ob der gewünschte Gebrauchtwagen auch tatsächlich existiert und begutachtet werden kann.

Vermittler oder Verkäufer?
Ganz wichtig: Ist der Anbieter tatsächlich der Verkäufer oder bloß der Vermittler? Ist der Vertragspartner lediglich Vermittler, schließen Sie den Kaufvertrag unter Umständen mit einem ausländischen Händler – der Ansprechpartner fungiert dann nur als Vermittler zwischen Käufer und ausländischem Anbieter. Die Folge: Für den Kaufvertrag gilt das ausländische Recht. Prüfen Sie daher im Vorfeld, welche Rolle Ihr Ansprechpartner beim Verkauf spielt und nehmen Sie im Vermittlungsvertrag alle Fahrzeugeigenschaften sowie den Liefertermin auf.

Hohe Anzahlung?
Verlangt der Verkäufer eine hohe Anzahlung, sollten Sie misstrauisch werden. Das gilt auch, wenn die Anzahlung auf eine Treuhandkonto gehen soll. Der Grund: Mit einer Anzahlung tragen Sie das Insolvenzrisiko. Meldet der Anbieter Insolvenz an, ist das Geld in den meisten Fällen verloren.

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Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf: Tachotrickser entlarven

Beim Kauf eines gebrauchten Autos beschleicht einen oft ein mulmiges Gefühl. Stimmt die angegebene Kilometerleistung? Oder wurde der Tacho manupuliert und „runtergedreht“? Wichtige Fragen, schließlich spielt der Kilometerstand beim Gebrauchtwagenkauf eine entscheidende Rolle.

Und die Tricks der Betrüger werden immer raffinierter. Dank immer ausgeklügelterer Methoden ist es mittlerweile eine Leichtes, die Laufleistung eines Autos fast unmerkbar zu manipulieren. Da der Tachostand längst nicht mehr auf Walzen, sondern elektronisch im Chip festgehalten wird, ist der Betrug selbst für Experten nur schwer erkennbar. Im Strafgesetzbuch gibt es hierzu sogar schon einen eigenen Tatbestand „Tachomanipulation“.

Trotzdem gibt es einige wichtige Tipps und Hinweis, um Tachotricks zu erkennen. Wenn Sie folgende Hinweise beachten, stehen die Chancen gut, einen Gebrauchten ohne manipulierten Tacho zu erwischen:

1. Seriöse Händler

Kaufen Sie den Gebrauchtwagen am besten bei einem Händler Ihres Vertrauens und nicht auf dem erstbesten Hinterhof.

2. Misstrauisch bleiben

Prüfen Sie die Angaben des Verkäufers auf Plausibilität. Wenn ein fünf Jahre altes Auto erst 25.000 Kilometer auf dem Tacho hat, sollten Sie genau nach den Gründen für die geringe Laufleistung fragen. Sind diese unplausibel, lassen Sie lieber die Finger davon.

3. Passt die Abnutzung zum Kilometerstand?

Werfen Sie einen Blick auf die Abnutzung von Sitzen, Polstern, Schalthebel, Pedale und Lenkrad. Hat das Fahrzeug nur wenige Kilometer auf dem Zähler, weist aber erhebliche Abnutzungserscheinungen im Innenraum auf, ist garantiert etwa faul.

4. Belege prüfen

Einen guten Einblick in den Lebenslauf eines Fahrzeugs bieten Belege wie Werkstattrechnungen, Einträge im Serviceheft oder TÜV-Untersuchungsberichte. Hier sind stets die zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Kilometerstände vermerkt. Auch auf dem Ölwechsel-Schildchen am Öleinfüllstutzen ist zumeist der Kilometerstand zum Zeitpunkt des letzten Ölwechsels vermerkt. Prüfen Sie, ob die Angaben in den Belegen mit den aktuellen Werten übereinstimmen. Hat das Fahrzeug aktuell weniger Kilometer runter als in den letzten TÜV-Berichten oder Werkstattrechnungen, wurde am Tacho gedreht.

Wer alle Hinweise beachtet, fällt kaum noch auch Tachotrickser herein. Im Zweifelsfall lassen Sie lieber die Finger vom „Schnäppchen“ und suchen einen anderen Händler oder Verkäufer auf.

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Ihre Rechte beim Umtausch

Ob zu Weihnachten, Ostern oder zum Geburtstag: Wer Geschenke für Freunde, Bekannte oder die Liebsten einkauft, kann diese problemlos wieder umtauschen. Einfach ins Geschäft zurückgehen und die Ware wieder umtauschen – so einfach ist das. So zumindest die landläufige Meinung. Ganz so einfach ist es leider nicht.

Denn: Ein generelles Umtauschrecht gibt es nicht. Die meisten Händler gewähren jedoch aus Kulanz ein 14-tägiges Rückgaberecht in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Am besten fragen Sie beim Kauf im Laden bereits nach, ob und wie ein Umtausch möglich ist.

Ganz klar ist die Sache beim Kauf im Internet oder beim Versandhandel. Hier haben Sie ein generelles Widerrufsrecht ohne Wenn und Aber. Egal aus welchem Grund: Die online oder per Telefon gekauften Waren können ohne Angabe von Gründen innerhalb von 14 Tagen zurückgeschickt werden.

Liegt der Einkauf bereits mehr als 14 Tage zurück, gibt es beim Versand- oder Onlinehandel kein Umtauschrecht mehr. Viele Händler zeigen sich aber auch hier kulant. Wer freundlich nachfragt und nicht gleich pampig wird oder mit dem Rechtsanwalt droht, erhält zumeist einen Warengutschein.

