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Word 2000

Word: Die Arbeit mit Tabellen

Grundsätzlich können Sie in Tabellenzellen alles außer neuen Tabellen und Positionsrahmen einfügen. Diese Art der Verschachtelung läßt Word nicht zu.

Tabellen nehmen in Word eine zentrale Stellung ein. Sie sind ein äußerst vielseitiges Instrument, und es gibt kaum eine Aufgabe, die sich nicht mit einer oder mehreren Tabellen auf einfache Weise lösen ließe. Die Bandbreite der Einsatzgebiete reicht hierbei von Layoutaufgaben, deren Qualität die bekannte tabellarische Übersicht weit hinter sich läßt, bis zu Einsatzmöglichkeiten, die bereits in die Kategorie „Tabellenkalkulation“ hineinreichen. Die Tabellenfunktion von Word berührt alle Bereiche, in die das Programm hineinwirkt: die reine Texterstellung und Dokumentgestaltung, die Grafikeinbindung und Layouterstellung, die Serienbrieffunktion und logische und numerische Kalkulationen; all dies und noch einiges mehr läßt sich über Tabellen lösen.

Diese Marken sind stets dann auf dem Bildschirm sichtbar, wenn auch die Marken der Absatzschaltungen (¶) angezeigt werden.

Um den Anfang zu erleichtern, sollten Sie Tabellen zunächst aber als das sehen, was sie auch tatsächlich sind: eine beliebige Zahl von Zellen, die in waagerechter Folge als Zeilen und in senkrechter Folge als Spalten bezeichnet werden. Jede Zelle einer Tabelle hat eine Zellenmarke (¤, dieses Zeichen kann aber je nach Zeichensatz wechseln), die in etwa der Absatzmarke des normalen Textes entspricht. Alle Einfügungen, die Sie in einer Zelle vornehmen, befinden sich links von der Zellenmarke. Außerdem enthält jede Tabellenzeile eine Endmarke, die das gleiche Aussehen wie die Zellenmarken aufweist und das rechte Ende der Tabelle festlegt. In eine Tabellenzelle können Sie alles und soviel Sie wünschen einfügen. So einfach ist das. Doch bevor Sie etwas in die Zellen eintragen, müssen Sie zunächst einmal eine Tabelle erstellen.

Die Höhe einer Zelle richtet sich nach seinem Inhalt. Als Inhalt einer Tabellenzelle kommt eine beliebige Anzahl von Absätzen in Frage, die alle Eingaben enthalten dürfen, die in Absätze aufgenommen werden können, also z.B. auch Grafiken. Die Zellen einer Zeile richten sich in ihrer Höhe immer an der höchsten Zelle der Zeile aus.

Wenn Sie Excel installiert haben und mit der Bedienung von Excel vertraut sind, bietet es sich an, Tabellen statt mit Word mit Excel zu erfassen und als Objekt in das Dokument einzubetten. Wenn Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen möchten, so klicken Sie das Symbol „Microsoft Excel-Tabelle einfügen“ an. Die Tabelle wird in diesem Fall mit den Befehlen von

2 Antworten auf „Word: Die Arbeit mit Tabellen“

Ein kleiner Hinweis zu diesem Artikel, der mit folgender Behauptung beginnt:

„Grundsätzlich können Sie in Tabellenzellen alles außer neuen Tabellen und Positionsrahmen einfügen. Diese Art der Verschachtelung läßt Word nicht zu.“

Dieses ist falsch und galt nur vor langer, langer Zeit. Bereits seit Word 2000 lassen sich Tabellen verschachteln, also auch Tabellen in Tabellenzellen einfügen. Hingegen stimmt, dass sich keine Positionsrahmen in Tabellenzellen einsetzen lassen. Da viele Leute allerdings den Unterschied zwischen Positionsrahmen und Textfeldern nicht kennen, gehe ich davon aus, dass hier versehentlich der Begriff Positionsrahmen anstelle des Begriffs Textfeld verwendet wurde.

Dann allerdings ist auch diese Aussage nur bedingt korrekt. Denn spätestens ab Word 2003 (eigentlich schon ab Word 2002/XP) kann man Textfeldern mit dem Umflussattribut „Mit Text in Zeile“ versehen. Ein solches Textfeld lässt sich dann sehr wohl in eine Tabellenzelle einfügen.

Textfelder sind in Winword 6.x aufgekommen. Man konnte sie über die recht unausgegorene Leiste „Zeichnung“ am unteren Bildrand auswählen. Über das Menü „Einfügen“ waren die bis dato noch gebräuchlichen Positionsrahmen abrufbar, aber ebenso über die eben erwähnte Leiste. Word 95 brachte hier nichts Neus, sondern war nur eine Adaption an das neue Betriebssystem Windows 95.

Erst in Word 97 bekam ein moderneres Konzept verpasst. Die alten Positionsrahmen wurden konsequent durch die Textfelder ersetzt und konnten nur noch durch Konvertierung der Textfelder eingebunden werden. Positionsrahmen sind spätestens ab diesem Zeitpunkt obsolete und werden nur noch verdeckt aus Kompatibilitätsgründen für alte Dokumente mitgeschleppt.

Im neuen Word 2010 ist auch (endlich) die Möglichkeit der Umwandlung/Konvertierung von Textfeldern in Positionsrahmen entfallen. Kein Mensch braucht diesen alten Objekttyp. Allerdings gibt es einen simplen Trick – ohne jedwede Registry-Manipulation – auch in einem echten Word-2010-Dokument einen Positionsrahmen einfügen zu können. Wie gesagt, Positionsrahmen braucht kein Mensch. Deshalb hier auch kein Tipp dazu, wie das letztgenannte funktioniert.

Textfelder sind übrigens hochinteressante Objekte, die von Version zu Version in ihren Möglichkeiten von vielen Leuten unbemerkt immer weiter hochgezüchtet wurden. Als Krönung des Fortschritts darf man nun die Kontur durch Bearbeitung der Punkte verändern usw. Was Textfelder aber schon seit Generationen können, bleibt einer Tabellenzelle allerdings verwehrt: Ein Textfeld kann außer Textfeldern so gut wie alles andere aufnehmen, von Tabellen, Bildern bis hin zu ganzen Applikationen mit darin wieder eingebetteten Applikationen, die ihrerseits z.B. Videos enthalten können usw.
Das einzigem, was ein Textfeld nicht aufnehmen kann, ist ein Textfeld.

Soweit meine kleine Richtigstellung und kleine Exkursion in die wunderbare Welt der Word-Objekte.
Zum Abschluss noch eine Ironie der Office-Produkte, während in Word das Textfeld alles Mögliche aufnehmen kann, macht es in Excel bedauerlicherweise seinem Namen alle Ehre, denn hier kann es allen Ernstes einzig und allein nur Text enthalten.

Holger Nickusch

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