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16.05.2006 Home » Hardware & Software, Windows Vista

Windows schneller machen: Überflüssige Dienste abschalten

Windows schleppt eine Reihe weiterer Dienste mit, die zwar einige nette Komfortfunktionen bieten, oft aber den Rechner nur unnötig langsamer machen. Wenn Sie auf bestimmte Funktionen wie der Windows-Suche oder die Ereignisprotokollierung verzichten können, sollten Sie die entsprechenden Dienste abschalten.

Dienste sind kleine Programme, die verschiedene Systemaufgaben verrichten und unsichtbar im Hintergrund aktiv sind. Jeder Dienst braucht Arbeitsspeicher und CPU-Rechenzeit.

Nicht benötigte Dienste sollten Sie daher abschalten. Das spart Speicherplatz und entlastet den Computer von überflüssigen Rechenaufgaben. Zwar sind die Performance-Gewinne nicht gigantisch, doch so mancher Schub lässt sich erreichen. Um eine Übersicht über die derzeit aktiven Dienste zu erhalten und nicht benötigte Dienste abzuschalten, sind folgende Schritte notwendig:

1. Rufen Sie den Befehl Start | Ausführen auf oder drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste]+[R].

2. Geben Sie in das Dialogfenster den Befehl services.msc ein, und klicken Sie auf OK.

3. Im nachfolgenden Fenster listet Windows alle Dienste auf, die auf Ihrem Computer installiert sind. Um einen Dienst zu deaktivieren oder das Startverhalten zu ändern, klicken Sie doppelt auf den Dienstnamen. Im Feld Starttyp stehen vier verschiedene Startvarianten zur Verfügung:

- Automatisch (Verzögerter Start)

Der Dienst startet automatisch bei jedem Windows-Start, allerdings zeitlich verzögert oder erst dann, wenn der Dienst tatsächlich benötigt wird.

- Automatisch

Der Dienst startet automatisch bei jedem Windows-Start.

- Manuell

Der Dienst startet erst, wenn er benötigt wird. So startet beispielsweise die Automatische WLAN-Konfiguration erst, wenn der PC über WLAN verfügt und die WLAN-Verbindung konfiguriert werden soll.

- Deaktiviert

Der Dienst ist deaktiviert und kann vom System nicht selbst gestartet werden. Ein Start über die Systemsteuerung und die Schaltfläche Starten ist aber jederzeit möglich.

Die nachfolgende Übersicht zeigt eine Liste von Windows-Diensten, die automatisch mit Windows mitgestartet, aber nicht unbedingt benötigt werden. Für mehr Geschwindigkeit können Sie die Dienste abschalten, beachten Sie jedoch die Hinweise in der Tabelle.

Anwendungserfahrung

Sitzungs-Manager für Desktopfenster-Manager

Wird benötigt für die Aero-Oberfläche von Windows Vista.

Standardeinstellung: Automatisch

Empfohlen: Wenn Sie die Aero-Oberfläche nicht nutzen, können Sie den Dienst deaktivieren.

IP-Hilfsdienst

Wird nur für Netzwerke mit IPv6-Adressen benötigt.

Standardeinstellung: Automatisch

Empfohlen: Wenn Sie in Ihrem Netzwerk nur normale IPv4-Adressen verwenden (z.B. 192.168.0.1), können Sie den Dienst deaktivieren.

Sekundäre Anmeldung

Wird benötigt, wenn mehrere Benutzerkonten verwendet werden.

Standardeinstellung: Automatisch

Empfohlen: Wenn Sie nur ein Benutzerkonto nutzen, können Sie diesen Dienst deaktivieren.

Tablet-PC-Eingabedienst

Ermöglicht die Nutzung von Tablet-PC-Funktionen wie Stifteingabe.

Standardeinstellung: Automatisch

Empfohlen: Wenn Sie Windows Vista nicht auf einem Tablet PC nutzen, können Sie den Dienst deaktivieren.

Windows-Suche

Indiziert im Hintergrund alle Dateien, um Dokumente mit der Windows-Suchfunktion schneller finden zu können.

Standardeinstellung: Automatisch

Empfehlung: Wenn Sie statt der Windows-Suche eine andere Desktop-Suchmaschine nutzen (siehe weiter unten), können Sie den Dienst deaktivieren.

Windows-Fehlerberichterstattung

Sammelt beim Absturz eines Programms Systeminformationen, die an Microsoft gesendet werden.

Standardeinstellung: Automatisch

Empfehlung: Da das Sammeln der Informationen nur Zeit kostet, sollten Sie den Dienst deaktivieren. Nach einem Absturz können Sie dann schneller mit Windows weiterarbeiten.

Telefonie

Stellt Telefoniefunktionen, unter anderem auch für den Internetzugang per Modem oder ISDN zur Verfügung.

Standardeinstellung: Automatisch

Empfehlung: Wenn Sie mit einem Modem oder per ISDN ins Internet gehen, sollten Sie den Dienst aktiviert lassen. Ist kein Modem, keine ISDN-Karte und kein Telefon an den PC angeschlossen, können Sie den Dienst deaktivieren.

Alternativen für den Windows-Suchdienst

Wenn Sie den Windows-Suchdienst abgeschaltet haben, dauert das Suchen von Dateien recht lange. Als Alternative bieten sich sogenannte Desktop-Suchmaschinen an. Das sind spezielle Suchprogramme, die Dateien besonders schnell auffinden.

Zu einer der besten Desktop-Suchmaschinen gehört Copernic. Auf der Webseite www.copernic.com finden Sie Copernic-Suchmaschine als kostenlosen Download – auch in deutscher Sprache.

Copernic bietet gegenüber der Windows-Suche zahlreiche Vorteile. Das Programm ist schneller, verbraucht weniger Systemressourcen und findet neben Dateien viele weitere Elemente wie E-Mails, Musik, Bilder, Videos, Kontakte aus Outlook, Favoriten oder Webseiten. Besonders pfiffig: Bereits bei der Eingabe des Suchbegriffs zeigt Copernic die ersten Treffer.

Neben Copernic gibt es weitere gute Desktop-Suchmaschinen von Google (desktop.google.de), MSN (desktop.msn.de) oder Yahoo (desktop.yahoo.com).

3 Kommentare »

  • Vigon sagt:

    Danke super Auflistung, da werde ich bestimmt ein paar davon ausprobieren! :)
    Achso wir haben in unserer Firma ein Programm, das heißt Lookeen, zwar keine Desktopsuche in erster Linie, sondern eine für Outlook, jedoch durchsucht es eigentlich so gut wie alles, was es indiziert hat, also auch den Dektop! ;) Nur noch so als Tipp, hilft wirklich sehr das manchmal doch recht langsame Outlook auf Trab zu bringen!! Falls es jemanden interessiert hier die hp: http://www.lookeen.net

  • Tippscom sagt:

    Gute Auflistung, der unnötigen Dienste

  • [...] Welche Dienste ihr abschalten könnt und welche ihr besser unverändert lassen solltet, erfahrt ihr hier und hier. [...]

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Autor: Mirko Müller