Warum Halogenlampen nicht mit bloßen Fingern angefasst werden sollen

Auf der Bedienungsanleitung steht es eindeutig: Zum Austausch von Lampen schalten Sie die Leuchte aus, entfernen Sie die Sicherung und lassen Sie die Leuchte ausreichend auskühlen, wenn sie in Betrieb war. Berühren Sie niemals die Glasoberfläche von Halogen-Lampen mit bloßen Fingern. Doch warum ist das so?

Die Glaskolben von Halogenlampen bestehen aus hitzebeständigem Quarzglas, die die auftretenden Kolbentemperaturen von mehr als 250 Grad Celsius problemlos vertragen. Ein verbreiteter Irrglaube der „Nicht mit den Fingern anfassen“-Theorie: Die Verunreinigungen der Finger (Fett und Schmutz) können die Glaskolben platzen lassen.

Richtig ist, dass sich bei Berührung mit dem Finger die Fingerabdrücke aufgrund der hohen Temperaturen in das Glas einbrennen können. Das führt aber nur in den seltensten Fällen zu Rissen und zerplatzten Glaskolben. Die Warnungen in der Bedienungsanleitung haben einen anderen Grund: Die Finger-Spuren auf den Glaskolben verschlechtern die Lichtwiedergabe. Das Licht wird anders gestreut, die Lichtausbeute und –qualität leidet. Dem Glas selbst machen die Abdrücke nichts aus.

Um die Lichtwiedergabe nicht zu beeinflussen, bleibt daher der Rat, die Lampen nur mit der Original-Schutzfolie der Verpackung anzufassen. Auch Handschuhe oder fusselfreie Tücher sind gut geeignet. Sollten sich doch einmal Fingerabdrücke auf dem Glaskolben der Halogenlampe verirren, lässt sich der Kolben am besten mit einem chemisch reinen Alkohol wie Isopropanol (erhältlich in allen Apotheken) reinigen.