Hier noch einmal Übersicht der wichtigsten Grundsätze zum Thema Umtausch und Warenumtausch:

– Bei Nichtgefallen Geld zurück?
Diese Regelung gilt nur, wenn sie in den AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) ausdrücklich vereinbart sind. Einzige Ausnahme: Beim Kauf in Internetshops und im Versandhandel gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht ohne Angabe von Gründen – also auch bei Nichtgefallen.

– Welche Waren sind vom Umtausch ausgeschlossen?
Einige Waren können von Händlern explizit vom Umtausch ausgeschlossen werden, etwa bereits getragene Unterwäsche oder Maßanfertigungen. Die Gewährleistungspflicht bleibt jedoch weiterhin bestehen: Fehlerhafte Ware muss ersetzt bzw. repariert oder zurückgenommen werden.

– Umtauschrecht bei fehlerhafter Ware
Für Privatpersonen gilt bei neu gekauften Artikeln ein Gewährleistungsanspruch von zwei Jahren. Bei gewerblichen Verkäufern (Händler an Händler) besteht ein Gewährleistungsanspruch von mindestens einem Jahr. Bei Privatverkäufen (etwa bei ebay) können Privatverkäufer die Gewährleistung auch komplett ausschließen.

Im Gewährleistungsfall haben Sie die Wahl zwischen einer Reparatur oder dem Umtausch der Ware. Sollte beides nicht möglich sein, kann der Kauf auch storniert und der Kaufpreis erstattet werden. Bei mangelhaften Waren ist der Händler verpflichtet, den Kaufbetrag auszuzahlen. Lassen Sie sich hier nicht mit einem Gutschein abspeisen.

Im Reparaturfall: Dem Verkäufer stehen pro Mangel zwei Reparaturversuche zur Verfügung. Sollte die Ware danach noch immer den Mangel aufweisen, können Sie vom Kauf zurücktreten.

Kniffelig wird es, wenn der Verkäufer behauptet, Sie hätten den Mangel selbst verursacht. Innerhalb der ersten sechs Monate nach Kauf gilt das Prinzip der Beweisumlast, d.h., der Verkäufer muss Ihnen nachweisen, dass Sie den Schaden eigenhändig verursacht haben.

Übrigens: Bei einer Reparatur innerhalb der Gewährleistung darf der Händler Ihnen keine Kosten aufs Auge drücken, etwa Untersuchungskosten oder Fallpauschalen.

– Originalverpackung beim Umtausch
Beim Umtausch von defekten Waren besteht keine Pflicht, diese in der Originalverpackung zurückzuschicken. Bei Reklamationen ist die Original-Verpackung nicht zwingend notwendig. Anders sieht es beim Kulanz-Umtausch aus. Hier kann der Verkäufer auf die Originalverpackung bestehen – schließlich ist er ja hier nicht verpflichtet, die Ware überhaupt zurückzunehmen.

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Hotlines: Sprachcomputer austricksen

Wenn Sie häufig bei Servicehotlines anrufen, kennen Sie das Problem: Sie müssen sich per Sprachcomputer erst mühsam durch die Menüs hangeln – und das, obwohl Sie eigentlich direkt einen Mitarbeiter sprechen möchten.

Dann helfen folgende Tricks, um Sprachcomputer auszutricksen:

Unterbrechen
Drücken Sie auf der Telefontastatur mehrfach hintereinander die Null [0] oder die Sterntaste [*] oder die Raute [#]. Die meisten Sprachcomputer lassen sich so unterbrechen. Anschließend werden Sie meist direkt zu einem Mitarbeiter durchgestellt.

Sprechen
Einige Sprachcomputer sind „überfordert“, wenn Sie einfach drauflos reden, undeutlich sprechen oder ins Telefon brüllen. Da der Sprachcomputer Sie nicht versteht, leitet er meist direkt zu einem Servicemitarbeiter.

Schweigen
Auch das Gegenteil hilft meist: Statt die geforderten Informationen einzugeben oder zu sagen, schweigen Sie einfach wie ein Grab.

Andere Rufnummer
Verwenden Sie statt der Rufnummer der Servicehotline eine andere Rufnummer, etwa die Info- oder Verkaufshotline. In den meisten Fällen werden Sie dann direkt zu einem Mitarbeiter der Servicehotline verbunden.

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    Shopping-Fallen: Kostenlose Lockangebote

    Amazon, Quelle, Otto, Neckermann… Im Internet gibt es viele vertrauenswürdige Shops namhafter Versandhäuser, bei denen Sie sicher und praktisch „blind“ einkaufen können. Einige wenige schwarze Schafe versuchen allerdings, die Gutgläubigkeit der Käufer auszunutzen. Mit fiesen Tricks locken sie Kunden in teure Abonnements für SMS-Dienste, DVDs oder Hausaufgabenhilfe.

    Die Masche: Viele Webseiten locken mit kostenlosen Angeboten. Gratis-DVD oder Kostenlose SMS heißt es da oft. Doch Vorsicht: Kein Händler hat wirklich etwas zu verschenken. Dahinter steckt oft die Masche, Kunden mit dem kostenlosen Angebot in ein 12- oder 24-Monats-Abonnement zu locken – das dann richtig teuer werden kann.

    Schauen Sie bei kostenlosen Lockangeboten genau in die AGB oder Teilnahmebedingungen. Dort sind die Kosten oft clever versteckt. Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf die kostenlose Dreingabe.